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roettet Erde war uuö oaß er leiuanö, nwniumö tjatte, dem er sein übervolles Herz ausschütten konnte, niemand, der ihm Trost spenden konnte.

Auffahrend blieb er plötzlich in seinem Hernimwandern stehen. Dort, dort stand doch jemand! War es Jula? Nein, nein, nur sie jetzt nicht sehen! Ihm graute vor ihr. Er wandte den Kopf weg.

Gnädiger Herr!" Es war Julas Kammerjungfer.

Warum klopfen Sie nicht an?" herrschte sie Karl August an.

Entschuldigen der gnädige Herr, ich bin durch den blauen Salon gekommen, und da, da des Festes wegen hat man überall die Türen ausgehängt. Gnädige Frau lassen fragen, ob der gnädige Herr nicht einmal hinüber ins Schlafzimmer koinmt. Gnädige Frau fühlen sich sehr angegriffen und haben sich zu Bett gelegt. Herr und Frau von Marburg haben bis jetzt bei der gnädigen Frau geweilt."

Es ist gut, gehen Sie!" Karl August winkte ab-- wehrend mit der Hand, als das Mädchen Miene machte, sich nicht sogleich zu entfernen.

Entschuldigen der gnädige Herr aber gnädige Frau sind aufgeregt! Vielleicht, vielleicht" Tränen erstickten die Stimme des Mädchenskommen der gnädige Herr recht bald."

Da begriff Karl August. Jula hatte, wie sie es liebte, dieses unglückliche Geschöpf als Blitzableiter benutzt und an ihr ihre Wut und ihren Zorn über das gestörte Fest denn darum nur drehten sich sicherlich ihre Gedanken ausgelassen.

Ich komme sogleich."

Mit einem Seufzer der Erleichterung verschwand das Mädchen.

Es dauerte aber immerhin noch eine geraume Zeit, ehe er sich entschließen konnte, dem Rufe Julas Folge zu leisten. Er wußte ja, was seiner wartete, und ihm ekelte förmlich davor.

In ihrer ganzen Kleinigkeit, Herzlosigkeit und Rück­sichtslosigkeit hatte sich ihm Jula in den letzten Stunden gezeigt und hatte damit in ihm mit einem Schlage das Gefühl der Dankbarkeit für ihre Hilfe in seinen Geld­nöten ausgelöscht. All die guten Vorsätze, die in ihm aufgekeimt waren, Geduld und Nachsicht mit ihren Launen zu haben, waren erstorben angesichts dieses kindischen und lieblosen Benehmens, das sie an den Tag gelegt hatte. Entweder hatte sie fassungslos geweint und geschrien, weil ihrhimmlisches Fest" zu Wasser geworden sei, oder sie hatte in feiger Angst zitternd darüber geklagt und gejammert, daß sie sich vielleicht bereits angesteckt habe und nun auch krank werden würde. Für ihn, für seinen Schmerz, seine Sorge um die Mutter, hatte sie nicht das geringste Verständnis und nicht die mindeste Anteilnahme gezeigt. Mit einigen nichts­sagenden Worten hatte sie zwar, wohl um den Schein zu wahren,ihr Bedauern" über Mamas Erkrankung ausgesprochen, aber es war Karl August gewesen, als ob selbst hinter diesen wenigen Worten etwas Feind­seliges, Haßerfülltes gegen die Kranke gelauert hätte. Seine Gedanken glitten darüber hinweg absichtlich. wie über etwas Widerwärtiges, vot dessen Berührung man zurückscheut.

Mit fieberhafter Hast hatte er sich in all die eiligen Arbeiten, die die Situation erforderte, gestürzt. Er schrieb Absagen, telephonierte, fuhr zu Seiner Durch-, taucht, sandte Boten aus, empfing Berichte, gab Aus­künfte und wies die durch Julas Benehmen rein kopflos gewordenen Dienstboten an, ihren täglichen Arbeiten nachzugehen.

Einen Augenblick hatte er auch gewankt: Sollte er nach Berlin an die Geschwister telegraphieren? Aber kaum, daß sich dieser Gedanke in ihm geregt hatte, verwarf er ihn auch schon wieder. Nein, das Tischtuch war für immer zwischen ihnen zerschnitten!

Seme telephonisch herbeigerufenen Schwiegereltern saßen inzwischen bei Jula und leisteten ihr Gesellschaft. Sie suchten die Aufgeregte damit zu beruhigen, daß sie jhr in allem recht gaben und dasarme Kind" furchtbar

bedauerten, was schließlich wohl auch das Vernünftigste war. Sie brachten Jula endlich zu der Einsicht, daß für Karl August jetzt andere Pflichten Vorlagen, als mit zärtlichen Liebesworten tröstend bei ihr zu fitzmr.

Ab und zu war sein Schtoiegervater zu ihm gekonnten und hatte eine Art Versuche gemacht, ihm irgendwie seine Hilfe anzubicten. Karl August sah aus der Art und Weise, wie dies geschah, daß es lediglich ein Akt der Höflichkeit war und kein ernstgemeinter Vorschlag.

Er hatte daher höflich dankend alles abgelehnt, was mit einem Seufzer der Erleichterung quittiert wurde.

Na, wie du willst, mein Sohn! Jula, das arme, gute Kind, fängt nun auch an, sich endlich zu beruhigen. Gott sei Dank!"

Bis zum Abend waren die Eltern bei dem armen, guten Kinde geblieben. Dann hatte Jula sie selbst fort- geschickt.

Sie will jetzt Ruhe haben, Karl August," hatten sie bei der Verabschiedung zu dem Schwiegersohn gesagt. Wir werden gegen zehn Uhr heute abend noch einmal den Diener schicken. Do läßt du uns wohl sagen, wie es Julchen geht, nicht wahr?"

An eine Erkundigung nach dem Befinden der Mutter dachte man also nicht.

Nun langweilte sich Jula augenscheinlich in der selbst­gewünschten Ruhe, und er wur- ebefohlen".

Endlich entschloß er sich, zu seiner Frau zu gehen.

Ganze Wolken von Karbol, Lysol und Jodoform schlugen Karl August entgegen, als er sich dem Schlaf­zimmer näherte. Sogar im Korridor und Vestibül brannten und qualmten in eilig aus der Küche herauf­geholten Pfannen und Töpfen allerhand Kräuter und Essenzen und erfüllten die Luft mit einem beißenden Duft.

Befremdet sah Karl August außerdem, wie der Diener und Julas Kammerjungfer die großen Rohrplatten­reisekoffer in das Ankleidezimmer trugen.

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Lejefrucht. ss

.Das Höhere wird immer nur in kleinerer Zahl existieren, sowie das Höchste ewig nur als Einheit und Eins gedacht werden kann. Carus

Die erste Schlacht bei Tannenberg.

Der große.Sieg, den unferß Truppen in Ost- Preußen über die Russen errungen haben, wird in der Geschichte den blamen des Ortes Tannenberg führen, denn dort war das Hauptquartier des siegreichen Feld- Herrn, des Generalobersten von Hindenburg. Viel­leicht hatte man nicht ohne Absicht gerade Tannenberg zum Dlittelpunkt der Schlachtlage gewählt, denn für den geschichtlich Denkenden knüpft dieser wundervolle Sieg in denkwürdiger und hochbedeutsamer Weise mit seinem Namen an jene andere Schlacht von Tannen­berg vor einem halben Jahrtausend an, da es den Slawen zum erstenmal in der Geschichte gelang, unserm Volk eine Niederlage beizubringen und das Bollwerk der ritterlichen Ordenswacht im Osten zu er­schüttern. Wie eine späte Rache klingen uns die Heldentaten in den Ohren, die nun auf den blutge­tränkten Gefilden um Tannenberg herum deutsche Männer vollbrachten, um den heute wie damals sich frech aufbäumenden Hochmut slawischer Herrscher­träume zu vernichten. Vor 4 Jahren haben wir in ernstem Gedenken der 600. Wiederkehr jenes 16. Juli gedacht, an dem im Jahre 1410 die Blüte der deutschen Ordensritter durch den vereinten Ansturm der Polen und Litauer dahingerafft wurde. Schon damals rich­teten sich die Augen nach dem Osten, von dem wieder Gefahr drohte, und mit stolzer Zuversicht gelobte man sich im stillen Herzen, auf starker Wacht zu sein, wenn vielleicht wieder einmal das Grausen solch feindlichen Einfalls der Barbarenscharen hereinbräche. Was man­cher damals als fernes Schreckgespenst gesehen, das ist