>(33. Fortsetzung.)
§ ed nft $ dem furchtbaren Tode des Ministers
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0 ?'l öen - Hatte sie doch rmmer neue Aufreaunaen und seelische Erregungen gebracht. So war aus de? bisb?
^"l-chen Frau in überraschend ^ Zeit eine müde, alternde mit weißem
Armm "und Mund «tiefer gruben sich um Stirn, 2 „5 D Mund die Runen des Alters ein Aber ^ und weicher machten sie ihre Iüge sondern
^bestärkten nur den Ausdruck des Stolzes und d^ Unnahbarkeit, der von jeher da gewohnt batte ££
fori n» Innern, wie ihr Mutter-
herz oft aufschrie vor Leid, Schmerz und Sehnsucht nacki den Verlorengegebenen, das erfuhr freckich n§mand Augen sah sie, wie in den Familien ihrer SnT, ai I n * en freunde die Eintracht und das Glück Frau ^vo'n hatte ihr das Geschick solches versagt?
sf,^?u von Leersen wurde nach und nach scharf, bitter und oft sogar verletzend in ihren Urteilen und Äußerungen
über andere Menschen. Argwöhnisch lauschte s? bei jedem Gespräch, das sie führte, ob Vas was man ihr sagte, nicht einen anderen Unterton, eine andere Re- Deutung haben könne; überall suchte sie geheime Spitzen
lu fütdüen %i ful Je - f "$ vor den Menschen
whÜÄj; r t Io ^> m die Einsamkeit und sah mit
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LT r £ ortet -, Aber diese 4ÄS?S5 f unb dankbar nahm sie an. Karl August, er war ia das ?/UMe noch, was ihrem Leben einen Inhalt gab Aul ?Ll.eß 'e die s°nst so Karge in ihren GeMMußerüng^? E verschwenderisch all ihre Liebe und Mutterzärtlichkeit
»it ^e sich in seiner Gegenliebe. Nur m<", nur ,einem Gluck allem noch wollte sie leben ai>;+ wach ender Sorge aber mußte sie seh?? daß dieses GU-ck auf tönernen Füßen stand. Zwar hatte Karl Auanü wa? s'e einst für ihn erwünscht, erstrebt und erhofft
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samrue Leersen.
Roman von Sidonie Judeich-Micrswa.
Kachdrnck verboten
Worte. Woran ^erne Ehe krankte Vu> sA»»
Legenser ge Verstehen - die Liebe die sil b sber ?» fl/ 6 ?!* 1 ® eingeschätzt hatte, die sich nach ihrer früheren Anschauung in der Ehe finden mußte, fehlä Und zwar war es ihr Sohn Ka'rl August, d?r de!?heißen, leL-
schaftuchen Gefühl, das seine Frau ihm entgeqenbrackte nut leeren Händen gegenüberstand. ^ •
tfir npU, f IeÖer häuslichen Szene war Jula anfangs zu wv gelaufen gekommen und hatte sich über Karl Auanüs bbwsrgkelt" beschwert. Auch der Sohn kam mit Klagen, ZJ t' es nicht zugab, berechtigt finden
hatte sie zum Guten geredet und Frieden tZ ^?en gestiftet. Und eine Zeitlang war uln wunderschön gegangen. Der Einfluß, den «d von Leersen auf den Sohn, und ohne daß dieser
tt v ß r? au L de Schwiegertochter ausübte war
der denkbar beste. Auch nahmen sich beide in Gegenwart der Mutter mehr zusammen. Aber als der Reiz der
da wurde'alle???^^" Vermittelungsrolle schwand, hn« Z wieder so, wie es gewesen !var. Frau
von Leersen aber sah nun, daß viel öfter bei diesen kick, RE Äsungen zwischen den Ehegatten das
}• ^ 9 usts Seite war. Sie ecickrak htrpff
QlS sie ^ula durch das tägliche Beisammensein Näber kennen lernte Wie vieles hörte und sah V" was ihr Empfinden verletzte! Immer mehr ^ch chaute .e die Hohlheit, Leerheit und ^OberflächlA reit dieses eitlen und verwohnten Geschöpfes. Sie erlebte Szenen, die rhr Blut in Wallung brachten: wenn Jula aus???-. und launenhaft ihren Mann um nichts als ?^r??vude an seinem Ärger peinigte und quälte, dann L für ihre Pflicht, mit Jula ein ernstes Wort zu sprechen. Das aber vertrug diese nicht und neue
Jula"s"enÜt?n."' We mdft mit einem ..Weinkrampf»
Ader dem Sohne zuliebe erduldete Frau von Leersen ^'dust fühlte mit seiner Mutter, wenn er uuch AU schwach war, bei sich selbst mit einer Änderung der unglückseligen Verhältnisse anzufangen. Dafür trug Mutter auf Händen und suchte mit doppelter Liebe und Zärtlichkeit die Wunden zu heilen, die Julas und spitze Zunge der Mutter schlugen:
^ Aufmerk,amkelten und Zärtlichkeiten gegen die Mutter aber gaben Jula Grund zu neuer Eifersucht' Mw brennender Sehnsucht hatte sie in ihrer Ehe bisher vergeblich auf solche zarte Aufmerksamkeiten gewartet flO/.^h sie, daß auch Karl August einer solchen Zärt- i ^ war, aber sie galt einer anderen! Das machte sie ungerecht. Nun bereute sie, daß sie die Mutter rns Haus gerufen fratte. Man b0n m fortwährende Rücksichtnahme auf die alte Dame. Alles mögliche sollte sie nicht sagen und
würde"?' 6 barum mdjt ' "weil es Mama kränken
Was ging es sie denn an, daß Joachim sein Ballett« madel geheiratet hatte und Christa, diese alberne Liese .?walsausgekmffen war! Ein ganz gemeiner Skandal war das einfach nur, und sie war doch eigentlich sehr edel gewesen, daß sie Karl August trotzdem geheiratet hatte. Nun sollte kein Mensch mehr davon reden. Tot- geschwiegen" sollte es in der Familie werden. So dumm!
Als ob man der Welt die Mäuler verbinden könnte!
