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Verlag Langgasse 21

64cit„ . „ „Tagblatt-Hsus".

“^“«'6aae geöffnet von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abend«.

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„Tagblatt-Ha»s" Nr. 6650-53.

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M * Morgen-Ausg. bis 3 Ubr nachmittags. Berliner Redaktion des Wiesbadener Tagblatts

_ . __ 4-1 Für dieAufnabme von Anzeigen an vorgeschriebenen

Berlm-Wtlmersdorf, Günhelstr. 66, Fernspr.. Amt Uhland 450 u. 4a1. Tagen und Plätzen wird keine Gewähr übernommen.

^ 9 , 21. September, vormittags. =

1914.

dar glänzende Ergebnis der Kriegsanleihe.

^StBmofen ierii ln sie MM« i(Mnt » Met Wig im SW.

„ Großes Hauptquartier, 19. Sept.

^5).

Amtlich.

lie Lage im Westen ist im

ft 0l ,j f IttE K unverändert. Auf der ganzen Schlacht- bi Ru das englisch-französische Heer in die Vertei­le "8 gedrängt. Der Angriff gegen starke, zum Teil

'-!i j

Mehreren

Linien hintereinander b e ^

® c ^tt 9 * C ^eHungen kann nur langsam vorwärts Durchführung des Angriffs gegen die Sp crrfo rt s südlich von Verdun ist "8s ^ i t c t. Im Elsaß stehen unsere Truppen

, t ' t °er Grenze französischen Kräften dicht gegen-

^ it e n ist die vierte finnländische Schützen- ^kn Augustow geschlagen. Beim Vorgehen ^ sso w i ez wurden Grajcwo und Szoznczin ">rzcm Kampf genommen.

^uen Meldungen aus dem Westen von den Schlacht­en dexr^ 1 ^" Maas und Oise beweisen, daß der Kampf mit g.^^deten Franzosen und Engländern der von uns 'itzth ^genblick bezweifelten, für Deutschlands Wasser« gün-- °>n ^^scheidung entgegengeht. Die Franzosen sind, nach- stch an unseren vorzüglich ausgewählten befestigten . u nJt e ® en . gründlich die Köpfe eingerannt haben, aus allen hxjr, ' u die Verteidigung gedrängt worden. *‘.i^ es tn der neuesten Nachricht aus dem Großen Haupt- ' Mehr noch als aus den schlichten und knappen

jjitittij eS * n der neuesten Nachricht aus dem Großen Haupt- ' Mehr noch als aus den schlichten und knapper r" Un l' e ie§ Großen Generalstabs, geht aris den Berich ^stNändischen Presse hervor, wie sehr sich die Feinde - ilsck an den neuen deutschen Stellungen geholt haben.

7'Veränderungen unserer Front posaunten die Gegner Äjj ^ deutsche Niederlagen in alle Welt hinaus, und nun selbst cingcstehen, daß die deutsche Heeres- [ n Außerordentlich günstige Stellungen ge- bte o e ' Hoffentlich zieht man auch im neutralen Aus- aus diesen neuen Ereignissen. Wurde doch die '^en den Schlachten von den verbündeten Lügnern

V “ JJCU Mvracyii

StWit 8U ausgenützt, im neutralen Ausland gegen uns ?% J* n 8 zu nrochen. Und nicht nur das! Durch List und

n, roe versucht, neutrale Staaten auf die Seite uns

... n, . Tl. __

8ner zu ziehen. Gegenüber den spaltenlangen Siege^- , »wi'Kindlichen Heeresleitungen sind allerdings un- - 11 Schlackitberickte außerordentlich kurz. Nickt nur

durchaus

s - n dastachtberichte außerordentlich kurz. Nicht nur ( l? »hz sondern auch im neutralen Ausland gibt es Kreise, t ü ^^aus Wohlwollen und die denno ch gern eine sichere Darstellung von deutscher Seite wün- te tea°r Wünsche sind verständlich, aber so lange unsere

■& '

£2 '"urd,

jWef s t o i t u n g sie für bedenklich im Interesse unserer ^Uen hält, unerfüllbar. Gegen die böswilligen

Ql it r • em ausführlicherer Situationsbericht auch kaum ^'chien. Gegen sie hilft immer noch am besten das Argumente: der deutsche Sieg! Seine

^ , Argumente: der deutsche

* Mt}? 1 ' 1 ^"^ornational und deutlich, und es ist auch lamste Richtigstellung ausländischer Phantasieberichte.

llt londoner Bericht über die Schlacht ^ an der Kisne.

y 20. Sept. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.)

Airh, .^uerstatter der Londoner Blätter in Frankreich yWi e °2^ ^ ie Schlacht an der Aisne ein unterbrochenes jJe [ 5n ^ Ue lt Jei. Die Schlacht dauerte gestern schon fünf et ie= , . Verbündeten streiten abwechselnd mit In- "iitg: ^0 Artilleriefeuer. Am heftigsten tobt der Kämpf s und S o i s s o n s.

pannung in Paris. — Oie Tapferkeit % j,, . der Deutschen anerkannt.

itali!^°ud, 20. Sept. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) . ntjf l '* e Blätter berichten, erwartet das Volk von Aoßer Spannung den Ausgang der Schlacht an E ^e'ni tE sittlichen militärischen Mitteilungen bringen hxfthileu r, über die Vorgänge, aber das eine geht • Sie' t" 1101 ' daß die Schlacht mit furchtbarer d,z J. tobt. Desgleichen besagen Erzählungen bon ">>t ” 0n ^or Front nach Paris zurückkehren, daß

f'utt Ä. 1 o hin- und herwogt und daß die Deutschen

^I'ischp . Todesverachtung kämpfen, um die

’ nte zu durchbrechen, die aber bisher widersteht.

der französischen Stellungen. V: Auftreten der Deutschen zugegeben.

20. Sept. (Eig. Drahtbericht) Der der „Evening News" besuchte von AmienS

aus Paris und besah die neuen Verteidigungslinien, wo Zivilisten sonst kein Zutritt gewährt wird. Bei Neuilly i» der Nähe von Pontoir sind die Eisenbahnlinien mit Sand­säcken zu Schanzen und Kleinforts umgebildet wor­den und erst in unmittelbarer Nähe sichtbar. General G a l l i e n i führte gerade einige Zivilminister und belgische Offiziere durch die Anlagen. — Amiens hat in den letzten Kämpfen nur geringen Schaden erlitten. Die Deutschen sind sehr human aufgetreten; sie behandelten z. B. die franzö­sischen Verwundeten mit der gleichen Sorgfalt, wie die eignen.

W m 4.2 liintnen fitiesmieilie »Wen

W.T..B. Berlin, 19. Sept., 10 Uhr abends. (Amt- lich.) Das Ergebnis der Zeichnungen auf die Kriegs­anleihen kann zur Stunde noch nicht endgültig festge­stellt werden, doch ergeben die bis jetzt eingelaufcnen Anzeichen schon ein Zeichnungsresultat von 2.5 Milli­arden Rcichsanlcihe und über eine Milliarde Schatz- anwcisungcn, zusammen also 3,5 Milliarden. Diese Ziffern werden sich noch bedeutend erhöhen. Der Er­folg übersteigt alle Erwartungen und ist ein macht­voller Beweis für die Kapitalkraft, aber auch für die vaterländische Begeisterung des deutschen Volkes.

W.T..B. Berlin, 20. Sept., abends 6 Uhr. Der Erfolg der Kriegsanleihen ist ein über alle Erwartun­gen glänzender. Es sind, abgesehen von einigen noch ausstchenden Teilergebnissen, gezeichnet worden 1,26 Milliarden Schatzanweisungcn und 2,94 Milliarden Reichsanleihe, zusammen 4,20 Milliarden. Das end­gültige Ergebnis ist vor morgen abend nicht zu er­warten.

Der Sieg des wirtschaftlichen Deutschland.

IV. T.-H. Berlin, 20. Sept. Zu dem glänzenden Erfolg der Kriegsanleihe schreibt der „L.-A.": Dieser finanzielle Er­folg, der sich in seiner Art dem mit den Waffen errungenen würdig anreiht, wird weiter, und nicht zuletzt in den Reihen unserer Widersacher, Bewunderung, und, so weit diese in Betracht kommen, auch eine tiefe gedrückte Stimmung Hervorrufen.

Im „B. T." heißt es: Das Resultat der Anleihezeichnung hat den Beweis geliefert, daß der Gei st, der unser Heer zum Sieg geführt hat, auch inr ganzen Volke lebt, im ganzen Volke, denn alle Schichten der Bevölkerung, von den reichsten Kapitalisten und Erwerbsinstituten Deutschlands, die Millionenbeträge zeichneten, bis zu den kleinen Sparern, die ein paar hundert und tausend Mark beisteuerten, haben an dem Gelingen des großen Werkes teilgenommen. Die Zeich- nungsfteudigkeit der Deutschen stammt aus dem tieftten Innern, aus der f e st e n und ruhigen Zuversicht des Volkes, daß es in diesem Kampfe siegen muß und siegen wird, wenn es alle seine Kräfte zusammenfaßt.

In der „Boss. Ztg." heißt es: Das ist nach den Siegen des wehrhaften, der gewaltige Sieg des wirtschaft­lichen Deutschland, es ist der Sieg jenes Deutsch­lands, das in der längsten Friedensepoche, die irgend eines großen Volkes Geschichte bisher kannte, durch unermüdliche, zäheste und mutigste Arbeit wirtschaftlich selbst mächtig geworden ist. Das Volk hat auf den ersten Ruf Geldmittel zur Verfügung gestellt, deren Höhe den unerschütterlichen Entschluß bedeutet, diesen Schicksalskrieg sb lange zu füh­ren, bis seine Zwecke vollständig erreicht sind.

Änbcrpng der Einzahlungstermine.

W. T.-B. Berlin, 20. Sept. (Amtlich.) Infolge des alle Erwartungen übersteigenden Zeichnungsergeb­nisses hat sich die Reichsverwaltung mit einer Änderung der Einzahlungstermine für die Kriegsanleihen dahin ein­verstanden erklärt, daß spätestens am ü. Oktober 40 Prozent (wie nach der Ausschreibung), spätestens am 26. Oktober 20 Prozent (statt 30 Prozent), spätestens am 25. November 20 Prozent (statt 30 Prozent) und spätestens am 22. Dezem­ber die restlichen 20 Prozent der z u g e t e i l t e n Beträge bezahlt werden müssen. Die Berechtigung der Zeichner, von dem Zuteilungstage ab jederzeit voll zu bezahlen, wird da­durch nicht berührt, ebenso verbleibt es bei der Bestimmung, daß Beträge bis zu 1000 M. einschließlich ungeteilt zu bezahlen sind.

Teilergebnisse.

W- T--B. Darmstadt, 20. Sept. Nach dem Endergebnis betragen die Zeichnungen auf die Kriegsanleihe bei den hie­sigen Banken und Sparkaffen 2 3 Millionen.

~W- T.-B. Hanau, 20. Sept. Das' Ergebnis der Zeich­nungen auf die Kriegsanleihen beträgt in hiesiger Stadt nach einer Zusammenstellung der Reichsbanknebeustelle sechs Millionen Mark.

Schärfste Vorstellungen wegen der von Generalen befohlenen russischen Schandtaten.

br. Berlin, 20. Sept. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Mn.) Wie die „Post" erfährt, ist durch Vermittlung einer n evl-t t r a l e n Macht von Deutschland gegen die von russischen Generalen befohlenen Mordtaten in Ostpreußen schärfste Vor­stellung und Warnung in Petersburg erhoben worden.

Leichtfertige Nachrichtenvcrbrcitcr vor dem Kriegsgericht.

— München, 20. Sept. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Mm) Vor dem Kriegsgericht werden sich in den nächsten Tagen dusi Personen zu verantworten haben, die leichtfertigerweise ftan- zösische Jlachrichten über eine Gefangennahme von 70 000 Deutschen der Westarmee verbreitet haben.

Die neue Gruppierung der österreichischen Truppen auf dem nördlichen Kriegsschauplatz.

W. T.-B. Wir», 20. Sept. (Nichtamtlich) Amtlich wird unter dem 19. September, mittags, verlautbart, die neue Gruppierung unseres Heeres auf dem nördlichen Kriegsschau­platz ist im Zug. Ein Vorstoß einer russischen Jnsantevie- diviston am 17. September wurde bluti g ab gewiesen. Der ostseitige kleine feldmäßige Brückenkopf Siejotva, unserer­seits nur von schwachen Abteilungen heldenmütig verteidigt, zwang die Russen zur Entfaltung zweier Korps und schwerer Artillerie. Als die Befestigung ihre Auf­gabe erfüllt hatte, wurde sie freiwillig geräumt.

Der stellvertretende Chef des Genralstabs v. H ö f e r, Generalmajor.

Die Wallung der Türkei.

W. T.-B. Berlin, 20. Sept. Die „Voss Ztg." meldet aus Wien: In einer Unterredung nnt dem Konstantinopeler

Vertreter der „Südslawischen Korrespondenz" erklärte der türkische Minister des Innern Talaat-Bei: Für die Türkei

ist die Diskussion über die Aufgabe der Kapitulationen beendet. Wir sind entschlossen, für unsere Entscheidung mit allen Mitteln einzutreten. Der Verlauf der tür- ltschen Mobilisierung war erhebend, die finanzielle Lage der Türkei ist befriedigend, die ausgezeichnete Ernte ist etngebracht.

vor einem Kusstand Ser Marokkaner.

W. T.-B. Amsterdam, 19. Sept. (Nichtamtlich.) Wie nach dem „glotterdamsche Courant" anS Gibraltar verlautet, beginnen die Marokkaner sich entlang der ganzen Küste zu rühren. Nach demselben Bericht verließen Tausende Tanger und dessen Umgebung und setzten nach Algeciras über aus Furcht vor einem marokkanischen Aufstand.

Oie Lage in Vrüssel.

Einziehung der belgischen Fahnen in Brüssel!

W- T-B. Brüssel. 19. Sept. (Nichtamtlich.) Der Mili- tärgouverneur von Brüssel fordert durch einen Mauer­anschlag die Bevölkerung auf, die belgischen Fahnen einzu­ziehen, da diese von den Truppen als Provokation auf- gefaßt und bedauerliche Zwischenfälle hervorge­rufen werden könnten.

W1 T.-B. Brüssel, 20. Sept. (Nichtamtlich.) Gestern ist der Rest der ausgehängten belgischen Fahnen aus Brüffel verschwunden. Der Befehl des Gouverneurs hierzu ist durch Maueranschlag des Bürgermeisters Max erläutert wor­den. Im übrigen hat bisher die st ä d t i s ch e. P o l i z e i mit unseren Truppen gemeinsam gut gearbeitet; infolge­dessen ist bisher nur ein einziger Angriff von Zivi­listen auf Posten vorgekommcn. Der Täter wurde feld- gerichtlich zum Tode verurteilt. Der Bürgerschaft wurde dies durch-,Ma u e r a n s ch l a g bekannt gegeben. Die Mel­dungen, daß BürgermeisterAlax öffentlich provokato­risch ausgetreten sei und bewußt falsche Kriegsnachrichtcn verbreitet, sind bisher nicht bestätigt worden. Sollten dem Bürgermeister Intrigen gegen die deutsche Militärverwal- rung nachgewiesen werden, so werde er sofort entfernt werden.

Eine heuchlerische englische Thronrede.

W. T.-B. London, 20. Sept. (Nichtamtlich) Im Oberhaus wurde vorgestern bei der Vertagung des Parlaments eine Thronrede verlesen, in der es heißt: Meine Regierung hat jede mögliche Anstrengung gemacht, um den Weltfrieden zu erhalten. Sie wurde zum Krieg gezlvungen durch den absichtlichen Bruch von Vertragsverpflichtungen und der Lebensintereffen des Reichs. (Die Veröffentlichungen der deut­schen Regierung, namentlich des Depeschenwechsels zwischen dem deutschen Kaiser und dem König von England, haben ge­nau das Gegenteil bewiesen; man vergleiche dazu auch die unten folgende Darstellung aus einer einflußreichen amerikanischen Wochenschrift. Schriftl.) Mein Heer