ffeS Sergeanten der Reserve Martini, hingewiesen, die ' einen glänzenden Erkundung»flug über den feindlichen 'Linien gemacht hatten, durch eine Panne jedoch gezwungen wurden, hinter den Linien des Feindes niederzugehen. Sie verbrannten ihre Maschine und es gelang ihnen, nach einem Marsche von dreißig Stunden, in dem sie über 100 Kilometer i zurücklegten, in das französische Lager zurückzukehren. Fer- ' ner wird auf einen glänzenden Erkundungsflug des Kapi- ' täns V o i s i n vom 65. Infanterie-Regiment mit Leutnant Campagne als Beobachtungsoffizier hingewiesen, die in einer Höhe von 1800 Meter ihre Rekognoszierungen ausführten. Dann wird der Flieger Larointy Tholosan . ehrenvoll erwähnt, dessen Flugzeug von einer deutschen j Granate getroffen wurde. Die Maschine geriet insSchwanren,
! überschlug sich zweimal, dann gelang es dem Aviatiker, wie- > der die Herrschaft über seine Maschine zu finden und glück- « lich zu landen.
i _ Es ist eigenartig, daß die französische Heeresverwaltung diese drei Flüge, die nichts anderes sind als das tägliche Brot unserer deutschen Militärflieger, als solch strahlende Heldentaten preist. Es ist eben augenscheinlich, daß sie auf die. Frage, was die französischen Flieger eigentlich tun, keine rechte Antwort zu geben vermag. Die von ihr gewählte Erwiderung ist ebenso naiv, als wenn sie auf die Frage nach den Taten der französischen Infanterie antworten wollte: O bitte sehr, Hauptmann T. hat gestern auf 600 Meter Entfernung Feuer kommandiert und sehr viele Kugeln haben getroffen.
Flicgcrabstürzc.
W. T.-B. Wien, 13. Sept. Der Flieger K o n s ch e l stürzte gestern auf dem Flugfeld Astern bei der Erprobung eines neuen Apparats aus 15 Meter Höhe ab nnd erlitt hierbei einen Rückenbruch sowie eine Gehirnerschütterung.
O Rom, 13. Sept. (Erg. Drahtbericht) Ein über Paris manövrierender französischer Flieger wurde von einem Wirbelwinde erfaßt und nach dem Walde von Vincennes getrieben, wo er abstürzte. Bei dem Absturz wurde eine Anzahl Menschen getötet und verwundet. Der Flieger selbst ist tot.
Französische Schlachtberichte.
Frankfurt, 12. Sept. Die französischen Noten sprechen fortgesetzt von Erfolgen gegen die Deutschen. Sie besagen, wie die „Frankfurter Ztg." erfährt: Der rechte deutsche Flügel unter Kluck sah sich von Anfang an von einer Umfassung bedroht, der er sich mit einer Reihe schneller, geschickter Bewegungen entzog. Kluck warf sich dann gegen unseren Flügel, welcher mit starker englischer Unterstützung eine neue Umfassungsbewegung westlich der Marne und westlich von Ourcq unternahm. Wir brachten den Deutschen Verluste bei und hielten sie fest. Im ganzen genommen, nimmt die Schlacht einen günstigen Verlauf fiir die Verbündeten. In den Argonnen halten die Deutschen stand, in Lothringen und den Vogesen ereignete sich nichts Neues.
Pariser Enthüllungen.
Berlin, 11. Sept. Aus Bordeaux wird über Rom der „Voss. Ztg." gemeldet: Der Ministerpräsident und der Kriegs- ministcr haben sich aus Furcht vor Indiskretionen bis an den Hals zugeknöpft. Herr M i l l e r a n d ist stumm wie ein Fisch und hat die Frage, ob die Expedition von Archangelsk eingetroffen oder in Reims sei, mit einem Lächeln beantwortet, welches von jedem Frager anders ausgelegt wird. In Bordeaux erzählte man sich in parlamentarischen Kreisen gestern, Kitchcner hätte ein neues Hilfskorps von 10 000 Mann angeboten, aber Millerand hätte es auf Ioffr es energisches Abwinken abgelehnt. Die Engländer sollen nämlich den Franzosen wegen ihrer altbackenen Taktik und militärischen Unbeholfenheit nur Verlegenheiten bereitet haben, namentlich bei Charleroi und bei Maubeuge. — Aus Paris kommt die köstliche Enthüllung, daß das berühmte deutsche 42-Zentimeter-Geschütz gar nicht existiere. Es sei nur ein Bluff des deutschen Generalstabes! I
Die Flucht aus Paris.
Zürich, 13. Sept. Paris bietet das Bild eines ungeheuren Umzugs. Bis zum 7. September hatte eine Million Einwohner Paris verlassen.
Das Ausfuhrverbot für Waffen und Munition.
W. T.-B. Berlin, 13. Sept. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht in einer Sonderausgabe eine Bekanntgabe des Stellvertreters des Reichskanzlers, durch welche auf Grund der kaiserlichen Verordnung vom 31. Juli 1914, betreffend das Verbot der Aus- und Durchfuhr von Waffen, Munition, Pulver, Sprengstoffen und anderen Artikeln des Kriegsbedarfs unter Abänderung der Bekanntmachung vom 31. Juli 1914 und unter Aufhebung derjenigen vom 9., 18. und
31. August 1914 eine Reihe von Gegenständen zur öffentlichen Kenntnis gebracht wird, die unter das Verbot fallen; ferner eine Bekanntmachung des Stellvertreters des Reichskanzlers, durch welche die Bekanntmachung vom 1. August 1914 und die Bekanntmachung vom 81. August 1914, betreffend das Verbot der Aus- und Durchfuhr von Waffen, abgeändert werden.
Zum Verhalten der Bevölkerung in Dcutsch-Eylau.
W. T.-B. Berlin, 13. Sept. (Nichtamtlich) Wie uns von zuständiger Stelle von Deutsch-Ehlau mitgeteilt wird, hat es sich bei der Veröffentlichung vom 27. August, in welcher das Verhalten eines der Gasthofbesitzer gegen deutsche Truppen an den Pranger gestellt worden war, insonderheit um die beiden ersten dortigen Hotels gehandelt, deren Besitzer alt und krank sind und die total den Kopf verloren hatten. Wenn ihr Verhalten selbstverständlich auch hierdurch absolut nicht entschuldigt wird, so hält doch die beteiligte Etappenkommandantur es andererseits für eine Ehrenpflicht, bekanntzugeben, daß die übrigen Bürger der Stadt Deutsch-Ehlau eine durchaus loyale Haltung gezeigt haben mrd bemüht gewesen sind, den einquartierten und durchziehenden Truppen jede nur denkbare Annehmlichkeit bezüglich der Unterbringung und Verpflegung zu gewähren. Im besonderen wird hervorgehoben, daß sowohl der Bürgermeister wie der Stadtverordnetenvorsteher stets in selbstlosester Weise bestrebt waren, den Truppen das zu gewähren und zu verschaffen, worauf sie in dieser schweren Zeit Anspruch erheben konnten. Dieser Hinweis erfolgt, weil täglich bei dem Magistrat der Stadt Deutsch-Ehlau Briefe mit den schärfsten Vorwürfen und Anschuldigungen einlaufen, die in ihrer Verallgemeinerung durchaus unberechtigt erscheinen. Schon in der ersten Kundmachung war auch die vollste Anerkennung und der wärmste Dank für die Bürger ausgesprochen, die in freigiebigster und aufopferndster Weise den Truppen )1nterknnft
Verpflegung gewährt hatten.
1 Dke Geistlichkeit in Löwen.
Über die Vorgänge in Löwen wird der „Köln. Volksztg." von ihrem Mitarbeiter Dr. Sonnenschein, der Löiven besucht hat, u. a. geschrieben: „Allen voran hat in den harten Wagen der letzten Wochen der Löwen« Klerus in seiner Gesamtheit getan, was er konnte, beruhigend und tätig seine Friedenspslicht zu erfüllen. Alle Geistlichen, die ich traf, hatten Truppen im Quartier und taten für sie ihr Bestes. In sämtlichen Kirchen ist nicht nur die Verfügung des Erzbischofs von Mecheln, Ruhe zu halten, verlesen, sondern auf das ernsteste besprochen und empfohlen worden. Wer konnte, stellte sich in den Dienst der Krankenpflege. Die Ordensschwestern haben unermüdlich auch unsere Verwundeten gepflegt. Die antiklerikalen Pauschalverdächtigungen fußen auf jenen oberflächlichen Gerüchten, die in Kriegszeiten mit besonderer Gefährlichkeit aufzutreten pflegen, und schlagen der Wirklichkeit der Dinge ins Gesicht. In keiner Kirche von Löwen sind Gewehre irgendwelcher Art gefunden worden. Von keiner Kirche und keinem Kirchturm aus wurde geschossen. (Auch die Nachricht von in einem Klosterkeller gefundenen Leichen von 5 0 deutschen Soldaten, die, wie es seinerzeit hieß, anscheinend von den Klosterbrüdern ermordet woüden seien, hat sich inzwischen als unrichtig herausgeftellt. Die Schriftl.) Sollten irgendwo einzelne Personen, die eine Soutane trugen, Geistliche oder Seminaristen, in den Karnpf verwickelt sein, so wird durch diese Einzeltatsache die eben ausgesprochene allgemeine These nicht auf das geringste beeinträchtigt. So sind denn auch sämtliche Klöster und sämtliche Kirchen von Löwen beim Brand der Stadt geschont worden."
Evangelische Militärseelsorge.
W- T.-B. Berlin, 12. Sept. (Nichtamtlich.) Unter der Überschrift „Evangelische Militärseelsorge" bringt eine Zeitung vom 9. September einen längeren Artikel aus Bonn. Er bewundert den Aufmarsch unserer Armee, da habe alles geklappt, auf dem Gebiete der evangelischen Militärfürsorge aber scheine ihm nicht alles zu stimmen. Katholische Geistliche gebe es im Felde genug, aber nicht evangelische. Daß hier rechtzeitig Sorge getragen sei, müsse er mit einem Fragezeichen versehen. Beweis: Der Brief eines jungen
Geistlichen, der, „weil er nicht die Qualifikation zum Offizier hat, den Feldzug als Lazarettgehilfe mitmacht". Dieser geistliche Lazarettgehilfe erzählt von den Lazaretten in Belgien, in denen er zwar evangelische Verwundete in Menge, aber keinen evangelischen Pastor gefunden habe, und schreibt: „Die katholische Kirche hat besser aufgepatzt, aber
wir haben nichts getan!" Der Schreiber des Artikels fügt hinzu: Diese Briefauszüge geben Kunde von einem Not
schrei, der nicht uugehört verhallen darf. Hoffentlich tragen diese Zeilen dazu bei, daß nun schnell etwas geschieht, damit unsere Kirche nicht hinter der katholischen einherhinkt. Wahrlich, es ist höchste Zeit. — Das sind die Klagen derer, die, anstatt an der zuständigen Stelle zu fragen: Wie
steht es damit? gleich einen Entrüstungsartikel in die Zeitung setzen lassen, der böses Blut macht und in der Regel viel Irriges enthält. Hätte der pseudonyme Verfasser, was für einen ehemaligen Militärgeistltchen das Nächstliegende gewesen wäre, bei dem Kriegsministerium oder bei dem Feldpropst nachgefragt, so wäre er sachlich beschieden worden. Wie im Jahre 1870, so rst auch diesesmal Vorsorge getroffen worden, daß neben den etatsmäßigen Felddivifionspfarrern die gleiche Zahl außeretatsmäßiger Feldgeistlicher ausrückt. Das ist nicht erst, wie etliche Zeitungen irrtümlich berichten, durch einen Brief an die Kaiserin veranlaßt worden, sondern aus eigenster Initiative der zuständigen Stelle heraus. Die vermeintlichen „Zionswächter" mögen sich beruhigen: Die Leitung der evangelischen Militärsürsorge bedarf keiner unberufenen Ratgeber.
Feldpropst D. W ö l f i n g.
Auskunft über Reichsangehörige im Ausland.
W. T.-B. Berlin, 12. Sept. (Nichtamtlich.) In Ergänzung der Bekanntgabe des Kriegsmimsteriums vom 10. September wird noch mitgeteilt, daß über Reichsanae- hörige im Ausland von der dem Auswärtigen Amt unterstellten Zentralauskunftsstelle für Auswanderer in Berlin, Am Karlsbad 9/10, Auskünfte erteilt werden.
Gegenseitige Portofrriheit fiir Fcldpostscndungen zwischen
Deutschland und Österreich-Ungarn.
IV. T.-B. Berlin, 13. Sept. (Amtlich) ^cach Vereinbarung zwischen den beteiligten Postbehörden gilt die in Deutschland und Österreich-Angcirn für Feldpostkarten und Feldpostbriefe bestehende Portofreiheit auch im Verkehr zwischen den Heiden Ländern einschließlich der besetzten Gebiete.
Audienzen bei Kaiser Franz Joseph.
W. T-B. Wien, 12. Sept. (Nichtamtlich.) Kaiser Franz Joseph empfing in längeren Audienzen den Minister des Äußern Grafen B e r ch t o l d, den ungarischen Ministerpräsidenten Grafen T i s z a, den Kriegsminister v. Krobatin und den österreichischen Ministerpräsidenten Grafen Stürghk.
Erbeutete Geschütze in Budapest.
W. T.-B. Budapest, 13. Sept. (Nichtamtlich) Heute trafen 16 erbeutete Geschütze vom nördlichen Kriegsschauplatz ein. Sie wurden vor dem Parlaments gebäu de aufgestellt. Trotz strömenden Regens begleitete eine zahlreiche Volksmenge den Zug mit den Geschützen. Auf dem Parlamentsplatz sammelte sich alsbald eine große Menge an, welche die Kanonen besichtigte.
Gabriele d'Annunzio als Spion verhaftet.
W- T-B. Berlin, 12. Sept. Das „B. T." meldet aus Rom, daß Gabriele d'Annunzio, der bekannte italienische Dichter, gestern von einem französischen Vorposten als Spion verhaftet worden ist, als er in der Umgegend von Paris literarische Notizen niederschrieb. Nach Aufklärung des Irrtums wurde er jedoch wieder freigelassen.
König Karol an Kaiser Wilhelm.
W. T.-B. Wien, 13. Sept. (Nichtamtlich) Die „N-eichs- post" erfährt aus Bukarest: Die Meldung, daß König Karol an den deutschen Kaiser ein in warmen Worten abgefaßtes Telegramm abgeschickt habe, wird dahin berichtigt, daß der f König dem Kaiser nicht ein Telegramm, sondern ein langes, sehr herzliches Privatschreiben sandte.
Beruhigende Erklärungen Griechenlands an Bulgarien.
W. T-B. Sofia, 12. Sept. (Nichtamtlich.) Der griechische Gesandte Raum hat schriftlich die dem Ministerpräsidenten bereits mündlich abgegebene Versicherung erneuert, daß keine Konzentration von griechischen Truppen stattgefunden hat, weder bei Gewgheli noch bei Doiran, und daß keinerlei Maßnahme ergriffen wurde, die
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als gegen Bulgarien gerichtet ausgelegt werden könne, , daß die griechischen Truppen in Mazedonien in keiner aE, Weise verstärkt wurden als durch Entsendung von Rekruten des Jahrgangs 1914, die dazu bestinnnt Kadres der in Mazedonien liegenden Regiment« zu ergM Aus dem schwedischen Parlament. ™
W. T.-B. Stockholm, 13. Sept. (Nichtamtlich-) T, Reichstag hat heute in einer außerordentlichen SitzrE Verteidigungsvorlagen der Regierung mit e>n von dem Ausschuß vorgenommenen unwesentlichen rungen angenommen.
W. T-B. Stockholm, 18. Sept. (Nichtamtlich.) « ... heutigen Debatten über die Verteidigungsvorlage im ™ £ 'i tage benutzten alle Parteiführer die Gelegenh^ , mit der Neutralitätspolitik der Regierung standen zu erklären. Schweden wolle den Frieden, wolle auch imstande sein, seine Unabhängigkeit zu verteidigen,
Zur Haltung Chinas.
X Budapest, 13. Sept. (Etg. Drahtbericht) Der $¥ Berichterstatter des Blattes „Az Est" hatte eine Untere mit dem Wiener chinesischen Gesandten, der u. a. erklär Die chinesische Politik wird durch das Eingreifen Japans rührt. Das Ultimatum fordert die übern^ K i a u t s ch a u s von den Deutschen. Dieses Gebiet $ « kanntlich ein chinesischer Besitz, den wir nur i 99 Jahre an Deutschland in Pacht gaben. Es war richtige Tat Deutschlands, das japanische Ultimatum «' zu beantworten, zumal es wußte, daß man KiauNs ohne Wissen Chinas nicht ,ausliefern könne. Wir habe» sere Armee teilweise mobilisiert. Wir wünsche« lj Krieg nicht. Deutschland haben wir viel zu verdanken f Mehrzahl unserer Offiziere haben die deutsche t besucht.
Hus albanien.
Feier des Geburtstags des Sultans. ^
W. T.-B. Durazzo, 13. Sept. („Agenzia Stefans.") ^ Geburtstag des Sultans ist hier festlich begangen Die Führer der Aufständischen, das Regierungskomitee die Truppen kamen auf dem Platz vor dem Palast zusa«^ und verrichteten ein Gebet. Dann empfingen die Führer P das Komitee in dem Palast den Besuch d« Notabeln- wurde eine Salve von 81 Schuß abgegeben. Die St«^ beflaggt und illuminiert.
Prinz Fuab-Pascha in Italien.
, W. T.-B. Rom, 18. Sept. (Nichtamtlich) Der Prinz Fuad-Pafcha ist hier eingetroffen. (Der Prinz wie «innerlich, als Thronkandidat für Albanien. Schrift'
3ur Zeichnung der Kriegsanleihen
Erleichterungen für die Berufsgenossenschafte«.
W. T.-B. Berlin» 13. Sept. Der „Reichsanzeiger" ‘L öffentlicht in einer Sonderausgabe folgenden Runderlaß L Reichsversicherungsamtes an sämtliche ihm untersE Berufs genossen schäften wegen d« Zeichnung ^ Kriegsanleihen. Auf die Anfragen aus der Mitte der rufsgeuossenschaften erklärt das Reichsversicherungsamd es von Aufsichts wegen keine Bedenken Erheben will, wenn die Vorstände nach pflichtgemäßer PE insbesondere der B«mögenslage ihrer BerufsgenoffeiEc „ teils die Rücklagen (Reservefonds) lombardi«en und Erlös zur Zeichnung der Kriegsanleihen verwenden.
Weitgehendes Entgegenkommen der Darlchenslaistfi,, W. T.-B. Berlin, 13. Sept. (Nichtamtlich.) Von Ä, diger Seite wird der anfgetauchten Ansicht entgegengeü^j daß die Darlehenskassen Darlehen nicht länge« j aus sechs Monate gewähren könnten. Diese Besc>rg"A werden als unbegründet bezeichnet. Darlehensnehmer, % besonders Zeichner der Kriegsanleihen, die übrigens 0 C % wie die älteren Anleihen des Reiches Mündelsicherheit nießen, können auf volle Berücksichtigung"^ Wünsche betreffend Prolongation der Darlehen
ITd. Berlin, 11. Sept. Die Viktoria-Versi^ rungs-Gesellschaft in Berlin hat, wie der erfährt, für die Kriegsanleihen 20 Millionen Mark geS^jt Außerdem hat sich die Gesellschaft bereit erklärt, ihre 0 e <j^ Werbeorganisation, etwa 5000 Agenten, in den Dienst guten Sache zu stellen. —- Die LandesversicherU«g§< an st alt Berlin hat beschlossen, 5 Millionen $ rira anl eihe zu zeichnen. _^
Hus Stadt und Land.
Wiesbadener Nachrichten.
2 x iooooi
Gestern vormittag teilte der Telegraph eine Nach deutschen Generalquartiermeist«s v. Stern mit, die ^ allerorts mit ganz besonderer Freude begrüßt word^ $ Ostpreußen i st geräumt! Die Russen sind «^ ^ Grenze zurückgeworfen und sie befinden sich — das 0 ^ allem bemerkenswert — in voller Flucht. Sie i aU f eI L ihrer numerischen Übermacht vor der tapf«en Aomf $
Generals v. Hindenburg auf und davon. Daß sie - ^ nach Petersburg «laufen wollten! WiÄ>er gelang es de« ^ scheu, 10 000 Russen zu fangen und zahlreiches zu erbeuten. Wenn das so weiter geht, kommen it ’^ £ ^
lich noch in Verlegenheit, weil wir nicht wissen, wo " je» Russen alle unterbringen sollen, die nur allzu tM^S Machtbereich Väterchens entlaufen. '
Später kam eine andere Nachricht vom östliche« schauplatz. Der stellvertretende Chef des österreichisch^., M ralstabs, General v. Höfer, teilte sie mit, und sie mow ^ es unserem Verbündeten bei Lemberg gelungen ist, falls vielfach überlegenen rusiichen Streitmacht r
liche Schlappe beizubringen. Und m«kwürdig: man 10 000 Russen gefangen und viel Kriegsmaterial ^ - Nach diesem neuen Erfolg unserer Waffenbrüder da- hoffen, daß es auch ihnen bald gelingen wird, über dieGrenze zurückzu werfen.
Die beiden durch Extrablätter bekarmtHLgebene richten vom östlichen Kriegsschauplatz wurden mü ^wi«, ,
sriedigung ausgenommen. Es geht auch im Oste« 00 es muß vorangehen! Das war das ftohe Gefühl, das 1 M all auslösten. Das stürmische und auch sonst ^ freundliche Wetter hielt das Publikum natürlich spät am Abend zu vielen Hunderten vor dem „Luho ^ auf die Ausgabe von Extrablättern zu Warten-
Verantwortlich für die Redaktion: Dr. xlul. G. Sch e l l en b.e rg. — Druck und Verlag der L. Schellen b erg scheu Hofbu-chdruckerei in Wiesbaden.
