No. «L. Montag den 17. März 18«2.
Auszug aus den Beschlüssen des Gemeinderaches zu Wiesbaden. Sitzung vom 17. Februar 1862.
Gegenwärtig: Der Gemeinderath mit Ausnahme der Herren Vorsteher Freytag, G. D. Schmidt, Hahn, Birk unb Käsebier.
273. Auf Vorlage der Nummerliste über das in den städtischen Wald» districten Münzberg a. d. und Münzberg b. c. pro Forstjahr 18|i erfallene Gehölz wird beschlossen:
1) 43V* Klafter buchen Scheitholz für die städtischen Schulen, das Rathhaus rc., 10 Klafter buchen Scheitholz für das städtische Holzmagazin 4 Klafter buchen Scheitholz und 400 Stück Wellen für die Kleinkinderschule, und 200 Stück Wellen für das Versorgungshaus für alte Leute aus diesem Districte zu entnehmen, das übrige Gehölz aber zu versteigern;
2) zur Auswahl des für die städtischen Schulen, das RathhanS rc. aus diesem Districte zu entnehmenden Holzes in den Herren G. D. Schmidt und Hahn eine Commission zu bestellen, und
3) in die Versteigerungsbedingungen aufzunehmen, daß der Gemeinderath sich das Recht vorbehalte, dasjenige Holz, welches bei der Versteigerung auffallend unter dem Preise bleibe, nicht zu genehmigen.
274. Auf das Gesuch des Heinrich Mäckler von hier, um käufliche lieber« lassuvg einer der Stadtgemeinde, gehörigen, 4 Ruthen, 50 Schuh haltenden, in der fortgesetzten Schwalbacherstraße belegenen städtischen Grundfläche zur Erweiterung seines daselbst belegenen Bauplatzes, wird beschlossen: dem Ge- suchsteüer voibehältlich der Zustimmung des Bürgerausschusses und des Be« zirksratheS die begehrte Grundfläche zu der feldgerichtlichen Taxe von 20 fl. per Ruthe käuflich abzutreten.
275. Zu dem mit Jnscript Herzoglicher Polizeidirectiou vom 14. l. M. zum Bericht anher mitgeheilten Gesuche des Schreiners Reinhard Zollinger von hier, um Erlaß einiger erschwerenden Vorschriften zur Erbauung eines Wohnhauses am Mauritiusplatze, soll berichtet werden, daß unter den von Herzoglicher Hochbauinspection gestellten Bedingungen von hier aus gegen die Genehmigung deflelben nichts zu erinnern gefunden worden.
276. Desgleichen zu dem mit Jnscript Herzoglicher Polizeidirection vom 8. l. M. zum Bericht anher mitgetheilten Gesuche des H. Feldgerichtschöffen Phil. Weygandt von hier, um Ertheilung der Erlaubniß zur Erbauung eines dreistöckigen Wohnhauses in seiner zwischen der Taunusstraße und Nerostraße belegenen Hofraithe an der Stelle des abzulegenden Ziegeleigebäudes.
277—283. Genehmigung verschiedener Rechnungen.
”286. Das Gesuch des Sandformers Bernhard Hcnzel von Lynnen, Kreises Dortmund im Königreich Preußen, dermalen dahier, um Gestattung des temporären Aufenthaltes in hiesiger Stadt, soll Herzoglicher Polizeidirec-
