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ag. 18 . Seotcmber 1914 .
Kbend «Ausgabe.
Nr. 436. ♦ 62. Jahrgang«
3m westen geht es vorwärts.
I 1 der französischen Wider- — Ein neuer französischer
DurchherLchsVsrsuch gescheitert.
>8 r^' T ‘' B - W rohes Hauptquartier, Ärept. (Amtlich). Zu der Schlacht zwischen
ist,,, ""d Maas ist die eudqiltiqe Eutscheidnuq "rr „och
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| jej(j rc nicht gefalle», aber gewisse Au > * etttett daraus hin, daß die Wider«
t hi, ^Ek"st des Gegners zu erlahme» beginnt. n n, ’t großer Bravour unternommener ^'^sischer Dnrchbruchsversuch ans dem
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selbst
auf
C!! rechten deutschen Flügel brach ohne
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Ubexg unserer Trappen
zusammen. Die Mitte der deutsche»
5U 1 Kewinnt langsam, aber sicher an Boden, Qi ( g ® e Ut rechten Maas«?e« stciffurftfi* AtisstiN« priu: Verdun wurden
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rechten Maasnser versuchte Ausfälle mit Leichtigkeit znrnck-
W.
T.-B. Berlin, iS. Sept. Im Westen geht es vor- ist der Grundton, auf den die Blätter gestimmt ftin, , m in später Abendstunde das neue amtliche Tele- «r cf," “ff Wolffbureaus
sägt die
bekannt wurde. „Morgenpost"
! i r halten
menbriich der französischen
Offsnsive.
^ ^'6. Großes Hauptquartier, i 5 , e?,t * (Amtlich). Das französische 1». und hdjf ^bkorps, sowie Teile einer weiteren M sind gestern südlich Rvyon entscheidend worden und haben mehrere Batterien heir! Cl1 * feindliche Angriffe gegen verschiedene U Schlachtfront sind blutig zn- ^''gebroche...
ein Vorgehen französischer c . v ß?il Bogesenkamm im Breuschtale ^gewiesen.
h ket ErstÜLWnng des Chateau Brimont wurden 2ZOO Franzosen gefangen "" ,Anch sonst sind in offener Feld-
/^^^ugene n„d Geschütze erbeutet h,Es ,Zahl noch nicht zu übersehe» ist. rübetJ 1 * ^^heer setzt seine Operationen im '^ment Snwalki fort. Teile gehen auf »ff°w-z vor.
lchc französische Bericht über die Kämpfe im Rntfo-z. Westen.
Sept. (Erg. Drohtbericht) Eine Mitteilung aus dem französischen Äo rc; ÖO r I r t Mittwochabend besagt: Keine ein-
.ist, über den Kampf an der TW, bin „ r ' ^ te§ nicht befremdlich für eine Ar!?-keine^f^kre Tage dauert, und mau soll dar- f wissen uHtung irgendeinen Schluß ziehen.
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»‘Villen ics i „ ' lulJ lbgenveinen oafiUB zieyen. ^"lem i>atz wir bis heute abend 6 Uhr
r^iuäiir* , Iurückgewichen waren, sch Rv». ' J* Anerkennung unserer Ostarmec.
« ParsiVv (Eig. Drahtbericht) Der
Ip^i'che berückst ^ ltt"dementiert das im Umlauf
fer Uu ' ) b sü-r ' die deutschen Generale von
ht üftejt ’ . holo.bctt Befehl erhalten hätten, Vcr- i f t ’r'Vt t l . ncn Wasseustillstand anzubahncn.
^netl 1 beidei/a?^ Umsicht und Schnei dig- 6öcnerale ehrlich hervor und bc- ^ Deutschen nördlich der Aisne als
" w a s, i g vorteilhaft.
-st. s ;! 5 Stimmung in Paris.
48. T» Sept, Nach einer Genfer Mcl-
s Mitglied des Pariser Ge» im „Echo de Paris", es sei nicht .n -e en ' icfet /^'aer, die vor kurzem die Stadt der» C 1 ' 1 d??"ptstadt fpl d) °r X «urückkehren. Die Gefahr digch,/ beseitigt. Das „B. T." bc»
des Herrn Poincar 5 und 6 nach Paris dürfte so schnell nicht
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erfolgen, da die Negierung erst zurückkehren will, wenn kein Deutscher mehr auf französischem Boden steht. Die Episode von Bordeaux kann sich also unter Umständen ziemlich lange hinziehcn.
Zur Reise des Königs von Württemberg nach dem Kriegsschauplatz.
W. T.-B. Stuttgart, 18 . Sept. Bei der gestrigen Reise des Königs nach dem Kriegsschauplatz zum Besuch der 26 . Reservedivision wurde dieser in Karlsruhe auf der Hin- und Rückfahrt von dem Groß Herzog von Baden begrüßt.
Dis russischen ZtreitÄrKfte.
Die Bedeutung der Siege von Hinbenburgs.
Die russische Narcw-Armee, die vom deutschen Osthecr in der Schlacht bei T a n n e n b e r g entscheidend geschlagen und bei der Verfolgung zum größten Teil vernichtet wurde, bestand nach der Meldung vom 28. August aus 5 Armeekorps und 8 Kavalleriedivisionen, die jetzt geschlagene W i l n a e r Armee^ au? 4 Armeekorps, 2 Reservedivisionen und fünf Kavalleriedivisionen. Bei Lyck ist die Grodoer Reservearmee geschlagen, die aus etwa 2 Korps bestand. Dieses gibt zusammen 12 Armeekorps und zehn Kava l l e r i e d i v i s i o n e n, die im Laufe der letzten Zeit eine entscheidende Niederlage erlitten haben, und deren Widerstandskraft für die nächste Zeit nicht mehr in Betracht kommt.
Das ganze russische Heer besteht aus 37 Armeekorps, von denen aber ein Teil in Asien steht und nicht in Europa verwendet werden kann. Während man früher die asiatischen Jorps ohne weiteres außer Berechnung ließ, zeigt die jetzige Meldung über, das Auftreten von Teilen des 3. sibirischen Armeekorps, daß diese Annahme nicht mehr berechtigt ist. Rechnet man deshalb, daß nur 5 Armeekorps für Asien in dein Kaukasus zurückbleiben, so bleiben 32 Korps für Europa verfügbar. Bon diesen sind in Ostpreußen elf Korps, also ein «olles Drittel, geschlagen worden. Zu den aktiven Korps treten noch die R e s e r v e d i v i si o n e n hinzu. Nach den zuverlghigsten Angaben kann man fiir einen europäischen Kriegsschauplatz auf etwa dreißig Reservedivisionen rechnen, was etwa 15 Reservekorps entsprechen würde. Rechnet man diese zu den 32 aktiven Korps hinzu, so ergibt dies eine Gesamtzahl von 47 Korps, von denen 12, das ist ein v o l l es Viertel, vom Generaloberst von Hindenburg geschlagen ist. Daraus geht die große Bedeutung und Tragweite der Siege in Ostpreußen hervor. Es muß ferner berücksichtigt werden, daß das ganze weite Reich nicht ganz von Truppen entblößt werden kann, so namentlich nicht Petersburg, Moskau, Finnland. Es gehen auch noch die Festnngsbesatzungen ab. Selbst wenn man dagegeir die Reichswehr-Formationen anrechnet, so müssen für diese Zwecke doch noch beträchtliche Teile abgezogen werden.
Wenn man die hier angegebenen Truppenstärken nach Kopfzahlen rechnet und die Gefechtsstärke de? russischen mobilen Armeekorps mit rund 35 080 Mann berechnet (bei 32 Infanterie-Bataillonen) und die Kavalleriedivisionen mit 5000 Köpfen ansetzt, so ergibt dies sür die geschlagene Narew- Armee 6 Korps gleich 175 000, 3 Kavalleriedivisionen gleich 15 000 Mann, zusammen rund 200 000 Mann, für die Wilnaer Armee 4 Korps und 5 Kavalleriedivisionen dieselbe Zahl und für die Grodnoer Reservearmee etwa 70- bis 80 000 Mann, zusammen mit den zugehörigen Kolonnen und Trains eine halbe Million. Diese große Zahl ist schon entscheidend geschlagen. Unberücksichtigt sind dabei die Verluste geblieben, die in den Grenzschutzkämpfen erzielt worden sind.
Die Österreicher hatten anfangs gemeldet, daß ihnen etwa 40 Divisionen 20 Armeekorps gegenüberständen, später haben sie von einer Gesamtüberlegenheit von 17 Divisionen berichtet. Ob diese in der ersten Zahl schon mit einbegriffen waren, ist nicht ersichtlich. Da diese Berichte aber verschiedentlich von dem Eintreffen frischer Kräfte berichtet haben, kann man diese als Zuwachs annehmen. Es würde das zusammen 57 Divisionen ergeben. Mit den in Ostpreußen festgestellten 24 Divisionen würde das eine Gesamtstärke von 81 Divisionen ergeben, was etwa auch der ganzen verfügbaren Kraft Rußlands entsprechen würde. v. 8.
Wie Hindenburg zur Schlacht fuhr.
Wie der Amsterdamer „Telegraf" mitteilt, war der Generaloberst von Hindenburg anfänglich auf dem westlichen Kriegsschauplatz und erhielt danach erst den Oberbefehl über die Truppen auf dem ö st l i ch e n Kampfgebiet. Er reiste in zwanzig Stunden mit einer Lokomotive und einem Salonwagen von Westen nach Osten, erhielt unterwegs fortwährend telegraphische Berichte über den Stand der Operationen in Ostpreußen, machte während der Reise seinen Feldzugsvlan zurecht, gab von jeder Station, wo die Lokoinotive gewechselt wurde, seine Befehle für die Ostarmee, und als er ankam, konnte die Schlacht sofort beginnen.
Es wird weiter gedroschen!
Nach der Schlacht bei Tannenbera patte ein Stammtisch in Frankfurt a. M. eine Glückwunschadresse an den Generalobersten von Hindenburg gesandt. Darauf ist von dem Generalobersten auf einer Feldpostkarte folgende Antwort eingegangen:
„Vielen Dank für freundliche Glückwünsche! Ich dank^ den Erfolg Gott dem Herrn und meinen braven Truppen. Es wird weiter gedroschen! Generaloberst von Hindenburg."
Das in deutsche Verwaltung genommene Gouvernement Snwalki.
Das Gouvernement S u w a l k i hat einen Flächeninhalt von 12 500 Quadratkilometer. Den größten Teil seiner 600 000 Seelen zählenden Einwohnerschaft bilden Litauer und Polen. Außerdem zählt es etwa 60 000 Juden und 30 000 Deutsche, Russen nur 55 000. Die Hauptstadt Suwalki hat rund 20 000 Einwohner.
Gesterreichische Freude über k;indenburg.
Wien, 16. Sept. In höchster Bewunderung besprechen, wie gemeldet, die Blätter Hindenburgs glänzende Waffentaten. Die „Neue Freie Presse" schreibt: Hindenburg über- trifft alles, was die K r i e g s w i s s e n s ch a f t von der Führung in Schlachten verlangen kann. Dieser alte Soldat, der aus dem Ruhestand geholt ivurüe, ist wohl die volkstüm- l i ch st e Gestalt unter den prächtigen Feldherren des Deut,, scheu Reiches. Er kam aus dem Dunkel ans Licht, befreite in gewaltigen Schlägen ein vom Feind besetztes Gebiet, zersprengte eine Krästegruppe nach der anderen und verfolgte den Feind über die Grenze. Der Vernichtungsgedanke des größten Heerführers Moltke, bei ^Sedan in seiner reinsten Form von diesem durchgesührt, hat durch Hindenburg eine neue glänzende Anwendung gefunden.
Nach der Herrschaft der Nüssen in Tilsit.
W. T--B. Berlin, 18. Sept. Nach dreiwöchiger Herrschaft der Russen ist die Stadt Tilsit wieder von den Eindring,, lingen befreit. Am Dienstag ist die „Tilsiter Ztg." ivie- der von neuem erschienen, die einen begeisterten Artikel über unsere Truppen bringt und feststellt, daß es das Verdienst der Stadtverwaltung sei, die die Russen zu einer Haltung in Tilsit veranlaßt haben, wie sie eine solche in keiner anderen von ihnen besetzten Stadt gezeigt haben.
Der mordbrennerische General Marios in deutscher Gefangenschaft.
W. T-B. Halle, 18. Sept. Nach dem „B. L.-A." ist gestern der russische General Marios, der den Befehl gab, die von den russischen Truppen besetzten Ortschaften Ostpreußens zu verbrennen und die männlichen Einwohner zu erschießen» hier gefesselt cingcbracht worden. Er kommt vor ein Kriegsgericht. Verschiedene Blätter machen kein Hehl aus dem Wunsche, daß möglichst prompte Justiz geübt werde.
