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teliatowr Tagblaü.

Verlag Langgasse 31 - - a»i^A*hA« »*. muo.&b.

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..Tagblatt'Haus"

^ölle geöffnet von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abend».

wöchentlich

Mr beide Ausqaben: 70 Pig^ monatlidi, SOI. 2.- vi-rt-ljährlich durch den Verlag ErfiXV.-1' ahne Bringerlodn M S. vierleljälirlich durch alle deulschen Pdstaustalte,!. ausschließlich

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^bitellael»' 4 «nngenooii. vx. ö. mencijaonm) ourm aue oeun ^rärnio' 10 ^ - Bestellungen nehmen außerdem entgegen: in S

mttüV*' die Ausgabestellen in allen Teilen der Ätadt; t

Wiesbaden die Zweigstelle Bis­in Biebrich: die dortigen Aus-

8 19, Sonne die Ausgabestellen in allen Teilen der Ztadt: in Biebrich: die dortigen Aus- cu und in den benachbarten Landorten und im Rheingau die betreffenden Tagblatt-Träger.

12 Ausgaben.

Tagblatt-Haus" Nr. 6650 - 5 ».

'Lon 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, ander Sonntags.

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L^d^L^Ab^-An^bisi-mn Berliner Schriftleitnng des Wiesbadener Tagblatts- Berlin-Wilmersdorf Güntzelstr. 66.F°rnspr.: Amttthl-nd 4o0 «. 4»,. Tagen und «Wen wird reine ^wahrbernomnnn.

twoch, 23. ZeVtember 1914.

Kbend-Ausgabe.

Nr. 444. * 62. Jahrgang.

l u^gi&gemi t ruK tH ng a

Ein bedeutender Erfolg zur Zee!

^ ^8Hfg]e Vkllzer?reA§r NM MM llieslee- Hoofe in m Grnns leisoltf.

... T n

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putsch

^ 7-8. Berlin, 21Z. Sept. Ans London

22. September amtlich gemeldet:

let..- undVreny r» wrac

b»r^"iche Anzahl Mannschaften wurde fjpr.*? berbeigeeilte englische Kriegsschiffe und "udische Dampfer gerettet.

^ dem BZolff-Bnrcatt von amtlicher Stelle wird, kann die Bestätigung derNach- ll/ ^utscherseits noch nicht erfolgen, da die ^^^ebovtc infolge der Entfernung die

leebvotc

noch nicht erstatten konnten.

W *'* fttt keteu Cuteße» wird bekannt, das; dsr 8""uenstosr am 22. September zwischen . '»o 8

Uhr früh 20 Seemeilen nordwest-

^vek van Holland ftattfand.Aboulir

'' '

'«ttä durch Torpedos getroffen. Der

badische DampferFlora" brachte 287

^nde «ach Umniden.

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I a tten

ist

eine hervorragend tapfere Tat unserer die dieser Waffe, der bekanntlich Pathfinder" schon zum Opfer

?^beboote,

der

ist.

ge-

emen

.. ganz besonderen Ehrenplatz

,[ Geschichte dieses Krieges sichert. Mit >ihz besonderer Freude vernimmt man bei diesem bedeutenden Mißerfolg der Mn«^der, den die todesmutig bis zum Hoek van tote früher an die Nordküste Englands sich 'M .. Agenden forschen kleinen deutschen Unterseeboote Meisi« gewissen" haben. Man beginnt etwas

W

der neulich erwähnten irervösen Klage - ^itlän-ders über Deutschlands

s^tfen

iaiich. Unter dem Wasser und über dem Master °°N ftrf. r- 7 e Marineluftschiffer und Flieger werden schon Uirvi~ lwren lastpnl - siabl .,nöt 'alänron^ar Geniiia-

dem Wasser und

unheimliche über dem Wasser

N

r^ren L7 V'c»vulioernl !s'chen N^Euwcken, was flotte ^bauptung 'auf st

en lassen)^ man sieht mit'glänzender Genug und bewundernder Dankbarkeit für unsere

es mit der vermessenen eng- &-vue h'-t'iuiia auf sich hat, sie hättendie deutsche weggefegt"

"Nfj Duellen

Und dabei verlogenen Engländer, daß die deut- Kreuzer. den Ä t l a n l i s chen Ozean wie hieß es doch dazu?den

Schaden ^.umchcn,.

^fferi r nöon haben unsere Geschäftsleute", dabei suAii.s!? berichten, wie dieKönigsberg" den hnv ^ oor ©an.fi'ünr (5?rrfrrf»Ti: fiir seine Melden-'

oor Sansibar zum Entgelt für seine Helden und an dem alten Vermessungskahn

L "we" ü «ui uno an oem arien ^erinenuuin^"Ul" 5kr>N tur ^üstäudig zerstört hat, wie dieEmden" auf 0n ^t<!n h Gn Streifzug ein englisches Schiff nach dem

».:«m §v.^i!sängt. Wenn das die Tätigkeit einer .^ueggefegten deutschen Flotte" ist, dann

^ ^ T iP-f^nv»f/%YYP Inm

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r sedenfalls damit zufrieden sein.

^ -and ist unserer Unterseeboote am Hoek van y lD i. e gesagt, ein ganz bedeutender; Engländern gehörig in die Glieder S ^ Panzerkreuzer

Wir können nun also den gestern aufgestellten Vergleich zwischen den bisherrgen Verlusten der englischen Flotte soweit sie b ekannt gewor­den sind und denen der deutsche n Flotte (me f e st stehen und bei denen nichts verheimlicht rst) m

r nicht unerfreulicher Weise ergänzen und verbessern. Nach der in der gestrigen Abendausgabe autgestellten StaMik betrugen die einigermaßen feststehenden Ge­samtverluste an Rauminhalt an Kriegsschiffen brs dahm auf emstischer Seite zusammen 37 690 Tonnen, auf deutscher Seite zusammen 18 596 Tonnen, so daß der englische Verlust mindestens doppelt so groß war als der unsrige. Zählt man jetzt die 36 600 Tonnen für die drei vernichteten PanzerkreuzerAboukrr , Hogue" undCressy" dazu, so ergibt sich: bisher Gesamtverlnst auf englischer Seite 7429« Tonnen, Gesamtverlnst auf deutscher Seite 18 a«6 sonnen. Der englische Verlust ist also genau viermal so g r o ß als !der deuffche!

Es wird aber noch besser kommen; das ist unsere frohe und feste Zuversicht zu unserer schnerdigen See- w e h r, die den Ruhmestaten unseres unverglerchlrch tapferen Lan d Heeres und unserer so todesmutigen und erfolgreichen L u f t fahrwasfen nicht um enr Haaresbreit nachstehen wird.

Die amtliche Destätigung.

8- Berlin, 23. Sept. (Erg. Drahtbericht) Ktr. Bln. Die Vernichtung der drei englischen Kreuzer wird so­eben durch folgendes Telegramm bestätigt:

IV. T.-B. Berlin, 23. Sept. Das deutsche Unterseeboot17 9" hat am Morgen des 22. September, etwa 20 Seemeilen nordwestlich Hoek van Holland, die drei englischen Panzer­kreuzerAboukir",Hogue" undCressy" zum Sinken gebracht. Stellvertretender Chef des Admiralstabs B e h n k e.

Ein einzelnes Unterseeboot versenkt die drei Panzerkreuzer!

Wir sind in der Lage, über die Einzelheiten des Kampfes und des Erfolgs folgende Mitteilung zu machen: Die von eng­lischer und holländischer Seite tm Lauf des gestrigen Abends nach Berlin gelangten Nachrichten über die Berfenkung der drei englischen Panzerkreuzer durch deutsche Unterseeboote hat sich erfreulicherweise bewahrheitet. Seit heute früh liegt in Berlin die amtliche Nachricht vor. Darin wird aber nicht nur die erste Nachricht bestätigt, sondern sie erscheint in noch b e - deutungsvollerem Licht, denn auf Grund dieses amt­lichen Berichts darf nunmehr als feststehend angesehen werden, daß' n u r c i n e i n z i g e s B o o t,II 9", die kühne Tat voll­bracht hat. Icach den von englischer Seite bezw. von den Über­lebenden kommenden Angaben sind zirka drei Viertel dieser Besatzung, als o zus ammen 16 00 Mann,ums Leben ge­kommen. Nach denselben Berichten Überlebender sollten allerdings fünf deutsche Unterseeboote beteiligt gewesen und zwei davon vernichtet worden sein. Tatsächlich treffen diese Angaben nicht zu. Es war in Wirklichkeit nur ein deutsches Unterseeboot, eben das BootII 9", beteiligt. Ein merkwürdi- ger Zufall will es, datz das englische Unterseeboot, das neulich unsereHeia" versenkte,E 9" heißt.

Zum Untergang desPathfindcr".

8 . Berlin, 28. Sept. (Eig. Drahtbericht) Ktr. Bln. Wre jetzt amtlich bestätigt wird, ist das englische Kriegs­schiffPathfinder" nicht durch eine Mine, sondern durch ein deutsches Unterseeboot am 5. September in den Grund gebohrt worden. Es war das BotII 21 , und es kann erfreulicherweise mitgeteitt werden, daß auch dieses Boot völlig unversehrt in die Heimat zurückgekehrt ist.

Was die Engländer der Strcifzug desEmden" kostet.

/X Mailand, 23. Sept. (Eig. Drahtbericht) Ktr. Bln. Nach einer Meldung desDaily Telegraph" aus Kalkutta hat der KreuzerEmden" dem Lande und der Schiffahrt nn Golf von Bengalen einen Schaden von 18 Millionen zugefügt.

Die -rcnestcHeldentat" der französischen Flotte!

IV. 1.-B. Österreichisches Kriegspresscquarticr, 23. Sept. Eine neue Heldentat der französischen Flotte wirft ein eigen­tümliches Licht auf dieritterliche" Art der ftanzösischen See­bären. Wie heute im Kriegspressequaytier bekannt wurde, statteten am 19. September mehrere, von Malta kommende französische Torpedoboote dem 60 Kilometer von der adriati­schen Küste gelegenen I n s e l ch e n P e l i g o s a einen Be­such ab. Auf der Insel befindet sich ein L e u ch t t u r m, der alle 30 Sekunden durch ein weißes und durch ein Blinkfeuer die Schiffe vor Gefahren warnte. Die einzigen Bewohner sind der Wärter mit Frau und Kindern, die ab und zu von der Dalmatischen Küste mit Lebensmitteln ver­sehen werden. Das Regenwasser wird in einer großen Zisterne gesammelt. Die Franzosen rissen die schwarzgelbe Fahne ab, zerstörten den Leuch tapp a rat und dre Zisterne, nahmen der Wächterfamilie allen Proviant und alle W ä sch e weg und dampften dann wieder ab, ohne Rücklicht auf den Kummer der jetzt der Not preisgegebcnen Leute.

auf einmal!

n e§ k v V a n_. ..

(Ätet sich n i ch t um aeschützte und kleinere

!o°°r unsereMainz",Maadebnrg",Köln",

ivsP ,er fteits ta&ne " undHela", sondern um große in? ^be, w ~ drei Panzerkreuzer auf einmal!, r h PK, t ur die Engländer eine durchaus nicht ö ^ e : fio t e Schwächung ihrer Nordseestreit- b ihnen ein Menetekel sein!

Vkfa; Np Panzerkreuzer sind drei Schwester-

log^hören einer Klasse an; sie sind in den .- 9 1900 gebaut und haben se 12 200

-en Panzerkreuzer j>!uq / einer Klaff

ctt? nrte n SViott e, to - 1900 gebaut und haben se 12 200 brib^serp'gg-^devdrüngung: sie sind^also etwas größer

mEerdings moderneren und stärker armierten

ii'pe'Ez.erGneisenau" bezw.Scharn- ^sh-Qc.b00 Tonnen aus dem Jahre 1906. Die

w

von

"s^cchante"

71*1 hat

der nun Euryalus"

nur

und

noch die ,Sutles"

andere

übrig-

ztvölseine, Bestückung von zwei 23.4-Zenti- 'Zentimeter-, zwölf 7,6-Zentimeter- und

Trd u-^er-Geschützen

bestärken und 765

sowie

Mann

Maschinen von Besatzung.

v y "

Die Besatzung des17 9", die Mann für Mann an dieser Heldentat sich beteiligt hat, beträgt ca. 2 0 Mann Fhre sämtlichen Namen sollen amtlick) bekannt gegeben wer­den. Der K o m m a n d a n t des Bootes ist Kapitänleutnant Otto W e d d i g e n aus Herford i. W., der Sohn eines dortigen Fabrikanten. Er ist am 16. September 1882 ge­boren. Er trat tm Frühjahr 1901 in die Marine ein und ist tu den letzten Jahren als Unterseebootsoffizier bezw. Kom. Mandant sowie als Flaggleutnant bei einer Unterseebouts^ flottille verwendet gewesen. Er besitzt die Rettungsmedaille am Bande.

Der Ikampf.

Der Hergang dieser braven Seemannstat wird wir folgt geschildert: Der erste Angriff erfolgte auf die

A b o u k i r" um 6 Uhr früh bei hellem klaren Wetter. Das Schiff ging in fünf Mittuten unter. Die beiden anderen Schiffe, die sich zunächst an d»m Rettungswerk derAboukir"- Mannschaft beteiligt hatten, wurden zwischen 6 und 8 Uhr versenkt. DieHogue" wurde nach derAboukir" getroffen und sank in drei Minuten. DieCressy" wurde kurz vor 8 Uhr beschossen. Das deutsche Unterseeboot und seine Bemannung sind unversehrt.

Ein englischer Bericht über die Rümpfe in den letzten Wochen in Nordfrernkreich.

Lawinen gleich" dringen die Deutschen vor.

IV T.-B. Berlin, 23. Söpt. DieTime s" ver­öffentlicht aus S o i s s o n s vom 19. September einen anschaulichen Bericht über die Kampfe rn den letzten

Wochen. Ter Bericht

enthüllt die furchtbare, schwere Lage der Engländer und Fran­zosen und gibt die entsetzlichen Verluste zu, die unsere meisterlich operierende Artlllerre rhncn zn- acfügt hat. Der Kampf war im wesentlichen cm Ar- tillcricduell, welches das ganze Flusstal,zu einer Hotte machte. Sehr wirksam erwiesen sich dre deutschen Scheinwerfer, welche der Artillerie die feindlichen Befestigungen verrieten. Die ganze Nacht ans den 14. September fiel ein Granatenregen über d,e Verbündeten. Am Montag bcschost die deutschelr- tilleric die Höhen. An vielen Stellen musste der Fc,nd rnrück Fetzt erst begriffen die Verbündeten, daß ire sich täuschten, als sie in dem neuen Kampfe ent deutsches Rückzugsmanövcr vermuteten. Der Beriet schildert die ausgezeichnete Verschailzung der Deutsche n. Ohne die Aufklärung der F l i e g e r hätten die Verbündeten nicht die Stellungen der deut­schen Kanonen sestzustellcn vermocht. Die mangelhaftc O>rientieruna machte die Lage der Verbivideten beson­ders schrecklich. Bis Donnerstag dauerte der Kampf fast nnnnterbrochen fort. In der Mittwochnacht ge­staltete sich der Angriff besonders entsetzlich. Lange Eiscnbahnzüge Schwerperwnndeter legen davon Zeug­nis ab. La w i n c n g l c i ch stürzen die Deutichen auf den Feind, nnanfhaltsam und mit voller Todesverachtung. Erfahrene Soldaten erklär­ten bei den Operationen an der Aisne bewahrten sich die Soldaten des Kaisers als Meister der Kriegskunst. Ein französischer Verwundeter bekannte, dasi er wah­rend dieser Kämpfe die furchtbarsten Stunden ver- sii-nckst habe Der Berichterstatter gibt em packendes B i l d des S ch l a ch t f e l d e s: Während dies«:. Tage nconeie es, schweres Gewölk pcrdunkclte den Himmel, Flieger umkreisten das Schlachtfeld, über weilcnwcitcn Fronten hörte man Kanonendonner, Granaten krepier­ten mit auiomatischer Regelmäßigkeit, Truppen ziehen hin und her, der Boden ist mit Toten besät, die, tu« mit Pferdelcichen und zerbrochenen Krregs- oeräten einen schrecklichen Anblick gewähren und über den in ihren Erdlöchern nicht ganz verborgenen Leuten platzen unanfhörlich die Granaten.

Die Todesverachtung der Deutschen.

Kopenhagcu, 21. Sept. D«s Reuterbureau meldet aus Paris: Ein französischer Hauptmann, der in den Kämpfen