Einzelbild herunterladen
 

450 , _ Samstag, 26 . September 1914 .

ruhmreiche Anteil der Gardeers«tzdlvisi»n an den ^ Kämpfen in Lothringen.

mijJ' 1 T-B. Berlin, '26. Sept. (Nichtamtlich.) Das Kom» ° °rr Gardeersatzdivision teilt mit: Die Gardeersatz-

ri n n hatte an den schweren Kämpfen in Loth> tytfeT und bei 2u «einIle ruhmreichen Anteil. In der fei ne Cl I u! J3, von Eisernen Kreuzen hat der oberste Kriegsherr &it Zufriedenheit zu erkennen gegeben. Besonders in der At v Dni bis 11. September hat die Division gemeinsam f 0 g ac en Bayern wiederholt französische Angriffe teilweise "ut ausgepflanztem Seitengewehr siegreich abge>

W. T.-B.

ie:cr 0 [ allen

v. Hindenburgs Dank.

>en?» Berlin, 26. Sept. (Nichtmwtlich.) Dem

^-obersten v. Hindenburg gehen fortgesetzt, nicht nur Und h Beilen Deutschlands, sondern aus Österreich-Ungarn Auslände von. einzelnen Personen und Vereinen js^.'^uhik'lundgebungen in Form von Telegrammen, n 0& en ' Briefen, Gedichten, Bildern, Büchern und Liebes- Art zu. Der Generaloberst ist dienstlich zu sehr dj E ,^"fiigt, um der immer mehr anschwellenden Masse d^?,..^ückwünsche gegenüber seinen ursprünglichen Vorsatz x E ft^veii zu können, jedem einzelnen für die ihn aufrichtig SW Uet, k Zeichen des Vertrauens und der wohlwollenden ""ung zu danken. Er bittet daher, es durch diese Ver­suchung ein für alle Mal tun zu dürfen.

Englands Heuchelei und die belgische Neutralität.

Berlin, 26. Sept. (Erg. Drahtbericht) In einem Be- 5j t j, L ^ 5 Kriegsberichterstatters derVoss. Ztg." von einer

statt " '

^ durch Belgien hetstt es u. a.: In der belgischen Haupt- si ii uunmehr auch wichtige dienstliche Schrift» !v>> m gefunden worden, aus denen unzweifelhaft hervorgeht, blriii lgien selbst nicht daran dachte, neutral zu iit\S Hüter den englischen Dokumenten, die von Ende 1913 befinden sich genaue Angaben, über die Stärke der i» .?' ' scheu Landungstruppen, genaue Fahrpläne fiir die l°rderung der Engländer und Mitteilungen über die Uni-

Do " " " ' . - -

«i, dc

Aschen L

ii En , cn .- Damit die Engländer nicht für Feinde gehalten wer- . ' Wunen, waren Photographien und sogar Stoff- jj° £ n der einzelnen Truppenteile zur Verbreitung beige- E. Diesen Urkunden gegenüber können die englischen und "" Lügengewebe nicht standhalten.

Keine englischen Flieger über Köln.

lii* 26. Sept. (Eig. Drahtbericht) Die auS eng.

ImT?. untl französischen Blättern kommenden Nachrichten -»lkenglische Flieger über Köln erschienen seren und - ' dem dortigen Flugplätze Bomben abgeworfen hätten, jj völlig unwahr. Den militärischen Behörden fL° n bem Erscheinen von Fliegern nicht das mindeste be- tL nt Ebenso must wiederholt werden, dast an der Vernrch- Pg r et drei englischen Kreuzer nur e i n Unterseeboot be- war, nicht,' wie die Londoner Blätter jetzt noch be­ruhten, mehrere.

Widerstände gegen die Engländer in Ägypten. wu^- T.-B. Wien, 26. Sept. (Nichtamtlich.) Die ,'Poli- u u 7f Korrespondenz" erfährt aus London über Holland: n;n !zr^E>teten Kreisen bestätigt man, dah zwischen dem Vize- s E . » Mbas-Pascha und der englischen Regierung ein schar- wiespalt entstanden sei. Zur Überraschung der Regie

' n i

Zw

Hab

Je Abbas-Pascha gegen das Vorgehen der Engländer hbpten eine sehr entschiedene Einsprache er-

Handelsteil.

as enJgüitjge Ergebnis der Kriegsanleihe.

Jetzt rund 4 Vs Milliaiden Mark, iL W - T -B. Berlin, 25. Sept. Durch rechtzeitig an,gemeldete, G. v ® rs Pätet eingegangene Zeichnungen auf die Kriegsan- öht a i sich das Resultat um rund.7 0 Millionen er-

3 121 001 300 M

öicii aas nesuiuu. luh I mm < erJK" Bs sind also gezeichnet worden: L Anleihe

mit Schuidbucheintragung

^ichs»l b t ls zum 15 - A P ril 1915 * ^hatzanweisungen . . ...

und

zusammen

I itujp* M er den Zeichnungen aul d:e Schatzanweisungen 682.9 - ' -

, tt&ter

H sid

1 198 987 700 ,, 1339 727 600 4 460 728 900 M.

be-

Millonen W a hlz e ic hn u n g e n, deren lu r den Fall der Überzeichnung der Schatzanwei- ^ n erkl ärt haben, daß sie bereit seien, sich statt derselben >Uu mri K e c 6sanleihen zuteilen zu lassen. Die Zeichnung ist ds en , nr beschlossen. Es sind daher vorstehende Zihem » ^Hig zu betrachten.

0c hstj>rej 8e für Getreide, Mehl und u. Hülsen Iruchte.

%isst': großer Besorgnis ist cn ganzen Lande die starte Qeh-\T Un Ä verfolgt worden, welche letzthin an der Börse Me W und Hülsenfrüchte stattgefunden hat. Diese dem -Ältestenkollegium der Kaufmannschaft von Di

zu folgender Erklärung:

1test e n d e r K auf man n,s c h alt haben ale

^von

^01

a Us ~ u« von Getreide seit Beginn des Krieges verfolgt >ni3 TlfVi r er . spnnrgweisen Steigerung der letzten Tage Anlaß

. » Hl iTlrov «TKe.+T.irrr.T» ^1171 in,»' fllfMAr PPHSten l?rag6

ihrer gestrigen Sitzung dieser ernsten Frage insbesondere Stellung zu der geplanten Fest- k-® 3 i a i rföchstpreisen zu nahmen. Es war von vom- 11 Ite Pre^u eseben zu erachten, daß ein europäischer Krieg leb- ,,^'trtnis, ewe Eungen nach sich ziehen mußte. Die großen di ^ 6t Bon- ZUr Versorgung unseres Heeres ganen den Anstoß iLtigern und wie immer haben die steigenden Preis»

di r^ri ^auklnst ebenso verstärkt, wie sie auf ciei-

die w. Zorückhaltung der Eigner - bewirkt haben. Dio Em t^n tn " 9 'tärbewegung hervorgerufenen Transportschwle- r» wug, ^ nicht wenig zur Steigerung bei, und am letzten e der eingeführte Staffeltarif in den Produktione-

siu'^en pi -... -

ia J ne rapide Bewegung hervorrufen, die schließlich C ^ese V Z u- n Reiche mitteilte. Es besieht die Befürchtung, Jp ^]tnisse in verschärftem Maße Geltung behalten r jetzigen Zeit akuter werden, wo die Land- die Feldbestellung, Drescharbeiten und. Ab-

Ee rad e*uusse in verscnam.em lviaue ut litjj _, ln der jetzigen Zeit akuter werden,

'iitr t^gen k!?- Feldbestellung, DrescJiarbeiten und- E raäi,run mdert ist - Wenn unter den Kriegsverhältnissen Sy, erseb ® des Heeres und des Volkes als wichtigste Aul- e p nen muß > so orgibt sich die Notwendigkeit, Hri)' Di 6 Krn I ä ^ lrun ESverhältnissen rechtzeitig entgegenzu- Voe n Lösung erhoffen die Ältesten der Kaufmann- Dr e i s , erli o nur durch von der Regierung festgesetzte äicht Ür Oetreide, Mehl und Hülsenfrüahte. Sie ver- *U ' lr -ri g '.uäß die Lösung dieser Aufgabe ungewöhnlich ^tof^glicb Uur durch Hintansetzung spezieller Interessen d.p 6n , wb Werden aber von allen Seiten nur die Ällgemeiirhei! berücksichtigt, so wird ein Weg Wng gefunden werden. Wenn hierdurch der

Wiesbadener TaMatt»

Mbcnd-AuÄgabe, 1. Blatt.

Teile 8 ,

hoben und ihnen das Recht bestritten, dort nach ihrem Gutdünfen eine Mobilisierung zu berfügen und andere einschneidende Aiastregeln zu treffen, wie sie in den letzten Wochen vorgekommen seien. Selbstverständlich sei an eine Rückkehr des in Konstantinopel weilenden Abbas- Pascha bis auf weiteres nicht zu denken.

England und die gelbe Gefahr.

$ Rom, 26. Sept. (Eig. Drahtbericht) Ktr. Bin. L-as Giornale d'Jtalia" meldet aus London, dast auf Drängen Englands das Angebot Japans, im europäischen Kriege mit einer halben Million Mann einzugreisen, von den Verbündeten abgelehnt worden ist. Die . Gefahr einer mongolischen Invasion in Europa habe alle militä­rischen Bedenken der verbündeten.Regierungen.zum Schwei­gen gebracht.

Das türkische Gewissen.

W. T.-B. Kvnstantinvpel, 26. Sept. Das Blatt ®aki" schreibt: Die englische Regierung hatte

einige Dampfer derKahe>di.vial"-Ltnie nach Indien geschickt, um don dort her Truppen nach Ägypten zu transportieren. Die zur Beniannung der Schiffe-ge­hörigen 180 türkischen Matrosen weigerten sich angesichts dieses Auftrages, länger Dienst zu tun, da ihnen ihre ottomanische Vaterlandsliebe und ihr Gewissen es verbiete. Die Dfatrosen trafen an Bord des SchiffesSaidich" in Konstantinopel ein. Saba" beglückwünscht die. Matrosen zu- ihrer Haltung.

DaS Verhalten des Papstes.

W. T.-B. Köln, 26. Seht. (Nichtamtlich) DieKöln. Ztg." meldet auS Berlin, dafi die aus französischer Quelle verbrei­tete Nachricht, der Papst habe bei Kaiser Wilhelm oder der deutschen Regierung Verwahrung wegen der Be­schädigung der Kathedrale in Reims eingelegt, unzu­treffend ist. Richtig ist, dah durch den preußischen Yte- sandten bei der Kurie der Papst über den wirklichen Sachverhalt unterrichtet wurde und sich über die erhal­tene Aufklärung befriedigend geäusiert hat.

Auszeichnungen und Befördernngen.

W- T-B- Stuttgart, 26. Sept. (Nichtamtlich.) Dem kommandierenden General des 13. König!. Würftemhernisihen Armeekorps General der Infanterie v. F a b e ck ist das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen worden. Auch der General­leutnant v. Knorzer hat für seine Leistungen während der Bogesenkämpfe das Eiserne Kreuz 1 Klasse erhalten.

Dr. Easselmann geadelt.

4 t München, 26. Sept. Mg. L-ray.bericht) Der Ober- bürgermeister von Bayreuth Dr. Casselmann hat den Adelstitel erhalten.

Kus unserem Leserkreise.

rtSIdal wnnftibrtf Emlrndumun können »fort jurftrtarlanbt. nock anNi-walirl »frtfn

* Die Millionäre und die Kriegshilfe Es ist zum Erstaunen, ivie wenig die Millionarenstadt Wie-baiden bis jetzt für die Kriegshilfe aufgebracht tat Was will es denn heitzen. wenn hier und da eurer der Mrllwnare 3000 Mari, 5000 M. und mehr zeichnete? Was will es heitzen für die die sich in 44 FriLdensiahren ein enoriueS Vermögen aitt- gestapelt haben und nun. weit vom Schutz, nichts von dem Krieaselend spüren, in das Taufende und Abertausende

Familien des Arbeiter- und MiftelstandeS geltürzt wurden?

Der Mittelstand mutz schon seine paar ersparten Pfennige an- greifen, um nur den Anforderungen der -^uiguartierungen ge- oecht gu we.'drn oder dom Äotstcnrd adzudoison. der du^ch die Einberufung des Ernährers hervorgenifen wird, ganz abge­sehen davon, datz er sich verbluten mutz um Die Guter der Reichen zu schützen. Der Millwuar aber will Rn Leibe mchw von seinem Vermögen angreifen; nur höchstens einen winzigen Teil seiner Zinsen oder sonstigen Einnahmen opfern und.so ist denn de. Staut wie bei allen Gelegenheiten haichtsachlich auf die Hilfe des schon ausgepretzten KaUNwinns- und Mittel-- standeS angewiefen. Die Zeichnung zur Krr c8 j<i n I e rbe bildet hierftir ein treffliches Bild. Wahrend sich m allen Schichten dos Volkes eine beispiellose Omerfreudwkeit zeigte hielten sich die Millionäre und das Grotztapital wiririch sehr bescheidm^zunick^r ^ kfeten Wrcg fanden in unserer

Stadt die mehrmaligen .Aufführungen . des vaterlar^schen F-estsp i e ls:1813 im grotzen Saale «er Tw Gesell­schaft statt Diese Veranstaltung, welche rer Verfahr des

Stückes mckenmhm. verfolgte einen wohltätigen Zw^-Ä! Der Reinertrag uxir für bie Bete?nnen bcftuiTiut sprach der Erfolg den Hoffnungen des Wohltäters. nicht voll­kommen Wie anders dagegen Nt es heute! Eine retzige Auf- ^mg des historischen Stückes, würde.. stckM ein begerster es Publikum finden, kurz der Erfolg.wurde nicht ausblmben. wenn es heitzt: Der Reingewinn i\t. fm: w» JtoU. fow

bestimmt. Mehrere Pairioten.

WeUerhzricAite.

Deutsche Seewarte Hamburg.

SO. Septi inbcr, § * I«r »orraütng«.

- ,,Vr 1H.1 1 2 Iricl.t, 3 echwash, 1 ">»»' <r, 5 = trisM, C = sHrk, ' 7 J; t ,,U,S= b rmiEch, !> = Sturm, 10 - starker Sturm.

E

t a M

E

»chtnnsr»*

ft

Wetter

Station*

M a

ttorKuro Hamburg. . Swlnomlittifc Kemel . Aachen. Hannover 8 er!in . Dresden Breslau ßletz. Frankfurt,») Korlvmfie. B nO.nott'en 7u^?itro tfaianola . ».

768.4 8 2

770.0 80 2

770.5 W 2 769.8

770.1 1770,4 770,'

1771.3 7717 7-6 7

771.1

haibbed.

.. _ wlk nl. WSW3 bedeckt

OSO 1 balbri«d.

SO 2 wolkeal. O 1 j >

SO 1 ' h iter St) 2 wolkenl. NO 3 heiter ,,w, NO 1 >

76 .7 NO 2 woikmi. 771,3 W2 | Nebel

,632,5 N 5 ! heiter

4 9 :

+11

ii

- 1-4

4-7

42

-6

Beob­acht nn r?3- Station.

<noa. M

.

*0 e

rt -7

Wetter

4 3

v »

& 'S

0

sciiiy .. -

Abnrdeen .. Lüttich. . .

Vlissinoen .

789.4

SSW 3

halfeteri.

413

Christianaunc 7570

- 0

W, lkig

4M

Skafjon .

7«8,8

SW 4

413

iCop^nhagen

748.2

w»wa

Stockholm

761 6

WSW 2

415

tfapara^

-2

bedeckt

.19

PctornSuro Warschau . . Wien . . . .

7694

W1

haibbed

1 7

«om . . .. .

785,t

Nl

wolkenl

412

loran*. . .

760,0

01

heiter

,4-U

^Qydii*f|orc4

Beobachtungen

▼On der \VeUwröt*tiuo tie» N

in Wiesbaden

isä. Vemu» iüi «atttrkaude.

25. Sept.

7 Uhr

3 ü hr

9 Uhr

700,8

759 4.

759,5

759,9

771, t

769.6

769,3

770,2

8.5

17.7

8.9

10.4

6.7

8.1

6.8

7.2

82

61

80

74.3

sw 2

Kl

K 2

Barometer auf 0» uad iTormaleohwer#

Barometer auf dem Meereesvieael . .

Thermometer (Celsius).*

Dmist8pannun5f (mm) .«*

Relative Feuchtigkeit (O/o) .

Wind-Riehtuug und -btArfco ...*»<»

Niederschl agaböbe (mm) .,♦*

Höchste Temperatur (C.lsiu.) 15.9. Niedrigste Temperatur 7,0.

Wettervoraussage für Sonntag, 27. Sept. 1914,

Ton der Meta ro'ogiao en A.bteilun r des Pbysikal. Vereins /.u Pran furt a. M.

Ziemlich heiter, tagsüber mäßig warm, nachts kalt, schwache. südliche Winde.

Wasserstand des Rheins

am 25. September

Biebrich. Pesel: 3,'11 m j»*eu 3,51 m »m jestriafiu Varraittaj Canl). » 4,13 m > 4,4i m » » »

Landwirtschaft Schwierigkeiten entstehen, so werden doch dem Handel die weitaus größeren Opfer auferlegt werden, da er ln der Form seiner bisherigen Wirksamkeit völlig gehemmt wer­den wird. Das Ältestenkollegium legt keinen einschneidenden Wert darauf, in den Streit über die Höhe der festzusetzenden Preise einzugreifen. Nur das Gemeinwohl darf entscheiden, und das Kollegium sieht deshalb die Lösung der Aufgabe als zu dringend an, als daß bei der Preisfestsetzung etwas höhere oder niedrigere Preise den Ausschlag geben dürften.

Börsen.

W. T.-B. Berliner Börse. B e r 1 i n , 25. Sept. Der Mangel an wesentlichen' neuen politischen Nachrichten hat die Span­nung hinsidh'lich der weiteren Entwickelung der Dinge auf den Kriegsschauplätzen in den Kreisen der Börsenuesucner ge­steigert. Das Vertrauen auf einen günstigen Ausgang bleibt aiber in voller Stärke bestehen- Viel besprochen wurde die schwere finanzielle Krisis, in der sich offenbar Frankreich be­findet In ausländischen Noten sollen auch heute einige Ab­schlüsse gemacht worden sein, angeblich zeigte sich Nachfrage für kleine russische Noten.

* Der Verein für die Interessen der Fondsbörse in Berlin

empfiehlt in einem Rundschreiben an seine Mitglieder im Hin­blick auf die am 29. September stattfindende Ultimoregu­lierung denjenigen Firmen, die beabsichtigen, Wertpapiere, die ihnen an dem genannten Tage geliefert werden, anderweitig zu lombardieren, sich wegen Abwickelung derartiger Ge­schäfte durch Vermittelung des Kassenvereins sofort an diesen zu wenden.

Banken und Geldmarkt.

. * Die dänische Nationalhank zahlt für 1913/14 7 Proz. Dividende gegen 8 Proz. i. V.

* Zweimonatshilanzen der Banken. Der Reichskanzler hat aogeordnet, daß die am 30. September fälligen Zwischen­bilanzen deutscher Banken vom 31. August emstweilen nicht veröffentlicht werden. Bei verschiedenen Großbanken, die hn Auslande Niederlassungen haben, hatte sich eine Auf­stellung der Zwischenbilanz per 30, v. M. als undurchführbar erwiesen.

* Einlösung ausländischer Coupons. Am 1 Oktober wer­den voraussichtlich noch folgende Coupons bezahlt: 4proz. Sizlhanische Eisenbahn-Obligationen, Italienische Meridional- bahn-Obligationen, Italienische 3proz. und 314,proz. Rente, Moskau-Stadtanleihe, Ungar. Bodeukred'it-Imstitut Pfdbr-, Bos- niseh-Herzegowinische 4%proz. Eisenbahn-Landesanleihe von 1898. Bukarester Stadtanleiljen, llaidar Pascha Hafenanleihe, Finnländer Stadthypotheken-Anleihen.

Industrie und HandeL

* Das Geschält auf dem Roheisenmarkt hat, ..

,3- T. aus Essen gemeldet wird, im laufenden Monat gegen­über dem Vormonat eine gewisse Belebung erfahren. Die Nachfrage, die sich hauptsächlich auf Qualitätseisen er­streckt, sei durchweg sehr dringend, wenn auch das Geschäft an sich immer noch wenig umfangreich ist, da immer noch nur für dien augenblicklichen BoUarf gekauft, wird. Man rechnet damit, daß der Roheisenversand des Roheisenverbaactes sich im September auf ca. 40 bis 45 Proz. der Beteiligung stellen wird, während der Augustversand, der sich infolge der durch die Mobilmachung eingetrelenen Verkehrssioczung fast nur auf Lieferungen für Heereszwecke erstrecken konnte, nur 22 Proz. der Beteiligung betrug

* Die Bergmann-Elektrizitätswerke haben auf eine Anfrage hin mitgeteilt, daß das Geschäft nach Beginn des Krieges voll­ständig ins Stocken geriet und diese Sachlage noch verschärft wurde durch die Einstellung des Güterverkehr«. Der Eingang neuer Aufträge nehme auch jetzt nur einen ganz geringen Um­fang an, einzelne Abteilungen seien zwar durah Knegsaufträge gut beschäftigt, indes sei dadurch eine ausschlaggebende Ver­besserung der Gesamtlage nicht zu erwarten. Wenn sich die Kriegslage für Deutschland sehr günstig gestalten sollte, wäre wohl eine Belebung des normalen Gesohälis zu erwarten.

* Vergrößerung der Waffeniabiik Mauser. Die Waffen­fabrik Mauser in Oberndorf, A.-3., die zum Konzern der Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken gehört, wird durch Neubauten beträchtlich, v e r g r ö ße r t.

Marktberichte.

W. T.-B. Berliner Produktenbörse. Berlin, 25. Sept.

(Frühmarkt.) Weizen 250 bis 253 M. (unvd, Roggen 228 Mark (225 bis 226 M.), Hafer (feiner alter) 222 bis 238 M. (unv.), ditto mittel alter 219 bis 221 M. (unv,), ditto feiner neuer 22.1 bis 229 M. (unv.), ditto mittel neuer 216 bis 220 M. (215 bis 220.M.), Mais (runder) 229 bis 233 M. (£28 bis 232 M-), Gerste (mittel und gute) 229 bis 244 M. (229 bis 242 M.), Erbsen (mittel und feine) 290 bis 380 M. (unv.), Weizemnehl 32.50 bis 39 M. (29.50 bis 81.50 M.), Roggenmehl 29.75 bis .31-80 M. (29.50 bis 31.50 M.), Weizenkleie gr u. f. 1625 bis 16.50 XvE. (16 M.), Roggenkleie gr. u. f. 16 M. (15-50 bis 16 M.).

W. T.-B. Berlin, 25. Sept. (G e t r e i d e - S c h 1 u :ßj Angesichts der eventuellen Festsetzung gesetzlicher Höchst­preise war: die Haltung am Markte für Brotgetreide etwäs schwächer, dps Geschäft ruhig- Weizen 250 bis 252 M. (unv.), ruhig, Roggen 228 M. (229 bis: 228 M.) ruhig, Hafer (fein) 218 bis 227 M. (unv.), mittel 215 bis 217 M. (unv.) ruhig, Mals (runder) 228 bis 233 M. (unv.), still, Weizenmehl 3,2.50 bis 39 M. (unv.) still, Roggenmehl £9.75 bis 31.80 M. (unv.) still.

W. T.-B. Vom Msfallmarkt. Berlin, 25. Sept. Raff. Z ink 50 bis 51 M. (unv.), Blei 45 bis 46 M. (unv.), 99.Sproz. Zinn 345 bis 355 M. (unv.), F'einkupfer 175 bis 185 M. (unv,), je nach Marke, Antimon 90 bis .35 M. (unv.) und Aluminium 225 bis 245 M. (nnvl). Die Preise betreffen beste, für Kriegs­zwecke geeignete Ware.

m. Obst- und Gemtisemärkle. Am 25. September erzielte in Nieder- Ingelheim der Zentner Pfirsiche 4 bis 13 M., Trauben 20 M., Zwetschen 4.50 bis 5 M-, Aplel 6 bis 10 M Birnen 7 Ms 9 M., in Worms der Zentner Äpfel 8 bis 10 M., Zwetsc'hen 4 bis 5 M., Birnen 8 bis 10 M., Pfirsiche 5 bis 10 Mark, Toma/en 8 bis 10 M., Pflückerbsen 10 M., Spinat 10 ,M Bohnen 15 bis 18 M., Zwiebeln 10 M., die 100 Stück Einmacli- gurken 40 bis 50 Pf., Blumenkohl 15 bis 25 M-, Weißkraut 5 bis 10 M., Rotkraut 5 bis 10 , M., Meerrettich 15 bis 25 M.

Die AL-nd-Ausgabe umfasst 8 Seiten.

Hauptschriftleiter: A. H e g e r H 0 r st.

Verantwortlich für die innere Politik undLetzte Draht-erichte": Hegerhorst:

für die auswärtige P'oliti!: Dr. phii. G. Sch eile nberg: für den Unier. halrnngsteil B v. Nauendorf: für Nachrich.'en aus Wiesbaden und den Rack»- barvezirken: I. V.: H. Diesenbach: fürGerichtsaal": H. Diefenbach: für Sport und Luftfahrt": I. V.: C. LoSacker: für ..Bermi chtes" und den Briefkasten": C. L o Sacker, für den Handelswil: M. Etz: für die Anzeigen und Reklamen: JVC. Braajch: amtlich in Wiesbaden.

Truck und Verlag der L. S ch e l l c n b e r g chen Hof-Buchdruckerei in Wie-datzen.

Sprechstunde der Echriftleitung: 12 bis 1 Uhr: in der politischen Abtrtlrm- von IQ bis 11 Uhr.