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„ Q _ ..Tagblatt-HauS" Nr. 6850-53.
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Dienstag, 1 . September 1914 .
Kbend -Kusgabe.
Hr. 406. ♦ 62. Jahrgang.
Ne Mnm releöer gelingen. — Drei
W. T 3. Berlin, r. Sept. (Großes Hanpt- quartier). Die Armee des Generalobersten b. Kluck hat den durch französische Kräfte nnternoirrmenen Versuch eines Flanken- Angriffes gegenComdles dnrch ein Armeekorps zuriickgeschlage».
Die Armee des Generalobersten v. B ii l o w hat eine üb erlegene französische Armee bei 7 ^-nti» vollständig geschlagen, nachdem irn Vormarsch bereits ein englisches Infanterie-Bataillon gefangen genommen Worden war.
Die Armee des Generalobersterrv. H a n se n hat den Gegner ans die Aisne bei Rethel zurück gedrängt.
^ Die Armee des Herzogs Al brecht von Württemberg hat bei der Fortsetzung des Uebergangs über die Maas den Feind zunächst *»n Bortrnppen überrascht, musste aber bei teil«u?< at I e l Cn - Iberer feindlicher Kräfte
t.ke ^Lrmee hat dann die Maasübergänqe rr>rede genommen nnd befindet sich wieder im Vorgehen gegen die Aisne. Das Fort Losavelles, hinter der Armee, ist gefallen.
Die Armee des d e n t s ch e n K r o n p r i n z e n fetzte den Vormarsch gegen und über die Maas kort. Nachdem der Kommandant von Mont- medy mit der ganzen Besatzring der Festung
gefangen genommen wnrde, rft die Festung gefallen.
Die Armeen des Kronprinzen von »Hern nnd des Generalobersten von Heerr» gen stehen noch fortgesetzt im Kampfe Fra nzösisch-Loth rin gen.
Der ans dem Oste» gemeldete Sieg der ^.-rmce-es Generalobersten v. Hindcnbnrg '*,*** weitaus größerer Bcdentnng, »w bis jetzt übersehen werden konnte. Trotzdem neue feindliche Kräfte über Neidenbnrq "»griffen, ist die Niederlage des Feindes eine vollständige geworden. Drei Armeekorps md vernichtet, «®O ©0 Gefangene wurden gemacht, darunter zwei komman- «rer^nde Generale. Biele Geschütze wd Feldzeichen sind in unsere Hände ge- Die »och im nördlichen Ostpreußen -tuenden rnssischen Truppen haben den Rnck- -Ug augetreten.
Generalqnarstermeifter v. Stein.
Das „Echo de Paris" knüpft hieran die Bemerkung, die Deut,chen stehen 100 Kilometer von Paris. Es E "ns schwer, zu glauben, daß niemand sie a u s h a l t.
, Der englische Kriegsminister Kitchener beziffert die brshcrrgcn englrschcn Verluste auf 6000 und
^uvmü^t- mit der wenig begründeten
Zuvcrpcht. Wenn bte Deutschen eine Schlacht verlieren bedeutet es zur sie eine Katastrophe. Wenn wir
(Z)r^evnls. eOlls SEotriiolmer WnH- b-mu-t hierzu: D? Lrd»
dritte und w ah rsch ernli ch ere Mö glichkeit,
Das 8 L& Wieder geschlagen werden kann schr-M Z^Aburger amtliche Depeschenburean um-
Neue Tru ve.? Ostpreußen mit den Worten:
<reue gruppen halten sich in der deutscheü Front, die eine Offen,rvbewegung gemacht hat. ^
und Ost
7 Ö 00 Ö Russen gefangen!
W. T.-S. Berlin, 1 . Sept. (Amtlich), "w werteren Mitteilungen des Hanpt- Uartiers ist die Zahl der Gefangenen bei ^"genbnrg-Ortclsbnrg »och größer, als bisher ^kannt wurde; sie beträgt 'S'®®®® Mann, «tuiU« 300 Offiziere. Das gesamte Ar- '"ertümaterial der Russen ist vernichtet.
Lahme Ausrede der geschlagenen Heerführer des Dreiverbandes. >
. 'r,f Stockholm, 1. Sept. (Eig. Drahtber.) Die ae- e^agcilen Heerführer des Dreiverbandes geben unter n Ausreden ihre Niederlagen im Westen, wie im schiwl ?as französische Kricgsamt sagt ße= glg Hn,pr Linker Flügel war nicht mehr
"airch. Die Deutschen rücken auf La F re vor.
Oie frohe Botschaft zum Sedantage.
die Glocken von Turm zu Turm Dure^ Land frohlocken im Jubelsturm,
^es seuerstoßes Geleucht facht an Der Herr hat Großes au uns getan,
Ehre ser Gott in der Höhe!
s •%° ^ na * toor . 44 Sollten Entanuel Geibel als am «jaJ) re§ tag« der Schlacht von Sedan
£ Stein^uns Se\T bmx u Za
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?r e tch t e^?7777 wir uns heute nicht wünschen; Lnuajtert wird man überall aufatmen — tan«
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«reg des zum Generalobersten beförderten Generals
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niditet, f>ie Zahl der Gefangenen ist mebr als
tn der Gegend von Stall,,Fi!. "preußm
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verheißungsvoll, daß solche " Mafson„rfm7'
« »7n't ^ f 4 "kemanderfolge in der Geschichte aller
2^ien fast ohnegleichen dastehen. Es klingt fast zu
Ä/ V Me s 'FyffhäserkUrri-
mfr bie 3 err+7 § ... deutschen Kriegerbundes,
uiber we ersten, für uns sisqreichen rlu-
^E^"stoße nie gesehener gewaltiger Völkerheere Mes klappt; alles ^ geht gut! So QUt ^ Zä n ruhmreichen Augusttagen von 1870. «prrn*fflif t TO n deutsches Heldentum und deiitsch«
^ staden ein gutes Recht, schon jetzt —
r^| 0C 7 n r>?ch des Krieges Beginn — zu froh - I o cf e n , zu jubeln und zu jauchzen. Einen neuen deut,chen Völkerfrühling verheißen ims unsere erstm «ieg m diesem Völkerkriege.
. . Erwiesen ist nun, was das deutsche Volk mit allen seinen Fürsten und Führern vom ersten Mabil- machungstage an in heiligem Vertrauen geglaubt
und gehofft hat, daß uns det Sieg gehört nur uu^ gehören kann. Denn mit uns zogen ins Feld dw rein«, gerechte, vaterl ä ndif Z Be. ’+ - * n .-ß, llre unüberwindliche Krieas-
tuchtlgkeit und die felsenfeste Sie ae/- z u v e r sich t. Drüben, in unserer Feinde Reihen anden Niedertracht und Tücke Verlogen!
tni>ei - Wir zählen aber gleick/nach des Krieges Anfang so viele der sichern Siege baben
daf^s-lMt Scute Gefangenen und Geschützen
daß selbst das unverschämte Übermaß der Lügen d e unsere Femde ringsum über uns und unsere Armeen MF»«*« trachten, nicht standhalten kann. Durch oen dichten und dicken Nebeldunst der erlogenen Nach- SEen unserer Feinde muß strahlend die ' Sonne des Sieges dringen, die uns leuchtet.
n„f7<ivs llt I d r 3 “ kürwahr das ist heute eine
Lust. Das Leben jedes einzelnen Deutschen er .W
K*t 4en [»«m mUgefat? Äm e f ÄjSifS ""d geweiht wird, für das Vaterland da- hrngegeben zu werden. „Kein schönrer Tod auf dieser aE srkmer Heide fällt!" Zum Heil für Vaterland! Dankbar und stolz grüßt Deutschland seine tapferen Söhne! 0 B
S«m neuerlichen Siegeszug im Westen nnd Osten. Berliner Prcssestimmen.
^ - s W ' T'" B ‘ f a3crlh ’' L ^°pt. Als freudige Botschaft zum Sedan tag begrüßen „Lokalanzerger" und „Morgenvost" d,e neueste Mitteilung des Generalstabs aus dem Götzen Hauptquartier. Das erstgenannte Blatt schreibt' 5}nir>
»et mWJ,ei & e > an ist uns ein schönes GffcheZ besÄ tootben. Nachrichten von neuen Siegen im Westen „nv D° d.e Franzosen nicht inehr InZ Cta?toft fie i Z
slefh ^f e * S t anS nad) Berlin machen wollten, wollten sie d.es den MoSkowitern überlassen. So rach S SrfS
™ ' b .f deutschen Hauptstadt sein. Nun sind diese aber Laben""d ^ Hoffnung zertrümmert. Wir ZhZZ Z b r €le0 ." n Achten und Osten an unsere Fahn- gehejtet, weil wir Nicht von einem Spaziergang nach f“ r r l? und Petersburg g e t r ä-u m t haben, und nicht rls“ f T Überhebung unsere Feinde unterschätzten. Und ,o werden wir es weiter halten.
c. , % n dsr "Morgcnpost" heißt es: Mit unbeschreiMchcm ^"del erfüllt uns vor allem die Kunde aus dem Osten. Nun ist der W'der,acher. der das preußische Kernland bedrückte, von der unwiderstehlichen Tapferkeit unseres Heeres zurückge- schlagrn, dm Provinz von allem Leid und aller ^ Elreit. Das war bei Tannenburg keine russi- sche ^c-iederlage, das tvar eine Vernichtung imi) Zer- trummerung der e i n g e d r u n g e n e n Moskowiter.
Unter der Überschrift: „Das Gottesgericht" wird in der „Voss. Ztg." gesagt: Fast vermag es der Geist nicht zu fassen, was zu gleicher Zeit dem deutschen Volke kundgegeben wird: Über Sieg auf Sieg im Westen und Osten. Es ist wie ein Gottesgericht, das über die Gegner hereinbrach, über die Urheber dieses furchtbaren Kriegs.
In der „Kreuzzeitung" wird gesagt: Die bange Sorge, die wir um den Osten hatten, ist von uns genommen. O st - p r e u ß e u ist, das dürfen wir annehmen, nun vollständig von russischen Eindringlingen geräumt. ' Ein frohes Aufatmen rauscht wie ein gewaltiger Flügel- schlag des deutschen Adlers, der dem russischen Doppelaar in heißem Kampf so blutige Wunden geschlagen hat.
Die große Freude in Österreich-Ungarn.
W'. T.-B. Wien, 31. Aug. (Nichtamtlich,) Das „Deut- sche Volksblatt" schreibt zum Siege in Ostpreußen, soweit er am Montag bekannt war: „Diese Schlacht ist ein
Schulbeispiel dafür, daß der Oberfeldherr in gewissen Kriegslagen gezwungen sein kan-n, siegraiche Truppen zurückzunehmen, um an anderen Punkten stark zu sein, und auf diese Weise einen noch größeren, glänzenderen Sieg zu erringen. Dies sollten sich gewisse Leute vor Augen halten, denen unsere Operationen in Serbien nicht schnell genug vorwärts gehen."
Der Dank des Kaisers an die tapfere Armee im Osten W. T.-B. Berlin, 31. Aug. (Amtlich.) Der Kaiser 'hat den siegreichen Feldherrn tm Osten, General v H i n b e n = bürg, zum Generalobersten ernannt, ihm das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen und ihm folgendes Telegramm gesandt: ^.Großes Hauptquartier, den 29. August. Durch den ch, dreitägiger Schlacht ernungenen vollen Sieg über die ruiiijche Übermacht hat die Armee sich für immer den Dank des Vaterlandes erwoüben. Mit ganz Deutjchland bin ich stolz auf diese Leistung der Armee unter Ihrer Führung, übermitteln Sie den braven Truppen üsbE tvarme kaiserliche . Anerkennung. Wilhelm I. B-
