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Verlag Langgaffe 21 löodhßltfltd» . *2 SlULgabeN. Sra 8

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ÄÄsarrÄÄ’jfSÄg.“

- Een and i„ den brnachbarlen Landorten und IM Rhems-U die betreffenden Tagdlatt-rrazor.

B-rlin»

^ntag. 28 . September 1914 .

„Taablatt-H-nb" Nr. KS 50 - 5 S.

S80H 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, auger Sonntags,

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M^HHriEN! 2 «I. für «SwatHje |

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»ei'wLhoVilLmr EeriLderter «n,eigen in knr.en gn.ifchenr.nmen entwreehender

Schriftleitnng des Wiesbadener Toqbwtts: Bcrli«-Wilmersd»rsGimtzelstr.66.F»nspr.: Amt1Nst«'.d450u.4ot.

irür dieAninadmr »°n Unzrigen an mrgeschricbmien

lagen iwd Stdv»n wird k-i»e vtwabr »bern»««ri„

Abend - Ausgabe.

Ut. 452. ♦ 62. Jahrgang.

Der Krieg.

^ e itte Veränderung der Lage am . Sonntag.

' Großes Hauptquartier, 27. Sept.,

• b *; (Amtlich.) Die Lage auf Äcn verschiedenen ^Schauplätzen blieb unverändert.

k Schließung des eisernen Ringes um Verdun.

vernünftige Warnungen vor Ungeduld.

ij; T.-B. Sherlm, 28. Sept. Das Schließen des eisernen um Verdun wird von verschiedenen Blättern be- ,L Lm ..Berliner Lokal-Anzeiger" läßt sich ein alter Uirr! • er Offizier wie folgt vernehmen: Unsere vorzügliche «j ! e wird allerdings in der vernachlässigten schweren C' c,e der Franzosen mit ihren 120- und 150 -Millimeter- [w, en leinen ebenbürtigen Gegner finden, und die ve^ >r»i ^ll-Millimeter-Kanone wird den Verteidigern auch rz.» nützen. Was die Mörser anbetrisft, so hat der >>»ch französische Mörser kein größeres Kaliber als 27. Zen- L>o wird Verdun seinen Todeskampf mit ^'».Aussicht auf Erfolg beginnen. Daß es sich verteidigen wird, steht außer Frage, denn die haben sich bisher im allgemeinen vorzüglich te? 10 0 e Tt. Weil es sich aber tapfer verteidigen wird. !>«,.?' wir raten, nicht u n v e r st ä n d i g f r u h e,n bi e t C a* Unserer 42-Zentimeter-Mörser zu verlangen. Sollte "Nid kommen, so wollen wir es gewiß mit Dank an- aber wir wollen andererseits nicht vergessen, daß uif Feldgrauen an dieser Stelle der Maas ein g a n.z b e - schweres Stück Arbeit zu bewältigen

gleicher Erwägung heraus sagt die „Krcuzzeitnng . \% E braven Truppen haben ein unendlich hartes Werk zu aber wir fühlen die Gewißheit in uns. daß Bo« gelingen wird, und schauen frohgemut der Zukunft Die Tage ernsten, stillen und gedul- sl, n Wartens, die uns jetzt auferlcgt sind, werden uns «^bliebenen dereinst nicht , weniger teuer und unver- B'" wie unseren Brüdern im Westen ihre vom ber Geschütze umdröhnten großen Erlebnisse rn 'i-p I°nd. Je schwerer der Kampf ist. in desto herr- Glanze wird einst der Ruhm des Sieges W Wir warten mit Geduld, und es wird dereinst ? geringste Ruhmesblatt in der Geschichte unteres Wiens J ein ' daß es so zu warten wußte. Uns erfüllt ein iih» Vertrauen in unser Heer und seine Führer und l>hik?"erschütterliche Zuversicht auf den Erfolg 1 Wasstn.

französische Darstellung der Kriegslage.

Lic K°ln, 28. Sept. (Eig. Drahtbericht) Ktr. VisEu. Ztq." meldet aus Paris: Zwstchen der ^/.und der Äi s n e haben die D eut, ch en st ar ke *t* B l "ngcu besetzt. Zwischen Rerms und den ^»?uven ist der'Zustand unverändert. Westlich

ft.p p» c <_ om A *p f» <►£{•♦ <*» p (K p f f ra i C

— bis auf weiteres für Handelsschiffe geschlossen ist. (Southcrmp-

was die Franzosen von unserem Feldzugsplan , ber bedeutendste englische Handelshafen, und so be-

fabeln! deutet diese Maßregel der englischen Admiralität eine

- — ~~ - - ©tn- fc I empfindliche Schädigung des Handels.^

Stockholm, 28. Sept. (Eig. Drahtbericht) Ktr. Mn. Der Berichterstatter des ..Daily Chromcle" in Petersburg depeschiert: Es herrscht kein Zweifel mehr darüber, daß der deutsche Feldzugsplan vollständig geändert worden ist. Die Deutzen behalten im Westen nur so viel Truppen, als unumgänglich nötig für die @i e n p b er t e t b :.ßu 11 tg 's

und konzentrieren ihre sämtlichen übrigen Streitkraste m

einen: E i n m ° rsch i n R u h l a n d. Die Anzahl der denk schen Truppen in Ostpreußen sm schon 11 ArmeÄorps. w 600 000 Mann bedeirte, und diese Zahl wurde von Tag zu Tag vermehrt. Kaiser Wilhelm solle,sich ensichlossen haben, selbst das Oberkommando in dem rnstr;chen Feldzug zu uv - nehmen. (Wir geben die Meldung der als aus russ: ch- enqlischer Quelle stammend, natürlich leder..sachliche Be richtswert über wirkliche Vorgänge aus dem östlichen /Kriegs schauplatz fehlt, lediglich wieder, um die Unsinnig! eil zu kennzeichnen, mit der englische 3 e^ungsberichtersta..er über die grundlegenden deutfchen Plane Bescheid wissen wollen. Schriftl.)

Deutsche Bomben aus ein belgisches Schiff und die französische Stadt Boulogne.

A Rotterdam, 28. Sept. (Eig. Drahtbericht) Ktr. Bln Englischen Blättern zufolge warf crn Z e p p c l r n eine Bombe auf den belgischen Postdampfer Leopold Hl", der am Freitag von Ostende in ^olkestone riiüraf. Das Schiff erlitt keinen Schaden. Ferner warf ein deutscher Flieger eine Bombe auf Bonlo g»t e : u r M e x. Die Bombe platzte ans der Schiffswerft, soll aber nur wenig Schaden angerichtet haben.

Lin deutsches Flugzeug über Paris.

Bomben gegen die Funkenstation des Eiffelturms.

□ Mailand, 28. Sept. (Eig. Drahtbericht) Ktr Bln. Dem „Secolo" wird aus Paris gemeldet: Em deutscher Eindecker hat unter dem Schutze des Nobels Wer Paris, in der Umgebung des E i f fe itu rm s. Bonchen (geworfen, einen Mann getötet und erne Frau verletzt. Man glaubt, daß die Bomben dazu bestimmt waren, die Telefunkenstation zu zerstören.

Deutsche Flugzeuge über Antwerpen.

T--B. London. 27. Sept. (Nichtamtlich.) Das Reuter. sche Bureau meldet aus Antwerpen unter dem 26. Sept.: Ein deutsches Flugzeug überflog heute Duffe l. nahe Antwerpen, und warf zwei Bomben, die ins Wasser fielen. Am Nach­mittag überflog eine deutsche „Taube" A n t we r p e n. Die Forts cröffneten ein heftiges Feuer. Das Flugzeug wurde gezwungen, in große Höhe zu gehen, so daß es die belgischen Stellungen nicht erkunden konnte.

Die großen englischen Offiziersverluste,

W. T--B. London, 27. Sept. In Erörterung der großen Verluste, welche die Deutschen und Engländer an Offizieren gehabt haben, schreiben die „Times": Die Engländer haben im Laufe eines Monats 1100 tote, verwundete und vermißte Osfizicre verloren. Da fünf Jnfantcrip-Divisionen an den Kämpfen teilnahmcn, von denen jede etwa 600 Offiziere hätte, so haben die Engländer fast zwei Fünftel aller Offiziere verloren.

Schließung de? Hafens von Southampton.

// London, 28. Sept. (Eig. Drahtbericht) Ktr. Bln. Die Admiralität teilt mit, daß der Hafen von Southampton

Ein mißlungener sranZösischer Kngrrst nuf Eattnro.

Ein französisches Kriegsschiff in Grund geschossen.

\V. T.-B. Köln, 27. Sept. (Nichtamtlich.) Di- „Köln. Ztg." meldet aus Jgalo (Dalmatien): Sto 18._b. SK., nadr- mittags, beschossen österreichische Kriegsschiffe An rvari und vernichteten dabei eine größere Abteilung Montenegrmer. Bei dieser Gelegenheit singen wir einen ,;unkspruch der sran- züsischen Flotte an die Montenegriner ab, worin letztere von den Franzosen aufgefordert wurden, am 10 d. M., um 7 Ilm früh, einen allgemeinen Angriff auf die Bocche^ ^ Cattaro zu unternehmen, die gleichzeitig durch die rt'ca - zosen von der Seeseitc angegriffen würde. Da man «Ijo unsererseits über die Absicht des Feindes genau unterrichte war, konnten die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden. Am 19. d. M., 7% Uhr begaben sich drei kleme '.nd 16 große französische Schiffe nach der Boeche und kamen m Nebel bis aus 6 Kilometer an die Küste heran. Msereriei.s wollte man sie auf die Minen fahren lasten, doch machten die Schiffe plötzlich Halt und begannen umzukehrcn. ^m Augenblick, als sic sich unseren Befestigungen auf der Br feite zeigten, fiel von der Festung K°b'lo em Signalschi.^ worauf sofort vrer Batteriesalven von den Forti, Lussica um Mamuls losgingen. Die Kanonade wahrte ungefähr eine Viertelstunde Die Wirkung ist nicht, ausgeblieben denn aleicki di«,erste Salve vernichtete ern f»au,Sv(!)wes Kriegsschiff das von nicht weniger als 24 Granaten auf kinmÄ getroffen wurde, wobei alle sechs Schornsteme sam der Kommandobrücke in die Luft Bog-n- ^nn folgte mnc ^eueriäule und als sich der Rauch verflüchtigte, war die Stelle wo vorher der Franzose gestanden, leer. Lwm andere

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Radiostation Lnstica zu vernichten, ist gründlich mißlungen

ZUM deutschen Einmarsch in Rußland.

v/b Berlin, 28. Sept. Zum deutschen Emmaric.) in Rußland schreibt Theodor Wolfs in fernem Montag.-- arttkel des „Berliner Tagebl.": Der Tag, -an dem sich im Osten die Abwehr in den vorgchenden A n g rrfs UiMwandelte, war für viele im deutschen V°Ke em^mrz

M A A°k"d°?L°S ' L erMcn bsgonn.

ab Niemand wird bestreiten wollen,, daß durch euren entschiedenen Sieg im Westen, den wir mit Zuverstcho euvarten, auch indirekt die Schwächrmg Rußlands er- reicht fei Frankreich mit aller Kraft zu besiegen, ist ein? Vorbedingung für den glücklichen Wertergang dm Dinae Den Engländern diesen Krreg,, recht fühl­bar zu machen, ist uns ein.Herzensbedürfnis Ruß­land aus Europa zu verdrängen und an^ der -st^a ch barfchaft der preußischen Provinzen wert fortzujagen, ist uns ein Lebensgebot und wir sind froh darüber, daß es geschehen wir:.

NnterhÄllungsteil.

- Bömaliche Schauspielr.

9üi nntQ 8, den 27. September: »Die Meistersinger

Oper in drei Akten von Rieh. Wagner, ^erk wie die „Meistersinger", das in seiner festge-

- e " Großheit ebenso wie in all den gemut-^und

io th :„ Kraßheit ebenso wie m au -^ n .Einzelzügen echt deutsches Wesen und deutsche- «Onet ^'derspiegelt, ist gewiß in Hervorragenoer Weise si»s' dieser Zeit patriotischer Erhebung seine Stell kbt (su- Selbstredend, daß alle Mitwirkendem eifrig be- arer t, der Vorstellung ein lebensvolles Gepräge zu

* Mittelpunkt der Aufführung stand Herr d e G a r m o ^ Seiüi ^ ^achs". Er wußte in der Austastung der Part llberlegenbeit des „Sachs" über dessen Umgebung V'^oll hervorzukehren, ohne die Figur ihrem zuge- sNz ' °'nfachen Niveau — der kleinbürgerlichen Sphäre — Xli^utrücken. Im Vortrag, der schon durch d,e sonoren Mittel und die klar ausgeprägte Deklamation ‘Usb- ari tJetg - • — -MM rtiAt rtirt

■’Hltei nno vie UUI -

seinen Eigenwert erhielt, fehlte es nicht, am ^ Serben oder feineren Humors, gewinnender. Warme : Zstch^it; das Moment der Entsagung — em Zug,

>«lt Gestalt des „Sachs" so besonders liebenswert 'tila,,„^urde in den Szenen mit „Evchen" feinfühlig zum gebracht. Und namentlich die so echt deutsch ai^ 'iilies stellen der Partie, wie etwa: „Was duftet doch n tip?"' oder „Wie friedsam treuer Sitten — liegt doch Nüremberg" aus dem übrigens in planvoller durchgeführten „Wahn-Monolog" verfehlten '»S^^npathische Berührung. In der Erscheinung noch "dstch b^nd und ftischwanLiL ün Wesen lebhaft.

-Monolog" verfehlten

ohne Aufdringlichkeit -- so gab Herr de Gamno ein die Phantasie durchaus ftcundtich anregendes Bild des gemut» reichen Schuster-Poeten.

Neu besetzt war auch die Partie des „David : & etl

QaaS suchte nicht ohne Glück die Figur des durchtriebenen, verliebten Lehrbuben mit unabsichtlicher Komik und schalt» basier Laune zu durchdringen. Der gesangliche, ^.em SBuffo* und Koloratur-Tenor sind da gleicherweise »earl- sprucht -^-.erfreute durch tragfähigen, frischen Stimmklang; die höhere Tonlage erschien zwar wohl ein. wenig schmachug, doch — „kann ein Lehrbube vollkommen sein?". Es ist schätz­bar daß der Sänger da sein Organ nicht über die von Natur aezögenen Grenzen anspannte. Der Vortrag blieb lebendig, besonders in der Aufzählung der gefürchteten mehr als dreißig Srngweisen überraschte die Fülle von wirkungs­sicheren Nuancierungen bei all den verschiedene» charakteristischen Fioriturcn, Trillern, Vorschlägen und Passagen. In der äußeren Erscheinung trug Herr Hac^ ber aller Lustigkeit doch auch eine gewiste Gesetztheit zur Schau und begegnete sich dadurch in willkommener Art mit der Dar­stellerin der „Magdalene", Frl. Haas, welche ihrerseits wieder durch größere Jugendlichkeit in Maske und Bewegung und zudem durch ihre jugendlich blühenden Stimmittel die Annäherung der „Amme" an den „Lehrbuben" glaubhaft machte.

Die übrige Besetzung der Oper bot Bekanntes... Herr Schubert als ein sympathischer „Walther Stolzing"; Frl. F r i ck (als „Evchen"), deren schwellender Sopran sich be­sonders in den mehr getragenen Stellen der Partie nach Wimsch auswirken konnte; dazu Herr v. Schenck als scharf charakterisierender „Deckmester" ; und Herr E ck a r d als. em stattlicher „Pogner", deni nur noch etwas mehr..Geschmeidig- . kcit in Ton und Tonverbindung zu wünschen wäre Alle

halfen nach besten Kräften^um gingen Auch M.die kleineren Meistersinger-Rollen waren treffliche Vertrete. wie die Herren G e i f s e - W r n k e l, B reifer u. «- »ur Stelle. Herr Professor M a n n st a e d t war erfol^eich be­müht eine möglichste Leichstlüssigkeit und B-weglrchk-si d r Orchcsterpartie anzubahnen und damit m g Weise den Grundcharakter der „komischen Ope„ festzuhatten. Trotz mancher Lücken in Orchester und Chor zeigte das Ensemble die nötige Frische: auch hier alle^ mobu. 0. J

KesidLrn-TH?»reO.

s cn ag September: Uraufführung:

„Alles mMN" ^Lustspiel in drei Akten von Wilhelm

^ ° Die ^Wiesbadenersdie 'als gute Patrioten nur Sinn für den Kriegsschauplatz bezeigten und dem ^heater etwas untreu geworden waren, bewiesen am Samstag, daß sie doa, unte r-okalvatrioten sind. Sie hatten „alle mobil gemacht und waren^erschienen, um das jüngste Werk der. beiden badener Autoren zu sehen. Wohl kaum emer wird sem - - - men bereut haben, denn diesmal galt es nicht, sich, anzu strenaen es galt sich auszuruhen und sich gut zu arnustercn. Das Liistspiel hat die typischen Figuren, die em Lustsp-e haben muß, das sich dem Schwank zunergt. Die so promp

arbeitenden Verfasser, die alle Situationen geschickt aus-

rlubten die unsere Mobilmachung mit sich brachte, ck natürlich nicht mit Kleinmalerei und literarischen Wer­tem ausi sondern sie flochten in das grobmaschige Retz bunte, lustige Muster ein, wobei es auch nicht so genau oaranf an- kom dem neuen Muster ein paar alte hinzuzufugen. Dem aanzen Stück liegt überhaupt die Idee dcks feinen Lust;piels D^s Buch einer Frau" zugrunde. Luise, die Tochter eine, M^ors a D., schreibt ohne Mflen des Vaters em Buch