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» w f Ein böses Gewissen.

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„Er ist tobt," murmelte der Alte, indem er sich erhob und daS Antlitz mit den Händen bedeckte; „gestorben in dem Augenblick, in welchem er am Ziele seiner Wünsche stand. — Gott , Deine Wege sind unerforschlich und wunderbar, ich will nicht rechten mit Dir und mich ruhig, in Deinen Willen ergeben!"

DaS letzte Wort war feinen Lippen kaum entflohen, als der Bürgermeister in Begleitung des Amtsboten und Mes Chirurgen auf dem Schauplatz der blutigen AWMiWkttsttz« <jnsi jfaßA nnzck, rur 8 1 rlju s SÄ7 r-, ü «»««üO

Die Niedergeschlagenheit, das verstörte Wesen des Sandmanns, der auf all? an ihn gerichtete Fragen keine oder unzusammenhängcnde Antworten gab, erregten den Verdacht des Bürgermeisters, der in feiner früheren Stellung, als Assessor schon manchen Criminalproceß geführt hatte. ,/;-jinhia‘n

®r ließ den Alten stehen und begann die Erfüllung seiner Amtspflicht damit, daß er den Ort deS Verbrechens einer genauen Untersuchung unterwarf.

Auf dem festen, trocknen Rasen war kein Eindruck einer Spur aufzustnden.

Ebensowenig ließ sich constatiren, ob dem Morde ein Kampf vorauSgegangen war, denn die Kleider des Tobten waren weder zerrissen, noch in Unordnung.

Der Chirurg gab nach Sondirung der Wunde das Gutachten ab, daß eine Kugel den Unglücklichen ins Herz getroffen und fast augenblicklich getödtet habe.

Neben der Leiche fand man ein Pistol und ein Messer, das erstere dicht neben der krampfhaft geballten Rechten, und hieraus glaubte der Bürgermeister auf die Vermuthung schließen zu können, daß der Tobte sich selbst entleibt habe.

Gleich einem elektrischen Schlage wirkten diese Worte auf den Ackerer.

Er warf den grauen Kopf in die Höhe und richtete den zürnenden Blick aus den Bürgermeister.

„Ein Selbstmörder war dieser hier nicht! sagte er ernst, fast feierlich.

„Sein ehrenfester Charakter, der jede unwürdige Handlung haßte, würde ihn stets, auch in Augenblicken der Verzweiflung, vor solchem Perbrechen bewahrt haben."

„So kanntet Ihr den Wann?" fragte der Bürgermeister, der sich immer hart­näckiger einzureden suchte, daß sein erster Verdacht begründet sei.

. „Ich kannte ihn," fuhr Schulz mit ehrlichem Stolze fort, „laßt den Tobten in Euer Haus bringen, dort will ich unter vier Augen Euch seinen Namen nennen."

Der Bürgermeister übergab das Pistol dem Amtsboten und warf einen Blick auf das Messer.

Es war ein großes, sogenanntes Dolchmeffer, dessen Klinge durch eine Feder gehalten wurde, auf der Hornschale befand sich ein silbernes Schildchen, in welches bi« Namen „Konrad Schulz" eingravirt waren.

Lächeln des Triumphs flog über die Lippen deS Bürgermeister^^ ^8.

»Kennt Ihr dieses Messer?" fragte er, dem Ackerer das Corpus delicti vor­haltend.

»Ich schenkte eS dem Tobten, als er bie Heimath verließ," erwiderte Schulz unbefangen, „daß er e» von drüben wieder mitbrachte, ist nur ein Beweis, wie sehr sein Herz an mir hing." ~";A. ----W'

Der Bürgermeister steckte daS Messer schweigend in die Tasche und befahl dem Amtsboten, die Leiche auf den Ichubkarrn zu legen und in'S Amthaus zu fahren.

„Laßt mich daS besorgen," sagte Schulz, indem er seinem Sohne einen Wink gab, „et war mein lieber, guter Herr, meine Hände sollen ihm den letzten Dienst erweisen." 1 «»wi uz ona wy iw jgr p

Selbst diese Worte, in denen sich eine rührende Anhänglichkeit.auSsprack, »er« mochten nicht den Argwohn des Bürgermeisters zu entkräften. . (Forts, folgt.)

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