Gamstag, S6. September 1814»
ll? 1 . toie auch ine Gasanstalten werden in der Lage und
!r 4n^ . einen W-echs-el der Brennstoffe etwa auf* n Änfangsschwier i'gkeit-en zu beseitigen, die in einer ich^.^er Lnftzuführung und der Feuerbedrenung liegen.
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wohl zu beachten, daß die Gasanstalten auch noch i*-' ^rrde Leistungen zum Wohl der Allgemeinheit zu
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j,jj' e öffentliche Beleuchtung aufrecht erhalten jJ te verteilte Lage von selbst die nächstgelegenen Bvenn- . l°rger werden eines Brennstoffs, der durchweg billi- •' <te' " • '
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haben, indem sie unter sehr gesteigerten Selbst-
und
dkchenkoks ist und infolge seiner hohen Heizkraft als und lvohlfeil längst erkannt worden ist. Für die °ft bedürftige Bevölkerung ist es dabei von Vorteil, ^sanstalten mit zunehmendem Herbst und Winter «/^öeugung, damit ihren Koksentfall steigern, also zur auch größere Mengen zur Verfügung haben wie ^Mer.
km t €re '‘* § von staatlichen Behörden gemachten Erlaste tz^fthlungen auf eine stärkere Verwendung von Koks Üirtr^ U§ gerechtfertigt und verdienen vollste Beachtung W und eine gesteigerte Verwendung von Gas-
, stützt daneben die Städte und Gemeinden in der Er- ihnen obliegenden, in Kriegszeiten doppelt wichti- igaben zum Wohl der Allgemeinheit.
, Laßt die Liebesgaben im §eld.
^ .Ewigen Tagen brachte in meinem Beisein die Post ^ Medenen, in einem Haus wohnenden Familien eine e l d p o st p a k e t e zurück. Für eine Familie mit "vermiß t", also wohl gefangen in Feindesland. H ^ven trugen in der oberen Ecke in roter Schrift die ^ Bemerkung „t o t". Von einem Feldpostpaket kam ^ . vve Hülle zurück mit dem postalischen Vermerk, die fei total beschädigt gewesen und habe Strümpfe ent-
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einem bedürftigen Soldaten gegeben worden seien. Fingerzeig, wie es mit allen Sendungen gehalten
Mte, wenn der Empfänger nicht zu ermitteln ist. Die
^ von Retourfrachten entlastet und kann schneller und die Liebesgaben können bedürftigen Kriegern "Ui werden, viel Freude machen und manche Rot lin- i3®it die Feldpost über unbestellbare Pakete nach Ermessen verfügen kann, muß der Absender auf der
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Vermerk anbringen: „Wenn nicht zu ermitteln.
"»deren Angehörigen seiner Truppe ausznhändigen."
[m wären Aufdrucke dieser oder ähnlicher Art auf den "v anzubringen.
E. B.
z^ifaggt werden heute die m i l i t ä r f i s k a l i s ch e n " e - Die Beflaggung gilt der Anwesenheit des kom- ^vden Generals. Man deute sie also nicht falsch. 5,3 wären wir alle damit einverstanden, wenn der Zu- - J*; daß auch wir heute die Fahnen aufrollen könnten tfet«: eines neuen und entscheidenden Siegs. ij'^Sunften des Roten Kreuzes bringt die Firma Ehr.
v, Kirchgasse 20, eine Postkarte in Verkauf, die das ^Unterseeboot „17 9" nebst den Unterseebooten 10 Zur Anfertigung der Karte wurde ein Original- i/vht, den ein hiesiger Amateurphotograph der Firma s * Ut Verfügung gestellt hat.
militärischen Ehren. Von der elterlichen Wohnung ft e ^ erit vormittag der an den Folgen eines Sturzes Leutnant Egon Augustin vom 1. Kurheffischen ^'e-Regiment Nr. 11 (Garnison Kassel) auf dem "vvdsriedhof beerdigt. Ein kriegsstarker Zug einer
Wreslmderrer Tagblatt.
Kompagnie vom hiesigen Rekrutendepot mit Sptelleuten, unter Führung eines Oberleutnants, erwies dem Verstorbenen die militärischen Ehren. Pfarrer Veidt hielt die Grabrede. Der Entschlafene war ein Sohn des Hier im Ruhestand lebenden Generalmajors z. D. Ludwig Augustin.
— Kleine Notizen. Der Kurverein halte heute abend 8'/» Uhr im Hotel „Frankfurter Hof". Webergaste 37, eine Vo-rstaudssitzurig. — Das Forstbureau befindet sich im 4, Stock des Hauses Schüben Hofstraße 13 und nicht 17,
vorberichte über «lunst» Vorträge und verwandtes.
* Königliche Schauspiele. Die Reihenfolge der Abonne
mentsbuchstaben für die nächste Woche ist sorgende: Donnerstag A, Freitag B, Samstag C, Sonntag D. (Montag ist das König!, Theater geschlossen ) — Sonntag, den 27. September: „Die Meistersinger von Nürnberg". Anfang 6V» Uhr, Montag, den 28,: Geschlossen, Dienstag, den 20,: „Der Troubadour". Anfang 7 Uhr. Mittwoch, den 30.. neu einstudiert: „Minna voir Barnhslm". Airfang 7 Uhr. Donnerstag, den 1. Oktober. Abonnement A: „Siegfried". Anfang 6Uhr. Freitag den 2,. Abonnement B- „Hoffmanns E zählungen", Anfmrg 7 Uhr, Samstag, den 3.. Abonnement C: „Prinz
Friedrich von Homburg". Anfmrg 7 Uhr, Sonntag, den 4,, Abonnement v: „Lohengrin". Anfang 6th Uhr. Montag, den 5.: Geschlossen.
* Residenz - Theater. In dem heute zur Uraufführung gelangenden dreiaktigen Lustspiele „Alles mobil!" von Wilh. Jacobp und Hans Linck ist fast das gesamte Personal des Residenz-Theaters beschäftigt, Mosel van Bo.n, die beliebte Darstellerin, tritt zum erstenmal wieder auf. Der Vorstellung werden verschiedene auswärtige Bühnenleiter beiwohnen, Das amüsante Stück wird Sonntag wiederholt. Am Montag feiert das rasch beliebt gewordene fröhliche Spiel „Als ich noch im Flügelkleide . . ." das Jubiläum der 25. Aufführung.
Kus dem Landkreis Wiesbaden.
wc. Maul- und Klauenseuche. Landrat v. Heimburg macht bekannt, daß neuerdings die Maul- und Klauenseuche in den Gemeinden Weilbach, Eddersherm. Frauen-, stein und Schierstein amtlich festgestellt sei, und fordert zur strengsten Durchführung der zur Unterdrückung der Seuche getroffenen Anordnungen auf. besonders zur unverzüglichen Erstattung der durch den 8 9 des Viehseuchengesetzes vorge- schriebenen Anzeige bei der Polizeibehörde im Falle des Ausbruchs der Seuche oder in Fällen, in denen dieser Ausbruch zu befürchten steht. Zugleich wird auf die gesetzlichen Strafbestimmungen verwiesen, nach denen mit Gefängnis bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe von 1b bis 300 M. belegt wird wer vorsätzlich die vorgeschriebene Anzeige unterläßt oder es unterläßt, k.anke und verdächtige Tie e von Orten fernzu- halten, an denen Ansteckungsgefahr besteht,
wc. Biebrich, 25, Sept. Gestern mittag ist der Malermeister Stadtverordneter Bolz unter einer außerordentlich zahl-eichen Teilnahme zur letzten Ruhe gebettet worden Seit dem Jabre 1900 batte der Entschlafene das Amt eines Stadtverordneten inne, und er hat in dieser Eigenschaft durch seinen praktischen Blick uiiserer Stadl wertvolle Dienste geleistet Auch als Mitglied des Bülgeroereins, des Ge- werbevereinS und anderer der Pflege des Gemeinwohls obliegenden Vereine batte er vielfach Gelegenheit, sich hervor- zutun. _
Gerichtssaal.
wc. Mansardendiebstähle. Vis zum letzten Frühjahr und ein ganzes Jahr hindurch sind in Wiesbaden Mansardendiebstähle verübt worden, deren zuletzt nicht weniger als 88 von der Kriminalpolizei festgestellt werden konnten. Ein plötzliches Ende fanden die Diebstähle im Juni, als der Schlosser- geselle Karl Lendle aus Biebrich in Untersuchungshaft genommen wurde, und seitdem haben sie sich nicht wiederholt. Wegen 17 der Diebstähle verbüßt Lendle zurzeit eine einjährige Gefängnis st rase.
Morgen-Ausgabe, 1. Blatt. Seite 5.
Letzte Orahtberichte.
Eine kurze Herbsttagung des preußischen Landtags.
-ist Berlin, 25. Sept. (Eig. Drcchtbericht) Ktr. Bkn. Nach der „Korrespondenz Wouth" wird der preußisch? Landtag voraussichtlich vom 18. Oktober ab auf einige Tage zusammentreten.
Der Erzbischof von Posen an den Reichskanzler.
W. T-B. Berlin, 25. Sept. (Amtlich.) Auf das gestrige Glückwunschtelegramm des Reichskanzlers an den Erzbischof Likowski in Posen ist folgende telegraphische Antwort eingegangen: Eurer Exzellenz spreche ich für die gnädigst
übersandten Glückwünsche meinen ergebensten und verbindlichsten Dank aus. Ich bin mir voll bewußt des Ernstes des Augenblicks, in welchem ich das hohe Amt übernehme und der großen Verantwortlichkeit, die damit verbunden ist. Unter Gottes Beistand werde ich mich bemühen, dem auf mich gesetzten allerhöchsten Vertrauen zu entsprechen. Erzbischof Likowski.
Zur Frage der amtlichen Festsetzung von' Höchstpreisen für Getreide.
A Berlin, 25. Sept. (Eig. Drahtbericht) Ktr. Bln. Ver- tveter der konservativen Partei sind heute beim Stellvertreter des Reichskanzlers und beim Handelsminister für eine Feststellung von Höchstpreisen für alles Getreide und für Mülle- reiprodukte vor st ellig geworden.
Fungdeutschland in Waffen.
Solingen, 24. Sept. Zur Verba, ettung auf den Kriegsdienst haben sich 600 junge Leute über 16 Jahre auf einen Aufruf des Bezirkskornmandos gestellt. Die militärische Ausbildung, die von den Unteroffizieren und Feldwebeln des De- zirkskorwmandos vorgenommen wird, hat schon ihren Anfang genommen.
England mit der italienischen Besetzung der Ägäischen Inseln einverstanden.
hd. Rom, 25. Sept. „Giornale d'Ftalia" erfährt aus London, daß England jede weitere Opposition gegen das Verbleiben Italiens aus den von ihm besetzten Ägäischen Inseln aufgibt
Maxim Gorki auf dem galizischcn Schlachtfeld.
/\ Stockholm, 25. Sept. (Eig. Drahtbericht) Ktr. Bin. Maxim Gorki hat nach einer Londoner Mitteilung als russischer Kriegsfreiwilliger an mehreren Schlachten in Galizien teilgenommen,
Die Lage in Mexiko.
W. T.-B- Washington, 25. Sept. (Nichtamtlich.) DaS Kriegsdepartement erklärt, daß Earranza seine Truppen in Zacatacas konzentriert habe, wogegen Villa seine Armee in T o r r e o n zusammenziehe. Die Bahnverbindung zwischen beiden Orten ist unterbrochen.
Ist
Handelsteil.
t^erliehe Aufsicht*amt für Privat* i. le fiuig und die Krieg^Tersielicrnnjff»
^ Kaiserlichen Aufsichtsamt für Privatversicherung «•^Genehmigung von Abänderungen der Kriegsversiche- lri £ungen vier typische Klassen nach den bisher an \ langten Anträgen der Gesellschaften zu unter- ^ hat < ' enen ^ as Aufsichtsamt in folgendem Sinne sich
die allgemeine Tadesfallvensichemng wie die ^ftegsversicüerung sind
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^."geschlossen,
vor Ausbruch des ,m 0 jedoch ist die ein- bis
a 11 i c h e Frist, während welcher die Kriegs- s lst J bei Ausbruch des Krieges in Kraft sein muß, um ti^^PÖicht, der Gesellschaft zu begründen (Karenz- VS** abgelaufen. — Hier wird es sich um eine il geringe Anzahl von Fällen handeln.
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_ e UI Anfrage erklärt, es müsse dem pflichtgemäßen V ob n der zuständigen GesellschafLsorgane überlassen 'üid inwieweit und unter welchen Bedingungen ö von den allgemeinen Verischerurngsbedingungen
r enzf r i s t seitens der Gesellschaft verzichtet werden
H Allgemeine Todesfall Versicherung besteht bei (Nüdp ^ r ’ e 8® s > aber der Versicherte hat es unterlassen, ■71 Vereinbarung wegen Deckung der Kriegs- titz A r offen. Die Erfahrung hat gezeigt, daß in vielen st 5j t , o ers icher!en die Kriegsgefahr nicht mitversichert E z? Rroße Anzahl von Versicherten drängte nach l| *V s H 3 } ^ r * e * es zur nachträglichen Versicherung gegen V^«tf f* as Interesse der bereits im Kriegs- V' di e en - Verbände vereinigten Per- k k5 S rechtzeiti « ^ Qr '^ re fbrsicherunig im Kriegsfall 5(1 ‘ ■ s^aht aber der nachträglichen Aufnahme einer
... (?^1 Ä .^aufi
neuer Versicherter in den Verband entgegen, % U„ r-genommenen an den von der Gesellschaft
O tedingungsgemäß für den Verband bereit-
, 1 : , teilnehmen und der Anteil jedes einzelnen
1 cksm Steigen der Anzahl sich verringert.
alten Mitglieder hat daher das Amt ge- u c j,'* 118 nach Kriegsausbruch noch Eintretenden etee n ft r ä m i e als Einkaufsgeld für die Zulassung den bereitgestellten Fonds entrichten. Die Prämie, die als einmalige oder als jährliche, ‘AV, clf, enin'gssum'ine oder nach dem das Deckungs- gen<j en Betrag bestimmt werden kann, , muß der j^r^ssen bleiben, bedarf aber der Genehmigung ft 1 den Kriegsbedingungen für den Fall der Un-
[‘■k* d uer bereitgestellten Mittel eine anteilige VljV-f ^ ersicberungsansprücbe vorge- & ir'ügu? 6 Prämie höher zu bemessen sein, als wenn ^ 8en die Erhebung einer Umlage von dien bei VI ’;'t vorhandenen Kriegsversicherten zur Er-
V) ' vorgesehen ist. Für den ersterwähnten B. jährliche Prämien genehmigt, die sich k. r ° 2 - für Offiziere und 3 Proz. für Nich-t- ^ w egten.
3. Die allgemeine Todesfallversicherung und die K r i e g b v e.r s i c ih e r u n g werden erst nach Ausbruch des Krieges genommen. — Hier sind erhebliche Prämiensätze geboten, wenn die Aufnahme in cren Kriegsversichertenverband erfolgen soll; wenn die von der Gesellschaft bereitgestellten M ] ttel nicht erheblich sind, wird allenfalls für Uruppe 3 die Bildung eines besonderen Verbandes in Erwägung gezogen werden müssen.
4. Eine allgemeine Todesfallversicherung, besteht nicht, soll auch nicht geschlossen werden, nur der Abschluß einer Risikoversicherung für den Krieg ist beabsichtigt. — Die Versicherten sind in einem besonderen Verbände zu vereinigen, die Prämien werden erheblich sein müssen. Das Risiko der Gesellschaft ist zu begrenzen dadurch, daß eine Kürzung der Ansprüche für den Fall der Unzulänglichkeit der Mittel in Aussicht genommen wird. Das Amt ist der Ansicht, daß die Abänderung der bisher gütigen allgemeinen Versrfcherunlgs- bed'ingungen oder die planmäßige Abweichung von ihnen Im Hinblick auf den derzeitigen Krieg sowie die Einführung besonderer Prämien und Gebührensätze für die nachträgliche Übernahme der Kriegsgefahr der aufsichtsamtlichen Genehmigung bedarf.
Fürsorge für die niicliste Finte.
In der am 18. September im Landwirtschaffsministerium abgehaltenen Sitzung der Vertreter der Düngerindustrie und der Verbraucher verbände wurde festgestellt, daß zwar schon eine beträchtliche Menge von Kunstdünger an die Landwirte abgeliefert worden ist, daß die abgelieterte Menge aber kaum mehr als ein Viertel von dem ausmacht, was in früheren Jahren in derselben Zeit verfrachtet war. Es muß also darauf hingewirkt werden, daß die Dünge- lieferung, soweit die Verkehrsmittel irgend ausreichen, mit allem Nachdruck weitergefördert wird. Besondere Beachtung verdient der Stickstoffdünger. Bekanntlich steht Chilesalpeter überhaupt nicht zur Verfügung. Es muß also auf das schwefelsaure Ammoniak und die Ammnoniaksuper- phosphate zurückgegriffen werden. Die von dem Generaldirektor Harland in früheren Sitzungen vorgeschlagene provisorische f»gendeckung ist in größtem Umfang und mit bestem erfolg angewendet worden. Der Sachmangel macht sich auf der ganzen Linie in verstärktem Maße bemerkbar. Ersatzstoffe, von denen namentlich die aus Papier hergesteilte Textilose mit Erfolg verwendet werden kann, sollen in größtmöglichem Umfang in Anspruch genommen werden. Trotzdem bleibt eine äußerste Knappheit der Säcke bestehen. Die Landwirte und Bezugsverbände werden daher aufgefordert, alle dazu geeignete Ware, namentlich Kalisalze, lose zu beziehen, außerdem aber alle alten Säcke instand setzen zu lassen und die vorhandenen Säcke auch nach Möglichkeit auszunutzen. Eine Vermehrung des verfügbaren V o rratsan Stickstoffdünger erscheint möglich durch gesteigerte Tätigkeit der schwefelsaures Ammoniak erzeugenden Kokereien. Eine solche Ist aber nur möglich, wenn Koks überall dort an Stelle der Kohle verwendet wird, wo es technisch irgend möglich ist. Nicht minder müsse von dem Brennstoffhandel erwartet werden, daß er Koks zu einem Preise anbietet, der den Gewinnungsund Marktverhältnissen entspricht und daher so einen dringend notwendigen gesteigerten Absatz von Koks ermöglicht.
Auch die Gaßfabrikation könne aur Gewinnung von Kunstdünger beitragen. Durch Zusatz von Kalk zur Kohle bei der Vergasung kann die erzeugte Menge von Ammoniak um rund 10 Proz. vermehrt werden. Wenn es sich diabei auch nur um etwa 2000 bis 3000 Tonnen jährlich handelt, so ist doch in der jetzigen Zeit auch die Bedeutung dieser verhältnismäßig kleinen Menge keineswegs zu unterschätzen.
Banken und Geldmarkt.
* Kriegskreditbank München. Die Darrieh nsgesuche bet
der Kriegkreditbank in. München sind in den letzten Tagen wesentlich zurückgegangen. Trotz entgegenkommendster Erledigung aller Anträge betragen die bisher bewilligten Kredite erst eine Viertelmillion Mark; die noch vorliegenden Gesuche erreichen etwa die gleiche Höhe.
* Cx4dit Lyonnais. Genf, 24. Sept. Der Crfeüt Lyonnais suspendiert nach der „Frkf. Ztg.“ die Auszahlung der morgen fälligen, bereits angekündigten Abschlags-Dividende aul seine Aktien.
Industrie und Handel.
A. C In der Nähmaschinemndnstrie hat die Arbeitsgelegenheit stark abgenammen, aber doch ist es den meisten Betrieben mögflich, ihre Arbeitskräfte, noch weiter zu beschäftigen. Meist wird verkürzt gearbeitet In den Betrieben Bielefelds betrug sonst die Arbeitszeit m der Woche 55% Stunden, gegenwärtig wird nur 25% bis 28% Stunden gearbeitet. Wenn auch die Arbeiter nicht direkt entlassen werden, so werden doch bei Abgängen keine Ersatzkräite eingestellt. In einem Betriebe Bielefelds arbeitet ein Teil der Arbeiter noch immer normal. In einem Stettiner Betrieb werden Militärarbeiten angefertigt, so daß die Arbeiter befriedigend . beschäftigt sind. Man fürchtet aber, daß nach Erledigung dieser Arbeiten starke Entlassungen vorgenommen werden. Eine . Reihe von Betrieben hat freilich die Arbeit schon Anfang August ganz eingestellt und bis heute nicht wieder eröffnet. Eine baldige Belebung des Geschäfts ist nicht zu erwarten, da der Markt mit fertiger Ware noch gut versehen ist und auch an eine Aufnahme des Exportes nicht zu (lenken ist. Besonders bleibt natürlich die wichtige Verbindung mit dem russischen Markt unterbrochen.
* Die Niederrheanische Flachsspinnerei in Dülken schlägt eine Dividende von 7 Proz. (i. V. 4% Proz.) vor.
* Die deutschen Tafelglashnlten haben eine allgemeine Preiserhöhung eintreten lassen infolge der durch den Krieg verteuerten Rohmaterialien und der gesteigerten Betriebskosten.
Die Morgen-Ausgabe umfafjt 8 Seiten _ und die Berla gsbeilage ..Der Roman".
HauptichrifiNiter: A, H e g e r h o r ft.
Verantwortlich kür die innere Politik: A, H e ge rft o rft: sür die auSwürtiae Politik und „Letne Drahtberichie" : Vt. phii. G. SchelIenberg : für den Huer- hallungsicil B o, Rauend otf; sür Nachrichie» ans Wiesbaden und den Siach» barbczirken: I, B.: H. Diefenbach: sür „SerichlMaal'z i>. Diesenbach: sür „Sport und Luslfahrl": I, B.: C, LoSaikcr: sür „VermichteS" und den „Bricskasten": C. U o Sacher, für den Handelsleil: W. Etz: sür die Anzeigen und Reklamen: I SB.: E. Brausch: sämtlich in Wiesbaden.
Druck und Verlag der L. E ch e l l c » b e r g >chen Hos-Buchdrnckerei in Wieibadeit,
Eprechftunde der Echristleitung: 12 bis 1 Uhr: in der poütischen Slbtrilimi »sn 10 bis 11 Uhr.
