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No 1 Donnerstag den 2. Januar 1S©££

Zum neuen Jahre 1862.

Vom Glockenstuhl der Thürme Tönt durch die Winterstürme Sin Heller Gruß der Zeit;

Ans ward beim Tanz der Horen Sin neues Jahr geboren, Das jüngste Kind der Ewigkeit,

Wir rufen ihm entgegen Den Wunsch nach Glück und Segen, Nach VolkeSwohlergeh'n!

Mög' es uns reiche Spenden An Heil und Wohlfahrt senden Und günstig sein der Menschheit Fleh'n!

Dem Vorfahr, der geschieden, Ihm wünschen wir den Frieden, Wie Todten es gebührt, Zm wechselnden Gebilde Hat er bald streng, bald milde Sein kurzes Regiment geführt.

Es blieb bei seinem Walten Der Friede uns erhalten In unserm Vaterland. Auch knüpfte, trotz der Dämme, Um alle deutsche Stämme Eich immer mehr ein Bruderband.

Die Sänger, Turner, Schützen, Eie wußten wohl zu nützen Des Jahres schöne Zeit: Aus Nord, Süd, Ost und Westen Sah man ste ziehen zu Festen Zur Ehr' der deutschen Einigkeit.

Wohl war die Ernt' oft reicher, Doch hat für Küch' und Speicher Das Jahr uns viel beschert; Ward auch vom Saft der Reben Uns wenig nur gegeben, So ist dem Mangel doch gewehrt.

Gebestet auf der Bahre, Sah'n wir im alten Jahre Gar manchen Geistesheld; Von denen, die auf Thronen, Der Menschheit Höhen, wohnen, Ward auch manch' stolzer Sproß gefällt.

Es steh'n sich über'« Meere Entgegen Kriegerheere Im großen Bürgerstaat.

Ein Bruderzwist entbrannte; Er lockert alle Bande Und üppig sproßt des Haffes Saat.

Auch Albions Gestade, Dem wohlgeschirmten, nahte Die Kriegsgefahr sich schon. Zum Kampf auf Tod und Leben Muß sich vielleicht erheben Gar bald das stolze Albion.

Noch gährt'S in vielen Landen; Das Volk strebt aus den Banden Verjährten Drucks empor. Wann wird wohl hier auf Erden Dem Licht die Herrschaft werden? Ist, wer dies hofft, ein blöder Thor?

Nein! Vorwärts geht es immer!

Zur Flamme wird der Schimmer, Der erst kaum sichtbar war.

Du auch, du führst uns weiter Zum Licht die Stufenleiter, D'rum sei gegrüßt, du neues Jahr! i. Hub-

Gefunden ein Pelzkragen, ein Paar Pelzhandschuhe, eine Brache. Wiesbaden, den 30. December 1861. Herzogs. Polizei-Direction.

Einladung.

Die Vermessung des Stadtbcrings und die Consoli- m ,,, dation der Feldgemarkung von Wiesbaden betr.

m Be« günstigem Wetter soll nächsten Donnerstag den 2. Januar k. I. eine Begehung der vorgeschlngenen Grenzen für die Regulirung des Stadtberings pattfinden und dabei der hierüber aufgenommene Plan vorgezeigt werden.