No. 163. Samstag den 14. Juli 1866
Zkö ,roni(h«ti
Auszug aus den Beschlüssen des Gememderachs zu Wiesbaden. Sitzung vom 6. Juni 1866.
Gegenwärtig: Der Gemeinderach mit Ausnahme der Herren Vorsteher Scholz, Weygandt und Burkart.
J 310—1331. Erledigung verschiedener Mobilienversicherungen.
1332. Zu dem Gesuche des Gastwirths Louis Gieß von hier um Erthei- lung der Erlaubniß zur Anbringung eines liegenden Kellerlichtes vor seinem Hause in der Mühlgasse soll berichtet werden, daß der Gemeinderath auf Ab weismrg desselben, wie vorgebracht, antragen müsse, indessen gegen die Geneh- migupg des Gesuches nichts zu erinnern finde, wenn die Oeffnung statt ganz in der Straßenfläche zum größeren Theile in der Brüstung eines Fensters angelegt und nach dem Zimmer gekehrt in der Fensternische in entsprechender Weise, sei es in Bank-, Tisch- oder Schrankform überdeckt werde, indem alsdann die Oeffnung in der Straßrnfläche höchstens einen Schuh breit angelegt werden könne, was weniger mißständig werden würde.
1333. Das Gesuch des Friedrich Seewald zu Clarenthal um Belassung eines neben seinem Wohnhaufe bestchendeu Stalles wird der Baucommission zur. Prüfung und Berichterstattung hingewiesen.
1334. Zu dem Gesuche des Badbesitzers C. W. Guckuck von hier um Er- theilung eines Ausstandes zum Verputzen seines Wohnhauses im Nerothale bis zum Frühjahre 1867 soll berichtet werden, daß der Gemeinderath mit dem zu diesem Gesuche erstatteten Gutachten der Herzoglichen Hochbaninspection einverstanden sei.
1335. Auf Vorlage des unterm 24. v. M. mit Wilhelm Kimmel. 4. von hier. NaMenS seiner beiden minderjährigen Kinder erster Ehe, Friedrich und Heinrich Kimmel, abgeschlossenen Vertrags, den Ankauf einer den Letzteren zu- stehenden, 81 Schuh haltenden Grundfläche für die Stadtgemeinde zur Weganlage südlich der Allee in der Rheinstraße betr., wird beschlossen: diesen Vertrag zu genehmigen.
1337. Aufl Bericht des Acciseamtes vom 5. l. M., die Marktverwaltung, insbesondere den Victualienmarkt betr., wird beschlossen: die Anschaffung von 100 Stühlchen sür den Victualienmarkt zur Ausführung zu genehmigen und die. Lieferung derselben, zur Vergebung auszuschreiben, nachdem «in Etat darüber aufgestellt ivorden.
1339, Auf Rescript Herzoglicher Receptur dahier vom 24. v. M. auf Bericht vom 23. v. M., die Aufstellung eines Laufbrunnens zu Clarenthal betr., wird der mit diesem Rescripte anher mitgetheilte Vertrag über die Bestellung der Servitut genehmigt und von dem Gemeinderathe unterzeichnet.
1342. Auf Vortrag des Herrn Stadtbaumeisters Fach, die städtischen Ar- britsvergebungen, insbesondere die Verzögerung der Bauausführungen durch das häufige Nachbieten der Steigerer betr., wird zur Verhütung solcher Verzögerungen beschlossen: künftig bei Vergebung dringlicher Arbeiten - in den betreff
