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wöchentlich

Verlag Langgasse 21

«am».* c. » „Taxbla!t-Ha«s".

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die Morgen-Ausg'Ä's Udr^ackmittao^ Berliner Schriftleitung des Wicsb. Tagblatts

dl

12 Ausgaben.

Fernruf:

„Tazblatt-Haus" Nr. 6850-53.

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^nstag 22 . Savtambar IYI 4 .

Kbend-Kusgabe.

Nr. 442. . 62 , Jahrgang.

I siegreiches Vordringen in der Riesenschlacht

^ntdmahien.

®t i t 130,1 Tvul wurden französische Truppen W v ^ ou Artlttcriefcuer überrasch t.

r ^ eu ianden gestern auf dem französischen ^ ^uplatze keine grösseren Kämpfe statt.

"gien und im Osten ist die Lage unverändert.

^ Der neueste Kriegsbericht.

Hitivr* 5 ' ® r 0 e s Hauptquartier, 22. Sept. Itu' den Kämpfen um Reims wurden die

.^llsartigen Höhen von Craonell erobert n Vor^chxn gegen das brennende Reims r J8 c t fj e tt i u 1 11 e genommen. Der Angriff e ,^berrfortslinie südlich Verdun >», liegreich den Ostrand der vorgelagerten, 8. Armeekorps verteidigten Cüte

^ Ausfall

aus der Nordostfront von Verdun

\\\ p ..

Berlin, 22. Sept. Zum Übergang der . Knippen im Westen aus der Defensive in die :n ^ar- \ e schreibt der militärische Sachvcr- -.öp ^ Berliner „Morgenpost", daß der Angriff f v schwierig sei, denn es sei ein

'rontaler ~

l.i;* 1 Ein hn. “ * t 1 oi um vi yi'Hdi emt: um

S» ?? Kun st und der T e ch n i k befestigte \en' „5 noch an einzelnen Punkten durch Befesti- ^gs.schert ist. Ein solcher Angriff könne nur iej vorwärts gehen, aber er gehe vorwärts,

Kampf gegen eine mit allen

Feld-

Hemptsache.

Defchietzung won Helms.

Berlin, 22. Sept. Daß die

^"lin, 22. Sept. Daß die Kathedrale , , lieh » Granatfeuer kam, veranlaßt den „23. L.-A." fest- j ? Astf.Ä französische Geschütze vor der Kathe- W„ Uurt 9 genommen und ihrerseits zu feuern be- jfi* . Daß sie dadurch das deutsche Artillcriefeuer

Nnd das

% mußten, versteht sich von"selbst.

^ ^ sinkst 3 chnen Äs Deckung dienende Gottes-

-st Ä?'"fcrdam

->e

»!.

^ -'Mmt. -, 22 - Sept. (Eig. Drahtbericht) Ktr. Bln.

des „Neuen Rotterdamschen Courant" be- fcwng vebrale. Das Gebäude hatte zwar durch die Be- ' Dkst ^si aber als architektonisches Ganze nach

'^vem^^^rlatenhagel dauert an. '^'vNSNews"

in-

Der Berichterstatter in Reims meldet: Um 4y z Uhr fing

fl, -- ... „.tun® mu„u. -»m i-yg |Hiy

C E ftürzf„ ön der O ft f c i t c Feuer und brennende Holz­ig nT*** ba§ Dach- -

. Sen.

dl'

. -...... Französische Ärzte retteten mit

^ verwundete Deutsch e, die in der Kathe-

’p ®nfeticu der antideutsch

cn Hetze im Ausland.

S ^ Clte § r?; ? cc, ’ n , 22 Sept. Dein „B. T." wird aus Nom arjs^'n,etzen der ^/°'ungsworß

von Reims in Brand schössen. Die französische slstu- x * bereits einen entrüsteten Protest gegen den ^'^chges tzt putschen Raserei und die Preßhetze hat es

c, antideutschen Presse signalisiert, auf

Bedras ^langswort, daß die Deutschen zum Vergnügen

K'> a

h

daß

S übe:

die römische Kunstakademie bei der hat ^aalen Künstlervereinigung pro- »B. T." bemerkt zu dieser Meldung: Nach l im ^ Vorgang auch aus neutraler aus ^düngen haben die Franzosen

^dex Nähe der Kathedrale in den

Quelle durch ihr

, l- bei t ,fren : dadurch entstand ein Artillerie- l» ^ de» po? 3 lötder Beschädigungen der Kathedrale trotz > kutsche beobachtenden S ch o n u n g sich nicht

<8 „.Nfo 0 * - ‘ ‘

ern

dvst S den

üeßen. Die ganze Welt wünscht und hofft '"Sen "stlcht und hofft das gesamte deutsche Volk) daß x- Be ' dei dem Brand von Reims das herrliche r Baukunst zu schützen.

S über das Schicksal von Paris.

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'Vj § tll Ug j,' - Sept. Ministerpräsident Bi Viani ist

foor 0 Piw m- . ... ..• . rv __

Sekretärs en und

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in

Etienne vor wenigen Tagen Hte'üni* 1 uno Hütte mit General Gallieni eine S t a x ^rredung, die der Frage galt, ob Paris als

, dt , _

, 5ii c J° UE Zurück.'

S ^ einer

«ke^dutnti^ x^Sept. (Auf Umwegen.) Der Mißerfolg

^ordecnf^ Erklären sei oder nicht. Dann reiste

Arbeitcrrcvolution in Paris.

kf."

der Ueral

.^dertersyndikatsführer beim komman- c n g lt t l ihrer Bitte, er möge Paris zur ilSe Sw,* 0 . ^ erklären, hat in den Kreisen der ^ ber^j^chaft große Empörung herllorgerufen. '" Und J 311 ^ Ulische Kundgebungen gegen Xi Regierung ftattgefunden. Der Aus­

bruch einer Arbeiterrevolution ist auf die Nachricht vom Heran nahen der Deutschen hin täglich zu erwarten.

Die französischen Knleiheversuche in Kmerikra gescheitert!

W- T.-B. Stockholm, 21. Sept. (Amtlich.) Ein Lon­doner Telegramm an das „Stockholms Dagblad" teilt mit, das« die französischen Aulciheversuchc in Amerika endgültit, gescheitert sind, da die amerikanische Regierung ihre Zustim­mung verweigerte. Frankreich soll Ersatz in London suchen.

Aus der französischen Lügenfabrik.

O Rom, 22. Sept. (Eig. Drahtbericht) Ktr. Bln. Das Pariser „Journal" hat die Stirn, zu behaupten, daß das deutsche Heer Abteilungen von Zuchthäuslern mit sich führt, die in Uniform gesteckt sind und Befehl haben, franzö­sische Dörfer wie Täler und Klöster mit Benzin zu be­gießen und anzuzünden. Das „Journal" fügt hinzu, daß deutsche Kommandeure das Weinen und Flehen der armen Bevölkerung mit höhnischem Grinsen zu beantworten pflegten.

tzlcncral Bataille f.

Bordeaux, 18. Sept. Der „Temps" meldet den Tod des Generals Bataille, der vor dem Feind gefallen ist.

Zur angeblichen Erschießung Bödrincs.

W. T.-B- Christiania, 21. Sept. (Nichtamtlich.) _ Der tm „Aftenposten" veröffentlichte Brief über die Erschießung des französischen Fliegers Vgdrines wird hier mit größ­tem Vorbehalt behandelt, da die hiesige Redaktion nie den Brief gesehen hat und selbst seine Echtheit anzweifelt.

Erleichterungen für die Bürger Lüttichs.

b<1. Von der holländischen Grenze, lg. Sept. In Lüttich sind, wie ein Berichterstatter des „Amsterdamer Telegraaf" erfährt, einige Erleichterungen im bürgerlichen. Leben einge­treten. Die Bewohner dürfen min bis 9 Uhr auf den Straßen verkehren. Die Häuser können nachts ge­schlossen bleiben, indessen bleibt die Llufsicht auf die Maasdampfer zwischen Lüttich und Maastricht immer noch streng und die in Lüttich eintreffcnden Reisenden müssen sich eine Leibesuntersuchung gefallen lassen. (Köln. Ztg.)

Die „Provinzstadt" Paris.

hd. Rom, 20. Sept. Der Pariser Korrespondent der „Stampa" meldet: Paris hat jetzt völlig das Gepräge einer

großen stillen Provinzstadt. In den Straßen ist keiner der reichen Müßiggänger, keine Equipage zu sehen. Die Spiel­häuser, Theater und sonstigen Vergnügungsorte sind ge­schlossen. Aber auch die Apachen haben dermaßen abgenom­men, daß die Straße nie so sicher wie gegenwärtig war. Alle Luxusgeschäfte sind geschlossen, nur Lüden mit Lebens- Mitteln und täglichen Bedarfsartikeln sind offen. Die Cafö- häuser werden abends um 8 Uhr, die Restaurants um 1 / 2 K) Uhr geschlossen. Die Restaurants sind ganz einfach gewor­den. Tischtücher und Servietten sind verschwunden und zu essen gibt es nur Kalbfleisch und Ochsenfleisch.

Kuszeichnung der Vundesfürften mit dem Eisernen Kreuz.

ZV. T.-B- Neustrelitz, 22. Sept. Die Großherzogin Eli­sabeth erhielt folgendes Telegramm ihres Sohnes, des regierenden Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz: Der

Kaiser hat mich gestern durch Verleihung des Eisernen Kreu­zes zweiter und erster Klasse ausgezeichnet in Anerkennung der ruhmreichen Leistungen meiner Mecklenburger. Herz­liche Grüße Fritz.

W- T--B- Darmstadt, 21. Sept. (Nichtamtlich.) Der Grotzherzog von Heffen, Ernst Ludwig, hat, wie die Groß­herzogliche Kabinettsdirektion mitteilt, das Eiserne Kreuz erster Klasse erhalten.

Die Tapferkeit der Mecklenburger.

W■ T.-B. Schwerin, 22. Sept. Der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin hat nachstehenden Erlaß an das Kom­mando des mecklenburgischen Kontingents gerichtet: Ich

habe während der letzten Wochen meine Truppen in zahl­reichen schweren, stets siegreichen Gefechten und auf mühe­vollen aufreibenden Märschen gesehen, bezw. mir darüber Meldung machen lassen. Ihre hervorragenden L e i st u n g e n, ihre Ta p ferkelt, Standhaftigkeit und Manneszucht haben mich mit großer Freude er­füllt. Ich spreche allen meinen Soldaten, Offizieren, Unter­offizieren und Mannschaften meinen Dank und meine höchste Anerkennung aus. Ich bin gewiß, daß meine Mecklenburger, wie bisher auch fernhin stets ihren Fahnen und ihrem Hei­matlande Ehre machen werden. — Staatsminister Langfeld erhielt eine am 20. aufgegebene Depesche des Großherzogs, die folgendermaßen lautet: Eurer Exzellenz teile ich mit,

daß der Kaiser mir anläßlich der rühmlichen Waffentaten meiner Landeskinder und meiner Teilnahme an den Opera­tionen das Eiserne Kreuz zweiter und erster Klasse zu ver­leihen geruht hat. Indem ich diese mich beglückende ehren­

volle Iluszeichnung anlege, gedenke ich mit treuer Dankbar,, keit der von meinen mecklenburgischen Truppen unter Gottes sichtbarer Hilfe vollbrachten Heldentaten. Ihre u n Li­sch rocke ne Tapferkeit ist über alles Lob er­höbe n. Friedrich Franz.

Das südafrikanische Abgeordnetenhaus lehnt die Veteiligung am Kriege ab?

W. T.-B. Berlin, 22. Sept. (Nichtamtlich.) Daß im süd­afrikanischen Abgeordnetenhaus die Llnträge auf Beteiligung am Kriege abgelehnt worden sind, will, loie die Zeitungen aus Holland melden, die „Time s" wissen.

Die Wirkung der englischen Lügen in Amerika.

In der sehr angesehenen San Franciscoer Wochenschrift „Argonaut" findet sich eine Besprechung über die Kriegs­lage, die deutlich zeigt, wie schief sogar in guten englischen Zeitschriften der Vereinigten Staaten die Itusfassung ist und wie sehr sie durch englische und französische Berichte beein­flußt wird. Der Verfasset hält die englischen und franzö­sischen Berichte für „Muster der Zurückhaltung", während die russischen Berichte fast ebenso unzuverläßlich sein sollen wie die deutschen. Am 2 9. August ist dem Schreiberlein zu­folge Lüttich noch nicht gefallen (!) und Generql Emmich hat Selbstmord begangen. Daß von Namur zwei Forts ge­fallen sind, muß irgend einen geheimen Grund haben. Siege der Serben über die Österreicher werden aufgetischt und zunr Schluß kritische Bemerkungen über Artillerie und Luftwaffe angefügt. Die Artillerie ist nach dem Bericht in diesem Kriege so schrecklich wirksam, daß es ihrem Feuer zu ver­danken ist, wenn in den Straßen von Charleroi die Leichen nicht umfielen, sondern in fürchterlicher Enge eingekeilt stehen blieben. Die Zeppeline taugen gar nichts, ein französischer Flieger ist, sich selber für das Vaterland opfernd, durch ein solches Luftschiff geflogen; sie sind „ver­wundbar vom Boden und von der Luft aus".

Die Würdigung des deutschen Anleihecrfvlgs in Österreich-Ungarn.

IV. T.-B. Wien, 21. Sept. (Nichtamtlich) Die „Montags­revue" schreibt in Besprechung des glänzeniden Erfolgs der Reichsanleihe: Der Erfolg war vorauszufehen. Das Deutsche Reich führt mit seinem bewunderungswürdigen Heer und seiner tadellosen, auf unerschütterlichen Grundlagen beruhen­den blühenden Wirtschaft kraftvoll den Krieg. Dem glän­zenden Sieg auf den Schlachtfelder^ist nun ein ebenso über­wältigender Triumph seiner Kapitalkraft zuteil ge- toorden, noch dazu in demselben Augenblick, in dem die Re­gierung des reichen Frankreich mit drei nacheinander vetr suchten Anleihen ebensoviele N i ed e'rla ge n daheim, als im Ausland erlitten hat. Die 70er Kraft des Deutschen Reichs, die, von seinem Feind ilgnoriert, ist es noch heute, wie aus allen Siegen hervorlodert. Jetzt kann man in Paris und London eine Ahnung von dem Reichtum Deutschlands bekommen.

Dis Unruhen in kiegypten.

W. T.-B. Berlin, 22. Sept. (Nichtamtlich.) Ern vom 16. September datierter Brief eines in Kairo lebenden Öster­reichers b e st ä t i g t die Meldung, daß in Kairo Unruhen ausgcbrochcn sind. Es herrscht hier schon ein großer Auf­ruhr, waS gefährlich werden kann, denn wenn die Araber den heiligen Krieg erklären, kennen sic nur Ehristen und keine Nationalitäten. Gestern wurde die Mufti- und die Ben el Sulein-Stratzc im Hauptgeschäftsvicrtel a u S ge­plündert und ausgeraubt. Englische Kavallerie kam wohl und säuberte die Straßen, aber zu spät. Es ging drunter und drüber. Es ist unmöglich, Geschäfte zu machen. Infolge des Moratoriums fällt cs den arabischen Kunden nicht ein, zu zahlen.

Die Kämpfe in den Kolonien Afrikas.

Die „Frankfurter Zeitung" meldet ans London, 21. Sept. Aus Kapstadt wird gemeldet: Die Regierung kün­digt an, daß deutsche Truppen ans Südwest zwischen Nakob und Upington ins Kapland eingedrungen sind und sich dort verschanzt haben. Man hält die deutschen Truppen für wenig zahlreich. Alle naturalisierten Deutschen in Südafrika sind eingesperr t und in Johannisburg und Bloemfontein konzentriert worden. 2lus Kapstadt sind in den letzten zwei Tagen fast 200 nach Bloemfontein abge­gangen, darunter Prinz Salm-Salm (?). Zwei deutsche Handelsschiffe von je etwa 5000 Tonnen sind in Kap­stadt beschlagnahmt worden.

cn Zürich, 22. Sept. (Eig. Drahtberichl) Ktr. Bln. Die „Neue Züricher Zeitung" verzeichnet die Meldung englischer Blätter, worin eine aus Buren, Engländern und Schwarzen bestehende Expedition den Grenzfluß Oranje überschritten und mit dem Einmarsch in D e u t s ch - S ü d w e st a f r i k a begonnen habe. Die Hereros, der kriegerische Stamm, der solange gegen Deutschland Krieg geführt, habe sich den ?ln- wückenden angeschlossen. Nach einer Reutermeldung soll eine englische Kavallerieabteilung, die eine deutsche Patrouille über