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Wiesbadener

Tagblall

No. 188. Montag den 9. Juli 18««.

Auszug aus den Beschlüssen des Gemeinderaths zu Wiesbaden. Sitzung vom 30. Mai 1866.

(Schluß aus Nr. 57.) .

1249. Zu dem Gesuche des Tünchers Friedrich Carl Hahn von hier um Aufhebung einer polizeilichen Verfügung bezüglich des Hintergebäudes in seiner auf der Hochstätte belegenen Hofraithe soll berichtet werden, daß von hier aus gegen die Genehmigung deffewen nichts einzuwenden sei.

1250. Die am 25. l. M. stattgehabte Vergebung der Stein- und Sand­lieferung zur Erbauung der höheren Bürgerschule wird den Steigerern ge­nehmigt. n-Hühtteö wtt »ihdiisirf »ilpp 0821 >

1252. Auf Bericht des Acciseämts vom 30. l. M., die Marktverwaltung, insbesondere den Viehmarkt 6etr., wird beschlossen: von besonderen Schritten zur Einführung eines alle 14 Tage stattfindenden Rinder- und Kuhmarktes und Eröffnung eines solchen uiit einer kleinen Preisvertheilung vorerst noch abzu­sehen und zu bestimmen, daß der Fettviehmarkt nnr an /einem Tage in der Woche und zwar vorerst nur am Freitage abgehalten werde, dem Arciseamte aber zu überlassen, Erkundigungen einzuziehen und Erfahrungen zu sammeln darüber, ob und welcher Tag etwa zur Abhaltung des Fettviehmarktes geeig­neter erscheinen dürfte, als der Freitag, und alsdann geeignete Vorschläge zuuiachen.

1253. Auf dm AntrM des Hrn. Meckel wird beschlossen: in Rücksicht auf die Vollendung des Thurmbaues der katholischen Kirche und nachdem die neue größere Glocke bereits aufgezogen, nunmehr für die Einrichtung des Stürmens auf der katholischen Kirche bei Feuersgefahr Vorkehrung zu treffen und mit der Ausführung die Herren Stadtbaumeister Fach und Feuekwehr- Commandant Zollmann im Einvernehmen mit dem Vorstande der katholischen Kirchengemeinde zu beauftragen.

1254. Auf den Antrag des Hrn. vr. Schirm wird, beschlossen: Herzogliche Polizeidirecfion zu ersuchen, dem S. Marix dahier aufgcben zu wollen, entweder die im höchsten Grade mißständige Ruine des Pfaffenmühlgcbäudes ganz abzu­legen oder wieder mit einem Dache zu versehen, da die fernere Duldung dieses Mißstandes den guten Rus unserer Stadt gefährde.

1256—1262. Erledigung verschiedener Mobilienversicherungen.

1265—1269. Genehmigung verschiedener Rechnungen.

1270. Auf Bericht des AcciseamtS vom 23. l. M., die Anstellung der Acciseaufseher Leuckel, Puhl und Lenz betr., wird beschlossen: die mit denselben abgeschlossenen Dienstverträge zu genehmigen.

1271. Zu dem Gesuche des Metzgers Karl Weygandt von hier um Er- theilung der Eoncession zum Betriebe einer Weinwirthschast nebst Restauration in seinem in der Metzgergasse belegenen Wohnhause soll berichtet werden, daß von hier aus gegen die Genehmigung desselben nichts zu erinnern gefunden worden.

1272. Desgleichen zu dem Gesuche des Metzgers Jacob Seebold von hier um Ertheilung der Eoncession zum Wirthschaftsbetriebe in seinem am Eck der Reu- und Schulgasse belegenen Wohnhause.