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überhaupt , nicht bewältigen. Auf Anordnung des Kriegs- ministers sind daher vor einigen Tagen für die Feldpost eine bedeutende Anzahl, von Kraftwagen seitens des Reichspostamts überlassen worden, die auf die einzelnen Armeen und deren Etappenlinien verteilt worden sind. Ebenso har der Chef des Felddisenbahnwesens im Interesse der Feldpost angcordnet, daß. soweit angängig, alle Militärzüge Feldpost mitbefördern fallen. Wenn neben diesen Berkehrserleichterungen die bekanntgegebenen Bestimmungen über die Beförderung durch die Feldpost sowohl von den Truppen als auch von den Angehörigen in der Heimat genügend beachtet werden, kann man nnt Sicherheit annehmen, daß ein geregelrer Feldpostverkehr nunmehr eintritt und die Klagen über seine bisherigen Unregelmäßigkeiten aufhören tverden. Die Beförderung von Vrrvatpaketen durch die Feldpost ist zurzeit noch ausgeschlossen. Es schweben aber bereits Erwägungen, wie auch tn der Paket- beforderuug ^Erleichterungen eintreten können. Sobald die Entscheidung hierüber, ivelche von den Bewegungen des Heeres abhangt, getroffen ist, werden diese Vereinvarungen zur allgemeinen Kenntnis durch die Presse bekanntgegeben.
Kus ZtaöL und Land.
Wiesbadener Nachrichten.
kjilfe für Gstpreutzen.
Die große Hilfsaktion, die von den Behörden und Kommunen sowie von Privaten für die geflüchteten und notleideii- den Ostpreußen in die Wege geleitet worden ist, hat diese selbst nicht der eigenen Initiative zur S e l b st h i l f e beraubt. Es gibt in solcher Lage ja auch mancherlei Fragen, Aufgaben und Wünsche, die am besten von dem engeren Landsmann dem Landsmann gegenüber gelöst und erfüllt werden können. Von diesem Gesichtspunkt heraus hat dieser Tage eine Versa mmlungder oft preußischen Flüchtlinge aus dem Kreise Neidenburg stattgefunden, dem Bezirk, der wohl am meisten durch den Einbruch der Russen gelitten hat. Die Versammlung bot ein buntes Durcheinander aller Stände: Geistliche, Lehrer, rundliche Besitzer, verhärmte Kleinbürger, Knechte im Arbeitsanzug, elegante Damen und alte Mütterchen im schwarzen Kopftuch, Jungen mit flotten Schülermützen und. kleine Dirns in tiefem Schlaf auf dem Mutterarm. Trotzdem war es fast eine einzige große Familie, denn nian kennt sich gegenseitig auf dem Lande in einem verhältnismäßig so kleinem Gebiet. Allgemein war der Eindruck, daß es nicht so schlimm sei, als man nach den ersten Schreckensnachrichten befürchtete. Allmählich sind ja auch schon sichere Nachrichten durchgesickert, und nur über das Schicksal der abseits liegenden Gehöfte, der einsamen Forsthäuser und ihrer Insassen ist man besorgt. Hier und dort ließen Trauerge- wander ahnen, daß die bange Furcht um Angehörige schon zur traurigen Gewißheit geworden ist.
Der Einberufer der Versammlung eröffnete mit einem Hoch ouf unsere tapfere Armee und den Kaiser. Dann sang inan die Nationalhymne. Ein Redner mahnte in eindringlichen Worten , zur Ruhe und Besonnenheit. Die Verhältnisse liegen nicht so schlimm, wie sie erzählt worden sind. Unserem Superintendenten sind nicht die Augen ausgestochen worden, er ist auch nicht von den Kosaken aufgehängt worden, im Gegenteil, er lebt. In vierzehn Tagen hoffe die Regierung, die Flüchtlinge zurückbefördern zu können. Viel werde man noch arbeiten müssen, damit wieder geordnzte Verhältnisse eintreten, dann aber werde man sich glücklich wiederfinden im geliebten Ostpreußen. Nach der Rede begann der Austausch der . Erlebnisse und ein gegenseitiges Trösten, die Hoffnung blühte auf in den vergrämten Herzen, daß aus den Ruinen der Heimat in einer, baldigen schöneren Zukunft neues Leben erblühen möge.
DerAufruf um Hilfe für Ostpreußen, den wir an unsere Leser gerichtet haben, hat bereits recht schöne Früchte getragen. Es gingen nämlich bis jetzt 2474 M. 80 Pf. ein, und zwar wurden bei dem Verlag des „Wiesbadener Tagblatts" neuerdings folgende Beiträge eingezahlt: von Dr. v. Steiger 10 M., Kröhnke 500 M., E. Prell 30 M., Frau H. Schröder 20. M., Frau Ehr. N. 6 M., „Ost- und Westpreußenverein Wiesbaden" 60 Mi, Frau Promnitz 100 M., Frl. Köhler 8 M., Frist v. Lichtenstein 20 M., FKiu Drach 10 M., Frl. Drach 5 M.,.Frau Henrich 10 M., M. V. L.. W. 6 SU., SB. 15 M., Ungenannt 100 M., Frau Pfarrer Esch 5 M., Ingenieur Hermann -Weinberger 10 M., Frau Wilh. Wasum 20 M., Frau Karl Stähler 20 M., Geh. Sanitätsrat Dr. H. 20 M., O. W. 5 M., Professor Selvers 10 M., Frau Scharfer 10 M., Hauptmann a. D. Gierlichs 30 M., W. K. 10 M., M. B., L. Mannheimer 10 M., Dr. Heubach 20 M>, Frau Rh«den 10 M., Frau A.-Parth 20 M., Geschwister v. Seckendorfs E. K. 5 M.,
Militärsabr. Wilh. Schäfer 25 M., Rechnungsrat Buchholz 20 M., $' B..30 M., Ungenannt 3 M., Maler Bartschat 10 M.. Frl. Pohl'5 M., H. N. 10 M., Karl Uihlein 10 M., General v. L. 10 M„ Erlös einer goldenen Kette von Fkl. A. Klette 30 M., C. Wißmann 100 M., E. und A. Schwarz 12 M., Frau Dr. Z. 10 M., .F. Mefies 3 M., F. B. 5 M., Klasse la, Reform- Gymnasium, 21 M., Äenipers 5 M., Frau E. 10 M., Direktor Klisserath 10 M., Frau A. Keller 10 M„ Dr. Klemich 20 M., Schwester E. S. 14 M., S. H. 20 M., zwei Schwestern 3 M., M. E. 5 M.„Frl. v. Wulfen 4 M., Frau E. M. 10 M., Löhnung eines kriegsfreiwilligcn Landwehrmanns 5.30 M., Neumann 5 M., R. Weinberger 1.50 M. und Ungenannt 2 M.
Die „Tagblatt"-Sammlungen.
Für das Rote Kreuz sind ferner eingegangen: Frau Berta Breüning (Scheveningen) 5 IR., Frau Pfarrer Gerhardt pro September 20 M., von einem Dienstmädchen 10 Mi, Walter Degen, Taschengeld, 3 M., König!. Eisenbahnobersekretär Karl Abraham 10 M., Frau Capune 25 M., Zimmermeister Franz Köpp 20 M., Sammelbüchse Kaufhaus M. Schneider, 2. Rate, 13.50 M. und eine Damenuhr, Frau Dr. Z. 20 M., Leutnant a. D. Scrrba, 2. Rate, 50 M., R. Weinberger 1.50 M„ Dr. Klemich, 2. Rate, 50 M., C. Amrein 10 M., v. P., 2. Gabe, 100 M. Bis jetzt zusammen 14 634 M. 33 Pf.
Für die Nationalstiftung für die Hinterbliebenen im Feld gefallener Krieger gingen weiter von Gartenarchitekt Tom Weber 10 M. ein. Zusammen bisher 486 M. 15 Pf.
Für die Arbeitslosen gingen ein: Frau Pfarrer Esch 5 M., Adolf Herz 50 M., Frau Rechtsanwalt Lippmann 15 M., N. N. 3 M., 93. Adler 3 M„ W. K. 10 M.. Frau Capune 25 M„ C. Witzmann 100 M., Frau Dr. Z. 30 M„ Eifert 10 M„ Dr. Schreher 10 M., Herrn «chellenberg durch Überreichung von Quartiergeldern 33.60 M. Zusammen bisher 2000 M. 10 Pf.
Für die Heimarbeiterinnen (Frau Professor Fresenius) sind ferner eingegangen: von E. Prell 30 M., Frau H.
Schröder 20 M., Festungsgarnisonspfarrer Lic. Fresenius > Mainz, Große Bleiche) 28.10 M., Frau Pfarrer Esch 6 M.^
Wiesb adener Tagblatl.
F^«u^Dr. Z. 20 M., Frau Pfeiffer 10 M. Zusammen bisher
Für den Kricgskindergartcn gingen von Frau Pfarrer Esch 5 M., zusammen bisher 105 M., ein.
Für die Hausarmcn gingen von Ungenannt 1 M. ein.
Feldstecher für einen Ersatztruppenteil der Achtziger zur Ausrüstung seiner ins Feld rückenden Unterführer wurden uns übergeben von Frl. Volkmann 1, Heise 1, Frau Chessin 1, Herrn Fritz Heimann 4, Ungenannt 1, Ungenannt 2, Frau v. Jaskh 1, Frau Direktor Maustein 1, Frau Professor Wagenknecht (Biebrich a. Rh.) 1, Adolf Salomon 1, G. M. 1, Frl. Thiel 1, Ungenannt 1, Henrich (Biebrich) 1, Frau Vorbach 1, Fritz Hahmann 1, Frau Dr. Muber 1, Beckel (Hotel „Metropol") 1, Ungenannt 1, Ungenannt 1, N. N. 1, Koch 1, Hauptmann Keller 1, Jesko 1, Ingenieur Herm. Weinberger 1. Allen Gebern besten Dank! Diese Sammlung wird hiermit geschlossen.
— Ern Mitkämpfer von 1866 und 1876/71. Am 7. Sev- tember verschied hier der Generalmajor z. D. Oskar Auer von H e r r e n k i r ch e n im 73. Lebensjahr. Der Verstorbene hatte die Feldzüge 1866 und 1870/71 mitgemacht und sich in letzterem ganz hervorragend am 31. August 1870 in der Schlacht von Noisseville und am 19. Januar 1871 in der Schlacht von St. Quentin ausgezeichnet. In der erfteren behauptete der damalige Premierleutnant mit der 11. Kompagnie des Grenadier-Regiments Kronprinz das von ihm besetzte Dorf Failly vor Metz gegen sieben heftige Angriffe der französischen Division Tixier, die des Nachts von 9 bis 11 Uhr immer wieder von neuem mit starken Kolonnen erfolgten. Hierdurch scheiterte das Vorgehen der ganzen Division Tixier, wodurch der rechte Flügel unserer ersten Division vor einer drohenden Umfassung bewahrt wurde. In der Schlacht von St. Quentin eroberte Leutnant Auer von Herrenkirchen mit seiner Kompagnie zwei feuernde Geschütze. Für diese Taten wurde er durch Verleihung des Eisernen Kreuzes 2. und 1. Klasse ausgezeichnet.
— Den Truppen keinen Alkohol. In einer Bekanntmachung des kommandierenden Generals des 4. Armeekorps hieß es u. a.: „Es ist zu meiner Kenntnis gekommen, daß die Bevölkerung die zum Waffeiidienst cingezogenen Mannschaften, um ihnen ihre Sympathien zu beweisen, vielfach mit Bier und anderen alkoholischen Getränken bewirtet. So dankbar jedes Zeichen freundlicher Gesinnung der Truppe gegenüber zu begrüßen ist, so bitte ich doch, im eigenen Interesse der Mannschaften von der Bewirtung mit geistigen Getränken abzusehen und dafür den Mannschaften lieber Nahrungsund andere Genußmittel zukommen zu lassen. Nach alter Erfahrung wird die körperliche Leistungsfähigkeit durch nichts leichter beeinträchtigt als durch Alkoholgenutz". Ähnliche Bekanntmachungen sind auch seitens anderer Generalkommandos erfolgt, so z. B. von dem des 7. Armeekorps, das in seiner Begründung u. a. bemerkt: „In dieser ernsten Zeit brauchen wir die volle Kraft jedes einzelnen Soldaten. Wer dazu beiträgt, diese herabzusehen, schädigt die Interessen der Allgemeinheit und versündigt sich an unserem Vaterland, dem — heute mehr denn je — alle unsere Kräfte gehören." — Dieser wohlbegründete Wunsch und Wille unserer Heeresleitung sollte auch für die Truppennachschübe, Einquartierungen, Berwundetentrans- porte, Liebesgabensendungen usw. allgemein beachtet und befolgt werden.
— Liebesgaben. Wie man uns mitteilt, wird das Garnisonlazarett ebenfalls reichlich mit Liebesgaben aller Art versehen. Es trifft also nicht zu, was kürzlich von einem Besucher dieses Lazaretts mitgeteilt worden ist, daß es dort an Liebesgaben fehle. Das hat auch der Chefarzt des Garnisonlazaretts dem Kreiskomitee des Roten Kreuzes bestätigt, das sich mit einer entsprechenden Anfrage an ihn gewandt hatte.
— Eine schöne Spende für Verwundete. Ein Leser schreibt uns: Ich erhielt vorgestern von einem befreundeten Soldaten eine Postkarte, auf der verschiedene, in unserer Stadt weilende verwundete Krieger wohlgelungen abgebildet waren. Die Karte wurde von der Firma H. C. Brutzre (Kodak- Haus) am Kaiser-Friedrich-Platz hier hergestellt, die viele unserer tapferen Helden unentgeltlich ausgenommen hat und Gruppenbilder sowie Postkarten gratis an sie verteilen ließ. Das ist sehr lobenswert; die Soldaten werden die bange Sorge ihrer Angehörigen gerne durch Zusendung ^nes solchen Lebenszeichens zerstreuen, das besser spricht als lange Berichte.
— Unangenehm überrascht waren vorgestern abend zahlreiche Mainzer, Zivilisten und Soldaten, als sie nach 9 Uhr an den hiesigen Hauptbahnhof kamen, um die Heimreise anzutreten. Es ging kein Zug mehr, und da auch die „Elektrische" bereits Feierabend gemacht hatte, mußte man sich, so weit man sich kein Auto und keine Droschke leisten konnte, wohl oder übel auf Schusters Rappen auf den Heimweg machen.
— Ein Wink für Hunbebesitzcr. Am Sonntag, gegen Mittag, wurde ein Menschenauflauf in der unteren Rheinstraße dadurch verursacht, daß ein älterer Herr eine Dame, deren Hund das deutsche Abzeichen am Halsband trug, heftig zur Rede stellte und die Entfernung desselben verlangte. Dürfte der betreffenden Dame gewiß jede „Provokation" und Verhöhnung der deutschen Farben, die doch noch nicht „auf den Hund gekommen" seien, fern gelegen haben, so möge doch der Vorfall Anlaß geben, die Besitzer von Hunden auf die wenig geschmackvolle und nur zu schlechten Witzen herausfordernde „patriotische Dekorierung" ihrer geliebten Vierfüßler hinzuweisen, die in Zukunft lieber unterbleiben sollte.
— Pcrsonalnachrichtcn. Nach dem „Reichsanzeiger" ist Regierungsrat Dr. Menzel in Wiesbaden zum Mitglied des der Regierung in Wiesbaden angegliederten Oberversiche- rungsamts ernannt worden.
Kns dem Landkreis Wiesbaden,
WC. Biebrich. 8. Sept. Während der Nacht vom 17. zum 18. August sind am R h e i n u f e r bei Biebrich verschiedene Gebrauchsgegenstände. darunter ein Notizbuch mit dem Namenseintrag Mane Schäfer, Frankfurt a. M.. gefunden worden, welche die Annahme, nahe legen, daß die Eigentümerin den Tob in d en Sc11en gesucht hak. Einschlägige Nachforschungen der Behörden Huben noch nicht zu einem Resultat geführt:, es „ergeht daher Aufforderung an das Publikum, der Polizeibehörde tu Biebrich Mitteilung zu machen, sofern irgendwo ein Mädchen vermißt wird.
Gerichtssaal.
wc. Keine KliidesmifchandliNig. Durch Schöffengerichtserkenntnis ist die Ehefrau des Friseurs Karl Fuhrmann in Wiesbaden mit 14 Tagen Gefängnis bestraft worden, weil sie ihr 9 Jahre altes Mädchen durch fortgesetztes Schlagen mit
Dienstag, 8. September 1914.
«r. 417.
einem Spazierstock mißhandelt habe. In der Berufungsinstanz- vor der Strafkammer gelang die Feststellung, daß das Kind ei* hebliche Erziehungsmängel aufweist und durch sein Verheb ten etwas scharfe Maßnahmen herausfordert. Das erst» richterliche Urteil wurde daher aufgehoben und die Angeklagte fr e i g e s p r o ch e n.
Letzte Orahtberichte.
Die Kaiserin in Danzig.
W . T.-B. Danzig, 6. Sept. (Nichtamtlich.) Die Kaisk» rin ist heute nachmittag, begleitet von der Prinzess!« August Wilhelm, hier eingetroffen. Zum Empfang hatten sich auf dem Bahnhof der Oberpräsident v. Jagow sowie Damen und Herren des Roten Kreuzes und einige Offiziere i eingefunden. Die Kaiserin begab sich im offenen Automobil, „ umjubelt von einer großen Menschenmenge, zum Oberpräsidium, wo sie Wohnung nahm..
Ausdehnung des Ausfuhrverbots.
W. T.-B. Berlin, 7. Sepi. (Amtlich) Der „Reichsaw zeiger" enthält zwei Verordnungen, betreffend die AuS» dehnung des Ausfuhrverbotes auf Leinen, Garne und g«» * wisse Beschränkungen des Verbotes hinsichtlich oer Bau in» wollgewebe, Pelztvaren und Schuhmacherei»? Maschinen.
Die Krönung des Papstes. *
W. T.-B. Rom, 6. Sept. (Nichtamtlich) Der großartig ? - der sich in den päpstlichen Gemächern gebildet hatte und an dem die Würdenträger des Vatikans, die Kardinäle,
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Patriarchen, Erzbischöfe und Bischöfe, einschließlich der orten» . tauschen, teilnahmen, bewegte sich durch den ClementinischcN ^ Saal, die Sala Ducale und die Sala Regia nach der Sixtini» ^ schen Kapelle, wo die Anbetung des Allerheiligsten stattfand- ,[ Der Papst, auf dem Tragthron in Pluviale und weißer . Mitra, wurde stürmisch begrüßt, während ein Bläserkorps auf > silbernen Trompeten die Papsthymne blies. Am Hochaltar ,, angekommen, las der Papst die Meßgebete. Nach der Abst» ? lution legte ein Subdiakon die Manipel um den Arm des 5 Papstes, der sich nun setzte, während die Kardinalbischöfe di« f Krönungsgebete lasen. Sodann stieg der Papst dir ? Stufen des Altars hinan, und ein Kardinaldiakon legte if)«t ? baS Pallium an. Nachdem der Papst die letzte Adoration der Kardinalbischöfe und Äbte entgegengenommen, las er de« Introitus und stimmte das Gloria an. Dann bestieg er de« | Thron, während der Klerus die Krönungshymne intonierte- jf Der Doyen des Heiligen Kollegiums betete sodann das w Vaterunser. Ein zweiter Kardinaldiakon nahm den> Papst die Mitra ab, Kardinal della Volpe setzte ihm mit der rituellen Formel die Mitra aufs Haupt. Hierauf erteilte der J Papst den apostolischen Segen. Um 1 Uhr mittags roak die Zeremonie beendet, und der neugekrönte Papst kehrte u«» ter stürmischen Zurufen der Teilnehmer auf dem Tragthro« -> in seine Gemächer zurück.
Der König von Italien leicht erkrankt.
W. T.-B. Rom, G. Sept. (Nichtamtlich.) „Giornav J;' d'Jtalia" und „Messagero" melden: Der König hat heute
die Minister zur Unterzeichnung von Dekreten ompfangen- Der König leidet noch an einer leichten Kontusion Bein, die er sich während eines Spazierrittes zugezogen h«^
Er wird in wenigen Tagen völlig wieder hergestellt sein.
Ein Denkmal für Major Thompson. ^
hd. Amsterdam, 7- Sept. Hier ist eine öffentliche Sam«^ lung eingeleitet worden, um dem in Mbanien gefallen^ Major Thompson ein Denkmal zu setzen. Bisher sind 6000 Gulden eingegangen. Man hat beschlossen, in dtl Kaserne des Regimentes, das Thompson befehligte, ihm ei^ Büste zu errichten und einen prachtvollen Gedenkstein auf seinem Grabe aufstellen zu lasten. d
Ein Mitglied der deutschen Militärmission in der
Türkei gestorben. , jl
W- T.-B. Berlin, 7. Sept. Die „D. Z." meldet af Konstantrnopel: Der Major a. D. und ottomanisw^ Oberstleutnant W. v. Legat ist gestorben. Er gs» Hörte der deutschen Militärmission in der Türkei deren Bestehen an und wurde vor einiger Zeit Chef des Stabes des 5. Armeekorps in Angore ct ‘ nannt.
Die Ernte in der Türkei, bä. Bremen, 7. Sept. Nach einer dem hiesigen E kischen Konsul ^gegangenen amtlichen Mitteilung J die Ernte sowohl in der europäischen als auch in j/ asiatischen Türkei durchschnittlich eine v o r z ü g l i cd \
Es ist dies em Umstand, der für die militärische ^ reitschaft der Türkei äußerst wichtig ist.
Abschluß des türkisch-bulgarischen Handelsvertrags. hd. Wien, 7. Sept. Das Handels- und Schiffsübernr kommen zwischen der Türkei und Bulgarien ist durch türkischen Finanzminister und den bulganfchen Gesandte» Konstantinopel unterzeichnet worden.
Ein weiterer Kriegskredit der Vereinigten Staats W* T.-B. Washington, 7. Sept. (Nichtamtstw Staatssekretär Bryan beantragte einen Kredit " einer Million Dollar zu außerordentlichen Zwecke» l die Vertretung der Unionstaaten im A» lande während des Krieges.
bä. Glerwitz, 7. Sept. Bei dem d i e n st in der katholischen
vkilitärgott^.
Allerheiligen-K»7x
stimmten auf Veranlassung des Pfarrers Lan^t
die Soldaten sowohl wie die Gemeinde die am R h e r n" an.
W- T.-B. Prag, 7. Sept. (Nichtamtlich)
FilF
Wok-
Karl v. Schwarzenberg, Majoratsherr in -- e , -. - ~ ' Slavonren o
lid, ist infolge Krankheit in Vukovar in storben. ' .
a.
Sriefkasten.
g Die Echrifttrltuna des Wiesbadener TaablattS beantwortet nur nfragen im Briefkasten., und zwar ohne RecktSverbindliLkeit
können "nickt aewäbrt werde» »
Au mehrere Leser. Wir machen Sie daraus [,, a V^ a u ) tcK daß der Artikel „Ein peinlicher Auftritt rm . p» Teil der Äbeub-AusgaLe vom 2. September »eraiiS m Morgen-Ausgabe vom letzten Samstag von dem am « Rentners Crüwe-ll berichtigt worden ist. Aus dicO richtigung ergibt sich, daß die Meinung. Herr Pcw
seinem verwundeten Schwiegersohn, dem HEPtman jßrt die Aufnahme in sein Haus schroff verweigert. d>urch- Verständnis entstanden war. Herr C. hat zeinem sobii sein Haus nicht verfchlosten. sondern ihn ^
in einer benachbarten Pension untergebracht, weit er
bellcr aufgehoben glaubte.
