Wiesbadener Tagb kalt. No. 2LL. Freitag den 17. Oktober 1862.
Tagesordnung
für die Montag den 20. October Morgens 9 Uhr statt, findende Sitzung des Bezirksraths.
1) Die Beschwerde des Joh. Philipp Friedr. Kilian von Bierstadt gegen de» dasigen Gemeinderath wegen Verweigerung des Antritts des angebornen Bürgerrechts daselbst.
2) Das Gesuch der Marie, Boß von Biebrich, um Gestattung, des Be« triebs einer Speisewirthfchaft daselbst.
3) Das Gesuch des August Rossel von Dotzheim, um Gestattung des Wirthschaftsbetriebs daselbst.
4) Die Gesuche gleichen Betreffs von Seiten des Louis Brenner, des Heinrich Weimar und des Sebastian Aumüller von Wiesbaden.
5) Die Gesuche der Frau Brunnenverwalter Boos Wittwe von Weilbach, Herzogl. Amts Hochheim, und des Friedrich Franke von Kassel im Kur- fürstenthum Hessen, um Gestattung des Wirthschafsbetriebs zu Wiesbaden.
6) ;$)ic Gesuche des Johann Georg Fischer und des Steinhauers Adolph Hahn von Wiesbaden, um Erlaß der Hundetaxe von 1861 und Befreiung von Entrichtung derselben für 1862 und die folgenden Jahre.
7) Die Besoldungsverhältnisse der Elementarlehrer zu Mosbach-Biebrich, resp. die anderweite Regulirung der Lehrerbesoldungen dortselbst.
8) Die Regulirung, resp. die Erhöhung des Schulgeldes für die Real« schule zu Biebrich.
9) Die Anzeige gegen den Bürgermeister Pfeiffer zu Sonnenberg, wegen unrichtiger Vorlage eines Beschlusses des dafigen Gemeinderathes und der Gemeinde und die Berichtigung des aüf diese ungenaue Vorlage erfolgten Beschlusses des Bezirksraths vom 6. Januar l. I., das Gesuch der Gemeindebehörde zu Sonnenberg, um käufliche Uebeclassung je einer 30 Fuß langen und 3 Fuß breiten Fläche Gemeinde-Grundeigenthums an Karl Philipp Dörr und Wilhelm Bingel von da betr.
10) Die Verlegung des Holzabfuhrweges aus dem Sonnenberger und Bierstadter Wald Haffel.
11) Die Verbesserung des Geishergwrgs nach dem Adolphsberge und dem Königsstuhl, insbesondere die sich bei dieser Gelegenheit ergebenen Veräußerungen von Thetlen der Böschungen dieses Weges an die daran angrenzende Grundbesitzer.
12) Das Gesuch des Maurermeisters Wilhelm Rocker zu Wiesbaden, um käufliche UebeclassUng der in seinen Bauplatz in der Faulbrunnenstraße fallenden städtischen Grundfläche.
13) Die Regulirung resp. Erbreiterung des Mühlwegs, jetzt Mainzerstraße dahier, insbesondere den deßfalls erforderlichen Austausch von städtischen mit Grundeigenlhum des Nicolaus Werner auf der Kupfermühle betr,
