Seite 4. _Morgen-Ansgabe, 1 Blatt. MssLk-SNrr TaMaKö
heit zu geben, i m kleinsten Maß st ab, gewissermaßen groschenweise, wohlzutun. Nämlich so:
In einer Reihe von äußerlich dafür kenntlich gemachten Geschäften unserer Stadt sind Marken nach Art der bekannten Wohlfahrtsmarken das Stück zu 18 Pf. käuflich. Der Käufer einer derartigen Marke fetzt das Rote Kreuz in die Lage, einem Angehörigen unserer Kriegsteilnehmer ein e i n- maliges Mittagessen zu verabreichen. Die Gewißheit, daß durch eine solche kleine Spende ein Hungriger gesättigt werden kann, macht die Marke „Essenspende" sicher zu einem sehr begehrten Artikel. Besser kann der ohnehin oft lose in der Tasche fitzende Groschen (und ein halber) gar nicht angelegt werden! ■
— Ein Tapferer. Der am Sedantag in Frankreich gefallene Leutnant der Reserve im Feldartillerie-Regiment Nr. 80, Referendar Alex V o l tz aus Wiesbaden, war als Ordonnanzoffizier zum Divisionsstab abkommandiert und als Erster seines Regiments zur Verleihung des Eisernen Kreuzes vorgeschlagen worden. Leider erreichte ihn diese Ehrung nicht mehr.
— Arbcitsjubiläum. Sein LSjähriges Arbeitsjubiläum begeht heute der GaSarbeiter Wilh. Schmidt, Vorkstraße 8, in Wiesbaden.
— Eine neue Kriegcrpostkarte (Lithographie) ist von Frl. Jda Vogel erschienen, die zum Besten für das Rote Kreuz in allen Buch- und Papierhandlungen für 10 Pf. erhältlich ist. Die farbige, eindrucksvolle Karte zeigt einen schneidigen Krieger, der die deutsche Fahne schwingt.
Provinz Hessen-Nassau.
RsgrerrrngsbezirÄ wresDaden.
z. Braubach, 15. Sept. Am 12. d. M. ist der Sanitätsrat Dr. Romcherg von hier, der als Stabsarzt dem Infanterie- Regiment Nr. 09 zugeteilt ivar, im Feld tödlich verun- «I ückt. Er starb an den Folgen eines Schädelbvuchs. Durch seinen Tod hat unser Gemeinwesen einen sehr herben Verlust erlitten, über das gewöhnliche Maß weit hinaus war Herr Dr. Romberg geehrt und beliebt. Neben vielen anderen Ämtern hatte er den Vorsitz der Ortsgruppe der Burgenver- einigung und des Krisservereins inne. Auch war er Leiter der Sanitätskolonne.
Regierungsbezirk KaffeL
— Hanau, 14. Sept. Es ist durch einige deutsche Tageszeitungen die Nachricht verbreitet worden, daß die in Deutschland ansässige Du nkop- Gummi-Ges edlschaf t d-en englischen Behörden den Betrag von 21 000 M. überwiesen habe. Wir sind ermächtigt und beauftragt zu erklären, daß hieran kein wahres Wort ist, und daß die Deutsche Dunlov-Gummi-Kompagnie zu Hanau a. M. folgende Spenden gemacht hat: Dem Roten Kreuz in Hanau und Frankfurt a. M. sowie der freiwilligen Sanitätskolonne daselbst vorerst den Betrag von 5000 M., Gummischwämme zu Lazarett- und Militärzwecken im Gesamtbeträge von 5060 M.. darunter nicht weniger als 10 000 sogenannte Holmfchwämme für die Hanauer Regimenter. Ferner hat die Firma zu Lazarettzwecken ihre neue Kantine sur Verfügung gestellt, in welcher ungefähr achtzig Betten ausgestellt werden können. Den zur Fahne einge- rückten Beamten wurde das Monatsgehalt für August ausbezahlt und den Verheirateten derselben gleichzeitig zugesichert, daß ihren Fvauön bis auf weiteres je nach Länge der Tätigkeit der Betreffenden in der Firma lös zu 50 Proz. des Gehaltes pro Monat weiter ausbezahlt wird. Alle Frauen der ins Feld einberufenen Arbeiter erhalten die Hälfte der staatlichen Unterstützung für sich und jedes der Kinder am Ende eines Monats ausbezahlt. Dem Roten Kreuz hat die Deutsche Dunlop-Co. für die Dauer des Krieges zwei ihrer Automobile, darunter eines unter Führung des Direttovs Herrn M. Bränning. der sich vollständig dem Dienst der freiwilligen Sanitätskolonne in Frankfurt a. M. gewidmet hat. jur Verfügung gestellt. Es dürste Sie werter interessieren, zu hören, daß die Deutsche Dunlop-Co. von ihren 1200 deutschen Beamten und Arbeitern zurzeit noch ca. 680 beschäftigen kann, da sie durch größere Aufträge seitens der Heeresverwaltung nach für längere Zeit gut beschäftigt ist.
Vermischtes.
Eine Million für den tapjersten französischen Flieger.
Nach einer vor etwa vier Wochen in Buenos-Aires eingelaufenen Meldung veröffentlichten die beiden dortigen größten Zeitungen, „La Prenfa" und „La Rayon", folgendes Telegramm: „Paris. 4. August 1914. Der große Automobilreisen- sabrikant Michel in hat dem französischen Kriegsmintstevmm die Summe von 1 Million Franken überwiesen, die dsm Flieger ausgezahlt werden soll, der in dem deutsch-französischen Kriege die größte Heldentat ausführen würde." Bisher hat man von Heldentaten französischer Flieger wenig vernommen. Am Ende vorioahrt das französische Kriegs- ministorium die Million Mchelins als Beitrag für die an Deutschland zu zahlende Kriegsentschädigung,
Noch ein Feind. (Wahres Geschichtchen.) Mann (borlesend) : Die Deutschen marschieren jetzt gegen die Vogesen vor.
■— Frau (einfallend): Storni, wat is ’en det' schon wieder vor'n neier Feind?
Hernes ans aller Welt.
Er ist hingekommen. Hannover, 14. Sept. Ein Freund des „Hann. Cour." stellt diesem eine Anfang September im Rheinland amfgegcibene Feldpostkarte zur Verfügung. „Entsinnen Sie sich meiner noch? Wir saßen in Bremen zusammen, als Sie unseren dicken Redakteur Pf. (ciffer) so geärgert hatten mit Ihrem Spottgedicht über den englischen Krönungsrummel. Damals habe ich wohl über Ihre Verse gelacht, war aber sonst der Meinung, Sie härten übers Ziel hinausgeschossen. Heute wissen wir's ja alle, wie die Engländer gegen uns fchoir damals gesonnen waren. Ich wollte Ihnen nun ein kleines Vergnügen bereiten: ich bin zum Transport von Gefangenen kommandiert (freiwillig meldete sich niemand) und bringe Engländer fort nach . . . . Bei der Untersuchung fand ich bei einem dieser langen Lümmel eine Karte, die nach England sollte, darauf schrieb er: „Am 1. September wollen wir in Köln etnziehen". Nun. Tommy i st auch pünktlich hingekommenf ....
4090 Kriegstraiiuugcn irr Berlin. In den beiden Mobilnmchungswochen sind in Berlin 4258 Trauungen vollzogen worden, die man zum weiiaus größten Teil als Kriogs- trauungen ansprechen kann. Selbst wenn man die sonst zu verzeichnenden gewöhnlichen Eheschließungen mit dem Durch- schmitösatz von 250 in der Woche abzieht, ergibt sich zuzüglich der Kriegstrauungen Ende Juli und Anfang August die runde.Zahl von 4000 Kriegstranungen in Berlin
Ein Perlenhalsband im Werte von 100000 M. verloren, u bept. Eine hier weilende Amerikanerin aus Philadelphia vermißte ein kostbares Kettenhalsband, als sie
zur amerikanischen Bot- fmi Das Halsend Els 55 weißen Perlen, die
Schloß sikst e^ BriL.^' Enden verjüngen. Das
* • T.-B. ®cröttftuufl eines 58nnlbefrcubanten. Pforz -
Philipp, langjähriger Buch- haltnngschev des Pforzhermer Bankvereins ist heute verhaftet worden.
Vaterlandsliebe von Zuchthäuslern. Jauer 14 Sevt Die Kunde von dem Weltkriege ist auch in die Gefängnisse
und Zuchthäuser gedrungen. Von dem Zuchthaufe in Jauer wird nun gemeldet, daß die Insassen von ihren aus Arbeitsverdienst herrührenden Spargroschen 290 M. für das Rote Kreuz^ 50 M. für hilfsbedürftige Familien ins Feld Gezogener aus Jauer und 150 M. für den Kriegshilfsausschuß (Liebes- 0«ben für das Jauersche 154. Infanterie-Regiment. Landwehr und Landsturm) zur Verfügung stellten. Auch die nächsten Ersparnisse werden dem Kriegshilfsdienst zur Verfügung ge- stellr werden.
Humor im Kriege. Grand-Clery, 5. Sept. Liebe gnädige Frau! Ans dem schönen Frankveich herzliche Grüße. Wenn es so wertergeht. sind wir bald in Paris. Mein heutiges Quartier ■— auf Rückseite •— ist weniger berückend. Am Abend stellten sich zudem französische braune Husaren (Wanzen) ern. Nachdem ich 15 getötet, habe ich unter Zurücklassung merner Koffer gegen 1 Uhr nachts die Flucht ergriffen, «o ist der Krieg! Sonst aber geht es gut, Ihnen hoffentlich auch. Herzliche Grüße Ihr I.
Ein Baiikdefrandant in Frankreich vom Kriege überrascht. B e r l i n, 14._ Sept. Der Bankdefvaudant Leon Zebell. der sich im Untersuchungsgefängnis Moabit dem Richter gestellt Rai, ist heute einer Vernehmung durch den Kriminalkommissar Gennat unterzogen worden. Er hat dabei angegeben, daß er die Unterschlagungen begangen habe, weil ihm der Urlaub ent- zogen morden sei und weil er gefürchtet habe, am 1. Juli 1912 entlassen zu wenden. Nach der Flucht hat er sich meistens in Deutschland aufgehalten, später aber auch in Italien und schließlich in Frankveich, und zwar immer nur ganz kurze Zeit an einem Ort. In Lyon erreichte ihn die Nachricht von dem Ausbruch des Krieges zwischen seinem Vaterlande und Frankreich. Davauf ist Zebell — immer nach seinen Angaben — nach Chamonix in der Schweiz gereist, verlor aber hier angeblich bei einer Schlägerei zwischen Franzosen und Deutschen seine Handtasche mit einem Inhalt von über 80 000 M. Dann fuhr er über Zürich. Augsburg und Leipzig nach Berlin und stellte sich, mit dem Rucksack auf dem Rücken, dem Untersuchungsrichter zur Verfügung.
Letzte Orahtberichte.
Beschießung eines österreichischen Lazarettzuges durch die Russen.
Wl T.-B. Wien, 16. Sept. (Nichtamtlich.) Auf dem Nordbahnhof ist ein Spitalzug aus der Gegend von Rawarnska eingetroffen, der am 12. September gegen 4 Uhr nachmittags von einer aus 6 Geschützen bestehenden russischen Batterie, die in einer Entfernung von 1000 Meter aufgestellt war, beschossen wurde. Die letzten Wagen zeigten deutlich Spuren der Beschießung. Eine Granate hatte einen Wagen durchschlagen, außerdem war der Zug von einer Menge Feuerkugeln getroffen. Unter den Verwundeten befanden sich auch Russen.
Keine russische Millioncnarmec in Wilna.
O Stockholm, 15. Sept. (Eig. Drahtbericht) Aus Berlin wird dem „Aftonbladet" depeschiert, Laß General v. H i n d e n- b u r g von russischen Gefangenen die Bestätigung erhalten hat, daß die vorher genannte Millionenarmee in Wilna überhaupt nicht existiert, daß sämtliche Truppen dort, sogar die kaiserliche Garde, beordert wurden, sich an den Kämpfen an der Weichsel zu beteiligen. Tatsächlich sollen die Ostseeprovinz.en von größeren Truppenverbänden frei sein.
Generali Ioffre in Lebensgefahr.
W. T.-B. Berlin, 15. Sept. Das „B. T." meldet aus Mailand: Nach einer dem „Journal" zugegangenen Nachricht ist der französische Generalissimus Ioffre in den letzten Tagen beinahe von deutschen Granaten getroffen ioorden. Er wurde nur durch die Geistesgegenwart eines Chauffeurs gerettet, der im Automobil mit der größten Geschwindigkeit davongefahren ist.
Die Serben aus Ungarn verjagt.
W- T.-B. Berlin, 15. Sept. Der „B. L.-A." meldet aus Budapest: Aus zuverlässiger Quelle verlautet, daß der serbische Einbruch in S Y r m i e n gänzlich zurückgeschlagen worden ist. Kein Bewaffneter befindet sich auf dem Gebiete der ungarischen Krone.
Die Kriegsbeute der Sachsen.
bä. Die Kriegsbeute der Sachsen. Dresden, 15. Sept. Der König von Sachsen hat nachträglich die Nachricht erhalten, daß die sächsischen Truppen in den Kämpfen an der Marne am 9. September 5 0 Geschütze erbeutet und mehrere Tausend Gefangene gemacht haben.
Vom Felde der Ehre.
$• Berlin, 15. Sept. (Eig. Dvahtbericht) Unter den aus dem Felde der Ehre Gefallenen befindet sich auch der älteste Sohn des früheren MteilungMrektors im Kriegsministerium und jetzigen kommandierenden Generals des 14. Armeekorps Sixt von Arnim, der als Leutnant im Angnsta-Gande-Grena- dierregiment gefallen ist.
Ein französischer Angriff auf ein Feldlazarett.
W1 T.-B. Straßburg, 15. Sept. Im Metzer Krankenhaus haben die Landwehrmänner Christo fl, Gefreiter Hein und Bruno Lehmann zu Protokoll gegeben, daß am Abend des 25. August französische Soldaten in ein deutsches Feldlazarett cingcdrungen sind und den Stabsarzt nicdergcschoffen haben. Biele Verwundete haben mit Hilfe des Sanitätspersonals zu fliehen versucht, sie sind aber von den Franzosen verfolgt und zusammen mit den Sanitätern nicdergemacht worden. Das Lazarett ging in Flammen auf.
Der König von Serbien neuerlich erkrankt.
W. T.-B. Wien, 15. Sept. (Nichtamtlich) Die „Südslawische Korrespondent" meldet aus Sofia: Einer Meldung aus N i s ch zufolge, ist der König neuerlich erkrankt. Er ist bettlägerig, leidet an einem schmerzhaften Gichtanfall und an Schwellungen an den Beinen.
Der mißglückte Ansfall aus Antwerpen zugegeben.
Iiä. Rotterdam, 15. Sept. Eine amtliche belgische Bekanntmachung besagt, daß die belgische Antwerpener Arure« ich nach viertägigem Kampfe vor der Übermacht des Gegners «ruf Antwerpen zurückgezogen habe. Die Verluste sind beträchtlich gewesen und zeigen, daß sehr erbittert gekämpft wurde.
EynrPMsiyc Redensarten
W. T.-B. London, 15. Sept. (Nichtamtlich.) In de Rede, die der Marinemrnister Churchill am 11 September ii einer großen Versammlung hielt, hat er die Einigkeit der eng lischen Parteien betont. England müsse als Ende des gegen wärtigen Krieges große und gesunde Prinzipien für das voll tische System Europas erstreben, das erste dieser Prinziplei sei die Achtung der Nationalität. Bei der Rekon struktion Europas die auf den Krieg folgen müsse sollten die unterworfenen Völker befreit und national'
Mittwoch, 16. September 1914.
Nr. 45*
Wünsche der p nj t e r d r ü ck t e rx Bevölkerung bexückst^ werden. ^
W. T.-B. Rotterdam, 15. Sept. (Nichtamtlich) Erklärungen Churchills, daß bei der Rekonstruktion die auf den Krieg folgen sollte, die unterworfenen befreit werden sollen, fragt der „Neue Rotterdamsche ' was Ru ßlaud zur Befreiung Polens und lands und England zur Befreiung Äghpteus I 0 ®" würde.
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W. T.-B. London, 15. Sept. (Nichtamtlich.) Im Haus wiederholte gestern der Lordgehermsreselbel- • Grebe die Erklärung Asqniths über Homorule, da er " sprachen hat, daß die Abänderungsbill eingebvacht und ^ werden solle, bevor die Homorulebill in Kraft trete.
A Berlin, 15. Sept. (Eig. Drahtbericht) Wie verlauf wird der bekannte Pianist Professor Karl Friedberg ' England als Kriegsgefangener zurückgehalten.
Ku§ unserem Leserkreise.
Milbt verwendete Einsendungen können weder zurückgesandt, noch aufbewnbrt
Not der Hausbesitzer. In vergangener — hatte ein Hausbesitzer aus verschiedenen Gründen Räurinwff klage gegen Mieter eines Hinterhauses angestrengt, besoMff crber deshalb, weil dom Vermieter von seinen besten des Vorderhauses in Wahl gestellt worden ist. entweder.ff streitlustigen Hinterhausmieter zu enffernen oder st« ziehen zu baffen. Im Termin erklärte die Beklagte, «'
zu räumen , sie habe ein Kohlen- und Mafchenbierlage-r ufi
der Mann sei in einem ltochbardorf als Landwehrmarm^. Quariier und sei seit 14 Tagen nicht zu H«ms gewesen, ff erste Behauptung war unw«chr, wie gleich festgestellt wu^ die zweite ist auch unwahr, der Mann ist zwar eingezoüsl aber hier im Quartier und kommt täglich nach Hause. Slebevo bemerkt Perfügen diese Mieter über wenigstens 1200 M. gelb. 1700 M. Äusstände, monatlich 50 M. Vergütung. der Mann zeitweise eingerückt ist. Trotzdem wollte man..ksff Miete zahlen, erst auf die Aufklärung in den Tagesblan?' bin. daß Miete gezahlt werden mutz, begnemre ititm f'fjLärf klein^ Teilzahlung zu leisten. Im Termin machte der
den Parteien den Vergileichsvorschlag, die Beklagten noch Vs Jahr gratis wohnen zu lassen, dann würden sie sich ^
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leicht verstehen, zu räumen. Wer dem Vermieter die fälligen Zinsen und den Verlust, der ihm durch das der Vordevbauswohnungen entsteht, zahlt, vergaß der AE zu erwähnen, „„
.Wiesbadener Tagblcht^s
An die Schriftkeitnng des
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Wiesbaden. In Nr.^412 Ihres geschätzten Blattes vom 4, d. ^
brachten Sie ein Eingesandt des Herrn Dr. Alt unter - „ Spitzmarke: „Eine Bitte für unsere wacke^
Soldatenan die Straßenbahn." Wir bitten der Entgegnung gefl. Aufnahme gewahren zu wollen.
Dr. Hermann Alt war für seine in der Wiesbadener ur Skr. 76 gelegene Villa eine Einauartierung von 6 Manri » geteilt. Anstatt nun den Soldaten „die ungewohnten vazen etwas zu erleichtern" und „es ihnen möglichst <mge"sff zu machen", „wozu sich heute wohl jeder Deutsche pflichtet fühlt, behielt er die Soldaten nicht in seiner $n<- sondern quartierte sie in seine in der Rheingauer Straße ff nahe der Schiersteiner Grenze und in der Skähe der ihren üblen Geruch berüchtigten Knochenfabrik gelegene Moduktenfabrik. ein. Hierdurch hatten die Soldaten zu TS Mannschaffssammülplatz, der naturgemäß in der Stahe ff ursprünglichen Quartiers, nämlich der Villa des vfi-,
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Dr Alt, la«, 40 Minuten zu gehen oder eine längere Stravff bahnsahrt zurückzukegen. Die Folgen der den. SolE„,
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durck, die Umöuartierung entstandenen Erschwerungen und ff annehmlichkeiten hätte Herr Dr.^ Alt sÄbst übernehmen ff
für . die ^Soldaten das Fahrgeld tragen sollen. Die Art^^jc
Werse, sich dieser Verpflichtung zu entziehen und sie auf,- Straßenbahn abGuschieben, müssen wir entschieden zurückwE,c Hochachtungsvoll! Die Betrickhsverwaltung der WiesbE l Straßenbahnen. (Für uns ist diese Sache hiermit exiv> w D. Schrift!.) ■»
* Eine in einem Aachener Blatte veröffentlichte Zujffs« des Kölner Detaillisten-Vereins über zu hohe Lad mieten hat «ruch in Wiesbaden Berechtigung. In Stadt sind die hohen Ladennweten tm Lause der Jahre ew ff unausstehlicher Druck für die Geschäftsleute geworden.
Ladenhesitzer arbeiten mit verzweifelter Anstrengung und bormutlich in den jetzigen schivierigen Zeiten tatut in der ihren Lebensunterhalt zu erübrigen, weil die horrende das kärgliche Verdienst auffrißt. Es wäre wohl
daß sich auch die Wiesbadener GeschäftÄeute, gvnwj wie die Kölner, an die Hausbesitzer um eine Mietserrnä"'" wenden.
Vriefkaften.
0 SI- 8chriMe»ung dr- WirZbidener Tagbimr br-nnvortrt nur nftaaen im Brieflasten, und zwar ohne RechtsorrbindlichleN Brlprrlbu"«
können nicht aewädrt werden ' .. . ^
Nr. 73 . Den Hebammen stehen für ihre berussuwßfi^, Leistungen mangels anderweitiger Vereinbcamngen. GEffA nack, SMaßgabe einer Rssievungs-Verordnung zu. Dana« die Hebamme für eine Untersuchung in deren WohnunSE/iA schließlich der lldaterteilung bei Tage 1.50 bis 5 M., bei
das Doppelte zu fordern. Im übrigen sind den '
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die baren Auslagen für die bei ihrer Hilfeleistung veAvende- „ Verbandstoffe sowie GerätsckMsfi
Desinfektionsmittel und Verbandstoffe sowie Gerätschalff" ß ersetzen. Die niedrigsten Sätze gelangen zur AnwendM«^^ unbemittelten Personen und Armenverbänden. Fm ,^>. 1 !» ist die Höhe der Gebühr innerhalb der festgesetzten nach den besonderen Umständen des einzelnen !
besondere nach der Schwierigkeit und Zeitdauer der ^ ß \ und nach der Bermügenskage des Zahlungspflichtige« ^ , , messen. r . iS
. F.. N. (Anfrage.) In einer alten Zeitschrift
einst ein Gedicht, „Der bettelnde Honved". Dasselbe trrmrig und paßt daher gut in die ernste Zeit, wo
Honvedtvuippen zu Taufenden bluten müssen, als Eblss^iits- an frühere schwere Kämpfe. Viekleicht hat ein Leser das ganze Gedicht mitznterlen. von dem ich nur «och ff KJ stücke im Gedächtnis habe, die ungefähr lauten: nc %r\D ei
steht.
M. R., Schierstein. Wir empfehlen Ihnen. Auswärtige Amt zu Berlin zu wenden.
W. S. Wir empfehlen Ihnen, sich an das kommando zu wenden.
sich o«
M. I. Wer keine Berechtigung dazu hat,, ^pestzAe
Uniform tragen und wenn er eS dennoch tut. wird ^ d- Ihre Tochter muß versuchen, durch die Wohltätigkeit zum Ziele zu gelangen. dff
.P. M. Die Kosten der Verweigerung werde« ssk, Versteigerungseülds gedeckt. Die Gerichtsschrewerer die Rechnung Auskunft. , „ r^\ WL
R. B. Wir können Ihnen nur empfehlen, sicks kgost ' Bezirkskommando oder direkt bei dem KraftfaHrbar«'^
' E. A.
ei"'
Berlin zu melden.
Darüber, ob der nicht gediente Landstm" ' ' ""
berufesi w'md Msitch Besätes'nichtK
. Der .Krieg l>M. wie schon
swlegt wurde, auf das Mietverhältnis keinen Miete kann auch gegen die Frau, sofern diese de« mitunterzerchnete, eingeklagt werden.
.„ ®‘ ne @*WF9e)Küftc. Wir können Ihnen ««^ r« ^ rötliche Hrffe m Anspruch zu nehmen. jutoetitfi- ^
G. «v. Sch C. 1 bedeutet allgemeine KörpermM . andere Zermevk bezieht sich ans die Sehschärfe.
K. E. F. Wir bitten Sie. Ihre Anfvage S« w
