No. 87. Mittwoch des 12. April 1863.
Auszug aus den Beschlichen des Eemeinderaihö zu Wiesbaden. Sitzung vom 22. März 1865.
Gegenwärtig: Der Gemeinderath mit Ausnahme ter Herren Vorsteher G. D. Schuiidt, Gaab, Weygandt und Burkart. (Letzterer durch Unwohlsein enlschuld'gt).
612—621. Erledigung verschiedener Mobilienversichernngen.
622. Die am 22. l. M. in den städtischen Walddistricl.cn Ncroberg Ir Thcil c, 2r Thl. b und Lr Thl. a abgehaltme Holzversteigerung wird auf denGesammt- erlös von 58 fl. 10 kV. genehmigt.
623. Die am 21. l M. abgchaltene Versteigerung des Düngers aus dem Bullenstalle wird auf den Erlös von 28 ft. 5 fr. genehmigt.
625 Zu dem Gesuche deö Schreiners Friedrich Martin dahier um Dispensation von der Errichtung der Brandmauer b. c. des SilnationS- planeS bei seinem in seiner in der Webergaffe Nr. 50 belegenen Hof- raithe zu errichtenden Werkstattbane soll berichtet werden, daß sich der Gemeinderath für die Wilifährunq deS Gesuches nicht aussprechen könne.
626. Zu dem Gesuche deS Badewirths Jacob Dreöler von hier nm Erlheilung der Erlaubniß zur Vornahme verschiedener Bauverändcrnngen in seinem in der Spiegelgasse Nr. 10 belegenen Badhause „zum gold- nen Kreuz" soll berichtet werden, daß unter den von Herzoglicher Hoch- bauinspection gestellten Bedingungen von hier aus gegen die Genehmigung desielben nichts einzuwenden sei.
6^7. Zu dem Gesuche deS Zimmermeisters Bernhard Jacob von hier um Crtheilung der Erlanbniß zur Fabrikation von Felddacksteinen auf seiner im Dambachthale belegenen Baustelle soll berichtet werden, daß unter dem Vorbehalte, daß dem Gesuchsteller nur ein Brand gestattet werde, von hier aus gegen die Genehmigung des Gesuches nichts ein- zuwenden sei.
628. Zu dem Gesuche des Wirths Jacob PothS von hier um Er- theilung der Erlaübniß zur Vergrößerung des in dem Hofe seines in der Langgasie Nr. 11 belegenen Wohnhauses befindlichen Bierlocals nach veränderten Plänen, sowie zum Aufbaue eines Stockwerkes auf das Seitengebäude soll berichtet werden, daß unter den von Herzoglicher Hochbauinspection gestellten Bedingungen von hier ans gegen die Genehmigung desielben nichts einzuwenden sei.
629. Zu dem Gesuche des MaurerS Wilhelm Nocker von hier um Ertheilung der Erlaubnis zur Erbauung eines Schweizerhanseö in dem Garten bei seinem Landhause in der Parkstraße soll berichtet werden, daß unter den von Herzoglicher Hochbauinspection gestellten Bedingungen von hier aus gegen die Genehmigung desselben nichts einzuwenden, der Gemeinderath aber ebenfalls der Ansicht sei, daß das Gebäude zu nahe auf die Grenze deö Nachbars gestellt werde, daher er beantragen müsie,
