Nr. 418.
Dienstag, 8. September 1914.
Wiesbadener Tagblatt.
Abend-Ausgabe, 1. Blatt.
Seite 5.
wo bleiben die Verlustlisten?
n- Sroge wird immer wieder gestellt: Wo bleiben die au? .» lsten der nassäuischen Regimenter? Dar- cJ Trinen wir heute die folgende Antwort geben: Die
fifft n * vorwärts stürmenden Regimenter nehmen aus fr un ^ ^aben auch wohl nicht die Zeit, Verlustlisten d«!!■ ' und man kann das begreifen, wenn man weiß,
bek k,^ ^uppe in der Regel spät am Abend todmüde, „fast g, 1 ?* 05 "/ wie es in einem uns vorliegenden amtlichen "treiben heißt, hinsinkt. Die Regimenter sind tagelang, von orgens 4 bis nachts 12 Uhr, auf den Beinen; da ist ihnen _ lurze Ruhe nach der Heldenarveit des langen Tages sicher in r nm - müssen die Tage abgewartet werden, an denen L«llh- ist, bevor an die Zusammenstellung der Verluste 8-sacht werden kann, zumal, weil die Verlustlisten so e i n - andsfrei wie möglich sein müssen. Sie müssen über Zweifel erhaben sein. Schon aus diesem Grunde allein uart sich, bei der im deutschen Heer herrschenden Gewissen- ^ul"8keit, das späte Einreichen der Listen. Hinzu kommt aber °ch, daß bei dem ungeheuren Betrieb, der auf der Feldpost Urscht, sehr leicht Listen verloren gehen können, die dann •5* wieder zum zweitenmal eingefordert werden müssen. Es /: z. B. vorgekommen, daß drei Posten den Frank- ^seurs in die Hände fielen, während eine andere Post vom Rind verbrannt worden ist. Aus den unsicheren Verhältnissen erklärt sich auch die das Publikum nicht selten mit erfüllende Tatsache, daß viele Briefe nicht die Augen der Truppen erreicht haben.
: Wie wir aus guter Quelle hören, steht übrigens die Ver- nlentlichung der Verlustlisten der Regimenter 80 und 88 ""he bevor.
Der Feitungsbezug der Truppen.
. Nach einer Bekanntmachung des R e i ch s p o st a m t s °Nnen zur Beschleunigung des Zeitungsbezugs der im Feld "ehenden Truppen Zeitungen und Zeitschriften für Heeres- ^8"hörige auch durch Familienangehörige in der veimat oder sonstige Personen bei den Reichspost- .^stalten am Schalter bestellt werden. Für derartige Bedungen ist außer dem gewöhnlichen Bezugspreis eine Um- Waggnbühr zu entrichten, die für das Vierteljahr beträgt:
wöchentlich einmal oder seltner erscheinenden Zeitungen ° Pf., bei zwei- oder dreimal wöchentlich erscheinenden Altungen 60 Pf., bei öfter als dreimal wöchentlich erscheinen- Zeitungen 1 M. 20 Pf.
. Bei kürzerem als vierteljährlichem Bezug wird die Um- Hlaggebühr anteilig unter Abrundung auf volle Monats- °etrc
rage erhoben.
— Generalkommando und Gouvernement verweisen auf geschäftsmäßigen Weg. Dem stellvertretenden G e n e - "Ikommando des 18. Armeekorps und dem G o u v e r - ?'Went Mainz gehen in letzter Zeit derartig viele persön- % Gesuch e, B r i e f e in dienstlichen und privaten Ange- ^8enheiten, sowie Zuschriften aller Art über patriotische n s ch e und Erfindungen, unter Übergehung der vor- ^ichriebenen und üblichen Zwischcnbehörden zu, daß es trotz ^heblicher Vermehrung des bis zum äußersten angespannten Personals nicht mehr imstande ist, diese Eingaben selbst zu be- ^tworten. Derartige an das Generalkommando gelangenden L^schriften iverden daher fortan ausnahmslos zunächst der bereifenden Zwischenbehörde erster Instanz zur Prüfung und, Mls angängig, zur Entscheidung, andernfalls zum Bericht e°ersandt werden. Hierdurch entsteht für die betreffenden ll^efschreiber zweifellos ein erheblicher Zeitverlust, bevor sie Bescheid erhalten können. Da es sich aber in der überlegenden Mehrzahl der Fälle um solche Angelegenheiten han- welche im Wirkungskreis der Zwischenbehörde liegen und diesen vollgültig entschieden werden können, so liegt es im ^?"ven Interesse der betreffenden Briefsteller, daß sie ihre i '"gaben an diese Behörden und tri dj t a n das General- /wmando richten. Ein gleiches gilt für das persönliche Dringen von Gesuchen. Bezüglich der zahlreichen ohne b "w e n s u n te r sch r i ft hier eingehenden Briefe wird ^erkt, daß sie ausnahmslos in den Papierkorb wan-
*t>t.
Stabtverorbncten-Versammlung. Die für Freitag Woche vorgesehene Sitzung der Stadtverordneten li aus, da keine dringenden Vorlagen zur Beratung stehen. Der BczirkSvcrbanb für die notleidenden Ostpreußen. dA den Einfall der russischen Horden ist die Provinz Ost- itJW schwer heimgesucht worden. Überall in den durch die b^hzleichliche Tapferkeit unserer Heere vor gleichem Schicksal »ehrten deutschen Landen werden Gaben gesammelt, um üeks der notwendigen umfassenden staatlichen Hilfe den be- s^?"den Landesteilen den Dank und das Mitgefühl der ge- 1 Bevölkerung zum Ausdruck zu bringen sowie die hil-^'Not lindern zu helfen. Überall her strömen reiche Bei- zix? zu dem gemeinsamen Liebeswerk. Auch der Be- ^verband des Regierungsbezirks Wiesbaden wird nicht zurückstehen. Dem noch in diesem Monat zusam- h y ^"elenden Landesausschuß wird von dem Landes- sih^^ntann in Nassau nach Besprechung mit dem Vor
schuss uni3 stellvertretenden Vorsitzenden des Landesaus- A Oberbürgermeister a. D. Dr. v. Jüell und Justizrat 8rLk,ü,E""ti, hier, eine Vorlage wegen Bereitstellung einer ^ en Berhältnissen des Bezirks und. den Gaben der Provinzen entsprechenden Beihilfe unterbreitet
Kiir ds für die im Felde stehenden Truppen.
®eti n ^"f eturt 8 von Liebesgaben für die im Feld stehen- ^»tee? &aten ; Verwundeten und Kranken im Bereich des 18.
iu Frankfurt a. M. zwei Stellen eingerichtet Hotel" ' ""st" Annahmestelle befindet sich im „Carlton-
^it n ^ Hauptbahnhof; sie nimmt Sanitätshilfsmittel für steid^^""s,^bedarf an. Die zweite Annahmestelle (für Be- hortret-st,^ucke, Nahrungs- und Genußmittel) ist in der stell- 59 S Intendantur des 18. Armeekorps, Hedderich- !!"hwestM Erdgeschoß rechts, eingerichtet worden. Beide An- "ud unterstehen dem Generalkommando. Hierher
r e ?S a ®" n ' Geld ausgenomme n, zu richten, ste von Vereinen gesammelt oder von einzelnen don werden. Nichtangenommen werden Gaben,
"Wz, w Spender für Angehörige einer bestimmten Pro-
_ _ Truppengattung usw. bestimmt werden.
?"Stevx^°st""l»se Behandlung der Verwundeten. Der Zahn- °"ichlllsfr„ Wiesbaden hat gleich nach Ausbruch des Kriegs » bel 5<inbpr ° le r,ier untergebrachten Verwundeten kostenlos ">noev !1‘ Seine Mitglieder, so weit sie nicht zu den Fah- Huben sich am 14. August den Reserve- unb - Sur Verfügung gestellt zur Behandlung der w insbesondere der verletzten Kiefer.
— Französische Kriegsgefangene. In der verflossenen Nacht trafen etwa 100 französische Kriegsgefangene im Hauptbahnhof in Wiesbaden ein, von wo aus sie nach zweistündigem Aufenthalt nach Aschaffenburg weiter befördert wurden. Den Leuten, die sich in ziemlich gedrückter Stimmung befanden und stark strapaziert aussahen, würden während des Aufenthalts von der Verpflegungsstelle des Roten Kreuzes Erfrischungen gereicht. Viele der Franzosen waren verwundet. Unsere Sanitätswache mußte einigen neue Verbände anlegen.
— Wo in Wiesbaden Verwundete untergcbracht sind.
Die Mitteilung in der gestrigen Abend-Ausgabe kann dahin ergänzt werden, daß auch die Kuranstalt Dr. Schloß, die Kuranstalt Lindenhof (mit 100 Betten eins der größten hiesigen Lazarette), das Evangelische Vereinshaus in der Platter Straße (42 Betten) und das Katholische Gesellenhaus in der Dotzheimer Straße Lazarettzwecken dienstbar gemacht worden sind.
— Kriegsfreiwillige für die Achtziger. Das Ersatzbataillon des Reserve-Jnfanterie-Regiments Nr. 80, Rekrutendepot, teilt uns mit, daß die Meldung von Kriegsfreiwilligen nicht am 21., sondern am 15. d. M., vormittags 8 Uhr, auf dem Geschäftszimmer (Nr. 20) in der Blücherschule am Blücherplatz in Wiesbaden zu erfolgen hat.
— Kriegsspende. Die Weingroßhandlung Strauß u. Cie. dahier stiftete zum Besten verwundeter Krieger 100 Flaschen Jngelheimer.
— Deutscher, wenn du einigermaßen kannst, zahle deinen Wehrbeitrag jetzt voll ein. Nach den Bestimmungen des Wehrbeitragsgesetzes ist der Wehrbeitrag in drei Raten zu zahlen, so daß die Neichsregierung zunächst nur über ein Drittel des aufkommenden Wehrbciträgs verfügen kann. Der uns aufgezwungene Krieg, den wir im Vertrauen auf Gott und unsere brave Armee und Marine hoffentlich siegreich zu Ende führen werden, kostet viel, unendlich viel Geld. Der Wehrbeitrag, welcher doch speziell für den Ausbau von Armee und Marine bestimmt ist, erhält erhöhten Wert, wenn ihn die Beitragspflichtigen jetzt voll, also auch die noch nicht fälligen beiden Raten,' zahlen. Im Falle der Vorauszahlung können überdies 4 Prozent des zu zahlenden Beitrags bis zum Fälligkeitstag in Abzug gebracht werden. Drum zahlt den Wehrbeitrag voll ein, das Vaterland wird dankbar sein!
— Schwurgericht. Bei der heute vormittag im Schwurgerichtssitzungssaal vorgenommenen Auslosung der Geschworenen für die nächste Tagung des Schwurgerichts wurden die Namen der nachstehend verzeichneten Herren aus 'der gezogen: Bürgermeister Joseph Kundermann (Niederselters), Chemiker Dr. Theodor Menzen (Griesheim), Kaufmann Wilh. Frömbgen(Oberlahnstein), Perbandsrevisor Gustav S e i b e r t (Wiesbaden), Chemiker Ernst Nordlingen (Flörsheim), Lcmd- und Gastwirt Wilh. Kühn (Michelbach), Hotelier Johannes Lemke (Königstein), Chemiker Dr. Ludwig Berend (Wiesbaden), Landwirt Wilh. Sorg (Westerfeld), Ingenieur Dr. Gustav Becker (Wiesbaden), Chemiker Dr. Oskar Jonas (Griesheim), Kaufmann Hugo Stadelmann (Oberlahnstetn), Landmann Peter Reitershan (Paiersberg), Landwirt Wilhelm Schlockcr (Hattersheim), Direktor Wendelin Hummel (Hochheim), Fabrikant Dr. Felix Kornbusch (Eltville), Bürgermeister Karl Wilh. Schaub (Neichenberg), Hofphotograph Franz Schilling (Königstein), Weinhändler Joseph Komes (Niederwalluf), Rentner Heinrich Schultz (Eltville), Weinhändler Fritz Reuter (Rüdesheim), Lederhändler Georg Siritter (Wiesbaden), Kaufmann Karl Althausse (Wiesbaden), Zementwarenfabrikant Andreas Joseph Flettner (Eddersheim), Spengler Johann Gießen (Schierstein), Inspektor Wilhelm Becker (Niederselters), Privatier Louis Rommershausen (Wiesbaden), Landmann und Gemeinderechner Wilhelm Brühl (Henneihal), Kurhalter und Bürgermeister a. D. Franz Winter (Schlangenbad) und Buchdruckereibesitzer Eduard Schicke! (Oberlahnstein).
— Kleine Notizen. Eine kleine Ausstellung von Gemälden und Studien findet im Atelier R. Bräband, Friedrichstratze 51, 4. statt. Der Erlös aus eüvaigLn Verkäufen ist für das „Rote Kreuz" bestimmt. Besuchszeit nacb- mittags 5 Uhr Mittwoch- und Frettagvormittag von 9 bis 10% Uhr. und Sonntags von 11% bis 1 Uhr.
vorbertchte über K«nft, ^ortröoe «ttb verwandtes.
* Residenz-Theater. Aus sozialen Gründen, um während des Krieges dem künstlerischen u>rd technischen Personal eine Eristl.nzinöglichkeit zu .bieten, beginnt das Residenz-Theater wieder seine Tätigkeit, und zwar am kommenden Samstag mit Ernst v Mldenbruchs vaterländischem Schauspiel „Väter und Söhne". Diese erste Vorstellung findet zum Besten des „Roten Kreuzes" statt Der Vorverkauf beginnt am Donnerstag, der Verkauf der Du-en-karte» r.nd Fünfzigerkarten ist täglich in der Kanzlei. In i<sb«r Woche sind „vaterländische Abende" mit mannigfachen künstlerischen Darbietungen und Volksvorstellungen zu kleinen Preisen bsabsichtigt.
Kns dem Lcrndkveis WiesbadeN,
hw. Schierstein. 7. Sevt- Als*erster Schisrsteiner starb den Heldentod der Reservist Heinr. Seipel. Sohn des Gastwirts Jakal> Seipel. Der 24jährige Kämpfer fiel bei einer Schlacht am 28. August. — Unter dem Attneevtehbestand auf der Rettbergsau ist die Maul- und Klauenseuche aus- gebrochen. Wegen der Ansteckungsgefahr ist bas Betreten genannter Aue verboten.
proVmz Hessen-Nassau.
Regiernngsvezirb Wresvaden.
— Schllmgcnbad, 7. Sept. Die hiesige evangelische Kirchengemeinde stellte in ihrer gestrigen Sitzung der gröberen Gemeindevertretung vorläufig 1500 M. zur K r i e g s fü rforg e bereit, wovon 500 M. dem Kreiskomitee voin Roten Kreuz zu Langenschwalbach überwiesen weiden sollen. Auch der hiesige Kriegerverein verwilligte gesterir abend aus seiner Unterstützunoskasse eine Summe von 1500 M. Davon werden zunächst alle Kriegsteilnehmer mit je 2 Anteilscheinen zu 10 M bei der Nassauischen Landesbank versickMt. Ferner wurden dem Roten Kreuz zu Langenschwalbach 200 M. gespendet. Der Rest soll im Laufe des Winters bedürftigen Angehörigen der im Felde stehenden §tameraven durch Unterstützungen an Geld oder Staluralien zugute kommen. In beiden Versammlungen muß die Einmütigkeit, mit der die Beschlüsse gefaßt wurden, besonders lobend hervorgehobcn werden.
— Bad Ems, 8. Sept. Auf Grund eines Erlaffes des Hernt Landwirtschaftsmiiiisters wird während vcr Dauer des ausgebrochenen Krieges E m s e r Mineralwasser an deutsche Truppentransporte und Feldlazarette, sowie zuin sonstigen Bedarf cher Truppen, in unbesch. änktcm Umfange unentgeltlich durch die Königliche Bade- und Brunnendirektion zu Bad Ems abgegeben.
riegierMlgsbezirk; ttafssl.
X Marburg, 0. Sept. In einer gestern unter dem Vor- sitze des Königl. Landrats v. Loewenstein im Fürstenhaus abgehaltenen dringlichen isitzung des Kreistages für den Kreis' Marburg wurde einstimmig beschlossen, zur Unter - <
stützung der Familien der in den Militärdienst getretenen Mannschaften ein Darlehen in Höhe von 200 000 Dtark aufzunehmen.
Nachbarstaaten u. -Provinzen.
GouverncurSwcchscl in Mainz.
— Mainz, 7. Sepi. Wie wir hören, verläßt der Gouverneur von Mainz, General v. Kathen, diesen Posten. Sein Nachfolger ist General v. Bücking.
ö. Mainz, 7. Sept. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurden 100 000 M. für die Errichtung einer Kriegskreditkasse auf genossenschaftlicher Grundlage einstimmig bewilligt. Wiö die .Handelskammer miiteilt, sind in ihrem Bezirk 141 600 M. für die Kriegskreditkasse gezeichnet worden, so daß mit den 100 000 M. der Stadt mit einem ein- gezahlten Kapital von mehr wie. 250 000 M. gerechnet werden kann. — Zur Unterstützung der heimgesuchten Bewohner O st - Preußens wurden 10000 M. bewilligt. — Die Arbeiten des Tiefbauamts und des Hochbauamts sollen alsbald wieder beginnen. Für Straßenbefestigungen würden 100 000 M., für Herstellung von Kleinschlag 7000 M. bewilligt. Die Unternehmer sollen verpflichtet werden, nur Mainzer Arbeiter zu beschäftigen. — Zu Beginn der Sitzung wurde mitgeteilt, daß der Oberbürgerm ei st er verhindert sei, an der Verhandlung teilzunehmen, da ein im Feld stehender Sohn am 30. August gefallen sei. Die ■ Versammlung sprach ihr tiefe? Beileid aus und erhoben sich die Stadtverordneten zu Ehren des Gefallenen von ihren Plätzen. — Den heldenmütigen Seeleuten des gesunkenen Kreuzers „M a i n z" wurde ebenfalls durch Aufstehen von den Sitzen gedacht.
Neues aus aL?er Welt.
W. T.-B Für 37 000 M. Aktien gestohlen. Berlin,
7. Sept. (Nichtamiilich.) Der 19jährige Bankbeamte Herberg stahl im Laufe des Juli für 87 000 M. Aktien der Niederlausitzer Kohlenwerke und lieh sie durch die Bank zu Geld machen. Von den: Gclde wurden 12 000 M. wieder herbeige- schafft Bei Kriegsausbruch stellte sich Herberg in Bonn zum Militärdienst, wurde aber »ach einigen Tagen als untauglich wieder entlasten. Man nimmt an, daß Herberg sich in Berlin verborgen hält.
Neun Sohne und zwei Schwiegersöhne im Felde. Berlin. 7. Sept. Die Witwe Amalie Möller in Segebora h«t neun Söhne und zivei Schwiegersöhne im Felde stehen.
Sieben Söhne ins Feld gestellt. Berlin, 7. Sept. Der Landwirt Biedermann in Dusin bei Gostyn hat sieben Söhne ins Feld geschickt. Ein achter Sohn kommt in diesen Tagen zur Aushebung. Bei dem siebenten Sohne tvar der Kaiser Pate. Biedermann selbst ist Ltriegsvetevan.
Ein Scherzwort des Kaisers. Als der bisherige Botschafter in London. Fürst LicknowSkh. sich dem Oberkommando zum Kriegsdienst zur Verfügnug stellte, soll der Kaiser die Anweisung gegeben haben: Zu Muck, da kann er sich seine schönen Engländer ansehen,
Letzte Orahtberichte.
Ein türkischer Prinz als König von Albanien.
O Rom, 8. Sept. (Eig. Drahtber.) Mehrere Abendblätter erfahren aus Valona, daß BurHan- Ed d i - E ff e n d i, ein Sohn des Sultans Abd ul H a m i d, durch die in Durazzo eingezogenen Aufständischen zu-m König gewählt worden sei. Albanien soll ein von der Türkei unabhängiges Königreich werden. Dem König stehen zur Seite ein Staatsrat, an dessen Spitze der wiederaufgetauchte Essad-Pascha und de r Kommandant von Durazzo, Jrfan-Bei, ste hen.
Wettertsmciile.
Deutsche Seewarte Hamburg.
8. September. 8 4 lir vormittag*.
1=- .efcr leifM, 2 — leiclit, 3 — schwach, 4 ■ 5 frtsah, 0 = stark,
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Monats-Uebersichten der Meteoro ogisehen Beobaehtungsstation zu Wiesbaden
■■ Monat Aug.1911. (Mitgeteilt von dem Stationsvorstand E.d. Lampe.)
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Beobachtungen in Wiesbaden
von der Wetterstation dos-hass. Verein* mr llatorkund©.
7. ßept.
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9 Uhr
abends.
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764.6
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10,3
22.1
14.0
15.1
7.9
8.7
90
8.5
85
44
76
63,7
NO 2
NO 2
HOI
Barometer anf 0° und NormaUchwere Barometer auf dem Meeresspiegel . .
Thermometer (CelBiua) .......
Dunatspannung (mm)
Relative Feuchtigkeit (°/o) . ••••••«
Wind-Richtung und -Stärk# •••••»
Niedersehlagahöhe (mm) .
Höchst: Temperatur (Celaiue) 22.1, Niedrigste Temperatur 5,7.
Wettervoraussage für Mittwoch, 9. Sept. 1914.
von de>r.*et« ro ogiso cn A.bt6ilun des fayaltcit. \ r nreins -in >'r»n farta, M.
Wolkig, trocken, massig warm, wechselnde Winde.
Vf asserstani des iheins
am 8. September
Biobricli. I’egoh 2,2» m g g n 2,31 m »m gestrig m Vormittmf C»«». » ü,0m > 2,63 rn » > »
Mainz. » 1,M m » 1,^7 m » » »
