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Sr^grn--au»Sal>e, 1. Blatt.

Wiesbadener TagMaM.

Freitag, S5. September 1914.

Nr. 447.

Reichs- und Kriegsanleihe 60 Millionen gezeichnet hat. Und dennoch kein Wiederaufleben des Geschäftsgangs, auf das die Mehrheit unserer Kaufmannschaft, die gewerblichen Betriebe mit Sicherheit gerechnet hatten, urst> in dessen Erwartung sie zum großen Teil von der Entlassung von Personal oder dessen Einschränkung bisher absahen. In allen Handels- und Ge­werbekreisen ist diese Beobachtung zu machen; in großen wie kleinen Geschäften warten Inhaber und Personal auf bie, viel­köpfige Kundschaft vor Kriegsausbruch, aber ganz vereinzelt nur finden sich die Käufer ein.' Wo früher 1000 M. Tages­kasse waren, sind heute 100 M .zu zählen.

Wohin soll das führen? In den Betrieben des Laden- Handels, wo für viele Hunderte Personen Arbeit und Verdienst geschaffen iverden soll, herrscht heute eine sehr unbehag­liche Stimmung. Das Geschäft geht schlechter als in den schlechtesten Friedenszeiten, und die Gefahr der Ent­lassung wieler Arbeitskräfte rückt in drohende Nähe. Hebt sich der Umsatz nicht bald, wird er zur Tatsache werden müssen. Kein sozial empfindender Chef entläßt leich­ten Herzens auch nur einen seiner treuen Mitarbeiter. Was würde die Folge einer solchen Maßregel sein? Das Frei­werden Abertausender von Arbeitskräften, die vielfach der öffentlichen Fürsorge anheimfallen, unbedingt aber die allge­meine Wirtschaftslage noch verschlechtern würden.

War im ersten Kriegsschrecken das Ausbleiben der Käufer auch begreiflich, mag auch der lange und heiße Spätsommer den Herbstbsdarf zurückgehalten haben, fo sind diese Erklärun­gen für die gegenwärtige Zeit nicht ausreichend. Der Krieg hat sich mehr als günstig für uns gestaltet und die finan­zielle Rüstung des Reichs sich glänzend erwiesen. Deshalb ist die übergroße Zurückhaltung -der Käuferwelt nicht nur nicht mehr am Platze, nein, sie wird zu einer wirt­schaftlichen Gefahr bösester Art. Sind die Zustände wirklich derart, daß man wegen des Kriegs absehen mußte von der alten Lebensform? Das ist doch sicherlich nicht der Fall. Wer sich aufmerksam umblickt, sieht überall noch die Merkzeichen eines gewissen Wohllebens. Darum ist es drin­gend notwendig, daß in allen Bevölkerungskreisen die Er­kenntnis Raum gewinnt, daß die Geschäftsstockung nicht durch eine Beschränkung des gewohnten Lebensbedarfs verschärft werden darf; daß wohl Luxus und Komfort eine Einschränkung erfahren können, nicht aber die altgewohnte Lebenshaltung.

Kriegszeiten legen hohe Pflichten auf! Wir schätzen alle sehr die direkten Gaben für die große Liebestätigksit, die Auf­wendungen von Verwaltungen und Korporationen zum allge­meinen Wohl, aber mit jener Opferwilligkeit ist nicht alles ge­tan.Vom Stiften und Schenken so heißt es im Einspruch der Gärtner gegen den Blumenruf können die Geschäfts- leute und GewerbelteiBenden nicht leben und ihr Personal beschäftigen und bezahlen". Gewiß nicht! Und darum ist es eine Pflicht, an die Geschäftswelt zu denken und im Sturm dieser ernsten, großen Tage deren Daseinsbedingungen nicht zu übersehen oder zu vergessen. ^

Darum: Geht in die Geschäfte und kanst, toas ihr sonst in friedlichen Tagen um diese Zeit gekauft habt!

Pakete für die Truppen im Seide.

Amtlich wird aus Berlin gemeldet: Zurzeit ist eine unmittelbare Versendung von Privatpaketen aus dem Weg der Feldpost noch nicht möglich, es wird daher nochmals ans 8 22 der Feldpostdienstordnung aufmerksam gemacht, nach der alle Pakete, welche für Angehörige im Feld bestimmt sind, durch die Reichspost au die Ersatztruppenteile der Truppenformationen zu schicken sind. Auf dem Abschnitt ist die genaue Adresse des Empfängers zu vermerken. Sicher­heitshalber kann auch auf dem Paket selbst bemerkt werden, für wen es bestimmt ist. Die Ersatztruppenteile veranlassen die Weiterbeförderung dieser Pakete zur Truppe. Da gerade jcht bei der eintretenden kalten Witterung dienstliche Be­kleidungsstücke van den Ersatztruppenteilen zur Gefechtstruppe abgehen werden, läßt sich die Absendung von Privatpaketen mit diesen Transporten zweckmäßig vereinigen. Falls der Standort der Ersatztruppenteile nicht bekannt ist, kann er bei dem stellvertretenderi Generalkommando ermittelt werden.

Die Immobile Etappenkommandantur 2 in Frankfurt a. M.-L., Mittlerer Hasenpfad 5, teilt mit, daß nach Einrich­tung ihres Betriebs bereits acht M a s se n s e nd u n ge n innerhalb sechs Tagen an die Truppenteile des 18. Armee­korps ins Feld vorbefördert wurden. Insgesamt sind 4500 Pakete der Verwandten der einzelnen Regimentsangehörigen sowie ruiid 100 Kisten Liebesgaben weitergegeben worden. Die Kommandantur hat fernerhin Auskunstserteilung über Ver­sendung von Paketen aii Angehörige anderer Armeekorps übernommen und uuch die Abstempelung von Paketen an Mrlr- tärpersonen ins Sperrgebiet besorgt. Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß die abgegebenen Sendungen nicht länger wie höchstens zwei Tage hier lagern und dann sofort per Eilftacht an die nächste Etappe weiterbefordert wer­den. Auf diese Weise ist es möglich, d« Truppen im Feld mit .den nötigen Ausrüstungsstücken für den Winter sowie Pro­viant und Liebesgaben ausreichend zu versehen. (Aus einer lokalen Spitze in der Morgen-Ausgabe vom 23. September ist bekannt geworden, daß die Abteilung 3 des Kreiskomitees vom Roten Kreuz (Schloß, Mittelbau) die hier gesammelten Liebes­gaben in der kürzesten Zeit mittels Kraftwagen an d« Front bringen läßt. Die Schriftl.)

Wo bleibt das Rote Kreuz?" hatte ein Leser in der

Morgen-Ausgabe vom Mittwoch (Einsendungen aus dem Publikum") gesagt und darüber Beschwerde geführt, daß einige Verwundete am Hauptbahnhof längere Zeit ver­geblich auf ein Sanitätsautomobil warteten. Er er­zählte, derartige Fälle kämen öfter -vor. Wir können jedenfalls bestätigen, daß uns sehr häufig ähnliche Fälle mitgeteilt wer- lden. Nun hat aber, wie wir hören, das Rote Kreuz mit der Sache nichts zu tun; die Beförderung der Verwundeten vom Bahnhof in die Lazarette ist ausschließlich Angelegen- heit der Militärbehörde. Auch die Sauitätskolonne des Roten Kreuzes steht nur zur Verfügung, so weit sie von der Militärverwaltung zur Hilfeleistung herangezogen wird. Ohne Auftrag kann sie nichts tun. Die Beschwerden hätten sich also an die Adresse der Militärverwaltung zu rich­ten, wenn sie berechtigt wären. Sie sind aber deshalb nicht berechtigt, weil es sich in Fällen, wie der geschilderte, stets nm den Transport von Verwundeten handelt, die für Laza­rette in anderen Städten bestimmt waren, aber ans eigene Faust nach Wiesbaden kommen. Für jeden nach Wiesbaden bestimmten und also angemeldeten Verwundetentransport werden Fahrzeuge in genügender Zahl bereitgestellt.

Verwundete Achtziger in Wiesbaden. Nach den Fest­stellungen derAuskunftsstelle über im Feld stehende nassaui- sche Soldaten" sind in hiesigen Lazaretten weiter unterge­bracht worden: Friedrich Brand aus Wiesbaden, Anton

Bamfaste (10. Komp.), Wilhelm Biederbeck (8. Komp.), Reinh. Bräutigam (3. Konrp.), Joseph Faust aus Schierstein, Karl Gütberlet (3. Komp.), Bernhard Haas aus Rehe, Unteroffizier Walter Kuhn aus Eltville, Andreas Knapp aus Wiesbaden, Johann Lutz aus Hallgarten, Gefr. Ad. Limbarth aus Hahn, Karl Lendle aus Erbenheim, Wilhelm Poths aus Wiesbaden, R. E. Schwellenbach aus Lüdenscheid, Emil Serves (3. Komp.), Karl Utz (6. Kompagnie) und Christ. Walter aus Hattersheim.

Hilfe für Ostpreußen. Wir werden um Aufnahme die­ses Ausrufs gebeten: In der Nähstube für Kriegsheim­arbeit sollen warme Kleidungsstücke für die notleiden­den Ostpreußen hergestellt werden. Die hier lebenden Ost­preußen sowohl wie die Wiesbadener werden dringend ge­beten, möglichst schnell Geld für diesen Zweck an Frau L. Fresenius, Kapellenstraße 63, zu senden. Dringende Hilfe tut hier Not, denn furchtbar ist der Mangel an warmen Kleidungsstücken beim nahenden Winter in diesem schwer heimgesuchien Teil unseres deutschen Vaterlandes.

E. M. Mauthner von hier schreibt uns:Als ich am

18. b. M. von der übergroßen Not der Ostpreußen gelesen hatte, ging ich zumTagblatt", um mich zu erkundigen, wo hier eine S a m m e l st -e l l e für Ostpreußen sei, und zwar für Kleidungsstücke und dergleichen. Am Schalter sagte man mir, das könnte ich beim Roten Kreuz im Schloß erfahren; von dort wurde ich zum M a g i st r a t, von dort wieder zur Polizeidirektion gesandt. Mittlerweile war es 12% Uhr geworden. Der Pförtner sagte mir, die Sammel­stelle sei nur bis 121/3 Uhr und dann wieder von 3 bis 6 Uhr geöffnet, auch werde nurGeld angenommen, keine Effekten. Überdrüssig der unnötigen Lauferei, ging ich nach Hause, packte Kleider, Wäsche. Stiefel usw. in' mehrere Pakete und schickte sie sofort franko per Post an den Oberbürger- m e i st e r v 0 n K ö n i g s b e r g i. Pr. Diesen Weg empfehle ich allen, die schnell, also doppelt, helfen wollen, denn ehe erst ein Komitee gebildet, eine Sammelstelle errichtet wird und die angestrebte portofreie Zusendung bewilligt ist, sind die Ärmsten der bittersten Slot preisgegeben. Mobilisieren muß man leicht und schnell, auch beim Wohltun." Das meinen wir auch!

Eine treue Dienerin. Gestern waren es 40 Jahre, daß Fräulein Katharina Abel bei Herrn Geh. Baurat Alken, Schenkendorffstraße 7, in Stellung ist.

Rückgang der Kartoffclpreise. Auf dem gestrigen Kar- toffelmarkt in Frankfurt a. M. wurden im Großhandel nur 4 M. 50 Pf. bis 5 M. für 200 Pfund Kartoffeln gezahlt, das sind gegen die Vorwoche 1 bis 1% 3R. weniger für dieselbe Menge.

DerCäcilicn-Verein" teilt seinen Mitgliedern mit, daß der Krieg alle seine Pläne für den kommenden Winter zunichte gemacht hat und er sich in die Notwendigkeit versetzt sieht, das Vereinsleben zunächst völlig ruhen zu lassen.

Ausgestellt ist im Schaufenster der Schwaedtschen Buch­handlung am Luisenplatz ein von dem Wiesbadener Maler H. B 0 u f f i e r gemaltes Bild, zu dem sich der Künstler durch den Vers eines Gedichts begeistern ließ, das o*~ 8. September intWiesbadener Tagblatt" erschien. Der Vers lautet:Nun gab sie auch ihr Letztes noch, Ihr Letztes für das Vaterland, Den jungen Sohn, der vor dem Feind Sich blut ge Todesrosen band."

DieTagblatt"-Sammkungen.

Für das Rote Kreuz sind ferner eingegangen: Apotheker Dahmann. 2. Gabe, 20 M., M. R. 10 M Frau Apotheker Holländer, Einquartierungsgeld, 16 M. 80 Pf Steuerrat Migula, 2. Gabe, 20 M., Rechtsanwalt Rosenthal^200 M., A, M. W. 5 M., Frl. C. B. 10 M., Frau N. Schmidt (Btebrtch) 20 M., zusammen bisher 16 132 M. 03 Pf.

Für die Ostpreußen sind ferner eingegangen: Rechtsan­walt Rosenthal 100 M., I. M. G. K. 100 M., Bernhard Lteb- mann 30 M., Wilhelm Fischer 20 M., Hermann Ttgker 100 M., O. 58. 5 M M. R. 10 M K. H. (Rüdesherm) 20 M., Frauleln Jenny Cohn (Zürich) 10 M., L. Eulner 10 M., Embs 20 M., C. K. 50 M., A. M. W. 5 M., Rupprecht Leppla 4 M., Frau Richter 5 M., Frl. C. B. 20 M., Direktor Rhernboldt 20 M., Wilhelm Martin 20 M., Geh. Justizrat v. Winckler 50 M., Rechtsauwalt Dr. Weiß 30 M., B. 20 M., Frau Karl Horch 100 M., Pistorh 10 M. Zusammen gingen bisher 12 038 M. 80 Pf. ein.

Für die Elsässer sirtd weiter eingegangen: Geh. Justizrat v. Winckler 50 M., zusammen bisher 437 M.

Für die Kricgsheimarbcit gingen ferner von Ungenannt 5 M-, zusammen bisher 346 M. 80 Pf., ein.

Für dir Angehörigen der österreichischen Krieger gingen von I. M. G. K. 20 M., Ungenannt 5 M., zusammen bisher 83 M., ein.

vertretersitzuug wurde zunächst von den Söctegen Beanstandungen bei der^ 'Nachprüfung der Gemeinderecy^H

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vom" Rechnungsjahr 1913 Htnis"genommen. Dem Geh? der Firma H Brodt Söhne um Zurückgabe ihrer bei der läge des elekt ischen Lichts gestellten Kaution m i>?öhe 600 M. wurde stattgegeben. Die Kommission zur Prniung Bedürftigkeit der Familien ins Feld gezogener Emw»v. behufs Bezug der staatlichen Unterstützung vesteht mw . j G emeindevertretern 580.n, Koch und Schutz enverger. haben sich 115 Familien angemeldet. Die Gemeinde 20 000 M. Kriegsanleihe, wozu nacht.«glich nehmigung erteilt wurde.^ Auf ein Schrewen des

Israelitischer Gottesdienst. Israelitische Kultus, aemeinde Synagoge: Michelsberg. Gottesdienst ln der Sautstsvnagoae' Freitag: abends PM Ubr, Sabbat: morgens ^Uhr nÄmittags 3 Ubr . diente 7 Uhr. Wochentage: morgens 6% Uhr, abends 6 Uhr. Die Gemetndeb«wthek ist

geschlos,en. f ra e a t i f Ac Ku ltus g em ein d e. Synagoge: Friedrichstratze 33. Freitag: abends 5% Uhr. Sabbat: morgens 8 Ubr. Vortrag 10 Uhr, Jugendgottesdienst nachmittag« 3^4 Uhr nachmittags 4 JXfc.äbenbg 7 Uhr. Deschnoob-Dage. morgens 6^ Uhr. abends bVz Uhr. Dienstagnwrgen Uhr.

^Talmu?TH°ra-Verein Wiesbaden. Stiit.

stvaste 3 Sabbat-Eingang 5.45. nwrgens 8.30. Mussaph 9 30, Sckmr und Mincha 4 Ausgang 7. Wochentags: morgens 6.15. Mincha nnd Schiur 6. Maarff 7.

vorberkchte übe* «tunst. Dorträae und verwandtes.

* Königliche Schauspiele. Im Königlichen Theater ge- Ifmot moraen Samstag Humperdincks MärchenoperHansel und Drfführung. Singeleitet wird der Abend mr

einer Auffü^ung von GoethesGeschwister"'. Hierauf solgt dcL DÄffN,Auffordetmn« zum W mit der Musik von Meber-Berlioz Am Sonntag gehen dieMeistersinger von Nürnberg" ä« erstenmal in dieser Spielzeit in Äene; den Sans Sachs" singt Herr de Garmo. denDavid" Herr Haas STfrftÄt Die musikalische Leitung hat Professor Manu- Kt _ Won der Intendantur ist der Altwiener TanzDie J-rbreszeiten der Liebe" mit der Musik von Franz Schubert zur Aufführung angenommeri worden und wird für den Monat

d^^Reüdcn^Tücater. Am nächsten Samstag findet die Ur- aufiübrung des dretaktigen LustspielsAlles mobil!" von Wil- hL^Lv und Hans Linck statt. ,Alles mobil!" ist der Titel eines jener Kriegsromane. die m den letzten Jahren so bäniia aus den sMarkt kamen und prophetisch aus den gegen- wärtigen Welchrand hinwiesen. Die Haudlung des Stückes drebt sich nun um die wechselvolle ^agd zweier Verleger nach

verarmten geqeu.u, ^ daraus ergebenden heiteren Verwickelungen mit der kttsach- tobilmachnng zeitlich zusammerrfallen. steht auch schließ­

lich^ die^Me^M^der" hudelnden Personen im" Zeichen von Alles mobil!". Das humorvolle Werk wtrv am Sonntag

wicdorholt.

Ktts dem Landkneis Wiesbaderr.

Erbcnhcim. 23. Sept. In, der letzten Gsmernd^

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Landrats," worin der Landwirtschaftsminister

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AJUILOLUI», JOUILU Otl AMHVtW in | w;vi| -

bringung von russischen Gefangenen ats schaftliche Arbeiter ersucht, werden verschiedene Bedenken s« Da nur Trupps von 30 tlirann mit Aufseher m -svage kcww; soll bei LandwirtschaftAkammer angefragr werden. ot> ^ nicht in kleineren Trupps zu haben seien. Das Laaves amt 1 zu Wiesbaden teilt mit. daß gegen die ZMaguna^ Straßengräben an der Wiesbadener, Straße und der u.n«' von erhöbten Trottoirs nichts mehr im Wege stehe.

ei. Hochheim. 24. Sept. Die evangelische Gemeinde tva«^ an Stelle des nach Wiesbaden verzogenen Postmeister« a. ^ Certer den Amtsrichter Hiepe in den Kirchenvorltano. ^ Die Mitglieder der der Ortsgruppe für Jugeudpflege schlossenen Bereinigungen (katholischer unv Jünglingsverein, Turngemeinde. Sportverein uuv Dch^^ff- llub) haben sich bereit erklärt, der mrlitarrichen Boro jj düng unserer I u n g m a n n s ch a f t beizutretchi. niemand in seinem Berufe Störung erlerdet, sollen vre lehrungen an wöchentlich zwei Abenden und die Pvatt ^il Übungen Sonntagmo gens stattfinden. Die Ofsiziere einguartievten Landwehr-Ersatzbataillons,, wollen die! m rische Vorbildung unserer Jugendlichen übernehmen . Wicker, 23 Sept. Am Sonntag wurioe unser jähriggr Polizeidiener Konrad M e h^e r unwr^ überaus

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Beteiligung zu Grabe getragen. Der Verstorbene. Veteran der Kriege 1866 und 1870/71 wem. stand °m - Lebensjahre. Der endgültige Schluß der Weinberg angeovdnet worden.

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amtenschast d e r st äü.t i s che n V e r waltu n g zwar der obereii, mittleren und Unterbeamten, sowie der beamten eine Zeichnung von Beitrag e n für me ö*,,.*

Provinz Hessen-Nassau.

Regierungsbezirk wiesvaden.

W. T.-B. Frankfurt a. Sil., 24. Sept. (Nichtamtlich.) JjJ* fe der letzten Woche,, hat, unter der gesamten ^

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der Kviegsfürsorge unter iMitwirkuna des Vereii^ der ! scheu Beamten und alle!- übrigen Vereine städtischer stattgesunden. Die Zeichnung hat den stattlichen iSetra»

87 000 M. ergeben, der als erstmalige Spende demnaM^A

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die Zentralsammlung zur Ablieferung kommt. sich, wie gesagt, um eine erstmalige Spende der w u längerer !D«uer des Krieges noch weitere sorgen sollen. ^ S. Marienbcrg. 23. Sevt. Auf dem Felde der E-hre^^> in Belgien Hdrr Amtsgeri-chtsrat Fab er von wer ^ der Gefallene das M. Lebensjahr bereits überschritten ^ war er doch zur Fahne geeilt, um als Hanptmann der wehr am FeldMg teilzunehmen. . ^

S Aus dem Oberwestern,aldkreis, 23. Sept. In dem ^ arm angesehenen Kreis wurden für die Krieg sant el o den verschiedenen Kassen im Kreise 700000 M. gezeich

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Heues ans aller Welt.

Ein schweres ETplosionsunglück. Esse n (Ruhr) - 23-^Aj Ans dem Spillenburger Werk der Deutschen Oxbvdric-L^ch hat sich heute morgen ein schiverer Unglucksfall eremnei- <gv- Explosion einer Wasserstoff-Flasche kameri drei Arven» Leben , ty?

120 000 M. unterschlagen. Berlin 23.Sept- Prokurist Werner von den Rotznerschen Muhlenwerken ln^ ß Heringen ist nach Unterschlagungen von nngesahr 120Mei> flüchtig geworden. Bisher hat man seine Spur nicht e^

Ein bedauerlicher Unfall. Stuttgart, 23. Sept- nachmittag fuhren an der iEaustelle der KlaraMa«e w ^ Sen Mei bei der Stadt beschäftigte Leute über angeschwollenen Neckar. Der Kahn kam ins Trowen u- dabei auf einen eisernen Kahn, wodurch er umttppw^.

vaoei uiu i cukil tni-wiwi --- ^tfrruiCX^.

hielt sich cm dem Pfahl fesff während^der^ andere^

Schwimmen 'unterging. ' Den am, Pfahl bängeuden^'^ . retten, wobei ihr Nachen e/mlnn ^

wollten vier Arbeiter

vier Arbeiter retten, wovei iyr rcacyen , 0 w

schlug. Es konnte keine weitere Hilfe gebracyt wowen. die vier Leute ertranken. Alle Verungluckteii wmen

*. ' -' - *-" - St. Garilch

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Erdbeben und Schnee in der Schweiz. St.

23 Sept. Im Rheintal wurde ein starkes Erdbeben °

In höher gelegenen Tälern des Bündner Landes lsi^ ^ Schnee gefallen, daß sich ein ausgesprochenes Wintö- bietet.

Letzte Orahtberichte.

Die Einführung des Erzbischofs von Posen-^^^

W. T.-B. Berlin, 24. Dem Erzbischof fr

VV.X.-JD. xjziunt Ä/uu f ^

Posen-Gnesen, dessen feierliche Einführung vom ße>> findet, ist vom Reichskanzler aus dein ^

Hauptguartier folgendes Telegramm zuS?E $ Eurer erzbischöflichen Gnaden beehre ich MM' ^ Heutigen meine aufrichtigsten Glückwüni«

zusprechen. Sie besteigen den Stuhl bes ^ . Albert in ernster entscheidungsvoller Zen, , W Z tz, gesamte Bevölkerung der Erzdiözese unterschieos ^ Rufe unseres geliebten Kaisers folgend, ihre v ^ dische Pflicht in Einmütigkeit erfüllt GoU ^ Ihrer Arbeit seinen Segen zum Wohle der Oivs des Vaterlandes

heilig.

st».

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Die Landtagsersatzwahl für Dr. Frank.

W. T.-B. Karlsruhe, 23. Sept. (Nichtamtlich.)

satzwabl für den in Lothringer, gefallenen Abgeor ^ ^

den 41. Wahlkreis zur Zweiten Kammer der Stano ' ^ sei ' /rns fönrmfcm. den 10. ^

anwalt Dr. Frank, ist auf Sonntag, den 10. gesetzt worden. ^ j, e ü

Entlassung aller ausländischen Erzieherinnen B {

deutschen Höfen. Psn-

# Berlin, 24. Sept. (Eig. Drahtbericht) Kw- a dosB. T." aus zuverlässiger O.uelle erfährt,, I königlichen und fürstlichen Höfei. die auslänelscy rinnen entlassen worden. . > $ e

W- T.-B. Straßburg i. Elf., 23. Sept.^Nich^^^,

dieStraßb. Post" melder, ist der ,

Immer- Mctzeral von den Franzosen wreo ^

lassen worden. , r - j-, ; "Jxfi

W- T.-B. Wien, 24. Sept. (Nichtamtlwl^ Franz Joseph hat den Orden der Eisernen $

Klasse dem General der Infanterie Svetoo ^

bin in Anerkennung der siegreichen Führung verliehen.