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^"Mstag 26. September 1914.
klbend-Ausgabe.
Nr. 450. -> 62. Iahrgang.
' Swilett Mp Moi&ins in intiSn SmS!
, Die Maas von den Bayern überschritten.
^'D-L.Grosses Hauptquartier, 26. Sept. >»k ^5 Der Fortgang der Operationen führte auf ^ äußersten rechten Flügel zu neuen Kämp- ? n öcnen eine Entscheidung bisher nicht siel, m ^ Mitte der Schlachtfront ist heute, von eiu- L h tn Vorstößen beider
Ir- Als erstes :^uu,
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Parteien abgesehen, nichts ge- Als e r st c s der S p e r r f o r t s, südlich fiel heute Camp des Romains bei ( . Das bayerische Regiment von der Tann
t 4 j dem Fort die deutsche Fahne gehißt, und Druppen haben dort die Maas übcr-
Origen weder im Westen noch im Osten irgend- Veränderungen.
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beistehenden Karte, die den wichtigen Ge-
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e fischen Verdun und Toul sich abspielt, sind die
Das Luftschiff kam von Thiclt über Thorhout und kehrte in der Richtung Thielt zurück. Die erste Bombe fiel in den Bois de Bonlogne, die zweite auf den Fischmarkt, die dritte in ein Bassin.
Wieder ein englisches Schiff von einem deutschen Hilfskreuzer in den Grund gebohrt.
0 Haag, 26. Scpt. (Eig. Drahtbericht) Ktn Bln. Nach Meldungen hiesiger Blätter hat der Hilf s- k r e u z e r „Kronprinz Wilhelm" das englische Schiff „Indian P r i n c e", das nach New Jork unterwegs war, in den Grund gebohrt. Der deutsche Kreuzer hat 15 Mann der Besatzung des englischen Schiffes nach Santos gebracht.
barstetlt, auf dem augendücklich die die bevorstehende Entscheidung in ^ette 1 °Mmende Beschießung der Sperr forts- ett e “”* r " ' ~ '
f ü r ? n it e § auf den Argonnen, westlich °lndie Sperrforts Troyon, Camp des *«5 ? s und
^liiv bekanntlich schon in
Ijitt; des Roniains bei St. Mihiel ist nach dem pfetri„?£? Bericht aus dem Hauptquartier in die welche die Südostwärtsverlängerung rechten Flügels Verdun von der
L i o u v i l l e unterstrichen.
deutscher Hand
Varen- und mit
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hi, j^sdcrschritteu. Ein Blick auf die Karte ergibt Ätci, ' a,<? „ Gefahr dem französischen an Verdun ange- if°lld'.:?E)ten '
er»
AsbsK ^chlachtfront Reims-Verdun bildet, die erste -%§ die Bayern haben bei St. Mihiel die
oi«8ö droht, wenn die Armee des NUh» l En Rupprecht von Bayern nach der Durch- hi? ich^der Sperrfortskettc ihm in den Rücken kommt, d, ' ist des Romains schon die deutsche Flagge
i n Un j! m r cin weiteres gutes Vorzeichen für ^a Id bevorstehende große Entscheidung! tzi Berlin
^rfL-n, 26. Sept,
li. lg Berliner Prcsscstimmen.
tir^tortgr'"-’ Sept. Die Erwartung, daß sich an der -Aschen Verdun und Toul bald etwas ereig- ' p? 6ch also er fü ll t, so schreibt der „Berl. Lokalst«,^ et fährt fort: Dem 11. bayerischen Regiment gebührt die Ehre, den ersten Vorstoß auf das 1 n,§ der Sperrforts zwischen Verdun und Toul ik.^den was für unsere seit Wochen kämpfenden
Sl. bnrn' — und Oise von so großer Bedeutung
tz^inz ^s"^lerende Lage des gefallenen Forts Camp des ä>ie schon der Name sagt, von den alten h ij 0n ^ -'annt worden. Das Fort liegt nur 1% Kilo- i jile fofnJf ,' tn Maastal liegenden Ort Beslee, dessen tU|i%ti die - n ^wünschten Übergang über die Maas bot. e n der e ?* ten ^Truppen des bayerischen Kronprinzen im * äu wanzösischen Front, und damit dürfte das febj oder .sichten verzweifelten Durch-
^sein. Rückzug auf der ganzen Linie ge-
d,^. Kämpfe auf dem rechten Flügel zeigen,
tüi* selbst" ^^ifern hart auf der Klinge bleibeu werden, ' ^^lola- £ lri unerivarteter Rückzug der Franzosen uns \ °ungen wird.
Stcl «3o?en
geben wichtige deutsche Erfolge im westen zu.
^>rjch't,Frankfurt a. M., 26. Sept. Die „Frkf, lf5.. • Nach dem Pariser Bulletin von
E°?de..7i-N °ch mittags,
fitfc'J Uhr"''^ch dem Pari s
"chmittags, finden im Zentrum n,, e billige Kämpfe statt, bei denen die 1 R e 1 Maas, nördlich von Verdun, sehr ! ie? tlClt I)Qt s e davon trugen. Östlich der
Mn? d e r Feind von Varennes auf das rechte ni,r" ^ borstoßen können. Es ist ihm 5:/,°»^ 7,' >en ~ •
fr- 1 B 11 diät'.i v i“ Höhen au der Maas bei dg! F«s? 3« fassen. Er geht auf Saint ^ deshat die Forts Les Paroche und
N o m a i n s beschossen. l!..n „ ppelinluftschiff über Ostende.
dl'L«?,st,
Sept. (Nichtalntlich.) Nach Meldung" aus Ostende hat ein i lJ ib h ^ ?le Stadt um 11 Uhr abends über- ^chadx^ Bomben abgeworfen, die arrgerichtet, und niemand getötet haben.
einen Generalstabsoffizier als Gouverneur des Gou-< vernements eingesetzt. Morgen geht es weiter gegen den Feind. Die Armee R e n n e n k a m p f ist v o l l st ä n d i g vernichtet; wir machten 30 000 Gefangene. Rennen-- k a m p f und der H ö ch st k o m m a n d i e r e n d e Nikolaus N i c o l a j e w i t s ch sind in Zivil aus Insterburg geflohen. Der Plan der Russen war, uns einzukesseln. Die Sache wurde aber vereitelt. Das 12. russische Armeekorps, welches aus südlicher Richtung zur Umfassung unserer Armee heranrückte, wurde von mir am 7. September bei B i a l l a und am 9. September bei L y ck geschlagen und lvieder über die Grenze getrieben. Soweit ich mich nach kriegerischen Erfolgen sehnte, so herrlich und großartig hatte ich sie aber nicht erwartet. Ich verdanke sie der Offensiv^
Dis Ureuzfahrt der „Emden".
W- T--B. Paris, 26. Sept. (Nichtamtlich.) Der deutsche Kreuzer „Emden" hat (wie schon erwähnt) nur neun Granaten auf Madras abgeschossen. Man glaubt, daß er sich nach Pondicherry gewandt hat. Die zwei Tanks, die er in Brand gesteckt hat, enthielten 600 000 Hektoliter Petroleum.
Wie man der „Emden" in den Arm fiel.
Berichterstatter der „Evcning News" und „Daily News" melden, wie die „Kreuzzeitung" schreibt, aus Kalkutta, daß der deutsche Kreuzer „Emden" sich aus den Räumen der erbeuteten Schiffe mit Kohlen versorgte. Wenn der italienische Dampfer „Loredano" nicht vor der „Emden" gewarnt hätte, würde der Kreuzer wohl noch mehr englische Schiffe überrumpelt haben.
Die Vernichtung der Armee Rennenbampfs.
# Berlin, 27. Sept. (Eig. Drahtbericht) Generalleutnant v. Morgen, bisher Kommandeur der 81. Jn- fanteriebrigade Lübeck, hat an den B ü r g e r m e i st e r von Lübeck Dr. Eschenburg einen Brief.vom östlichen Kriegsschauplatz gesandt, der nach der „Kreuzzeitung" folgenden Wortlaut hat:
Su walkt, 13. September. Habe gestern nach kurzem Kamps Snwalki genommen und bin jetzt im Gonvernements- palast. Heute morgen zog ich mit meiner Division ein, am Weichbild der Stadt vom Pfarrer und Bürgermeister mit Brot und Salz begrüßt. (Die russischen Bemnten waren geflohen,) Es war ein herrlicher Moment für mich. Ich habe
und Bravour meiner Truppen in erster Linie. Ich bin wohl tollkühn am 9. September gewesen, als ich eine dreifache Übermacht, die in befestigter Stellung stand, angriff. Aber selbst, wenn ich geschlagen worden wäre, hätte ich meinen Auftrag erfüllt, denn dieses russische Korps konnte nicht mehr zur Entscheidung heran, und so setzte ich abends mein letztes Bataillon ein und stürmte das am rechte n, Flügel liegende Dorf Bobern. Diese meine letzte Kraftanstrengung mußte den Russen so imponiert haben, daß sie bereits in der Nacht den Abzug begannen. Am Morgenl des 10. September wurden die letzten Schützengräben genommen. Meine Gegner waren Elitetruppen der russischen Armee, das finnländische Schützenregiment. Der Gesundheitszustand bei mir ist leidlich. — Generalleutnant v. Morgen schreibt weiter, daß ihm der Ob er k o man a n d ier ende v. H i n d e n b u r g schrieb, er werde ihm diese Siegestat nicht vergessen, und daß er vor der Schlacht ^das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhalten habe-. Als er^ in Lyck etnzog, hätten ihm die Bewohner die Hände geküßt.
Vernichtung eines japanischen Torpedobootes.
□ Zürich, 26. Sept. (Eig. Drahtbericht) Ktr. Bin. Die „diene Züricher Zeitung" meldet: Nach Nachrichten aus T s i m o soll ein deutscher Kreuzer auf der Höhe von K iaut sch an ein japanisches Torpedo- boot zum Sinken gebracht haben.
Die englische Zlotte vor den Dardanellen. *
xx Wien, 26. Sept. (Eig. Drahtbericht) Ktr. Bln. Aus K o n st a n t l n o p e l wirb gemeldet, daß eine
