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Dienstag den 2. Januar

1866.

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Einladung zum Abonnement auf das Wiesbadener LugbtaN.

. Das Wiesbadener Tagblatt erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Festtage in der bisherigen Weise. Der Abonnementspreis beträgt pro Quartal 30 tr., für Auswärts mit Zuschlag der Postgebühr, und wird das Blatt nach Wunsch den verehrlichen hiesigen Abonnenten für 9 tr. pro Quartal ins Haus gebracht. Die J'nsertionsgebühr beträgt für die Zeile in gewöhnlicher Schrift oder deren Raum 3 kr. Bestellungen auf das mit dem 1. Januar 1866 begin­nende neue Quartal beliebe man in Wiesbaden in unterzeichneter Verlagshand­lung, auswärts bei den zunächst gelegenen Postämtern oder den Landpostboten zu machen. _______L. SkheUenberg'sche HofiBuchbandlmrg.

Zum neuen Jahre

Im raschen Lause flieh'n die Jahre Und eilig ist der Monde Gang; Wohl von der Wiege bis zur Bahre Erscheint der Lebensweg uns lang; Doch er ist kurz und rasch entschwindet Dem Pfeile gleich, die edle Zeit, D'rum klug ist, wer darin sich findet Und nüyel sie durch Thätigkeit!

Ein neues Jahr ist angebrochen: Man wünscht sich gegenseitig Glück Und schaut ans die durchlebten Wochen, Auf's hingeschwund'ne Jahr zurück. ES hat uns manche Lust und Freude Und manche» Kummer auch gebracht, Doch sei am Scheidewege heute Im Segen seiner nur gedacht!

Verborgen in dem dunkeln Schooße Der fernen Zukunft eingehüllt, Sind für uns.noch des Schicksals Loose, Bi» seine Fügung sich erfüllt;

Doch laßt uns d'rum nicht feige zagen Und gleich die Segel ziehen ein; Es wird auch in den künst'gen Tagen Das Glück dun Muth gewogen feim

Der Friede herrscht in Deutschlands Gauen Und auch im enger» Vaterland Wächst zwischen Fürst und Volk Vertrauen Und knüpfet enger stets das Baud. Der gül'gc Himmel mög' verleihen Den Frieden uns uoch lange Zeit, Der Bürger Wohl kann nur gedeihen Bei ungestörter Thätigkeit!

Ein freudiges Willkommen rufen Wir dann, dem jungen Jahr geweiht. Wohl bang betreten wir die Stufen Zum Eintritt in die neue Zeit. Wird Freude oder Leid sie bringen? Wird uns das Schicksal günstig sein? Wird unfern Plänen cs Gelmgen Und Wohlergehen uns verleih'»?^

Laßt unserm Land, in reichem Blühen Begriffen, diesen Wunsch uns weih'n: Es' möge der Bewohner Mühen Stets von Erfolg Begleiter sein ! Ja, Jedem, der da seine Kräfte Züm allgemeinen Wohle zollt, Dem sei in dem Bernfsgeschäfte Das Glück im neuen Jahre hold l

Ja, ®tui zum neuen Jahr t so tönet Heut' allen Lesern unser Grüß;

Mit Segen fei ihr Thu» gekronet, Aus Dornen wandle, nie ihr Fuß! Und ihre Gunst, die uns seit Jahren Gegolten hat als höchster Preis, Die mög' man immer uns bewahren : -Heil pnfrem ganzen Leserkreis!