Wiesbadener
T a g b l a t 1.
Ro. 1OS Freitag den 6. Mai ~ ,8«4.
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Auszug aus den Beschlüssen des GemeinderathS zu Wiesbaden. Sitzung vom 15. April 1864.
Gegenwärtig: Der Gemeindcrath mit Ausnahme der Herren Vorsteher Müller, Gaab und R. Schmitt.
. 030- Auf Vortrag des Hrn. StadtbaumeistcrS, daß die HauScigenthümer . Wellritzstraße darum nachgesucht hätten, daß die Trottoir- der WeUrwiiraße mit L>chläferökopfer Steinen gepflastert, statt gestickt werden möchten, und daß rn ! . rJc’tn berett fc:cn' die gegen die Kosten des Stickens entstehenden Mehrkosten auf ihre Rechnung zu übernehmen, werd nach eingehender Drecufsion beschlossen: nicht davon abzugchen, daß für die Folge alle Trottoirs der Straßen hiesiger Stadt nur mit Steinheimc r Steinen gepflastert werden, und deßdalb das Gesuch abzulchneu.
„ $40; Die am 15. I. M. stattgehabte Vergebung der Beifuhr von weiteren 3 OlMkruthcn Pflastersteinen von Biebrich hierher, wird den Steigerern genehmigt. . ■ ba8 Gesuch des Küfermeistcrs Johann Lambert von hier, die
käufliche Abtretung einer Parcelle von 16 Quadratfuß von seinem Bguplaye der Faulbrunnenstraße an die hiesige Stadlgeineinde betr., wird beschlossen: diese Parcelle zu der feldgerichtlichen Taxe von 3 fl. per Quadratfuß käuflich zu erwerben. '
«643. Die in der ^Sitzung vom 23. v. M. erwählte Eommissjon erstattet Bericht auf Schreiben Herzoglicher Obcrförsterei Platte vom 23. v, M bln der DchelcultUi- E^DMictc Neroberg, insbesondere den Wwth- fchaftShetrieb daselbst und die Grenze, über welche hinaus derselbe seruer nicht zu gestatten ftt, betr., und beantragt: der Gemeinderath wolle
l) der von Herzoglicher Qberförsterci Platte vorgeschlagrnen Eingrmzuna der zum Wirthschastsbetrieb und Privatvergnügen bestunoiten Fläche des Nerobcrges ferne Zustimmung erthcilcn;
2) die theilweife Ausflockung und Umänderung der Unterabtheilung d wie vorgeschlagen, unter Vorbehalt der Zustimmung deS BurgerauSschusse« und BezirkSratheS genehmigen;
die Unterabtheilung e vorerst nach der Linie r m und in n des Srtua- t,on«jnaj«d, w e vorgcschlagen. durch einen Graben absperren lassea; den Wirthschastsbetrieb vom nächsten Jahre an eine zuverlässige Person zu verpachten und ’
rinm Jäton und Kostenanschlag über die Erbauung eines entsprechenden WirthschaftSgebäudeS im Schweitzcrftyl anfertigeu lassen.
Dieser Antrag wird genehmigt.
„Ä- Da« Schreiben der Herzoglichen Oberfürsterei Platte vom 11. 1. M. in«hSSei6e^ öen der Eichelcultur im Distr ict Rerobcrg,
inrbesondere den Wirthschastsbetrieb dasclb,l und die Feststellung dessen Grenzen ... r2,^°rtn «utgetheilt wird, daß die Eichenpflanzung auf dem Neroberg wegen Kiff/9CJ4rit »tr Jahreszeit für dieses Frühjahr noch au-g.-.-tzt blechen. Müsse, gelangt zur Kcnntniß der Versammlung.
