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Morgen-Ausgabe, 1. Blatt.
Wiesbadener TagME«
Dienstag, 29. September 1914.
der man neben den Vertretern des deutschen Wirtschafts.
lebens viele Reichstags- und Landtagsabgeordnete sah.
Die Eröffnungsrede hielt Präsident Dr. Kaempf. Cr erinnert an das Wort des Kaisers, daß er keine Parteien mehr kenne, sondern nur noch Deutsche, das in der denkwürdigen Sitzung des Reichstags eine glanzvolle und einmütige Antwort durch das deutsche Volk gefunden habe. Schwere Lasten seien der Gesamtheit auferlegt und schwere Sorgen habe jeder einzelne zu tragen. Wer aber glaubt, durch eine Drohung den Krieg in die Länge und das deutsche Volk wie das deutsche Wirtschaftsleben mürbe machen zu wollen, der habe sich verrechnet. (Lebhaftes Aravo.) ■ Wir h a l t e n aus, schloß der Redner, bis das Ziel dieses Riesenkampfes erreicht ist: Eine wirtschaftliche Ent
wickelung für alle Zeit.
Ein dreifaches Hoch auf Kaiser und Reich schloß sich diesen Worten an. Als nächster Redner betrat Geh. Kommerzienrat Neben Dumont die Tribüne. Er schilderte die Lage des Wirtschaftslebens in Deutschland, ging auf die Tätigkeit der Industrie ein und schilderte unter brausen- dem Beifall der Versammlung die Taten eines Zeppelin und eines Krupp. Er legte ferner dar, daß die.Hoffnung Englands, uns auszuhungern, scheitert. Was auch der Ausfall der Kriegsanleihe beweise. Während alle anderen Länder, selbst die Neutralen, nur durch Aufstellung von Moratorien ihre wirtschaftlichen Verhältnisse zu regeln vermochten, seien in Deutschland ohne solche Hilfsmittel die Verhältnisse in Ordnung geblieben. Wenn auch dieser Krieg alle unsere Kräfte bis zum äußer st en anspannen und nicht von kurzer Dauer sein werde, so müsse nnd werde doch ein Friede folgen, der alle wirtschaftliche Schädigungen a u S g l e i ch e n und diese Wunden schließen werde. '
Mit lautem Jubel begrüßt, gab sodann der Präsident des Abgeordnetenhauses Graf Schwerin-Löwitz im Namen der gesamten landwirtschaftlichen Körperschaft Deutschlands in seiner Eigenschaft als Präsident des Deutschen Landwirtschaftsrates eine Erklärung ab, in der es heißt: Wenn auch die deutsche Landwirtschaft nicht minder als die übrigen Erwerbsstände von dem uns aufgezwungenen Kriege betroffen sei, so sei sie sich doch ihrer großen vaterländischen Pflicht bewußt, unser Volk auch während der ganzen Dauer des Krieges ausreichend zu versorgen und das Volk von jeder ungebührlichen Verteuerung der Lebensmittel zu bewahren.
Der Vorsitzende des Zentralverbandes deutscher Industrieller, Landrat a. D. R ö t t ch e r, führte aus: Die
Überzeugung, daß wir siegen müssen und werden, koste es, was es wolle, werde auch von der Industrie geteilt, und zwar in zahlreichen Geschäftszweigen, denen der Krieg schwere Sorge gebracht habe. Eine flaue Verständigung gebe es nicht. Die deutsche Industrie werde nur in einem siegreichen Deutschen Reiche fortbestehen.
Kommerzienrat Friedrich, der Vorsitzende des Bundes der Industriellen, hielt den Worten des englischen Schatzkanzlers Lloyd George, daß der Krieg mit der letzten Milliarde gewonnen werde, entgegen, daß bei dieser charakteristischen Berechnungsart nicht der Faktor der Hingebung der ganzen Nation zur Verteidigung ihrer höchsten Güter berücksichtigt sei. Auch die Exportin d u st r i e, die vielleicht am meisten gelitten habe, sei bereit, alle Opfer aus sich zu nehmen, um dem deutschen Volke einen dauernden Frieden zu erkämpfen.
Obermeister Plate (Hannover), Mitglied des Herrenhauses, führte im Namen des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages aus: Das Handwerk
wisse ebenso, daß so wichtig, wie die Abwehr unserer Feinde, die Aufrechterhaltung -des deutschen Wirtschaftslebens sei. Die Früchte der Siege des Heers können nur in einem ehrenvollen Frieden geerntet werden, der die dauernde Gewähr für eine ruhige und stete Weiterführung der deutschen Wirtschaft biete. In dem Gefühl derwirtschaftlichenZu- sammengehörigkeit aller Erwerbs st ände werde auch das deutsche Handwerk seinen Platz ausfüllen und allen Opfern zum Trotz im Kampfe um den Sieg der deutschen Wirtschaft aushalten.
Reichsrat Miller (München) schildert in einer begeistert aufgenommenen Rede die Kriegsstimmung in Bayern, das dem Kaiser immer neue, frische Heere zur Verfiigung stelle, me mit dazu^beitragen, einen auch noch so schwer zu erkämpfenden Sieg herbeizuführen, zu dem es die Deutschen nicht nötig hätten, wilde Völkerschaften heranzuholen. Das bayerische Volk, bei dem der Standesunterschied nie besonders groß gewesen sei, zeige sich jetzt als eine einzige große Familie.
Geh. Oberfinanzrat Müller, der Direktor der Dresdener Bank, hob die großen Verdienste des Reichsbank- prästdenten H a v enstein hervor, dessen Organisationstalent der Riesenerfolg der Reichsanleihe zu verdanken sei. Cnd- I i ch werde jetzt die für die Landwirtschaft wie auch für das Vaterland mobil gemachte Kraft des Kapitals gewürdigt.
Als letzter Redner schilderte Gen-eraklandwiri-schaftsdirek- tor Dr. Kapp (Königsberg) die schweren Leiden Ostpreußens, das aber allen schweren Prüfungen zum Trotz unverzagt und voller Zuversicht bleibe.
In seiner Schlutzansprache wies Dr. Kaempf auf unseren einzigen treuen Bundesgenossen, Österreich-Ungarn, hin, das mit uns den aufgezwungenen. Krieg dnrchzusühren gewillt sei um die Existenz der beiden großen Staaten.
Die nachstehende Entschließung fand begeisterte einstimmige Annahme:
„Ein frevelhafter Krieg ist gegen uns entbrannt. Eine Welt von Feinden hat sich verbündet, um das Deutsche Reich politisch nnd wirtschaftlich zu vernichten. Voll Zorn und voll Begeisterung erhob sich, um seinen Kaiser geschart, . das deutsche Volk einmütig. Jeder unserer Krieger in Heer und Flotte Iveiß, daß es sich um Sein oder Nichtsein des Vaterlands handelt. Daher haben unsere Waffen ihre glänzenden Erfolge errungen, daher wird ihnen der Sieg beschieden sein. Hierfür bürgt auch die starke Gesundheit unserer Volkswirtschaft unb der beispiellose Erfolg der mit fast 4%, Milliarden Mark gezeichneten Kriegsanleihen. Wohl hat uns der Krieg schwere wirtschaftliche Lasten auferlegt, freudig, sind sie für das Vaterland übernommen worden. Zu jedem weiteren Opfer bereit, sind alle Teile des deutschen Wirtschaftslebens, der Landwirtschaft, der Industrie, des Handels und des Handwerks einmütig entschlossen, bis zu dem Ergebnis durchzuhalten, das den ungeheuren Opfern dieses Kriegs entspricht und dessen Wiederkehr ausschließt. Dann wird eine gesicherte Grundlage gegeben sein für neue Blüte, neue Macht und neue Wohlfahrt des Deutschen
Ebenso wurde der Vorschlag einstimmig angenommen,
nachstehendes H u ld i g u n g s i e l e g r a m m an den Kaiser
abzusenden:
„Sr. Majestät den deutschen Kaiser im Großen Hauptquartier: Eurer Majestät bringt die von dem Deutschen Handelstag, dem Deutschen Landwrrtschaftsrat, dem Kriegsausschuß der Deutschen Industrie nnd dem Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertag veranstaltete große Vollversammlung die ehrfurchtsvollste Huldigung dar. Einmütig im Z o r n über den frevelhaft gegen uns entflammten Krieg, einmütig in der Zuversicht auf den Sieg unserer Waffen und einmütig in dem Ge- - fühl unserer wirtschaftlichen Kraft, bekunden die Vertreter aller Teile des deutschen Wirtschaftslebens, von der Landwirtschaft, der Industrie, des Handels und des Handwerks, ihre feste Entschlossenheit, durchguhalten bis zu dem Ergebnis, das den ungeheuren Opfern dieses Kriegs entspricht und dessen Wiederkehr ausschließt. Dann wird unter seinem glorreichen Kaiser das Deutsche Reich auf sicherer Grundlage zu neuer Macht und Wohlfahrt gelangen. Dr. Kaempf, Graf v. S chw e r i n-L ö w i tz, Roetger, Friedrichs, Plate."
Um 11 Uhr schloß Präsident Dr. Kaempf mit einem brausenden dreifachen Hoch aus den Kaiser die Versammlung, die nach dem Gesang des Liedes „Deutschland, Deutschland über alles" ausoinanderging.
Für Hetze wegen der Kathedrale von Reims.
Ein Italiener gegen die Übertreibungen. W.T.-B. Rom, 28. Sept. (Nichtamtlich.) Das „Giornale d'Jtalia" brachte gestern abend eine Zuschrift von Domenico Gwoli, der schon in einer Protestversammlung gegen die Beschädigung der Kathedrale von Reims in gerechter Weise gegen die Übertreibungen Stellung genommen hatte. Gwoli bittet das Blatt zttwi Dokumente zu veröffentlichen, deren Vorgeschichte er kurz skizziert. Er schreibt: Gestern sagte ich, daß die Schäden bei Reims bewiesen seien und daß der Krieg an sich barbarisch sei. Wer könnte zweifeln, daß Frankreich die zivilisierteste Nation ist und doch beschossen sie im Jahre 1849 unser R o m. Um dieser Worte willen gab es vielen Lärm in der Versammlung. Einige junge Leute scheinen mir nicht glauben zu wollen, deshalb bitte ich, folgende zwei Dokumente zu veröffentlichen: Der Senator von Rom Advokat
Strubinetti und fünf Konservatoren wendeten sich am 24. Juni 1849 an die Konsuln der verschiedenen in Rom vertretenen Staaten mit der Bitte, bei dem General Ouginet wegen der Einstellung des Bombardements vorstellig zu werden. Sie schrieben folgenden Brief: Seit 22 Tagen werfen französische Truppen Geschosse auf .das Wohnviertel dieser Stadt. Sie beschädigen auch die Tempel und die bedeutungsvollsten Monumente. Der Brief weist daraufhin, daß unschuldige Leute getötet worden seien und daß auch die Vertreter -der großen zivilisierten Nationen nicht untätig Zeugen einer derartigen barbarischen Handlungsweise gegen die Stadt und die Baudenkmäler pur excellence bleiben könnten. Der englische Konsul als Doyen richtete daraufhin an Ouginet einen Brief, indem er unter anderem im Namen seiner Kollegen energischen Einspruch gegen die französische Handlungsweise erhob, die nicht nur Gut und Leben friedlicher Neutraler und von Kindern und Frauen aufs Spiel setze, außer zahlreichen Menschenopfern habe das Bombardement auch die Zerstörung von Hauptwerken der schönen Künste, die nie erseht werden könnten, auf dem Gewissen. Man erwarte, daß das Bombardement eingestellt werden würde, um eine vollkommene Zerstörung der monumentalen Stadt, die unter dem moralischen Schuh aller Nationen stehe, zu verhindern. „Giornale d'Jtalia" druckt ferner einen Brief von Ugo Ojetti ab, der darauf hinweist, daß in Krakau wichtige, altitalienische Bauwerke sind, nämlich der Palast Sigismunds des Großen, erbaut 1602 bis 1620 von einem toskanischen Architekten, ferner die Kathedrale. In dem Brief werden die Russen gebeten, bei einem Bombardement Krakaus (?) diese Gebäude zu schonen.
vsn dem österreichisch-ungarischen Kriegsschauplatz.
Neue Grenzplänkeleren.
W. T.-B. Budapest, 28. Sept. Das „Ungarische Korrespondenzbureau" ist von kompetenter Seite ermächtigt, folgendes bekannt zu geben: Bei dem Uszoker Paß ist gestern eine mehrere taufend Mann starke russische Truppenabteilung eingedrungen, die bei Malemred zwischen Fenyveswoelgi und Czontos zurückgeschlagen .wurde. Im Maramaroser Komitat sind bei Tornya ebenfalls Plänkeleien mit dort eingetroffenen Russen und unseren zum Grenzschutz -befohlenen Truppen im Gange. Von Munkarcz und Husct sind große Truppeuabteilung-en unterwegs, um die Unseren zu unterstützen. Alle diese Grenzplänkeleien sind von geringer Bedeutung und geben, nachdem ivir bei der Grenze und im Laudes- innern über genügende Truppen verfügen, keinen Anlaß zur Beunruhigung.
Das Eiserne Kreuz.
W.T.-B. Stuttgart, 28. Sept. (Nichtamtlich.) Der Kaiser hat dem Fürsten von Hohenzollern für ieitte Teilnahme an den Operationen des 14. Armeekorps das Eiserne Kreuz e rster und zweiter Klasse verliehen.
Der Großherzog von Oldenburg wieder auf dem Kriegsschauplatz.
W.T.-B. Oldenburg, 28. Sept. (Nichtamtlich.) Der Großherzog hat sich heute morgen wieder auf den westlichen Kriegsschauplatz begeben. Außer ihm verließen eine Anzahl Automobile mit Liebesgaben für die oldenburgischen Truppenteile die Stadt.
Die Verpflegung der Kriegsgefangenen in Deutschland.
bä. Berlin, 26. Sept. Nach Zeitungsnachrichten sollen die Kriegsgefangenen zu viel Fürsorge genießen. Auch ist abfällig bemerkt worden, daß für dieselben 'Einkäufe an Tee, Kakao und anderen besseren Materialwaren gemacht wurden'.
, Selbst die Abgabe frischer Butter an die in den rß f Reserbelazaretten untergebrachten französischen VeiP^ wurde gerügt. Wir erfahren dazu von unterrichteter^ daß die Kosten für die Verpflegung des einzelnen faitgenen sich für den Tag auf etwa 60 Pf- ein Satz, der genügend beweisen dürfte, daß die V . nur eine den Umständen entsprechende sein kann,
Kosten ihres Unterhalts nach Möglichkeit zu decken, die Gefangenen ausnahmslos zu nützlichen Arbeiten rjß gezogen und besondere Vergünstigungen, auch durch *Lj, von Tennis- oder Golfplätzen, sind ganz ausgeschlosscw \ Tee, Kakao, Butter usw. für die Kriegsgefangenen zujs ^ kauf kommen, so handelt es sich hierbei um die Verpsi^i Kranker und Verwundeter, die auf Grund ärz Vorschrift eine besondere Berücksichtigung finden »toP
Uniformstücke für die Ersatztruppenteile crwünsP W. T.-B. Berlin, 28. Sept. ’ (Nichtamtlich.) L Familien, deren Angehörige im Heere dienen oder Jr'u haben, befinden sich im Besitze von Uniformstücken. ™ sieht sie vielleicht als einen unnütz die Schränke Ballast an, den er gerne loswerden möchte. Diese ^ ^ dungs- und Ausrüstungsstücke, auch Extrasachen, b' l ® e irgend einem Ersatztruppenteile an. Sicher ^ er sie gern; sie finden zur Verbesserung der Einkleidu^ dort in Ausbildung begriffenen Kriegsfreiwilligen gP ' Wendung. ,
Ein weiterer Aufruf des Roten Kreuzes. t ,, W. T.-B. Berlin, 28. Sept. Die „Nordd. Allg. M öffentlicht folgenden Aufruf: ,
Tag für Tag bringen die Züge unsere Krieger i die draußen in heißem Kampfe für das Vaterland S c haben. Da gilt es, zu helfen und den Tapferen ihr |[(1 s zu lindern. Wir richten an alle, die helfen können wollen, die herzliche Bitte, für die Pflege unserer 0 beten baldigst Gaben zu spenden. Zur weiteren Ausgest^^ der Lazarettzüge sind Matratzen erwünscht. W>r um Mittel zur Anschaffung dieser Matratzen, wir bitten w p um Liebesgaben für Lazarettzüge und Lazare « folgenden Gegenständen: Eingemachtes und frischt „u
Früchts äste, Fruchtgelee, Pappteller, Papierservietten, £jj- kiffen und Gummiwasserkissen. Die freundlichen Geber wir, ihre gütigst gespendeten Gaben in dem Jagdschloß Glienicke oder dem Palais des Prinzen Leopold, ** Wilhelmsplatz Nr. 8, abzugeben.
Ein Berleumungsrekorb der HavaS.
Die „Neuen Zürcher Nachrichten" vom 21. bringen unter dieser Überschrift folgende Meldung:
19. Sept. (HavaS.) Zu den von den Deutschen in begangenen Grausamkeiten veröffentlicht das „Journa Bericht eines als Kriegsgefangener nach Antwerpen führten deutschen Truppenkommandanten, von V 'gjjp Nach dem Bericht des deutschen Offiziers wurden die ^ brechen auf Weisung und schriftliche Ord Feldmarschalls v. d. Goltz begangen. Der gab auch den Ort an, wo die Beweise für seine ®. u ®' a iLjt finden seien. Anderseits haben Gefangene bestätigt' den deutschen Truppen besondere Abteilungen bestes ' sich nur mit den Plünderungen und Massakres befall Hierzu bemerkt auch das Züricher Blatt: „Mit der ^
Leistung hat die Havas alle ihre bisherigen unglnn ^ Lügen und Verleumdungen gegen Deutschland noch übertrofsen und den Montblanc der Gewe'"^ glücklich erklommen. Der alte Feldmarschall von der
ist einer der h u m a n st e n Männer unserer Zeit
vv-4. ij u ui u n |t- v, ti uii| clci ’ /rd )^ 1
unterschieben, er habe Order zu Greueln in Belgien ist einfach unglaublich, und daß ein gefangener den• i ((l Trupperckommandant dies gestanden haben soll, fii 1
lagen. Daß in der deutschen Armee „besondere Plünderung und Metzeleien" bestehen, ist Kana Arbeit von einer Behauptung. Um solche Korps i ' p den, muß die Havas schon zu ihren Kumpanen im Ost ' den Russen, gehen. Die Havas scheint keine Ahnung^, haben, wie sehr ihre verwerfliche Haltung der Sache reichs schadet. Sie bringt es soweit, daß man, ^ tat hin, Neutralität her, schon noch alle ihre Meldrw6 den Papierkorb wirft.
Englands Kriegskosten. 0
M. London, 26. Sept. (Indirekt.) Die „Financial ^ ^ berechnen die Kriegskosten des englischen Reiches pt
Millionen Pfund für die Woche, d. h., daß England- ^0 stehendes Heer unterhält, für seine kleine Expedition p annähernd 13 Millionen Mark täglich auszugede".^ zwungen ist. Wenn England seinen Plan durchfüh^ i ci Expeditionsarmee auf 500 000 Mann zu erhöhen, so 0 mindestens den vierfachen Betrag aufwenden- ^ SöldnerHeere kostspielig sind, ohne die Stoßkrnl Volksheeren zu haben, ist eine Erscheinung, die Karthago verzeichnen mußte und der Vergleich ^ „Puniern an der Nordsee" liegt ja nicht so weit.
Zur Haltung der englischen Sozialbcmokraü^. t P hd. Kopenhagen, 28. Sept. Nach dem Manifest itf abhängigen Arbeiterpartei kritisiert nun auch ein britischen Sozialdemokratie vom 18. Sept., den' das Blatt „Sozialdemokrat" mitteil-t, die gewissenlose Regierungspolitik. Zwar setzt die Partei nungen auf die internationale Solidarität der Arbe>^ 0 ’ zwar tritt sie der Regierung bei der Werbung ö gß fl !tir‘ willigen zur Seite, aber man erkennt doch aus dem ^ gitf' die enorme militärische und ökonomische Ohnm^^ lands ^ 0 ,
Festsetzung von Höchstpreisen für Weizen in W.T.-B. Budapest, 28. Sept. (Nichtamtli-W # dem „Pester Lloyd" beabsichtigt die RegieruE' M der Preissteigerung in Weizen entgegenzutrele!,^M' Festsetzung von Höchstpreisen^-Die Nottz für ^ iS™ weizen ist vom 3. August (14,75) bis gestern gestiegen.
Karl Flemmings Verlag. A.-G., ..
neue Krregskatte (Nr. 11) heraus, die «anz.^ÄA
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saht mit den angrenzenden Teilen Svaniens, ß.MW ® Schweiz. Deutschlands und Belgiens. Auch die ^ „h#
lands befindet sich auf der Karte rf -. c n
G. Freytags Übersichtskarten des deutsch-rust»? deutsch - französischen Kriegsschauplatzes. russische Knegs,chauvl.atz enthält die ganze österrelW^isstM- russtsche Grenze und einen Teil der rumänE^ ot Grenze, so daß aus der Karte noch Berlin. Stockb««- kuste Finnlands. St. Petersburg. Minsk und «««?, stnden rst, wahrend der deutsch-ftanzöstsche Kttegs!'
