Nr. 425.
erit e n ® reuz Spenden zur Linderung der Kriegsnot, fiil'i “ ^000 M., letzterer 10M M., bereits überwiesen haben, , u r~° n ^ en Vorständen der beiden Vereine erneut Schritte ^?°rnmlung von Mitteln innerhalb ihrer Vereinsverbände lifftp n f 5 b U - m ® ur Minderung der wachsenden Not, die der schreck- b.::, , lc S im Gefolge hat, fortgesetzt nach Maßgabe der
Samstag, 12. September 191-1
e des einzelnen mitzuhelfen.
^^"ucrfeier. Der wissenschaftliche Hilfslehrer am c* , 1 , erl ^^Aoum 2 Dr. K o n z e, Leutnant der Reserve im v lanterie-Regiment Nr. 87, starb am 5. September den r„ ent °k- ^ er Direktor des Lyzeums hielt gestern vor ver- A„s m f* em Lehrerkollegium und den Schülerinnen eine stille acht. Zu des Verstorbenen sie! der Unterricht aus.
,c, Taubstummcngottcsdienst. Am nächsten Sonntag, den i,' “• iN., findet in der Lutherkirche um 2 Uhr ein Taub-
^mmmengottesdienst statt.
^ Kriegsfürsorge. Eine unter dem Personal des °'t°mts 1 hier veranstaltete Sammlung hat 800 M. er- Hiervon sind 300 M. dem Kreiskomitee des Roten ^-euzes und 300 M. dem Herrn Oberbürgermeister zur Un- iiIj' tU k u J ! ® arbeitslos gewordener Wiesbadener Familienväter erwiesen worden. 200 M. werden zur Versicherung der im stl" stehenden Unterbeamten bei der Nassauischcn Kriegsver- ^erung vrewendet.
^st;7^,Kleine Notizen. Fräulein A. Eederberg hat ihr '„„"tut für schwedische Heilgvmnastik und manuelle Behand- dem Roten Kreuz täglich von 10 bis 12 Uhr zur Ber- gestellt und will unentgeltlich Verwundete auf ärzt- m Empfehlung behandeln.
^orbsrichts üben Ul„nkt. ^arträae unb Verwandtes.
Residenz-Theater. . den ^ -Roten Kreuzes:
Samstag, den 12. September: Zum
„„ - .' „Väter und Söhne". Sonntag.
tw, 13.: „Väter und Söhne". Montag, den 14.: „Als ich JW Flügelkleide . . .". Dienstag, den 15.: Geschlossen. »Tr» P$ den 16 : „Väter und Söhne". Donnerstag, den 17.: schloss^ "och im Flügelkleide . . .". Freitag, den 18.: Ge-
provinz Hessen-Nassau.
Negiernnasbezirü Miesbaden.
Graf Zeppelin in Limburg.
basli^t Limburg, 11. Sept. Wie der „Nasi. Bote" mitteilt, Seiih gestern mittag der greise, aber noch rüstige Graf <l^??elin den bissigen Bahnhof aus der Durch eise. Das hch ^-"de Publikum begrüßte ihn stürmisch, worauf er sicht- bi e i g ireut an die Versammelten einige Dankesworte richtete, aus-r" einem Hoch auf das Vaterland, aus Kaiser und Reich Zangen.
Gerichtssaal.
d»n q?' iLaschcndiebin. Die Ehefrau Elisabeth P i s ch a tz ck wejs ^'osbaden traf spät nachts mit einem hier zur Kur jL etl i>en Rechnungsrat zusammen, mit dem sie sich kurze »J,, nu f der Straße unterhielt. Zu Hause ongekommen, be- der alte Herr, daß ihm sein Portemonnaie abhanden war. Es stellte sich denn auch bald heraus, daß die dem Herrn in die Geldtasche gegriffen und aus ihr ^ Geldbörse mit 250 M. Bargeld und anderen Wertgegen- Ferk ^ herausgeholt hatte, die man teilweise noch bei ihrer bahme vorfand. Vor der Wiesbadener Strafkammer er-
Handelsteil.
I IC 1 SE 1 UE
„ Nach den Preistreibereien in hatten sich die Preise zunächst wieder gesenkt
Wie Preiskurve steigt.
den ersten Tagen der Mobil- > e auf dem' Lebensmitt el- zunächst wieder gesenkt und hielten ein Niveau ein, n ett 6ri das sich im allgemeinen wenig emwenden ließ. Ganz atJ^gs machen sich aber Anzeichen geltend, die auf ein ^«aliges Ansteigen der Preiskurve schließen lassen. Dabei ettyj P ‘ vir es keineswegs mit Preissteigerungen zu tun, die Ü e a us der Angst geboren sind, sondern mit Preisbewegungen, stiMf 1 ^ en wirtschaftlich Stärkeren bewußt und systematisch f 1 e Konsum aufgezwungen werden. In erster Linie hat das siirJ.Soh neuerdings einen Preisaufschiag erfahren, der an Hu n ? n Orten bis zu 10 Pf. das Pfund beträgt. Dieser Auf- 'St nach der Marktlage ganz ungerechtfertigt, mögen \, * e Interessenten um Scheingründe nicht verlegen sein.
landwirtschaftlicher Seite wurde schon eine Aufhebung V^Nreien Einfuhr von Schlachtvieh verlangt, weil die so Ttark zurückgegangen waren. Die Landwirte his jetzt aus dem Verkauf ihres Viehs sicherlich keinen
t, rfi c ^ t r * Jes Angebot den Preis für Schlachtvieh übermäßig ge- Vor üb ^. ae nun auch die erste Welle des starken Angebote die (j er sein, so haben an ihr doch gerade der Viehhandel und ^ohlächter so gut verdient, daß sie nicht den geringsten
hi kroß so Nutzen gezogen, ja sie haben vielfach durch ein
Anorphn! /Ion Praia fiir RnMar»hlvio*f* l'iKormäßi/r cra-
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^iort naben > den leichten Rückschlag auf dem Viehmarkte Pfei Se Zu Preiserhöhungen auszunützen. Die billigen Vieh- Oer p SIn d dem Konsum überhaupt nicht zugute gekommen. Sc har[ re i s P°litik im Viehhandei muß daher ganz ^is 4u au fdte Finger gesehen werden: sowohl die Landwirte t 6 Konsumenten werden durch sie in gleicher Welse , 8t. Auch die Preisbewegung von Getreide uns
£ ^ | ituiouv. »v »--izurux, * wu V_»v^ Ui c 1U C U 11 l|
hdest Qe P te i auf Gruppen hin, die ein starkes Interesse be-
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i? e ht 6r ,’ Üle Preise ohne jegliche Rücksicht auf die Konsu-
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Sit U ati Zeigt ^uilieh, daß in beiden Lagern die gegenwär- 6l %du n _ ,° n zu Preissteigerungen ansgenützt wird, deren Be
er heftf 0 ? u kestatten, daß sie möglichst viel verdienen. a hdai ge Kampf zwischen Großmühlen und Mehl-
o* ZPlorf j„o •- l.:j_t__ _
^üxins ^ a-usgemiLzi wiru, deren x>e-
a ^eH -pP um als stichhaltig angesehen werden kann. Dab
Vei>] r _ 1 &ler R n M A . R., w ö A . ^ fi n_
f^hen ) ordeu, die wesentlich höher als bis vor kurzem ■pteter Zeit ^ er Ergänzung halber betont. Nun ist In ,2b Preis es ?? e bereits gemeldet) auch schon eine Erhöhung tv ■ ^r st»,- Sür Hausbrandkohle angekündigt worden, t 2iß Man tPu ® e sründung hat es auch hier nicht gefehlt. °nunx nid-t ’ st^st st'o Konsumenten gegen eine solche Er- h “ etl eien, auszurichten vermögen. Weiter haben die t * n ken K ‘ r o l e c h n i s c h e n Firmen Preissteige-
J o t h e k B e' hre Artikel bis zu 20 Proz. ein treten lassen. - Ersten. u. P w , a r e n sind zum Teil ebenfalls
®r, Butter, Obst und Gemüse oft Preise
t 0 H Ueri - Man V“ 11511 s ? na ? um iel1 obenkalte teurer ge- 6er S L Zeil > die konnte die Liste der Preissteigerungen noch Sa ec ritferti c t n a S l Un< ? sonders mit einer Reihe von Gründen his*’ als daR ^. on sind, die aber meist nichts anderes bester, S v v 'el wi dle .wirtschaftlich Starken sich vor jedem Ver-
^^rjich. bRöglich zu sichern suchen.
v 6rs .Erfoig e „on gerade jetzt, wo sich dank der fortschreiten-
Das ist sehr be-
^^E^stinhere^a^k^ tapferen Truppen allmählich eine zu- d 6t . P6T sich wioa U ” assung geltend macht und der Wirtschafts- i^8rößt eil etwas reckt und streckt, sollte selbst unter
der „ p ei J r Inan alles vermeiden, was Sie kleinen An- erbtichen Entwickelung stören könnte. Die
Wiesbadener Taglrlatt.
klärte die Angeklagte, in völliger Bewußtlosigkeit gehandelt zu haben und von dem ganzen Vorfall auch nicht mehr das geringste zu wissen. Das Gericht folgte ihrer Einlassung jedoch nicht, sondern verurteilte sie zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis.
Letzte OrahlberichtK.
Eine neue Niederlage der Nüssen!
W.T.-B. Berlin, II.Sept. (Amtlich.) Das 22. russische Armeekorps aus Finnland hat versucht, über Lyck i» den Kamps in Ostpreußen mit eiuzugreifen. Es ist bei Lyck geschlagen worden.
Eine Enzyklika Benedikt XV.
W. T.-B. Rom, 11. Sept. (Nichtamtlich.) „Offervatore Romano" veröffentlicht eine vom 8. September, dem Tage Mariä Geburt, datierten Enzyklika Benedikt XV.. in der er ans die schwere von ihm übernommene Aufgabe hinweist und erklärt, daß die^ Gnade Gottes, die ihm die Last einer solchen Würde auserlegt, ihm die Wachsamkeit unt> die nötigen Kräfte schenken werde. Hierauf spricht der Papst seinen Schmerz über den gegenwärtigen furchtbaren Krieg und den Wunsch nach seiner baldigen Beendigung aus.
Ein Mißgeschick Szögyeny-Marichs.
W. T.-B. Berlin, 11. Sept. Die „B. Z." meldet aud Kopenhagen: Der österreichische Gesandte Graf Szögyeny- M a r i ch ist vor einigen Tagen in der Umgebung von Kopenhagen bei den Festungsanlagen der Bagsvaerv irrtümlicherweise von den Militärbehörden verhaftet worden. Nach seiner Identifizierung wurde er sretgelassen. Regierung und Kommando haben ihr Bedauern Über den Zwischenfall ausgesprochen.
hd. München, 11. Sept. Aus Gram darüber, daß er nicht als Kriegsfreiwilliger eintreten durfte, hat sich der 18- jährige Sohn des Bürgermeisters Geher in Preisdorf bei Wunsiedel dos Leben genommen. Da bereits sein Bruder ols Freiivilllgcr eingetreten ist, erlaubten die hochbetagten Eltern nicht, daß auch der zweite Sohn eintrat, da sie an ihm eine Stütze haben wollten.
££ii§ unserem Leserkreise.
(Nicht verw^ndste SinsiknÄnng^n können weder zurückaesandt, noch ausbewabrt werden
* J,n Streite um die äußeren Zeichen der Trauer für die Gefallenen läßt sich, wie immer, ein Mittelweg einschlagen. Es ist nun einmal deutscher Brauch, bei dem Ableben eines teuren Angehörigen Trauerkleidung anzulegen, und es ist nicht gut, gerade an einem solchen, gewissermaßen geheiligten Brauch zu rütteln. Aber wie auf so manchen anderen Gebieten, so haben sich auch inbezug auf die Trauerkleidung in den letzten Jahrzehnten leider Mißbräuche eingeschlichen. Die deutschen Frauen sind auch hier Modenärrinnen geworden; eine sucht es der anderen gleich SU tun, und bei vielen Familien führte die Beschaffung der Trauergewänder recht oft zur schweren finanziellen Belastung. Vom Kriege erwarten wir manche heilsame erzieherische Wirkung; er nuige auch zur Vereinfachung und
Produzenten selbst haben sicher nicht den geringsten Nutzen davon, ganz abgesehen davon, daß sich auch die Behörden wieder veranlaßt sehen könnten» einzuschreiten.
loäustris und Handel
W. T.-B. Die Ausschaltung des englischen Zwischenhandels nach Ösierieich. Budapest, 11. Sept. Gegenüber den feindseligen Maßnahmen Englands gegen den Handel der kriegführenden Staaten hat der Landes- und Industrieverein sämtliche ihm angehörigen Importfirmen aufgefordert, daß diese ihre Wareneinkäufe aus irgendeinem überseeischen Lande, namentlich aber den Einkauf von Baumwolle, südamerikanischer Schafwolle, südamerikanischen Rohhäuten und Fellen, Getreide, Gerbstoffen, Phosphaten und anderen wichtigeren Einfuhrartikeln in Zukunft nicht wie bisher durch englische Handelsfirmen und auf der Basis der englischen Währung vornehmen lassen. Bei diesen Emkäufen soll vielmehr bei völliger Ausschaltung des englischen Marktes die Vermittelung ungarischer, österreichischer oder reichsdeutscher Handelsfirmen in Anspruch genommen werden, wobei Bedingung ist, daß die Waren entweder nach Fiume, Triest oder nach deutschen Häfen eingefüihrt werden und die Zahlung in Kronen- oder Markwährung erfolgt.
— Der Krieg und der deutsche Ausfuhrhandel. Die Soziale Arbeitsgemeinschaft der kaufmännischen Verbände hat an den Herrn Reichskanzler die Bitte gerichtet, soweit es die militärischen Gründe zulassen, den Außenhandel durch Verkehrserleichterungen möglichst zu fördern. Der wertvolle Handelsverkehr mit Großbritannien, Irland und seinen Kolonien, mit Frankreich und Rußland sei durch den Kriegsausbruch unterbunden und auch die Verbindungen mit anderen Staaten seien gestört. Die Reichsregierung habe die Handelskreise in anerkennenswerter Weise darauf hingewiesen, daß Transportwege über neutrale Häfen gewählt werden müssen und sie hat auch bei einer Audienz der Handelskammern zu Elberfeld und Barmen im Reichsamte des Innern und dem preußischen Eisenbahnministerium das größte Entgegenkommen bei der Förderung des Außenhandels zugesagt. Die König!. Preußische Regierung ist nun der Lage der Industrie und des Handels dadurch entgegengekommen, daß der Frachtverkehr nach den neutralen Ländern Schweden, Norwegen, Holland, Schweiz, Dänemark zugelassen worden ist. Dagegen wird es in weiten Kreisen des deutschen Handels als ein großer wirtschaftlicher Nachteil empfunden, daß — im Gegensatz hierzu — der Fr a c h t v e r k e h r nach Österreich-Ungarn und Italien völlig gesperrt ist. Wenn hierbei vorübergehend militärische Gründe maßgebend gewesen sind, die von jedem Deuteeben gewürdigt werden, so seien doch diese Gründe nicht dauernd. Zu diesem Mißstande trete noch ein anderer. Während die Königlich Preußische Regierung wenigstens nach einem Teile der neutralen Länder den Frachtverkehr wieder zulasse, verbiete die Reichspost jeglichen Postverkehr nach allen neutralen Ländern und nach Österreich. Die Soziale Arbeitsgemeinschaft ersucht nun den Herrn Reichskanzler um Beseitigung diese» Verkehrshemmnisse und um tunlichste Zulassung von Ausnahmen von dem Ausfuhrverbot, soweit dies das militärische Interesse Deutschlands zuläßt Die Soziale Arbeitsgemeinschaft hat die Handelskammern gebeten, die Eingabe zu unterstützen, um der zunehmenden Stellenlosigkeit in den Kreisen der kaufmännischen Angestellten und der Arbeiter durch Wiederaufnahme der Arbeit oder volle Beschäftigung der Betriebe en tgege n zuwirk en.
Morgen-Ausgabe, 1. Blatt. Seite 8.
Verbilligung der weiblichen Kleidung führen. Beides tut uns bitter not; bisher wagte sich mit dieser Behauptung nur niemand heraus. Das ^Schneidergewerbe ist in Deutschland aus der Höhe; wie es nun bisher, namentlich hier in, Wiesbaden, mehr für die Befriedigung des Luxusbedürfnisses gesorgt hat, so zeige es jetzt seine Befähigung nach der entgegengesetzten Seite. Vor allem sei die Trauerkleidung noch mehr wie jede andere anständig; sie zeige nicht die Formen des weiblichen Körpers in einer die Lüsternheit erweckenden Weise. Sodann sei sie einfach und praktisch. Die deutsche Frau, das deutsche Mädchen soll sich wieder mehr im Hause betätigen; sie werden genötigt sein, mehr als in den sogen.
! wten Jahren die Hände fleißig zum Erwerb zu regen oder ich draußen zu tummeln und im Dienste der Nächstenliebe, >er Kriegsfürsorge tätig zu sein. Deshalb wähle man geeignetere Stoffe, als man sie bisher für die Trauerkleidung nahm; vor allem aber schaffe man die beengenden Schlitzröcke ab, lege auch wieder eine gesunde tlnterkleidung an, von den verderblichen Niederschuhen und hohen Hackenstiefein ganz zu schweigen. Und fort mit dem teuren lästigen langen wallenden Schleier, dem wulstigen Hutgebüude! „Schwarz kleidet ja die meisten Frauen gut, also auch eine einfache Kleidung wird dem Auge wohltun, und Ihr deutschen Frauen und Mädchen, die Ihr um einen im heiligen Kriege Gefallenen trauert, Ihr braucht Euer Antlitz nicht zu verhüllen, stolz könnt Jbr eueren Mitmenschen zeigen, daß Ihr dem teuren Vaterlande ein schweres Opfer gebracht, ohne dabei der Eigenschaften zu vergessen, die der deutschen Eigenart entsprechen, der Einfachheit und SittsamkeitI
Vriefkasten.
S Dte SchrtfNritunn der Wiesbadener Tagblatts beantwortet nur tcdrtMtche »fragen im Briefkasten, und zwar ohne Reäitsverbinblichkeit. Besprechungen können nicüt aewäbrt werde» •
H. S. Der Schuldner muß seine Schulden bezahlen wie im Frieden. Der Vermieter hat für seine Forderungen aus dem Mietsverhältnis ein Pfandrecht an den eingebrachten Sachen des Atieters. Das Pfandrecht kann für rückständigen Mietzins unbedingt geltend gemacht werden, ferner für die noch weiterlaufende Miete, aber nur für das laufende und das folgende Mietjahr. darüber hinaus nicht. Der Vermieter darf sein Pfandrecht nicht aus Gegenstände erstrecken, die, der Pfändung gesetzlich nicht unterioorfcn sind. Es sind dies insbesondere die für den Bedarf des Schuldners und zur Erhaltung eines angemessenen Hausstandes unentbehrlichen Kleidungsstücke, Betten Wäsche. Haus- unv Küchengeräte, Nahrnngs-. Feuernngs- und Beleuchtungsmittel für 4 Wochen, Handwerksgeräte und dergleichen.
N N. In Wohnungen vertilgt man ine Wanzen am sichersten durch energische Anwendung von Petroleum ^ und Insektenpulver, auch durch Bestreichen aller Fugen. Ritzen, Spalten an Möbeln und in Wänden mit einer Lösung von 10 Gramm Navhthalin in 1 Kilogramm lauwarmem Terpentinöl. In Wänden müssen alle Ritzen und Risse sorgfältig aus- gekratzt und dann verstrichen werden: von Tapeten sind alle lose sitzenden Telle abznreitzen.
*
* Ausländische Photo-Arükel. Man schreibt uns: England hat den Staateboykott gegen deutsche Wirtschaftsinteressen proklamiert, die englische Regierung verbietet jedem Engländer bei schwerer Strafe, seine Schulden an deutsche Gläubiger zu zahlen und mit ausländischen Firmen zu handeln, bei denen auch nur ein Deutscher beteiligt ist. Auch der geschäftliche Briefwechsel mit deutschen Finnen ist untersagt. Diese Haltung Englands und der anderen Deutschland feindlich gesinnten Staaten gibt deshalb mehr und mehr Veranlassung, daß auch die Konsumenten photographischer Bedarfsartikel in Deutschland und Österreich-Ungarn Gleiches mit Gleichem vergelten und zu einem Ausschluß besonders der englischen photographischen Artikel übergehen! So haben bereits die österreichischen Amateurphotographenvereine beschlossen, photographische Artikel aus England nicht mehr zu kaufen, und auch in Deutschland macht sich bei den Fachphotographen eine Bewegung in dieser Richtung geltend. Tatsächlich hatte bei uns in Deutschland die lächerliche Ausländerei auf keinem anderen Gebiete eine solche Ausdehnung erlangt wie auf dem der photographischen Bedarfsartikel. Und gerade hier war am wenigsten Ursache dazu. Denn unsere deutsche photographische Industrie ist ln bezug auf Leistungsfähigkeit der ausländischen Konkurrenz nicht nur ebenbürtig, sondern weit überlegen! Das beweist am besten die enorme Zunahme des Exports an deutschen Photoartikeln, der die Hälfte, ja auf einigen Gebieten zwei Drittel der gesamten Produktion umfaßt. Die englischen und französischen Trockenplatten, Papiere und Filme sind ln keinem Falle besser als die Erzeugnisse unserer deutschen Betriebe, und es wäre an der Zeit, daß sich jetzt auch deutsche Berufsphotographen und Liebhaberphotographen von ihrer lächerlichen Vorliebe für englische und französische Photo- artikel befreien, sich auf ihren Nationalstolz besinnen und nur deutsche Pholoartikel kaufen!
S. Der Tabaktrust unter staatlicher Kontrolle. Berlin, 11. Sept. (Eig. Drahtbericht) Die deutschen Unternehmungen und Werke des Tabaktrustes wurden, wie «er „Deutsche Kurier“ erfährt, in Gemäßheit der Bundesrateverordnung der staatlichen Kontrolle unterstellt.
Schiffs-Nachrichten
über Bewegung und Ankunft der Kampfe* vom 31. August bis 4. September 1914.
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I Herkunft Ankunft
Dampfer: | beiw, B eiae«let:_b ezw. Weiterfahrti
Koninklijke Hollandsche Lloyd, Amsterdam.
General-Agentur: Passage- u.Reisebureau Born & Scliottenfeli.
Hollaadia.
—
in Plymouth.
Gelria.
auf der Heimreise
am 2.9 von Rio de Jan.
Tubantia.
» » Ausreise
» 31Avon Lissabon.
Frisia.
in Buenos Aires.
Zeelandia.
in Amsterdam.
Die Morgen-Ausgabe umfaßt 8 Seiten und die Vcrlagsbeilage „Der Roman“.
Chefredalleur: A. Heger Horst.
Verantwortlich für die innere Politik: A. Heu erhörst; für die auswärtige PoM! und „Letzle Drahtberichie": Dr. phil. G. Schelle nberg: für das Feuilleton: B v. Nauendorf; für „Äus Stadt und Land" und das gesamte Provinzielle: I. V.: H. Diefenbach; für „Gerichtsiaal": H. Diefenbach; für „Sport und Luftfahrt": I. V.: C. Losacker; für ..Bermi chtes" und den „Brieflasten": C. Losacker, für den Handelsteil: W. Etz: für die Anzeigen und Reklamen: H. D o r n a u f; sämtlich in Wiesbaden.
Druck und Verlag der L. S ch e l l e n b e r g ichen Hof-Bnchdruckerei iu WieSdadea.
Sprechstunde der Redaktion: 12 bis 1 Uhr; in der politischen Abteiluag von 10 bis 11 Uhr.
