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Nesbsdkmr TmtilK

g 4rt ^lag Ltmgsaffe 21 Wöchentlich 12 Ausgaben.T°gbl°.tI«s- Rr.es50-53. _

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Tagblatt »HauS" Nr. 6650-53.

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^»twoch, 25 . September 1914.

Morgen- Kusgabe.

Kr. 445 o 62 . Jahrgang,

i

Zwischen CDtfe und MaaZ.

. kBon unserem militärischen Mitarbeiter.)

Kriegs dem Sturnr so möchte man die jetzige ^rmzeichnen. Nach den letzten amtlichen !cheiä^^" es nicht zweifelhaft sein, daß die Ent- nuno n E^ittelbar bevorsteht. Mit großer Span- ^altivs'n auf neue Meldungen von dem ge-

ai,f J^trigert, das sich zwischen Oise und Marne

fünf w-ortt von über 200 Kilometer abspielt, wo ^Uen, Armeen in wochenlangem Kampfe mit bwxjss/^dieren, sich hartnäckig verteidigenden Gegner ai !ftoJrr n llnd da mag wohl öfters die Frage

^idn,?o^..^^Halb es so lange dauert, dis die Ent-

den letzten Nachrichten un- toffeiTT ^^^orging, öqb die Lage für die deutschen Noch günstig stand. Viele denken immer

ftrWp! 1 u Verhältnisse des letzten großen deutschen Ents^s.dom Jahre 1870/71, wo an einem Tage die Ichi^,^. dungsschlachten von Gravelotte und Sedan ent- ietzj N Ende geführt wurden. Gerade aber in dem die zwischen Paris und Verdun liegen

dnltmsse so, haß die Entscheidung erst nach 5 o t Ir, P 1 ' nhe m R i n g e n und schrittweisem ^artsarbeiten erkär '

nachdem aus ^Qffpv, r 4 ^rvorging, daß

li

Di- V u r 0 e 11 e n erkämpft werden kann.

-4f ^ »^anzosen stützen sich mit ihren beiden Flügeln besten b n u ng e n und b e f e st i g t e Linien, im i>er Paris, im Osten auf die Befestigungen

s (j. f Q a ^ und Mosel. Es ist also so gut wie a u s- lvix di!,- 1 7", ihre Flanke umfassend anzugreifen, diese,h^ deutsche Führung am liebsten tut. In

bleibt den Deutschen nur der frontale und dieser ist stets schwierig und zeit- ^enti* ~ 5 ' m ersten Teil der Kämpfe befanden sich die ^ih. Mn in der ' ' ^ ...

alle

n 0riffp s in oer Defensive und haben in dieser ! % u ,. r Franzosen siegreich abgeschlagen. Nun

^ud sm ^mar zur Offensive übergegangen, müssen - rechnen, daß die Franzosen sich die Vorteile >bx s.undes in derselben Weise nutzbar gemacht ^ ^ selbst es vorher getan haben. Mit dem ^ssenkin ' ^ dem die Franzosen einsehen, daß ihre '»riiEg s-.M'Heitert sei, und daß sie in die Defensive Hen s '® 11 seien, haben sie ihre Stellungen mit der ^ ausg e baut und verstärkt. Aus >kan->-s ^ Paris werden sie schwere Geschütze -^rtsckie " daben. Somit handelt es sich für die i>ie ? um einen frontalen Angriff gegen ' 0 »b ert bereitete und ausqebaute Stellung. Dieser er

viel

?l?K^hen

-'.M,

^ten

Sflte n

® 5 entwickelten sich daraus eine Anzahl von festes. !.unasgefechten, die naturgemäß viel M, Erliefen. Und wo die Front sich hartnäckig T die U m f a s s u n g, um den frontalen CZ (tP brechen.

1% 7 ftl i° ui der jetzigen Schlacht eine ganz natür-

ch>n h2-der deutsche Angriff nur sehr lang- cf, n ,Quarts geht und daß die Entscheidung ct) * gefallen ist. Die Öffentlichkeit muß sich

4^^gehe^ er kann nur schrittweise vor

Ätie.

^uch ^ gründlicher Vorbereitung durch die Gegensatz dazu standen die Kämpfe im e des Feldzuges, als beide Teile offensiv 1-s entwickelten sich daraus

ben nassemischen Regimentern nach Frankreich.

ui.

Nach Belgien.

_ (J| . , -Q...... um 4 Uhr vollzog sich der

^ der schönen Stadt Luxemburg in Richtung auf w ^ G?r> Unterwegs ließ Prinz Karl von Hessen,

dj^°rsch'^August früh morgens

?°"ts's^"^alleutnant und Chef'des Jnfanterie/Regi- selbst führt, die Nachricht weiter geben ^ den Sieg bei Metz. Von fern her hörte man die dis e§ bas begeisterte Hurrarufen unserer Sol» Kolon» dch über die eigene Truppe hinweg in den hin- Ä'ddpe in" verlor. Allmählich merkte man, wie einen großen Verband eingegliedert ist, denn

?°°bst

"Üos

hohx^ben Quartieren ward immer beschränkter, .^dbett beo, ^Margen müssen sich mit einem einfachen Cn§ Biwak 1

>t.

müsse Die berittenen

Truppen müssen

findet Platzmangels beziehen, nur die In

noch e mtJ

" derlp^ der

Unterschlupf in den großen äxf Zweite Marschtag noch im Luxemburger

°dne kriegerische Zwischenfälle. Am

dritten

skix:»°>e belehr, es bei Martelingen (Martelange)

!m: c Uns Grenze. Erst auf diesem Kriegsmarsche '? i°bt k'lung erste so Heiß ersehnte Feldpost. Durch

l?>io° . dekanüt ./ /?eneralquartiermeisters von Stein ist es

-w* - beiöifrf, 2 eI,t eS bei Martelingen uns 2 hGrenze.

^ung des w ^

-könnt ^ Gener ^eshaw t

!til.5°!t aot^!?duhalten. Auf jeden Fall ruft die Nachricht,

. "eiannt ü' ^"^iu.quarriermel,

^UhkOerZögoxt y, e^halb die Zustellung von Postsachen sich so »m, U ort., uat. Es geschah, um den Aufmarsch unserer

Uei-»/ 8ekown>°h i'7'n, v uu - «c »iuu,i.nv*,

u , 3 Ijerbnr n bei allen Soldaten stets jubelnde Be- ' und in recht beträchtlichen Stöße» ge-

in Geduld fassen. Gänzlich falsch wäre es aber, aus dieser Tatsache etwa ungünstige Schlüsse zu ziehen^ Im Gegenteil, man kann sich nur auf die letzten amtlichen Mitteilungen berufen, und diese lassen nur den Schluß zu, daß die Lage für die deutschen Truppen durchaus günstig ist. Es steht fest, daß alle Versuche der Franzosen, in die deutsche Stellung einzudringen, ab­geschlagen sind, wobei die Franzosen zum Teil sehr er­hebliche Verluste erlitten haben) es ist ferner unbe­stritten, daß an verschiedenen Stellen der ausgedehn­ten Schlachtftont die deutsche Offensive beträcht­liche Vorteile erzielt hat.

Diese für die deutschen Wassen günstige Lage spiegelt sich auch in den Berichten und Angaben der auswärtigen Blätter wider. Schon gestern hatten wir deren einige anführen können, auch heute liegen wieder ähnliche Auslassungen vor. Kein einziges, auch kein französisches Blatt kann von einem wirklichen Er­folg berichten. Dies bestätigt also in vollem Umfange die Angaben unseres Generalstabes. Hätten die Fran­zosen den geringsten tatsächlichen Erfolg gehabt, so würden sie ihn schon gehörig v e r g r ö ß e r t und aller Welt verkündet haben. Das Ausbleiben jeder Siegesmeldung in den ausländischen Blattern ist für uns ein s e h r g ü n st i g e s Z e i ch e n.

Nach der taktischer» und strategischen Lage kann die Entscheidung nicht so schnell fallen, wie man es wohl wünschen möchte. Jedenfalls können wir aber g e - t r o ft und zu v c r s i ch tI i ch der weiteren Entwicklung der Kämpfe entgegensetzen und voller Siegesz.uversicht sein. ________ v. S.

Die Beschießung von Reims.

'M. Genf, 22. Sept. Die durch dis Kathedrale von Reims gedeckten französischen Batterien sollten, Pariser Meldungen zufolge, für den entscheidenden Moment anfgespart werden. Das ungestüme deutsche Vorgehen veranlaßte sie jedoch zum Feuern. Dadurch wurde das Bombardement allgeniein. Die Fassade der Kathedrale hat etwas gelitten. Das Stadthaus ist teilweise zerstört.

Die heftigen Kämpfe bei Chllteau-Thiery.

A Rotterdam, 22. Sept. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Der Berichterstatter derDaily News" meldet aus Ehnteau-Dhiery, daß der heftigste Kampf des Krieges während der letzten Tage geliefert wurde und Tag und Nacht unaufhörlich Angriffe stattfanden. Die deutsche Artillerie bestimmte die Schuß-weite sehr ge­nau. Am Freitag platzte eine Granate im eng­lischen Hauptquartier, die große Verwirrung verursachte. Der englische Stab kam jedoch mit dem Leben davon. Die Deutschen haben ihre schwersten Ge­schütze, darunter 4 Kanonen von 30 Zentimeter, auf den Hügeln an ihrem rechten Flügel aufgestellt. Die Ver­bündeten konnten nur um den Preis entsetzlicher Ver­luste Fortschritte machen. Das Feuer gegen die Schanzen war öfters so heftig, daß es -unmöglich war, Tote und Verwundete fortzuschaffen.

Die deutschen Stellungen.

. Rom, 22.^ Sept. Wie dieTribuna" ans Rom meldet, dürfte die Schlacht noch einige Tage dauern.

langte auch die Post zur Verteilung. Bereits um 12 Uhr mittags waren die Quartiermacher vorgezogen worden, um in den nächsten belgischen Orten Quartier für die nach­folgenden Truppen zu machen. Mit etwas gemischten Ge­fühlen rückte unsere Truppe in dieses erste belgische Quartier ein, hatte man doch schon in Luxemburg von den Scheußlich­keiten der belgischen Bevölkerung gehört und war das Feld- artillerie-Regiment Nr. 27 bereits zu einer Strafexpedition von Luxemburg aus ausgerückt gewesen. Der Truppe hatte sich eine gewisse Unruhe bemächtigt, zumal in der Ferne deutlich Kanonendonner zu vernehmen war und wie Kunde umging, das Schwesterartillerie-Regiment stände bereits im Kampfe. Gleichzeitig berichteten zurückkehrende Kavallerie­patrouillen, daß in L o n g I i e r die Bewohner einer Husarcnpatrouille von 40 Mann die Pferde weggeschossen, wofür die Husaren den Ort angezündet hätten. Wir sollten auch unseres Quartiers nicht froh werden, denn gerade, als wir ins Biwak einrücken wollten, hörten wir bei den 87ern, die mit uns im Quartier liegen sollten, das Alarmsignal welches alsbald von unseren Trompetern ausgenommen wurde. Die 87er rückten denn auch ab und unsere Haubihen- abteilung folgte bald darauf im schlanken Trabe. Als wir die erste Höhe überschritten hatten, erblickten wir in der Tiefe ein brennendes Dorf. Es war ein eigenartiger Anblick, zum erstenmal ein ganzes brennendes Dorf zu sehen und in der Ferne das Geknatter der Jnfanteriegeschosse und den Don­ner der Kanonen zu hören. Im schlanken Trabe ging es durch das brennende Dorf, ein Unterfangen, das nicht so ganz einfach war, weil die Pferde vor den brennenden Häu­sern, dem zusammcnstürzenden Gemäuer und dem starken Qualm aus den brennenden Scheunen zurückscheuten. Aus diesem Wege begegneten uns auch die ersten verwundeten Soldaten. Unsere Abteilung gelangte ziemlich ungefährdet in eine verdeckte Stellung und griff mit Erfolg in den Kampf

Die Verluste auf Leihen Seiten seien bisher sehr groß gewesen. Die Deutschen hätten auf ben Höhen Schanz grüben angelegt und diese durch Baum­stämme, Maucrwerk und Drahtgeflechte stark befestigen können. Außerdem ^hätten die Deutschen ihre Batterien dank ihrer Geschicklichkeit und der Gunst des Weich­bodens so zu verstecken verinocht, daß sie selbst in Abständen von zlvei Kilometer nicht wahrnchmbar seien. Die Franzosen und Engländer hätten häufig Frontangriffe machen müssen, die für sie verhängnis­voll gewesen seien.

DerCorriere della Sera" sogar lobt die Haltung der Deutschen.

. Rom, 22. Sept. B a r z i rt i schildert im Corriere della Sera" seine Eindrücke ans dem Schlachi- felde an der Marne: Während die Franzosen, sagt er, noch im Tode den Eindruck ungezügelten Vorwärtsstünnens machen, bilden die deutschen Leichen das Bild der Ordnung und Disziplin. Die deutsche Armee ist zürückgegangen, aber nicht be­siegt. Sie mußte sich vor der Übermacht zurückziehen. Aber es war keine Verwirrung, sondern nur eine Losmachuug. Gowiß mußten die Deutschen da und dort Verwundete in den Händen der Feinde lassen, aber das deutsche Heer in seinem Kern blieb völlig intakt.

Die englisch-französische Darstellung.

A Haag, 22. Sept. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Der Korrespondent desDaily Chronicle" bezeichnet es als uner­klärlich, daß bei dem schnellen Vorrücken der Deutschen an­fangs September in Reims k e i w W i d e r st a n b geleistet wurde, nm so mehr, als Reims als eine der stärksten Stellun­gen Frankreichs anzusehen sei. Hätte Reims Widerstand ge­leistet, wäre der Aufmarsch nach Süden, ,we»n nicht unmöglich, so doch gefährlich gewesen, ko daß' er WermMch unterblieben wäre. Die französische Erklärung, nran habe ein Bombarde­ment vermeiden wollen, läßt der Korrespondent nicht gelten; er verlangt vielmehr eine kriegsgerichtliche Unter­suchung über die Umstände, unter denen die Übergabe von Reims erfolgte. Ein Telegramm vom Sonntag meldet, die Franzosen und Engländer stehen infolge des anhaltenden Regens in den Laufgräben bis an den Nabel im Wasser. DieEvening News" meldet von der Kathedrale in Reims noch: Französische Ärzte retteten nnt Mühe die deutschen Ver­wundeten, die im Dom lagen. Die Bevölkerung nahm gegen die Verwundeten eine drohende Haltung an. Priester be­ruhigten sie aber. Der Dom sei jetzt nur ein Gerippe von schwarzen Mauern. Der Korrespondent behauptet ver- leümderischevweise, die Deutschen hätten seit Sonntagmorgeu von dem Hügel bei Nogent l'Abesse absichtlich ans den Dom gezielt. Die französische Regierung hat wegen der Beschießung von Reims bei den Mächten einen Protest etn- gelegt. Ihre Beschwerde lautet: Ohne den Schein der mili­tärischen Notwendigkeit anführen zu können, haben deutsche Truppen aus reiner Zerstörungssucht den Dom von Reims planmäßig heftig bombardiert. Augenblicklich ist die berühmte Hauptkirche eine Ruine. Es ist die Pflicht der srangöfischen Regierung, diese abscheuliche Tat des Vandalismus, der da­durch, daß er ein Heiligtum unserer Geschichte dem Feuer übergab und die Menschheit eines unvergleichlichen künstleri­schen Erbteils beraubte, der allgemeinen Entrüstung zu über- gchen. Gez. D e l c a s s 6.

r. .. . . . II I .. L j -MMUHa S

ein, der bald darauf zugunsten der deutschen Waffen entschie­den war. Von der Beobachtungsstelle aus konnten wir sehen, wie die Franzosen vielfach in Gruppen sich gefangen nehmen ließen. Beim Herannahen der Infanterie hoben sie die Hände hoch und begaben sich dann willig ohne Waffen nach dem rückwärtigen Platze, wo die Gefangenen gesammelt wur­den. In diesem Gefecht sahen wir zum erstenmal unseren französischen Gegner. Wir hatten allgemein geglaubt, die Franzosen würden in feldgrauer Uniform erscheinen, und waren sehr erstaunt, als wir sie noch in der historischen Uni­form von 1870 vorfanden. Die Infanterie trug die langen roten Hosen, darüber den bekannten langen blauen Rock. Die raten Hosen bildeten ein weithin sichtbares und leuchtendes Ztelfeld. Wir waren um so mehr erstaunt, die Soldaten in dieser Uniform vorzufinden, zumal die Nummer der Regi­menter ergab, daß wir es mit der Elitctruppe der franzö­sischen Armee zu tun hatten. Die Gefangenen waren zum größten Teil kleine und schmächtige Gestalten, über die unsere deutschen Soldaten um Haupteslänge hinwegragtcn. Außer der Unzweckmäßigkeit in der Farbe erwies sich auch die französische Uniform im übrigen als sehr schlecht. Die Uniformen sahen zum größten Teil aus, als hätten sie schon einen langen Feldzug mitgemacht. Das Schuhzeug fast sämt­licher Gefangenen war ganz miserabel und erweckte stets ein mitleidiges Lächeln bei unseren Soldaten. Auch die Tor» nister waren zum größten Teil schlecht und sicher nicht so zweckmäßig eingerichtet wie die deutschen. Was sich bei den Franzosen als gut erwies, war die Pferdeausrüstung. Das Leder war von hervorragender Qualität. Die Pferdeaus- rüstung bei der ffanzösischen Artillerie macht für unsere Be­griffe einen etwas zigeunermäßigen Eindruck, und dieses Aussehen wird noch verstärkt durch die Struppigkeit der Pferde. Die meisten französischen Pferde, die wir zu scheu bekamen, waren hager und vieyach sehr schlecht genährt^