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^'tta a? mü? bi? gen «Su^a JbiiH itbr ä & mittag!? Berliner Redaktion des Wiesbadener Tagblatts: Berlin-WilmerSdorf, Güntze lstr. 66, Ferns pr. : Amt Uhland 450 u. 451. Tagen und Platzen »i!:d kein? «ewäb^usernsmmew
Kr. 424 .
Freitag, n. September 1914 .
Abend-Ausgabe.
62 . Jahrgang.
Heue
®n letntntn M« hei Bet».
* BuneuunsgWeM» in Baiiem ««.
> W.T.-B. Großes Hauptquartier, 11.Sept.
deutsche Kronprinz hat gestern mit seiner z-.Aee die befestigte feindliche Stellung snd- * 1 chVerdn n genommen. Teile der Armee 11 bie südlich von Verdun liegenden ^rsorts an. Die Forts werde» seit vor- Uer» durch schwere Artillerie beschossen.
^.-deueraloberst v. Hindenburg hat mit dem den linken Flügel der noch in Ost- s«l>i befindlichen russischen Armee ge- und sich dadurch den Zugang in den i>e>, beS Feindes geöffnet. Der Feind hat dnü ^ampf ansgegeben und befindet sich in Rückzuge. Das Ostheer versorgt ihn in östlich er Richtung gegen den Njemen. Generalquartiermeister v. Stein.
5er > eue deutsche Siege in Ost und West! Erfolge von grv- iu 5 Ca fltoeite weiß uns der Generalquarttermeister heute
§iege§freuöe.
tzi°?^en, nachdem erst gestern von neuer erheblicher syT^Lbeute — 50 Geschütze und mehrere tausend Ge- ijstMe! — zu den Kämpfen in der Marnegegend von Paris berichtet werden konnte- Das furcht- Ringen westlich Verduns entwickelt sich in für
t* fortschreitenden Kämpfen, und jetzt ist auch s ü d- Verduns der Angriff auf die Sperrforts auf-
während
auf gleichzeitig
die Armee des deut-
fj^.. Kronprinzen die befestigte feindliche Stellung dgk, I i ch Verduns genommen hat- Das bedeutet, bon ^ose so außerordentlich wichtige starke Festung 'It. ^len Setten eingeschlossen und schwer bedrängt wenigen Tagen stehen wir dort vor großen eidungen, die zwar noch s ch w e re
hv^?fe kosten werden — wir hüten uns doch Wohl alle -Nebelhafter Unterschätzung eines Gegners, der auch
es uni Sein oder Nichtsein als Großmacht
stsj^' ^aß „ w ^. v _ _ _ _ __ _ _
Sb*' ^ Qn fl e § geht! —, deren Eintreffen wir aber mit Gewißheit entgegensetzen können.
Ebenso erfreulich aber ist die Botschaft aus BxlM e n; sie bedeutet die hoffentlich endgültige ^fl^iung des deutschen Bodens von den sengen- tkvfs^kden der Moskowiter. Nicht nur die schwer be- Provinz, für die Alldeutschland setzt mit 'dMe öinzutreten hat, sondern ganz Deutsch- ' das die Russen auch nach der Niederlage von noch in nördlichem Bezirk von Ostpreußen HeexiH.ntmet erleichtert auf und dankt dem genialen l>en, rPtet wie seinen unvergleichlich tapferen Trup- den „in vollem Rückzug" befindlichen Feind Mn s A gegen die Memel hin verfolgen und oring„^uentIich fürchterliche Verluste bei- fv, senden. Mit freudiger Gewißheit sehen wir . ÜSen« ^''^ren Kun
/twas für die Gesundheit unseres Volkes iü
' P r to n uno tletn, ari
müssen
^ et Weiteren Kunde aus dem Osten entgegen, etw"- -----
(> tfj ( e war, so ist es eben die S e l b st v e r st ä n d-
'» und
mit der bei Ausbruch des Krieges alt und -te sra“ klein, arm und reich sein Bekenntnis ^4t orte faßte: Wir müssen siegen! Das ^oberflächliche französische
war
ü Berlin, und unser ihl Ct e§orn 3 - 1 ^- er Promptheit und Vollendung nnscrei ft^ttQ en (mmsation war himmelweit von dem hoch- u h l Q p » a ^£hipr§t" des Feind>es entfernt- Mit Mr die S e I b st v e r st ä n d l i cf) f c i t erwarteter
(^if*rrr» itnh nrrforo ß’nYrvnrf
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.. chknf Siege und unsere Erwartungen wur e r tr ni/ getäuscht, sondern noch h e r r I i d
.iMfen- |{Jjfere t I er ..®oIf \ Ofl ?) Bruder
^osspyOrf es ruhig bekennen, daß das in den breiter Ut ßz-. Meiner Weste der Fall ist- Und denn o ä ( Q ^- Sie fuzelnen jene Abgestumpftheit gel
Nichts aber wäre falscher, alt gegen diese großärtigen Tater im Felde a b g e st u m p f t würdi
„ r^rp i einzelnen ^i.tjy'un.uuuf'ii.vcu. yci
tzfo von i?® bei seder Nachricht, die fast Wort 'es W„s^'orer Geeresleitnng herausgegeben wirl^ qzMo ^ ugene? Wieviel erbeutete Geschütze? Uni brst^unü nicht
W?» in hcn R iVp bnnn m -~- -~..v
itWo5^ n putschen Erbfehler des Nörgelns ' 'Undank und schweres Unrecht
am nächsten Tage die Er murren sie womöglich und ver
klagen
zu-
unsere Armeeführung und unsere
kämpfenden Brüder- Gerade der kleine Erfolg muß oft mühsam und unter schweren Opfern erkämpft werden- Die Heeresleitung kann nicht zunächst frg!gen, wie sagen wir es dem Volke?, sondern ihre oberste Aufmerksamkeit gilt der Verfolgung des'Feindes, der neuen Lage, der Auffrischung der Truppen oder sonstigen wichtigen Dingen- Die herrliche Ruhe, die unser Volk auch in den Teilen des Vaterlandes bekundet hat, die unter dem Feinde unmittelbar zu leiden hatten, hat gezeigt, daß uns nichts fremder als die oberflächliche Anschauung ist, daß der Krieg ein Sensationsdrama für den Nervenkitzel
Staatsmaschine sein bescheidenes Plätzchen im alten Sinne ausfüllt, auch der ist ein Posten in der Organisation der großartigen Verteidigung unserer Kultur- Je stiller und schlichter jene Arbeit ge- leistet wird, desto wertvoller wird sie sein- Jene Kreise, die nichts ohne Geräusch tun können, die vor der Tat schon die Öffentlichkeit in Kenntnis setzen zu müssen glauben über das, was sie zu tun gedenken, sollten sich ein Beispiel an unserer Heeresleitung nehmen- Diese kündet e r st dann der Welt etwas an, wenn sie vor der vollendeten Tatsache steht- Und wie knapp geschieht es dann!
ist- Jeder einzelne muß sich aber dann auch in seinem Fühlen und Denken der allgemeinen Anschauung einfügen-
Siegesfreude soll sich gewiß auch in aller Herzlichkeit offen kundgeben- Wenn eine neue Waffentat gemeldet wird und die Hurras in die Lust erklingen und patriotische Weisen ertönen, so wollen wir uns dieser allgemeinen Volksfreude mit ganzem Her-^ zen hingeben- Aber dennoch soll der Siegestag seine 6 e f o n d e r e Bedeutung haben- Wir wollen flaggen zu Ehren unserer siegreichen Heere- Aber nur einen Tag- Je mehr wir unsere Freude vor der Abstumpfung und der A l lt ä g l ich k e ist bewahren, desto reiner und schöner wird sie sein-
Neben Sieg es tagen sind uns aber auch Zeiten ! r I l e r Einkehr und Selbstbesinnung notwendig- Man wird gewiß nicht behaupten können, daß unsere Siege uns übermütig gemacht hätten, aber auch as Siegesgefühl bedarf einer Disziplinierung- im Grunde sollen Siegestage Danktage sein! Die Zwischenzeiten sollen uns nicht in fieberhafter Erwartung treffen,. wir wollen in der Zeit zwischen den -chlachten nicht aufgeregt und wißbegierig sein, sondern unsere ganzen Kräfte, unser Können und Vermögen in den Dienst des Vaterlandes ücllen- Die^ Daheim gebliebenen können dem Vaterland nicht nur im Roten Kreuz, im Nationalen Frauendienst oder in sonstigen Organisationen dienen, sondern auch der alte Wirkungskreis bietet gute Gelegenheiten, dem Ganzen zu nützen- Wer in der großen
Alle Siegesfreude, aller Arbeitseifer, aller Opfev mut aber sollen zurücktreten, wo unsere Brüder das Leben eingesetzt haben- Auch an Siegestagen wollen wir zuvörderst derjenigen gedenken,die deutsche Freiheit und deutsche Kultur mit ihrem Leben schützen- Ehre den Gefallenen, das soll dos erste sein, was wir an Siegestagen aussprechen- Wie eine neue Mahnung dringt uns aus der Zeit vor 100 Jahren des Dichters herrliches Mahnwort herüber:
Vergiß, mein Volk, die treuen Toten nicht
Und schmück' auch unsere ilrne mit dem Eichenkranz!
Berliner Prcffestimmcn.
W. T--B- Berlin, 11. Sept. In weitgehendster Übereinstimmung bringen die Blätter zum Ausdruck, daß wir durch die unaufhörlichen Siegesmeldungen verwöhnt sind.
Die „Bossischc Zeitung" sogt: Aus einer gewissen gedrückten Stimmung rief uns die neue Siegesbotschaft. Es geht vorwärts aus beiden Fronten. Im Osten wie im Westen wird der Feind geschlagen.
Im „Berliner Tageblatt" schreibt Major Moraht: Das; unsere sieben Armeen im Westen vor einer entscheidenden Schlacht stehen, wird überall in der deutschen Heimat empfunden. Das Ausland überschwemmt uns mit schauerlichen KriegcSnachrichten. Darum ist es doppelt erfreu- l'i ch, daß mitten im Kampf vor Paris das Große Hauptquartier sich Zeit genommen hat, um kurz ein deutliches Bild der Lage zu geben.
Mit klopfendem Herzen, so heißt es in der „Kreuzzeitung", harren wir näherer Nachricht. Wir wissen, daß
