„^439.
t>j« e ® u§ T < ^ fU fe vom Kveiskomite« des Roten Kreuzes hat 8 ute n '^ er Veranstaltung in der Hand, der des
sich wegen der beste Erfolg zu wünschen ist. Es wird
*%ifrf><> ^^sehlen. Von dem Blumenverkauf auf den Straßen ' 11 und es lediglich beim Ladenkauf bewenden
lass
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zu
müff en f 5 “™ nrcm schon glaubt, auf die Straße heraus zu ton SVit , 8n^3e man sich wenigstens mit der Ausstellung ''senden Plätzen einigen im Mittelpunkt des Verkehrs
hard Eiserne Kreuz. Herr Oberleutnant Georg Egin
lchen < 3 v° m ^ 1 e z ' Führer der 5. Eskadron des Magdeburgs eit vor ^oner-Regiments Nr. 6, wurde für besondere Tapfer- ^ ein Feind mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. ^Ituiss ^ Cr Dktober-Umzug 1914. Die augenblicklichen Vev- ^rsteb? ^brden auch von einschneidender Wirkung auf die be- '^acker-^^bstumzugszeit sein. Ein großer Teil des EbensoArbeiterpersonals der Spediteure steht im Feld, ä*Weti ■ ier Letzte Teil ihres Pferdematerials zu Kriegs- in Eingezogen worden. Es ist nun zu befürchten, wenn “feei-itr* Cn September- und ersten Oktobertagen ein außer- ^pedit^ ^vdrang von Umzügen staitfindet, daß es den lich , vren kaum möglich sein wird, alle Transporte pünkt- für ,? Edigen. Unter diesen Umständen empfiehlt es sich ihre Umzüge, besonders solche in leer- ^^ssen" > o?vungen, möglich st frühzeitig bewirken zu sich pL, Qm .! t bie Hauptumzugstage entlastet werden und sie die "E"9lichft gute Bedienung sichern. Da für Umzüge, 'ßteifp °^ § , an ^ cn Hauptziehtagen stattfinden, auch die est sind, so ist der Vorteil für die Übersiedelnden
^dppoiter: best ..
-eise.
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sere Bedienungsmöglichkeit und billigere
Notizen. Der beutigcn Ausgabe liegt eine "terkfeL,,Ferma Gottfried Herr mann bei die die Auf- Evthalten ^Pte" Kreise verdient. Die Dlahnung, die darin herb»« n dn wllte von allen kaufkräftigen Lesern beherzigt äL, S” der Handwerker Arbeit und der kleine Ge- .Einnahmen hat. dann bleibt ein Nutzen für die ^ rmveit ni® aus
Berichte üben Kunst, ^artraoe und verwandtes.
!?ddiscsi!,^ N??uz-Theatcr. Morgen Montag wird der 1 .
,^I<>be»e i e JJp wiederholt zu kleinen Preisen mit "N '.erlandiichem Spiel „Die eiserne Zeit" (Der Geist
Mieden?" 13), kneran schließen sich Gesangsvorträge von Mit- M„r, ,.o>fs Svrngenbergfchen Konservato lums. und den iWel" DU .“w ©tielers bekanntes Genrebild „Ein blauer Ki y^t Max Bohrhammer als '
^btc Densbag bleibt das Tbe Mgt in .«MS ich, noch -im Nügelkleide
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Gast in ver Rolle des das Tbeater geschloffen. Das dein V - .W noch im Nügelkleide . . ." ge-
tuvuvg "wser Woche am Mittwoch zum 25 Male zur Aui- l^stsviÄ- n/n Samstag bringt die Uraufführung des neuen 10 „Alles mobil" von Wilhelm Jacoby und Hans Linck.
VroVinz Hessen-Nassau.
Regiernnasbezirlr Wiesbaden.
^s di-^-^brg, 19 . Sept. Die Stadt erhöhte ihre Zeichnung ^ Kriegsanleihe von 12 500 M. auf 22 000 M. >> zur Unterstützung der Taubstummen dahier ^teV^OOO M.. der Vorschußverein 10 000 M. ^M-n-E?chnungen ar «rendes Zirkular
dahier
«LDL auu
^su!i>-^ihnungen aus Privatkreisen erfolgten heute auf ein "irkular m. 17.
i «t! vr*t dahier ausgebrochene ? - der
des Bürgermeisters.
Sept. Der aus der Landes-Heil- und Arbeiter W a l d -
L^Ner'l' wegen Lustmords von der Frankfurter Stras- p>ie^„Evurteilt. später aber der Anstalt überwiesen wurde, ^griffen und e i n g e l i e f e r t worven.
Regierungsbezirk Raffel.
X Marburg, 16. Sept. Der bekannte Mauburger Pro feffor, Landtagsabgeordneter B r e d t, der als Mitglied des Kaiser!. Automobilklubs am Feldzug teilnimmt und der bereits mit dem Eisernen. Kreuz- ausgezeichnet wurde, wurde durch einen Gewehrschuß am Knie verletzt. Er befindet sich im Lazarett zu Gumbinnen. Ferner wurde der Professor der Rechte Franz Leonhard, der in Frankreich gekämpft hat, als Verwundeter in die hiesige Klinik eingeliefert.-—Die Universitätsverwaltung teilt mit, daß sämtliche Fakultäten ihre Lehrtätigkeiten im nächsten Wintersemester aufnehmen und den veröffentlichten Vorlesungsplan nach Möglichkeit einhalten werden.
Gerichtssacrl.
wc, Ungetreuer Postbeamter. In einer ganzen Anzahl von Fällen hat der Postbote S e i b e l in Hattersheim Post- ariweisungsbeträge, welche ihm zur Bestellung übergeben worden waren, im eigenen Interesse venvandt und die zugehörigen Quittungen gefälscht. Vor der Strafkammer legte er ein reumütiges Geständuis ab. Das Gericht nahm ihn in 8 Monate Gefängnis und erklärte ihn zugleich auf die Dauer eines Jah.es für unfähig zur Bekleidung öffentlicher Ämter.
Neues aus aller Welt.
Große Sturmverheerungen in Hamburg. Hamburg, 19. Sept. Der gestern hier herrschende starke Südweststurm, der riesige Waffermeugen in die Stadt brachte, hat vielfach Schaden ungerichtet. Die Keller der Start sind teilweise voll Wasser gelaufen. Uur 4 U-hr nachmittags ergoß sich das Wasser mit solcher Gewalt und in solcher Menge auf die Ortschaft Moorburg, daß dort ein Deichbruch erfolgte. An einigen Stellen find -die Ländereien mehrere Fuß hoch mit Wasser bedeckt. De Versuche der Hamburger Feuerwehr im Verein mit einem Harburger Pionier-Kommando, die ge- fähvdeten Stellen abzudämmen- waren vergeblich Die Bemühungen. die durchbrochenen Stellen wieder zu dichten, wurden während der Nacht fortgesetzt. Das Vieh steht auf den Weiden im Wasser und kann bei dem herrschenden Unwetter nicht in Sicherheit gebracht werden. Ein Dienstknecht ist bei den Bergungsarbeiten errrunken. De Höhe des angie- richteten Schadens läßt sich nicht übersehen. Auch im Hafen sind verschiedene Kähne und Schuten voll Wasser gelaufen.
letzte vrahtberichle.
Mazedonische Flüchtlinge in Bulgarien.
W- T.-L- - Sofia, 19. Sept. (Nichtamtlich. Agence Bulgare.) Flüchtlinge aus Mazedonien kommen fortgesetzt auf bulgarisches Gebiet, um der völlig unmenschlichen Behandlung zu entgehen, der sie durch die Behörden ausgesetzt sind, die sie offen verfolgen und mit täglich schwerer werdenden Abgaben belasten. Soldaten, die hinter Verhauen verborgen sind, schießen auf die Flüchtlinge, wenn sie im Begriffe sind, die Grenze zu überschreiten. Es ist vorgekommen, daß Geschosse in unmittelbarer Nähe der bulgarischen Gr e n z p o st e n niederfielen. Um unliebsame Zwischenfälle zu vermeiden, die nach dieser Sachlage entstehen könnten, beabsichtigt die bulgarische Regierung Schritte zu tun, damit man die nötigen Maßnahmen hiergegen ergreift.
Die Kämpfe in den Kolonien Afrikas.
W. T.-B. Berlin, 19. Sept. (Amtlich) Wie zu -erwarten war, ist nach zuverlässigen. Nachrichten nunmehr auch R a b a u l, der Sitz des Gouvernements in Deutsch- Neuguinea, von den Engländern besetzt worden.
Morgen-Ausgabe, 1. Blatt. Sette 8,
Die britisch-deutsche Frredeusgesellschaft aufgelöst.
W. T.-B. London, 19. Sept. (Nichtamtlich.) In der gestrigen Gener-alversaminlnn-g der deutsch-britischen Friedensgesellschaft wurde beschlossen, dieGesellschast im Hinblick auf den Krieg aufzulösen und das Vereinsvermögen -zu zwei gleichen Teilen dem amerikanischen Botschafter in Berlin. zwecks Unterstützung in Not befindlicher britischer Untertanen in Deutschland und dem amerikanischen Botschafter in London zwecks Unterstützung in Not befindlicher deutscher Untertanen in England auszuhändigen.
Die Lage i» Moskau.
W. T.-B. Basel, 19. Sept. (Nichtamtlich) Die „Neue Züricher Ztg." bringt einen Privatbrisf eines Schwxrizers aus Moskau vom 2 4. August, in dem es heißt: Handel und Verkehr sangen an, zu stocken. Industrielle und gewerbliche Unternehmungen sind zurzeit noch gut beschäftigt, doch wird dies nicht mehr lange dauern. Zwar wird behauptet, die Messe in Nischninowgorod habe in jüngster Zeit etwas an- gezogen und auch der Bahnverkehr würde demnächst wieder in normale Bahnen gelenkt. Die Lebensmittelpreise seien im allgemeinen nicht gestiegen, nur einige Gsgenstände seien wegen des Ausfalls im Exportgeschäft billiger. Die öffentliche Wohltätigkeit wird bereits stark in Anspruch genommen. Über den Gang des Kriegs erfahren wir nur aus russischen Zeitungen, darnach soll die Schlveiz bereits mit deuffchen und französischen Verwundeten und Flüchtlingen überfüllt sein.
Rußland versagt Li-land und Kurland den Schutz.
□ Kopenhagen, 19. Sept. (©iß. Drahtbericht) Daß die von den Deutschen bewohnten baltischen Provinzen, Liiland und Kurland, in der Gefahr schweben, durch den Krieg in Mitleidenschaft gezogen zu werden, ist bereits mehrfach gemeldet worden. Nun haben sich Vertreter nach Petersburg gewandt und die russische Regierung gebeten, dcp Schutz gegen die drohenden Angriffe des fanatischen Pöbels zu gewähren. In leitenden Petersburger Kreisen scheint man aber anderer Ansicht zu sein, denn einem Vertreter des baltischen Deutschtums, der um eine Audienz beim Ministerpräsidenten G o r e m k i n bat, antwortete dieser kurz: „Sie sind im Irrtum, wenn Sie glauben, unsere Regierung werde sich beeilen, besondere Vorkehrungen zu Ihrem Schutze zu treffen. Rußland kämpft nicht nur gegen Deutschland, es kämpft auch gegen das Deutschtum."
Ein Mißgriff amerikanischer Geheimpolizisten.
hd. New York, 19. Sept. Der Attache des östevrelcyischen Konsulats in Montrowl, Alfred Prinz zu Hcheulohe-SHilliugö- sürst, ist in New Dork eingetroffen und erzählt, daß er kurz vor seiner Abfahrt von drei Geheiinpc-lizisten in seiner Wohnung verhaftet wurde, ohne daß ihm eine EÄlärung gegeben worden sei. De Gehoinipoiizisten belegten seine Privatkorrespondenz miit Beschlag, nahmen ihm Wertsachen u-lw Schlüffel a-b und brachten ihn nach einem AuSwanoererhculise, dos als Gefängnis eingerichret worden war. Schließlich stellte es sich heraus, daß sich die Behövden blamiert hatten. Sie versuchten ihr Vorgehen so darzustellen, als ob die Verhaftung ein Irrtum eifriger Unterbeamten gewesen wäre. Der Prinz wurde sofort freigelaffen. Doch behielt man seine Briefe, Wertsachen und Schlüffel zu seiner Wohnung noch zwei Tage zurück.
W. T.-B. Freiburg i. Br., lg. Sept. Lkonomiervt Schüler, Präsident des badischen Bauernvereins und ehsmcckiger Reichstags- und Landtagsabgeordueter, ist heute gestorben.
. Handelsteil.
eu tschlands wirtschaftliche Kraft.*)
'l e rt 1 ^ eror ^ en '-l*ch günstig steht es mit unserer Flei-sch-
l'L., U r O 1 , T, - TT_ TT- 1 . 1 i. __ T> ; „ J 1
II.
te-sung. Unser Viehstand beträgt an Rindvieh Äk, p , 21 Mill. Stück, an Schweinen, rund 22 Mrll. ä^ftiarl- 3 ^ fehlt, haben wir bislang vornehmlich aus ^ I{ u p," un ^ Österreich-Ungarn bezogen, Schweine allerdings Äg Tatsächlich ist unser Rindvidhbestand verhält-
] " s *a-nd ^ er c , a ,* s < fe r <fes europäischen Rußlands. Und unser V^ s ,- * n och weinen ist fast doppelt so groß als der Ruß- h ® nur 12-Mill. Stück-besitzt. Dagegen ist unsere 6 ä t erheblich im Rückstand. .Wir haben um
ig Schafe, während Engiand deren 17 Miill., Frank-
v ak a-V un< ^ Rußland über 35 Mill. besitzen. Wenn das
■< • J Na l hrungsmrttelauisfall
unsere Wollproduktion.
^'^^"uttelausfall nicht so sehr in Betracht m sijjß jn?. srhehlied lür unsere Wollproduktion ii? n f-nffpv ' ser n^Eoht beträchtlich aut auswärtige Zu- Rüief era ^‘7 eSe ?' zwar ^ S era< le Großbritannien unser j P r e >'üer n Unsere Landwirtschaft steht also auch hier fc«* Erfüll-,. 0 1 w e n d i g e n und lohnenden Aufgabe, L^r 8egj.,. uns dieser Krieg wiederum eindringlich lehrt. ( t c ' : <fen von p an ^ 5 6 rden übertrifft mit rund 4 500 000 'lii 0ll imen ' r f n kreieh und England zusammen- liii, 1 e 1 n , ^uch die V e r s o r gn u n g mit Genuß- li 5 [ ei31 Kaff« .z der britischer Seeräuber außer Frage: Chj®’ 71 . Uiisern t Brasilien via neutrale Häfen weiter W- 1 a b a k: Niederländisch Indien, unsem Tee:
(Si n tlSc hen F, m !-, s Deutschlands wirtsc'hafts- und handels- ^>d AiKf, ^ ra ® n , ten ? Deutschlands Ges amthandel
K H k ! 904 b6tr . ug . 19 !
rund 22 , 0 ' Milliarde Mark.
f' { )k 1 p^ tr en.'*z T , er -^ ln ^ ^0 Milliarden zu genommen. Der jö'hrer uns» 61 7, ^ er einzige Grund, der Englano ' dir, i.i., re . r . pegner‘gemacht hat. Die Niederträohüg-
;lands offenbaren sich
Q Pö Wu? neid ist der"
NÄ' die kW OeZuer gemaebt hat.
so re J 7 n J**e Gesinnung Engla __ _ -
Wir w * r die Tatsachen der Handelsbilanz
5.Uj. . Von j a i,- n ^wus, daß wir zwar unsem Gesamt- ^hs er q zü E n , zu Jahr gewaltig steigern, daß der Ab- ,<!r Rn i lar uthaniri a i u , a k er Euer gleich groß geblieben ist. UfÄnds betrug 1904 rund 12% Milliarde Mark,
?°h. / fe Mflliarri 6 a? Milliarden Mark. 1906 waren wir o= n \fehre ^u^ukgekletleri, England auf-21 Miiliar- ^ itn^^'^'ai’doTi * la ^ en wir 19 Milliarden erreicht, Eng-
R ~-betrug also durchschnitt-
erdings drückt sich darin und wirtschaftliche reine Kräfte zusammen- »e arf 151 ? 118 - ^uzuhalten. Aber düs ist nur i ■ -Ha,.., .■'-«len rtoJ 1 Jewm: } möglich, durch Unterbietung ( 4 s c k j Ilne n.markt 1 ^ me ^‘* c h Englands Voitierrschaft auf
pH 6 Mim, P le Spannung betrug uni rden Mark ‘ Alferdings
»us. ~"f»e kaufmännische N den v® d muG a, fe seine Kräfte
Eit 'huß l
too 11 ® n a u s f!!? S - cl ? op - gebrochen hat. Denn unsere -chafi Marl- ^ eerade 80 groß als die Eng.
auk 7 „r ■ Doch brauchte deshalb noch keine
IlTlrl A.rl .... 7 . .
3.Uf r ,
^ u stn e j s -( e j;_ bestenen. Englands
ic-4 j; . r,, , iingianab
Ugl, 6 ^ er Welt, von der deutschen
Abi:uu<iiung in der gestrigen a , he
für absehbare Zeit nicht zu erreichen. Andrerseits hat Deutschland in seiner chemischen und Farbenindustrie einen konkurrenzlosen Hauptartikel.
Alllein England will der mühelose Herrscher des Weltmarktes und des Weltverkehrs Weihen, will sich vor allem den 'Verkehr auf dem Meere sichern, mit den beträchtlichen Gewinnen, die ihm dadurch zufallen. Englands Handelsmarine beherrscht die Welt. Es besitzt rund 21 000 Dampfer und Segelschiffe mit 12 Millionen Register- tonnengehalt. Deutschland dagegen nur 2100 Dampfer und 2725 Segelschiffe mit zusammen 3 200 000 Registertonnen. Aber Deutschland rückt mächtig aufj, es legt von Jahr ziu Jahr mehr Handelsschiffe auf Stapel unid hat mindestens erreicht, die Einfuhr und Ausfuhr Deutschlands auf eigenen Schiffen zu besorgen. Daher der, Haß Englands, das von dem Schiffsverkehr der Welt nicht nur leben will, sondern durch die Beherrschung des Verkehrs auch tatsächlich die Macht auszuüben sucht. Nun wird Deutschland infolge des Krieges hauptsächlich eins Störung seiner wirtschaftlichen Beziehungen zu den Feinden leiden Das ist auszuhalten. Denn nicht wir sind die , Leidtragenden. Da ist zunächst Rußland, von dem wir bislang für 1400 bis 1500 Mill. M. kauften. In der Hauptsache fand- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse, deren Verkauf Rußland an uns ebenso notwendig hat, als wir die Einfuhr. RußlandsAusfuhr betrug im Jahre 1912 rund 3280 Mill. M., von der allein über 1500 Mill. Mark nach Deutschland gingen. England und Frankreich kaufen zusammen nicht viel mein: als für 500 Milli M, Unsere Ausfuhr nach Rußland erreichte 1913 rund 880 Milt. M., darunter erhebliche Rosten für Roggen, Rindshäute, Oberleder, rohe Baumwolle, die wir bei uns selbst sehr gut brauchen können. Jedenfalls würde unsere Volkswirtschaft durch die Unterbindung des Verkehrs mit Rußland keinen allzu erheblichen Stoß empfangen. Nicht viel anders liegen die Dinge bei Frankreich. Unsere Ausfuhr dorthin beträgt jährlich 780 Mill. M„ die Einfuhr von Frankreich etwa 584 Mill. M. Indessen spielen bei der Ausfuhr Rohstoffe (u. a. für 40 Mill. Mark Weizen) eine erhebliche Rolle, gerade solche Rohstoffe, die wir während der Kriegsdauer so gut wie gar nicht entbehren dürfen. Rechnet man nun noch die Ausfuhr nach Großbritannien mit rund 1 1400 Mill. M. hinzu, so entfallen aul unsere drei Hauptfeinde jährlich rund 3 Milliarden M., die wir also weniger ausführen. Daß England ein so guter Kunde ist, hat triftige Gründe. Es bezieht von uns seinen Zucker (1913 für 191 Mill MO, sodann Teerfarbstoffe und andere Erzeugnisse, die es nicht selbst hersteilen kann. Zu beachten ist indessen, daß unsere Ausfuhr nach England in, Jfihre 1913 eine Rekordziffer darstalH, denn sie hat in diesem Jahre eine Steigerung von 300 Mill. M. erfahren.
Die Kriegsanleihen.
Weitere Nachrichten über Einzelzeichnnngen.
Der Vorschuß verein zu Wiesbaden, E. u. m. b. H., teilt uns mit, daß bei ihm 3 526 600 M. in ca. 14 0 0 einzelnen Posten gezeichnet worden, wobei besonders hervorzuheben ist, daß ein sehr • großer Teil sich zusammensetzt aus kleinen, von der Sparkasse entnommenen Beträgen.
Berlin, 19. Sept. Die Lebensversicherungsgesellschaft
Germania, Stettin, zeichnete L Milli on Mark. —
Die Pomsne.rse.he Spiniusvertwertungs - Genossenschaft zeichnete 114 Millionen, che Sparkasse Schwelm zeichnete 1 Million und diie in Worms 2 Millionen. Die Landwirtschaftliche Zentral-Darlehnskasse für Deutschland zeichnete 3 Millionen Mark. — Die Elektrizitätswerke S i e m.e ns u. Haleke zeichneten 2 Millionen.
W. T--B. Berlin, 19. Sept. Der Verein Berliner Presse hat aps ^seinem Fonds 50 000 M. Kriegsanleihe gezeichnet.
Hamburg, 19. Sepi Die Landesversicherungsanstalt der Hansastädte beteiligte sich mit 10 Millionen an der Zeichnung.
* KBIn, 18. Sept. Die Goncord ta Versicherungs-Gesellschaft zeichnete 5 Millionen, die Kreis Sparkasse Merzfe 1% Millionen Mark.
Industrie and Handel.
W. T.-B. Rheinisch-Westfälisches Kohlensyndikat. Essen (Ruhr), 18. Sept. Dem auf der Zechenbesitzerveisammlung des Riic.nisch-WestfäiMschen KöhleEsyndikats erstatteten Bericht ist folgendes zu entnehmen: Der rechnungsmäßige
Kohlenabsatz betrug un August 1914 bei 26 (im gleichen Monat des Vorjahres 26) Arbeitstagen 2 545 933 (lm Vorjahr 7 027 435) Tonnen oder arbeitetäglich 97 921 (im Vorjahr 270 286) Tonnen. Von der Beteiligung, die sich auf 7 633341 im Vorjahr 7 616 581) Tonnen bezifferte, sind demnach 33.35 (im gleichen Vorjahre 92.26) Proz. abgesetzt worden. Der Versand einschließlich Landdebit, Deputate und Lieferungen der Hüttenzechen an die eigenen Hüttenwerke betrug an Kohlen bei 26 (i. V. 26) Arbeitstaigen 2 428 913 (l. V. 6 630 938) Tonnen oder arbeiistägüch 93 420 (i. V. 216575) Tonnen, an Koks bei 31 (i. V. 31) Arbeitstagen 553 912 (i V.
1 787 077) oder arbeitstäglich 17 868 (i. V. 57 648) Tonnen, an Briketts bei 26 (i. V. 26; Arbeitstagen 113 918 (i. V, 390 402) Tonnen oder arbeitstäglich 4381 (i. V. 15 015) Tonnen.' Hiervon gehen für Rechnung des Syndikats: an Kohlen
2 024 572 (i. V. 5 0001317) Tonnen oder arbeitstäglich 77 868
(i. V. 192 358) Tonnen, an Koks 190112 (i. V. 1089 368;
oder arbeitstäglich 6133 (i. V. 35 141) Tonnen, an Briketts 91557 (i. V. 369 634) Tonnen oder arbeitstäglich 3521 (i. V. 14 217) Tonnen. Die Förderung stellte sich insgesamt'auf 4 623 209 (i. V. 8 670 083) Tonnen oder arbeitstäglich auf
170 816 (i. V. 333 465) Tonnen und un Juli 1914 auf 8 855 292
Tonnen oder arbeitstäglich auf 327 974 Tonnen. _ Es wurde
beschlossen, die Richtpreise für Hochofenkoks und Kokskohlen unverändert zu lassen. Die Preisfestsetzung gilt jedoch nur für das letzte Viertel des laufenden Kalenderjahres.
» JfUHMBMJJ . . .
Die Morgen-Ausgabe umfaßt 12 Seiten
sowie die Berlagsbeilagen „Der Roman" und „Unterhaltende _ Blätter" N r. 19.
Hauptschriftleiter: A. Hegerhorst.
Politik und „LetzteDrahtberichte":A.Hegerhortz:
Ur phil. G. Schelle nberg: für den Unter* d 0 r f; fnr Nachrichten ans Wiesbaden und den Nach« Eubach: für „Gerichtsiaal": H. Diefenbach:
I. C. Losacker: für .,Bermi chtes" und den '-^sur den Handetsteil: W. Etz: für die Anzeigen E. Braasch; sämtlich in Wiesbaden. Wellenbergschen Hof-Buchdruckerei in Wiesbaden.
Sprechstunde der SÄriftleitung: 12 bis 1 Uhr; in der politischen Abteilung von 10 bis 11 Uhr.
Verantwortlich für die innere für die auswärtige Polilit: haltungsteil. B o. Naue n barbezirken: I. V.: H. Dii für „Sport und Luftfahrt": „Briefkasten": (5. Losacker und Reklamen: I. Druck und Verlag der L. S c
