Wiesbadener
Tagbratt.
Ro 192. Donnerstag den 16. August 1860«
Auszug aus den Beschlüssen des GemeinderatheS zu Wiesbaden.
Sitzung vom 25. Juli 1860»
Gegenwärtig: Der Gemeinderath mit Ausnahme der Herren Vorsteher Käsebier, Habel, Zollmann, Freytag und Stein.
1138—1142. Erledigung verschiedener Mobilienverstcherungen.
1145. Die am 25. l. M. abgehaltene Versteigerung der im städtischen Walddistricte Langenberg erfallenen Baumstützen wird auf den Erlös von 281 fl. 30 kr. genehmigt.
1147. Die am 25. l. M. stattgehabte Vergebung der dei Veränderung des HinterbaueS des Echulhauseö in der Lehrstraße vorkommenden Arbeiten wird auf die Letztgebote von zusammen 93 fl. 53 kr. genehmigt.
1150. Zn dem mit Jnscript Herzoglichen VerwaltungSamtS vom 19. l. M. zum Bericht anher mitgetheilten Gesuche des Carl Theodor Schmidt von Elberfeld, um Gestattung des Verkaufs von Leinwand während 14 Tagen in hiesiger Stadt, soll Abweisung beantragt werden.
1 >52. Die mit Rescript Herzoglichen VerwaltungSamtS vom 13. l. M., die Erbauung eines SchulhauseS für die Elementarschule dahier bett., anher mitgetheilten deßfallsigen Pläne und Etats nebst den dazu gehörigen übrigen Verhandlung:n werden der Baucommission unter Zuziehung deö Hrn. Bürger- meister-Adjm kten und der Herren Thon und Bücher zur Prüfung und Berichterstattung hingewiesen.
1153. Zu dem mit Jnscript Herzoglicher Polizei-Direktion vom 21. L M. zuck weiteren Bericht anher mitgetheilten Rescripte Herzoglicher Landesregierung vom 13. l. M. auf Bericht vom 6. l. M., zum Gesuche' Hs. Ercellenz deS Hrn. Grafen von Walderdorff dahier, um Genehmigung hsr Ueberbauung der Thorfahrten seiner beiden Wohnhäuser in der Rheinstraße bett., soll berichtet werben, daß nunmehr gegen die Genehmigung deö nachgesuchten Vorbaues von hier aus nichts einzuwenden sei. (Herr Meckel bemerkt ausdrücklich, daß er dagegen gestimmt hahe.)
Ü54. Zu dem mit Jnscript Herzoglicher Polizei-Direction vom 19. l. M.
Bericht anher mitgetheilten Gesuche deö Hoflithographen Jacob Zingel von hier, um Ertheilung der Erlaubniß zur Verlegung eines CanalS unter seinen Gebäuden in der Burgstraße, soll berichtet werden, daß von Hier au- unter den von Herzoglicher Hochbauinspection gestellten Bedingungen und unter dem weiteren Vorbehalte, daß Gesuchsteller einen entsprechend großen Sandfang innerhalb seines Eigenthums anwiegen habe, gegen die Geneh- Mlgung deö Gesuches nichts einzuwenden seu
1155. Auf Wiedervorlage des mit Jnscript Herzgl. Polizei-Direction vom rn k zum Bericht anher mitgetheilten Gesuches des BadewirtheS C. W. Kuckuck und deS ZimmermeisterS Daniel Guckuck von hier, um Er, theilung der Erlaubniß in ihrem Grundeigeuthume hinter deö Ersteren Badeanstalt im Nerochale nach Quellwasser bohren, dieses Wasser in dle Badeanstalt leiten und das fragliche Grundeigenthum in eine eingefriedigte An-
