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Nr° i DtenStag, 1* September 1914._ WiesLsadeNer Tttgbl«t1»
der Riesen^ ber Dienstpflicht hätten entbunden tverden kön^ute wiederum eine Anzahl Deutscher -ms dem I^einasten, die bis Smyrna und Jaffa zwei bis dp zu reisen hatten, über Bari
und Brindii worden gekommen, um dem Vaterland das Pa^ zu bringen. Unter ihnen befand sich ein Kau obwohl er nur fünf Tage vor der gänzlichen Militärdienst stand und obwohl er ein großes 1 ^it Frau und Kindern im Siich lassen mußte-üuf Tage langen ermüdenden Ritt nach Smyrn^^ ^e er voll Stolz erklärte, „das Vaterland ip ber Not nicht aufsitzen zu lassen". Seme Militä n,äre ja nun wohl schon eigentlich vorbei, „aber" „wenn Sie mich zurückweisen, dann versuche ich a^x einzutreten".
Ei» Flugzeug über Paris.
W. T-.B. Zi, ^Aug- (A m 111 ch.) Wie dem Reu te^u aus Paris gemeldet wird, ist gestern n ein deutsches Flugzeug Wer Paris gefloge e j ne 33 0 m b e abgaworfen, die aber k e i n e ^ u verursachte, vie ersten eiH^angenen im Munsterloger
H Hannove (Eig."Drahtbericht) Im Mnnstcr- lagcr sind am ; e erftcit 1200 cnslischcn Kriegsgefangenen ringet,; Gegensatz zu den Franzosen und Belgiern machc^^xx ,,i ihren grünlich-braunen Wollanzügcn än.„ vorteilhaften Eindruck, doch sind alle bedrückt. Mit best in den letzten Tagen e cn 2 uaven befinden sich jetzt 25000Gefal Munsterlnger.
Deu.gfxixrn in Gmunden.
kld. Brauns, Aug. Aus Gmunden wird der „Braunschw. Lan^^xs berichtet: Der Herzog von Cumberland hat Kriegszeit wiederholt der Bevölkerung Mitteil-x errungene Siege gemacht. So ließ er auch den. Metz der „Salzkammergut-Ztg." berichten, die die \ m Rathaus anschlug. Der Jubel war unbeschreiblü b xm Absingen von patriotischen Liedern zog die V. ypä t abends vors Schloß, wo auf die herzogliche Fa deutsche Armee und den Kaiser Hochrufe ausgebra^, Zer Herzog hielt eine Ansprache.
HamburgZsag für baS Rote Kreuz.
Hä. Hamburgs, Die Sammlungen des Roten Kreuzes zu Hambu bisher die Summe von 1 462 077 Mark 87 Pf. ergex hamburgische Kriegs Hilfe gingen bisher insgog M. 97 Pf. ein.
OiK grotzacht in Galizien.
Fortschreiien^cken der Österreicher.
— Wie», ?1. (Eig. Drahtber.) Aus dem. österreichischen Krsxguartier wird gemeldet: Der Kampf daucwxr ganzen Front nun schon den s e ch st e n T aschwächt fort. Die Offensive unseres linsgxls gegen Lublin macht weiter stetige Fstitte. Auch sind in Ost- § a l i z i e n die Käifolgreich. Andauernd prachtvolles Wetter begüwser V 0 r r ü ck e n in Kon- '-Polen. Die Stz ist allenthalben zubersicht-
Bon der Frojckkehrcnde Verwundete beten vielfach überchte Haltung der russi- a Truppen. JnL^ völlige Versagen der «feit, die sich niHnfmiterieairgriffe einlaffen.
russischen Granspivdierten vielfach nicht.
Taufe« Gefangenen.
IV. R.B. Wien,ag. Die Schlachten auf dem rUlsischeu KriÄ<su-latz dauern noch mit unaeminderter-sigkeit fort. Östlich unserer trotz mchrfackxstigter Stellung des Feindes unanshaltsam Lublin vordringenden Armee begannen unsffchen Bug und Bieprz vorgeführten Kräfte am „gust den Angriff auf die aus dem Raume von l m entgegengerückte starke russische Armee. Hiegntwickelten sich nach der Schlacht von Krasnikre hartnäckige, für unsere angriffsfreudigen Tq siegreich verlaufende Kämpfe bei Sam 0 st ste nördlich und östlich von Tomaszow, in welc, 28. August die aus dem Raume von Beiz nuihfalls auf russischen Boden vordringende Gruppe ;r Streitkräfte erfolgreich eingriff. In diesen Kst wurden ebenso wie in den Schlachten von Kk Tausende von Gefangenen gemacht. — Ostgalizien behaupten sich unsere Truppen mit ^ragender Bravour unt Zähigkeit gegen sehr f e und überlegene feindliche Kräfte. Uns dem südlichen Kriegsschauplatz l in der letzten Zeit keim nennenswerten Kämpfe Pfunden.
Die österreichischen Berwalttpßnahmen in Russisch-Polen Hd. Wien, 31. Aug. verlautet, werden noch in Laufe dieser Woche zehn h^e Ministerialbeamt unter Führung eines Minsirats auS dem Landesver teidigungsministeriunr und dB e a m t e des Ministerium! des Innern nach Russisch-Posteisen, um in den von öfter reichischen Truppen besetzten etstcilen die Verwaltung zi übernehmen. Die Statthaln werden diesen Beamte, das erforderliche Hilfspersonc- Verfügung stellen. Österreich und die Reffn der Balkanstaaten. Wien, 26. Aug. Türkisrumänische und bulgarisch Reservisten werden auf den ieicknschen Bahnen u n c n t geltlich und so rasch wie irgend möglich nach ihre Heimat befördert, ein Zeicherhx, wie eng und vorzüglic unsere Beziehungen mit derlei, Rumänien und Bul garien sind.
Ein ungarisches Sozialsiatt über den Krieg.
W. T-B- Budapest, 81.,. (Nicht amtlich.) Da sozialistische Blatt „Napscawa^eibt: Der Krieg, welche jetzt gegen den russische^ urismus und sein Vasallen geführt wird, wird vün>er großen ge sch ich t l i ch e n Idee beherrscht. Dawöhnen der Kanonen, da Knattern der Maschinengewehrnd die Reiterangriffe b« deuten die Vollstreckung des dexatischen Programms de V ö l i e r b e f r e i u n g. Jedes^z, das fähig eines G< fühls für Gerechtigkeit , Menschlichkeit if lnutz wünschen, daß die zaris.che chi vernichtet wird.
Energische Schritte Numjsns in petersburo
Hd. Bukarest, 31. Aug. Jiwstgen politischen Kreise <ä man über die Drangsasierunxr Rumänen in Rußlan
empört. Der rumänische Botschafter in Petersburg hat bereits von der russischen Negierung Aufklärung über die massenhaften Ausweisungen von Rumänen aus Rußland, namentlich aus Bessarabien, verlangt. Viele Rumänen sollen unter Spionageverdacht, einige von ihnen sogar kriegsgerichtlich erschossen worden sein. Die russische Regierung hat unter Hinweis auf die eingeleitete Untersuchung über diese Vorfälle die geforderten Aufklärungen hinausgeschoben. Der rumänische Botschafter erhielt von seiner Regierung den Auftrag, bei der Petersburger Regierung alle energischen Schritte in dieser Angelegenheit einzuleiten.
französische flüchtlinge in Holland. — Die französifche feftung Lille aufgegeben.
Rotterdam, 31. Aug. (Eig. Drahtbericht) AuS Lille nach Holland geflüchtete Franzosen berichten, daß nach einer zwischen der Pariser und b e l g i s ch e 11 Regierung getroffenen Abmachung ein Teil der Flüchtlinge über französisches Gebiet abgeschoben wurde, um Paris, wohin sich in den letzten Tagen etwa 60 000 Bewohner Nordfrankreichs begeben haben, zu entlasten. Übereinstimmend erklären die Franzosen, daß in den durch den deutschen Einmarsch bedrohten Ortschaften eine fürchterliche Angst herrsche. Die skandalösen Berichte der b e I g i s ch e n P r e s s e über die „deutschen Grausamkeiten" haben die Flucht dermaßen gesteigert, daß fast alle Beruhigungsinittel der Bürgermeister fruchtlos bleiben. Am schlimmsten steht es in Lille. Abordnungen der Bürgerschaft begaben sich auf die Präfektur, um flehentlichst zu bitten, daß man die Stadt vor einer Beschießung bewahren möge. Die Deputierten von Lille unterstützten diese Bitten durch Vorstellungen bei der Regierung, die sich schließlich dem dringlichen , Wunsche der Volksvertreter unterwerfen mußte. Die prächtige Stadt, wo noch vor wenigen Tagen den durchreisenden englischen Soldaten ein begeisterter Empfang bereitet worden war, liegt heute gänzlich vereinsamt. Bloß armselige Arbeiterviertel sind so dicht bewohnt wie in Friedenszeiten. Es herrscht in diesen Massenquartieren ein unbeschreibliches E l e nd. Die Rasterung der Bcfcstigungswerke wurde von der Bevölkerung mit unverhohlener Freude begrüßt, und als der Kommandant mitteilte, daß die Besatzung von 60 000 Mann zur Unterstützung der französischen N 0 r d - armee herangezogen werden sollte, fühlten sich die Leute völlig geborgen. Vom Bürgermeister erhielt die Bevölkerung die Mahnung, einem etwaigen Ein in ar sch deutscher Truppen nicht den geringsten Widerstand ent- gegenzusetzen und mit Würde die .hoffentlich nicht lange" Besetzung der Stadt zu ertragen.
Hd. Köln, 31. Aug. Aus Antwerpen wird der „Köln. Volksztg." gemeldet: Die französische Besatzung von Lille, ungefähr 60 000 Mann, hat die Stadt verlassen, um sich weiter südlich nach der O st f r 0 n t zu wenden. Sie nimmt dabei den Wog, der unter den Geschützen von Mau beuge vorbeizieht. Die Folge ist, daß Lille eine offene Stadt geworden ist. Van großer strategischer Bedeutung, so fügt man von französischer Seite hinzu, ist sie nicht. Die Behörden von Lille haben dieselben Maßnahmen getroffen, wie vorige Woche. Nachdem die eigenen Truppen die ganze Stadt verlassen hatten, zog sich der Präfekt des Norddepartements nach Dünkirchen zurück. Auf Beseht des Bürgermeisters von Lille wurde die Polizei entwaffnet.
Die wachsende Unzufriedenheit in Paris.
.Hd. Paris, 31. Aug. Clemenceau, der das ihm an- gcbotene Portefeuille des Krieges abgelehnt hatte, beklagt öffentlich, daß die neue Negierung viele Einberufene vorläufig wieder beurlaube und ihre Tätigkeit mit rhetorischen Aufrufen beginne. Der „Cri de Paris" verlangt, daß die Regierung endlich Verlustlisten veröffentliche und die Familien nicht länger im ungewissen lasse.
Die Zuaven gegen den Pariser Mob.
Hd. Kopenhagen, 31. Aug. Aus Paris wird vom 28. Aug. gemeldet: Die Apachen sind nach den ersten patriotischen
Emeute- und Plünderungstagen vom strengen Regiment des Polizerpräsektcn aus der inneren Stadt vertrieben worden, aber nachts soll die Jagd auch in den Vororten weitergehen. Die Zuaven knallen in St. Denis, auf den Bahngeleisen und in den Straßen die Raubgesellen zu Dutzenden nieder. Alle Restaurants und Kneipen sind abends 9 Uhr geschloffen.
Was man in Paris am 24. August zu melden weiß. ,
8. Berlin, 31. Aug. (Eig. Drahtbericht) Die heute auf Umwegen eingetroffenen Pariser Blätter vom 2 4. August enthalten u. a. folgende hübsche Meldungen: Die Forts von Lüttich halten sich noch immer. — Amtliche Mitteilung des französischen Generalstabs: Der ruffische Botschafter in Paris versichert amtlich, daß infolge der russischen Siege in Ostpreußen ein weiterer Widerstand der Deutschen ausgeschlossen sei. Die russische Armee dringe mit siebenfacher Übermacht in Polen ein. — Eine kolossale Volks!undgebung fand wegen der wirtschaftlichen Krise vor dem Berliner königlichen Schlöffe statt. Die Menge rief nach Brot und Lebensmitteln.
Die Täuschung des Publikums in England,
Hä. Köln, 31. Aug. Von der holländischen Grenze meldet die Köln. Ztg": Man sucht in englischen Zeitungen vom 26. und"27. August vergeblich nach den ersten Erläuterungen der Ereignisse in Belgien und Frankreich, welche den im Kriegsdienst vertretenen Korrespondenten doch bekannt sein müßten. Man findet nur kleinere Meldungen und anfgc- bauichte belgische Erzählungen von erlogenen deutschen Greueltaten. Die deutschen Telegramme werden zwar nicht alle unterdrückt, aber wenn sie benutzt werden, so erscheinen sie an versteckter Stelle. Die Schläge, welche die Verbündeten betroffen haben, sind zwar nicht mehr zu verheimlichen, aber man tut immer nur so, als ob alles wieder gut gewacht werden könne.
England und Japan.
Stockholm, 31. Aug. Aus London meldet „Aftonbladet": In England herrscht starke Beunruhigung der öffentlichen Meinung wegen der Habgier Japans, das Absichten auf Deutsch-Guinea und den übrigen deutschen Kolonial- befitz AU erkennen gibt. Englische und besonders australische Politiker fordern, daß England durch sofortige Besitzergreifung dieser deutschen Kolonien dem japanischen Raubzug zuvorkomme. (Franks. Ztg.)
Der englische Geschäftskrieg.
Jfe Rotterdam, 31. Aug. (Eig. Drahtbericht) _ Das englische Unterhaus genehmigte eine Vorlage, der zufolge sämt- lichd deutsche und österreichische Patente in England nicht mx für die Dauer des Krieges, sondern für die ganze
Morgen-Ausgabe, 1. Blatt.
Schutzfrist als nichtig erklärt wird. — Englischen
Blättern zufolge wird die Zahl der für Europa bestimmten indischen Hilfstruppen 60000 Mann betragen. Kanada erhöhte sein Kontingent auf 100 000 Mann. In England begann die Werbung für die zweiten 100 000 Kitcheners, die Altersgrenze wurde auf 35 Jahre eckhöht.
Südafrika hilft nicht Übersee!
Den in JohanneÄburg gemachten Vorschlag, aus der südafrikanischen Union 30 000 Mann für eine etwaige Verteidigung Ägyptens zur Verfügung zu stellen, beantwortet die V 0 l k s st e m in Pretoria dahin, daß die Militärmacht ver Union ausschließlich der Verteidigung Südafrikas gegen innere und äußere Feinde dient. In der imperialistischen Strategie Englands spielt das südafckfia- nische Heer nur eine örtliche Rolle. „Wenn ein südafrikanisches Blatt die Aussendung unserer Kriegsmacht über See verlangt, so ist dies nur eine Äußerung der Angst. Die Regierung darf das Heer nur zur Verteidigung der Union gebrauchen."
Der Stimmungsumschwung in Italien.
W. T.-B. Budapest, 81. Aug. (Nichtamtlich) Der römische Berichterstatter des Blattes „Az Est" veröffentlicht einen Stimmungsbericht, in welchem es heißt: Die öffentliche Meinung Italiens hat in den letzten Tagen eine merkliche Wandlung erfahren. Das unaufhaltsame Vordringen der deutschen Armeen nach Paris, die großen Erfolge der österreichisch - ung arischen Truppen gegenüber der russischen Armee und nicht zum wenigsten die Unfähigkeit der englischen Heeresführer sind nicht ohne tiefen Eindruck aus die öffentliche Meinung gewesen. Die Intrigen der Entente - Diplomaten haben bei dem italienischen Kabinett nicht verfangen. Derj König war immer ein unerschütterlicher Anhänger des Dreibunds. Die Presse beginnt, einzulenken. Die maßgebenden Blätter nehmen von Tag zu Tag eine dem Dreibnnd günstigere Haltung ein. Das italienische Programm läßt sich folgendermaßen formulieren: Wir wollen keine
franzoscnfrcundlichc, keine deutschfreundliche, wir wollen ausschließlich italienische Politik treiben.
vis Stimmung in Schweden.
Dem Briefe eines schwedischen Obersten entnehmen wir: „Im ganzen Schweden lebt man nur in der festen Hoffnung, daß die deutschen Waffen siegen mögen gegen die Franzosen und nachher Rußland ordentlich klopfen möchten! Wenn wir dabei was tun könnten, für unseren Stammverwandten Hilfe zu senden, so wäre es für uns ein unschätzbares Glück! Gott schütze und bewahre Deutschland, das ist unser Gebet! Als Militär muß man schweigen, aber man kann es doch nicht immer!"
Kus dem getäuschten Nordamerika.
Wir veröffentlichen weiter auS amerikanischen Briefen Auszüge, die die Stimmung und die Opferfreudigkeit unserer Deutschamerikaner kennzeichnen.
Ein deutschamerikanischer Pfarrer schreibt unter dem 10. August aus Aurora (Illinois) u. a.: „Seit das deutsche Kabel durchschnitten ist, bekommen wir überhaupt keine zuverlässigen Nachrichten von Deutschland und Europa, alles ist voller Gerüchte, England will in der Nordsee 19 Schiffe in den Grund gebohrt haben, Lüttich, das allerdings eingenommen worden sei, wurde mit ungeheuren Verlusten genommen, die deutschen Soldaten sollen lethargische Kämpfer sein, 7 Kavallerie-Regimenter sollen sich an der Maas ergeben haben, und im Elsaß soll es noch trauriger aussehen, wo ein ganzes bayerisches Armeekorps vernichtet worden sei. Auch von dem deutsch-russischen Feldzug hören wir nur weniges. Alle diese Depeschen kommen natürlich über Paris und England, und der Einzug von französischen Truppen in Mülhausen und Kalmar soll in Deutschland fast eine Panik verursachen. Natürlich können wir Deutschamerikaner solches Gefasel nie glauben, und wenn wir die deutsche Darstellung der Sache bekommen, wird es anders lauten. Immerhin wird hier für Deutschland Schlimmes befürchtet, denn viele Hunde sind eines Hasen Tod, und die verbündeten Nationen brauchen sich ihrer Siege noch nicht so zu rühmen, sintemal ihr ganzes Vorgehen von Feigheit zeugt, und keiner hätte gewagt, Deutschland allein anzugreifen. Auch wir Deutschen in Amerika wehren uns unserer Haut, allenthalben werden Pro- testversammlungen abgehalten, wobei die Vergewaltigung der englischen Presse gegen das Deutschtum verdammt wird, und bereits sind Vorkehrungen getroffen, daß man einen Hilfsfonds sammelt für die Bedürftigen infolge des Kriegs, und in Illinois allein wird man eine Million Dollar für diesen löblichen Zweck sammeln, und in den Vereinigten Staaten dürfte sich die Summe auf etliche Millionen belaufen. Selbst wenn Deutschland sich durchschlagen sollte, so werden für viele Jahre Industrie und Geschäfte zu leiden haben. Dann wird hier sehr viel gejammert, daß die Touristen in Deutschland schlecht behandelt würden, natürlich verstehen die Amerikaner die getroffenen Kriegsregulationen nicht, und so schimpfen sie wie die Rohrspatzen über das barbarische Deutschland.
Kus Stadt und Land.
Wiesbadener Nachrichten.
Urkegsfürsorge.
Das Kreiskomitee vom Oioten Kreuz bittet m Auinabme folgender Mitteilung: Hin und wieder gingen ns für unsere Sammlung von solchen Personen, die gerade übt über bares Geld verfügen, gute Wertpapiere zu. >a wir nun ebensowenig wie die Banken diese Pcchiere zur- >it ordnungsmäßig verkaufen können, sind wir bei der Ver- ertuna zum zweitenmal auf die Inanspruchnahme der MiH- itigkeit angewiesen. Zn unserer Freude hat ,sich, ein hvch- -rziaer Mitbürger bereit finden lassen, uns für e-nrge tau- 'nd Mark Papiere abzunehmen, und er hat dafür den hoMten urs bezahlt, den die Papiere bisher im Lauf des Jahres 114 hatten. Wenn wir auf ähnliche Weise d,e weiteren un- 10 000 M. Wertpapiere veräußern könnten, die »it ußerdem noch im Besitz haben, so würde auch damit unserer iocbe ein großer Dienst erwiesen sein.
Weiter weist das Kreiskomitee vom Roten Kreuz, darauf in daß die überaus große Zahl von Angeboten der Wiesvade- er Bürger, die ihre Räume als Pflegestätten für verwundete rieger verwendet sehen möchten, dem Kreiskomitee d,cj Mog- chkeit nimmt, dem einzelnen zu danken, so wert es sch -r notwendigen Zusammenlegung der Verwunden und -ztlichen Aufsicht vereinigen läßt, werden je nach denk et«..
