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Freitag den 1; August

No. 178

Für die Monate August und September kann mit 20 fr. auf das „Wies­badener Tagblatt" pränumerirt werden. Die Expedition.

Auszug aus den Beschlüffen des Gemeinderathes zu Wiesbaden. Sitzung vom 2. Juli 1862.

Gegenwärtig: Der Gemeinderath mit Ausnahme des Herrn Vorstehers A. Schmitt.

1193. Auf Schreiben der Herzogl. Oberförsterei Platte vom 25. v. M., die Abgabe von Baumstützen aus dem hiesigen Stadtwalde betr., wird be­schlossen, gemäß des Vorschlags der Herzogl. Oberförsterei eine öffentliche Aufforderung zur Anmeldung des Bedarfs an Baumstützen zu erlassen, das entsprechende Quantum Baumstützen alsdann fällen zu lassen und sie den Bestellern zu dem von der Forstbehörde festzusetzenden Preise käuflich abzutreten.

1194. Auf den Antrag des Bürgermeisters wird beschlossen, den Er­hebungstermin für das zweite Gemeiodesteuerfimpel auf den 15. Juli l. I. festzufetzen

1197. Die Herren Käsebier, Freytag und Nathan stellen den motivirten Antrag:

der Gemeinderath wolle beschließen, daß der zur Erbauung einer höheren Bürgerschule nebst Turnhalle erforderliche, am Eck der Platter Chaussee und Schwalbacherstraße belegene Platz auf städtische Kosten erworben und der Bau alsbald in Angriff genommen werde. Dem gegenüber stellt Herr Meckel den Antrag:

der Gemeinderath wolle beschließen, über den Antrag der Herren Käsebier, Freytag und Nathan zur Tagesordnung überzugehen, und zwar aus dem Grunde, weil der Antrag ein Project enthalte, wel­ches, nachdem dasselbe dem Bürgcrausschusse vorgrlegt worden war, tzon Letzterem in seiner Sitzung hom 9, Mai l. I. auf Vorschlag der von ihm bestellten Commission, welche, wie solche in ihrem gedrückten Bericht sagt, ganz ungetheilter Meinung sei, „daß der von dem Gemeinderathe vorgelegte Plan, wonach eine höhere Bür­gerschule auf der außerhalb der Stadt belegenen Höhe rechts von der Platter Chaussee erbaut werden soll, unbedingt zu verwerfen wäre, weil sich der in Aussicht genommene Platz hierzu nicht eignet und der Bau viel zu kostspielig werden würde/ einstimmig ver­worfen wurde; der Gemeinderath es aber nicht für geeignet halten könne, dasselbe Project nach so kurzer Zeit wiederholt zu bringen. Nach vdrauSgegangener lebhafter Debatte und nachdem der Bürgermeister zuvor der Versammlung die Mittheitung gemacht hatte, daß der Bürger- auSschuß in seiner Sitzung vom 30. v. M. den Ankauf des Raß'schen Hause« nicht genehmigt, dagegen aber sich ausdrücklich für die alsbaldige Errichtung eines Neubaues für die höhere Bürgerschule ausgesprochen habe,