Sette 4, Morgen-Ausgabe, 1. Blatt.
Uelsby, fü„ Thieffen. Schmäl, sv.. Wienciersz. Bottrop, sv.. Kleuter, Helmern, lv.
Dragoner-Regiment Nr. 14. Colmar.
6 . Eskadr.: Meter, Steinkuhl. sv.. Eins. Unteroff. Ber- irand. Kinersheim. BirkWzer, Assinghausen, verm., Eins. Unteroff. Sch-üll, Birkesdorf, lv., Gefr. Bardeck, Essen, sv.. Bizefeldw. Appel. Rogätz, lv.
Dragoner-Regiment Nr. 22, Mülhausen t. Eli.
4. Eskadr.: Lt. d. R. Erb t., Wolf i.
Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 12, St. Avold.
2. Eskadr.: Behrendt. Sieglitz, t., Geißler, Drieschnitz, sv.. Pariel, Dabergotz. sv. u. gef.. Kelling, Homburg, verm. —
3. Eskadr.: Puls. Norden, sv., Becker, Mornshausen. t.. Schmidt, Burgweiler, lv., Schlüter, Linden, sv.
Feld Artillerie-Regiment Nr. 66 , Lahr.
1. Batt.: Trübe. Patzetz. t.. Glatt. Schopfheim. t„ Kampe. Westuffeln, t., Lt. d. R. Wagner, sv.. Res. Schaler, Betberg, lv., Bayer. Zimmern, lv., Götz, Huttenheim, lv.. Singler, Schweighausen, lv.. Schmiederer, Ransbach, lv. — 2. Batt.: Bizefeldw. d. R. Stilling. Frankfurt a. M.. sv., Fünfgeld, Buggingen, sv. — 3. Batt.: Schrott», Mannheim, sv.. Unteroff. d. R. Kottke. Spremberg, lv.
Kaiserliche Feldpost.
Armee-Oberpostinspektor Hahn tot (infolge Krankheit).
Deutsches Reich,
sisi Der Bundcsrat. Schon in der nächsten Woche wird der Bundesrat, >vie wir erfahren, seine gewohnte, regelmäßige, den üblichen Angelegenheiten gewidmete Tätigkeit wieder aufnehmen. Bis jetzt war er ausschließlich, und zwar in Sitzungen, die täglich stattfanden, mit der Festsetzung der außergewöhnlichen, durch den Krieg notwendig gewordenen Bestimmungen beschäftigt. Mit dieser Arbeit ist er jetzt im großen und ganzen bis auf weiteres fertig. Nur ab und zu hat er sich- noch Ergänzungen oder Verbesserungen der bisher getroffenen außergewöhnlichen Bestimmungen zu widmen. Bei der Schnelligkeit, mit der diese Bestimmungen in Kraft gesetzt werden mutzten, ist.es nicht auffallend, daß schon in den ersten Tagen sich Mängel oder Unterlassungen ergaben, die schleunigst zu beseitigen waren. Den Anfang der gewohnten Tätigkeit des Bundesrats wird die Bearbeitung und Erledigung der zahllosen Eingaben bilden, die in den letzten Monaten an ihn gelangt sind und die verschiedensten Fragen betreffen.
* Zur Ernennung Likowskis zum Erzbischof. Weihbischof L i k o w s k i ist nunmehr definitiv zum Erzbischof er- nynnt tvorden. Die päpstliche Ernennung datiert vom 14. Aug. und traf durch die Münchener Nunziatur am 20. Aug. ein.
* Zum Tode des Jesuitengenerals Wernz schreibt die
„Deutsch-Evangelische Korrespondenz": Es ist eine eigen
tümliche Fügung, daß in denselben Morgenstunden des 20. August, wo Pius X. die Augen schloß, auch das Haupt des mächtigsten Ordens der römischen Kirche, der Jesuitengeneral Franz Xaver Wernz, starb. Von den 25 Männern, die seit der Gründung des Ordens seine Leitung in der Hand gehabt haben, waren vorher nur zwei Deutsche gewesen; Wernz war der dritte. Geboren 1842 zu Rottweil in Württemberg, trat er 1857 in den Jesuitenorden, war nach beendeten theologischen Studien Lehrer an der bekannten jesuitischen Erziehungsanstalt Feldkirch in Vorarlberg, dann Professor des kanonischen Rechts am Ordenskolleg Dillon Hall in England, seit 1883 in gleicher Eigenschaft in Rom, 1906 wählte man ihn nach dem Tode des Spaniers Martin zum General desOrdens. Sein bekanntestes Werk ist kirchenrechtlichen Inhalts. Inwieweit Wernz den Geist, der von jeher im Orden herrscht, als General besonders zur Geltung gebracht hat, entzieht sich der öffentlichen Kenntnis; als Vertreter strenger kirchenpolitischer Anschauungen, z. B. über das Verhältnis von Staat und Kirche, hat er sich in jenem Buch und in Aufsätzen, z. B. in der bekannten Jesuitenzeitschrift „Stimmen aus Maria- Laach", mehrfach erwiesen.
Rechtspflege und Verwaltung.
J.-Ll. Justiz-Personalien. Die Oberlandesgerichtsräte Dr. Engel aus Posen in Ostrowo und Dr. P a h l aus Düsseldorf in München-Gladbach sind zu Landgerichtspräst- denten ernannt. — Der Amtsgerichtsrat Rinn und der Landrichter P r i g g e in Frankfurt a. M. sind gestorben. — Die Gcrichtsaiscssoren P o h l m a n n, Kurt S t ö l t i n g, Renck- hoff- B o l o n g a r o C r e v e n n a in Frankfurt a. M. sind zu Amtsrichtern ernannt. — Rechtsanwalt Banke bei dem Amtsgericht in Bad Homburg v. d. H. ist in der Liste der Rechtsanwälte gelöscht. — Gerichtsassessor Giesen Bei dem Amtsgericht in Braubach in die Liste der Rechtsanwälte ern- getragen. ^___
aus Stadt und Land.
wissbrrdener Nachrichten.
lleber das Lazarett des Vaterländischen Zrauen- vereins im paulinenschlötzchen
schreibt uns Geh. Regierungsrat Professor Dr. Fritz Kalle: „Daß ich ein Freund der Sparsamkeit und Einfachheit, ent Feind reder Verschwendung bin, wissen alle, die mich kennen. Insbesondere werden auch meine früheren MaglstratÄ^llegen bezeugen können, daß ich in bezug auf die Wirtschaft mrt städtischen Mitteln stets sehr strenge Grundsätze vertrat. Es hat mich deshalb peinlich berührt, als ich von einigen Seiten hörte daß bei der Einrichtung des Lazaretts des Vaterländischen Frauenvereins im Paulinenschlößchen verschwende- r - s ch verfahren worden sei. Der dringlichen Bedürfnisse stnd. jetzt so viele, daß man mit den zur Verfügung stehenden Mitteln, trotzdem sie dank der Opferwilligkeit aller Kreise reichlich fließen, an jeder Stelle ä u ß e r st e S p a r s a mk et t üben muß, wenn man imstande sein will, auch nur das Nötigste zu tun. Das Vereinslazarett im Paulinenschlößchen nimmt allerdings neben einigen anderen Einrichtungen insofern eine besondere Stellung ein, als die hiesigen Vereine vom Roten Kreuz (wozu der Vaterländische Frauenverein gehört), sich seit vielen Jahren zu seiner Errichtung und Unterhaltung der Militärbehörde gegenüber verpflichtet haben. Die hrerzu erforderlichen Geldmittel müssen daher, so weit ste der Vaterländische Frauenverein auch unter Heranziehung seines Kapitalvermögens nicht zu beschaffen vermag, in erst^v ^inie aus dem neugebildeten Kreiskomitee vom Roten Kreuz für den Stadtkreis Wiesbaden gespendeten Geldern zugeschossen werden Selbstverständliche Voraussetzung ist dabei sedoch, daß bei Einrichtung und Betrieb des Lazaretts jede unnötige Ausgabe vermieden und alles so billig gemacht wird, als es ohne Gefährdung des Zwecks der Anstalt möglich ist.
Nach wiederholter Besichtigung der getroffenen Einrichtungen^ Einblick in die .Rechnungen und Anhörung der leiten
den Personen bin ich aber zu der Überzeugung gekommen, daß jene Voraussetzung in jeder Beziehung zutrifft, und halte mich deshalb — da die Beteiligten sich scheuen, den verbreiteten Gerüchten e n t g e g e n z u tr e te n, weil man glauben könnte, sie sprächen pro domo — als Unbeteiligter verpflichtet, dieser Überzeugung öffentlich Ausdruck zu geben; im Interesse der Frauen und Männer, die in aufopfernder Weise für das Vereinslazarett arbeiten, im Interesse aber auch aller durch den Krieg hilfsbedürftig Gewordener. Denn die Gebelust der Besitzenden wird natürlich gemindert werden, wenn sie befürchten müßten, daß die dem Kreiskomitee zuge- stellten Gelder nicht in jedem Zweig der seiner Fürsorge anvertrauten Wohlfahrtsveranstaltungen so sparsam verwendet worden sind, daß die übrigen, wie z. B. die Unterstützung der Familien der zum Heeresdienst Einberufenen, nicht in unbilliger Weise beeinträchtigt werden.
Daß das Lazarett im Paulinenschlößchen dem flüchtigen Besucher einen luxuriösen Eindruck macht, hat seinen Hauptgrund darin, daß die ursprünglich für eine Fürstin bestimmten Räume sehr viel vornehmer aussehen, als man es bei Lazaretten gewöhnt ist. Sieht man sich aber die von der Verwaltung beschaffte Einrichtung näher an, so wird man finden, daß nur dasjenige gemacht worden ist, was nach den für Ver- einslazarette bestehenden Vorschriften gemacht werden mußte. Die als Luxus erscheinenden Einrichtungsgegenstände, besonders in den für Offiziere bestimmten Zimmern (Bilder, Standuhren, Leuchter, Sessel, Teppiche üsw.) sind nicht gekauft, sondern von Gönnern der Anstalt geschenkt oder geliehen. Die einzige Anschaffung, die mir persönlich überflüssig erschien, ist die einer größeren Zahl von Petroleumlampen, da alle Räume mit elektrischer Beleuchtung versehen sind. Es wurde mir aber mitgeteilt, daß die Bereitstellung von Petroleumlampen in den für die Einrichtung für Lazarette bestehenden militärischen Vorschriften allgemein verlangt wird. Und die Rechnungen lassen erkennen, daß die gezahlten Preise im ganzen durchaus angemessen sind. Vielleicht hätte man einige Sachen etwas billiger haben können, der Verein war aber mitunter durch bereits vor 4 Jahren mit hiesigen Lieferanten für den Kriegsfall abgeschlossene Verträge gebunden. Daß keine übermäßigen Preise gezahlt wurden, zeigen die für Krankenbetten ausgegebenen Beträge. Den armen Leidenden eine gute Lagerstätte zu verschaffen, gehört zu den wichtigsten Aufgaben. Und das ist dann auch im Paulinenschlößchen geschehen, trotzdem kosteten bei weitem die meisten Betten mit Wäsche zum Wechseln aber nur 93 M. das Stück (eiserne Bettstelle mit Spiralfedermätratze 20 M., gute Seegrasmatratze 15 SR., Kopfkeil 7 M. 50 Pf., Federkopfkissen 6 M. 50 Pf., Matratzenschoner 4 M., zwei wollene Decken 17 M., zwei Deckhüllen 12 M., zwei Bettücher 7 M. 50 Pf., zwei Kissenüberzüge 3 M. 60 Pf.). Die mit Roßhaarmatratze versehenen Betten, wie diejenigen der Offiziere, kosten allerdings mehr. Zu den Ausgaben für die Betten, für Krankenpflege- und Dienstpersonal kommen diejenigen für Leibwäsche und Kleider der Kranken, für sonstige Einrichtungsgegenstände der Kranken- und Personalzimmer, sowie des Verbandraums und der Küchenräume, chirurgische Instrumente, Verbandsachen, Medikamente, Küchen- und Etzgeschirr usw. Und auch bei der Beschaffung all dieser Dinge verfuhr man sparsam, so daß man mit 12 694 M. auskam, was allerdings nur dadurch möglich wurde, daß der Anstalt, wie erwähnt, manches geschenkt oder geliehen wurde. So hat der ehrenamtlich wirkende Chefarzt, der ats Oberarzt in dem großen Eppendorfer Krankenhaus der Stadt Hamburg reiche Erfahrungen sammelte, mit Rücksicht darauf, daß im Vereinslazarett größere Operationen nicht vorgenommen werden sollen, das früher vorgesehene chirurgische Instrumentarium wesentlich reduziert und hat von dem Benötigten einen großen Teil aus seinen eigenen Beständen leihweise hergegeben, so daß für Instrumente, Medikamente, Verbandsachen usw. statt der schon vor Jahren veranschlagten Summe von weit über 3000 M. nur etwa 900 M. ausgegeben zu werden brauchten. Die Mitwirkung dieses Herrn und eines altbewährten Lazarettverwaltungsdirektors, der sich ebenfalls dem Verein unentgeltlich zur Verfügung stellte, war bei der Einrichtung des Lazaretts von hohem Nutzen und wird bei Führung des Betriebs noch bedeutungsvoller werden, bietet insbesondere eine Gewähr dafür, daß überall zweckmäßig und dabei sparsam gearbeitet wird. Daß die Kosten des Betriebs auch bei größter Sparsamkeit nicht mit. den von der Militärverwaltung zugebilligten Vergütungen gedeckt werden können, ist selbstverständlich. Man kann mit täglich 1 M. 48 Pf. für kranke Mannschaften, 3 M. für kranke Offiziere bei den heutigen Preisen der Lebensmittel nicht einmal eine den ärztlichen Anforderungen entsprechende Krankenkost Herstellen, geschweige denn die vielen sonstigen Betriebsausgaben bestreiten; ein Betriebszuschutz seitens des Kreiskomitees wird daher unter allen Umständen nötig werden, selbst wenn die Militärverwaltung die früher bewilligten Pflegesätze zeitgemäß erhöhen sollte. Ich sehe nicht ein, warum sie dies nicht tun sollte, sie kann ja von den besiegten Feinden Rückvergütung aller ihrer Kriegsauslagen verlangen. Man wird überhaupt bei Berechnung der Kriegsentschädigung die' weiter gehen müssen als vor 43 Jahren. Man wird diesmal in die zu verlangenden Milliarden nicht nur die von den Gemeinden, sondern auch die von den Wohlfahrtsvereinen für Kriegsausgaben aufgewendeten Kapitalien einrechnen müssen, so daß sie später ihre segensreiche Friedensarbeit mit ungeschwächten Kräften wieder auf- nehinen können. Deutschland wird ja, wenn es an Österreichs Seite gesiegt hat, eine sehr viel größere Geldbuße von den unterlegenen Feinden fordern, da kommt es auf 1 oder 2 Milliarden mehr kaum an. Um unseren Kindern und Enkeln Ruhe zu schaffen, müssen wir unsere Gegner dermaßen finanziell schwächen, daß sie kostspielige Rüstungen nicht mehr zu tragen vermögen und nicht fähig sind, sich durch Geld Bundesgenossen zu schaffen, wie dies Frankreich mit Rußland getan hat. Daß die schönen großen Räume in dem besonders gesund belegeuen Paulinenschlößchen so wenig ausgenutzt werden, halte ich. mit vielen. anderen für bedauerlich, sie könnten einer weit größeren Zahl unserer verwundet aus dem Feldzug zurückkehrenden Tapferen zugute kommen. Wer soll aber die Kosten der Vergrößerung tragen? Der Vaterländische Frauen- verein hat dazu nicht die Mittel. Er hat, indem er statt der versprochenen 30 Krankenbetten deren 35 aufgestellt hat, schon mehr getan, als er zu tun sich verpflichtet hat, und wenn durch Vermehrung der Bettenzahl auch die Kosten auf ein Bett berechnet, geringer würden, weil ein Teil der vorhandenen Einrichtung auch für eine größere Krankenzahl genügt, das Pflege- und Dienstpersonal nicht entsprechend vermehrt zu werden braucht, Heizung und Beleuchtung nicht mehr kosten würden als jetzt—, so würde doch die Gesamtausgabe steigen. Vielleicht irre ich mich'aber nicht, wenn ich der Meinung Ausdruck gebe/daß der Vorstand des Vaterländischen Frauenver-
Mtttwoch, 26. August 1914.
Nr. 395 .
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eins und das Kreiskomitee vom Noten Kreuz bereit sein wu den, die Zahl der Krankenbetten im Paulinenschlößchen tend zu vermehren, wenn die Militärverwaltung die
gütungen für jeden Kranken sowie für das Pflege
und
Dienstpersonal auf das Doppelte der jetzt bewilligten erhöht, was immer noch nicht viel ist, wenn man bedenkt, w jeder Patient in einem guten öffentlichen Krankenhaus W
— Stadtverordnoten-Bersammlung. Die Herren Stad' verordneten sind auf Freitag, den 28. August l. I-, n . t mittags 4 Uhr, in den Bürgersaal des Rathauses zu ew ^ Sitzung eingeladen. Auf der Tagesordnung stehen folget^ Punkte: 1. Weitere Anträge des Magistrats, betr. m ißnahmen infolge des Kriegs. 2. Fluchtlinienplan über o Verschmälerung der Kirchbachstraße. Ber. Bau-A. 3. May von vier Mitgliedern des Ausschusses zur Auswahl a Schössen und Geschworenen. Ber. Wahl-A. 4. Gesuch 5 * Architekten Wilhelm Rehbold um Befreiung von dem Amt a Mitglied der Voreinschätzungskommission. Ber. .J 6 . Neuwahl eines Armenpflegers für das 5. Quartier '
4. Arinenbezirk und zwei Armen- und WaisenpflegeriuM des La-Armenbezirks. 6 . Antrag des Stadtv. Dcmmer un Gen., betr. Unterstützung der Familien und Angehörigen a zum Heer eingezogenen Einwohner und der Arbeitslosen.
— Das Gold heraus! An die Inhaber von StahlkamM^ Schrankfächern wenden sich im Anzeigenteil der vorliegend Ausgabe des „Wiesbadener Tagblatts" elf hiesige 8 M
institute mit der Bitte, geprägtes oder Barrengold zur , lieferung an die Reichsbank gegen Gewährung von noten oder Kassenscheinen herauszugeben. Die Banken s^. jedem, der verwahrtes Gold jetzt herausgibt, vollste Berscht' genheit zu. .
— Die Justiz nimmt Rücksicht. Einer Anweisung % Ministers gemäß werden beim hiesigen Amtsgericht 3 ut l. t alle Jmmobilienver st eigerungen, so weit zu
Fahne einberufene Personen dabei beteiligt sind, ohne "daß ^ eines besonderen Antrags dazu bedürfte, vorläufig eins
stellt; in allen anderen Zwangsversteigerungssachen von Amts wegen an diejenigen, welche die Versteigerung betreiben, die Anfrage gerichtet, ob sie mit Rücksicht auf . derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnisse nicht gewillt feiert, ^ die Durchführung des Verfahrens vorläufig zu Verzicht^' , fl Bezüglich der Zwangsvollstreckungen im allgemeinen w' 3 weit Zahlungsfristen nicht bereits bestehen, auf Antrag ^ Schuldners das Verfahren auf 3 Monate einzustellen.
— Kirchliches. Heute vormittag 9 Uhr findet in sämch^ hiesigen katholischen Kirchen ein Trauergottesdi t für den Papst Pius X. statt. Am Schluß läuten säw" Glocken. Das bisher übliche Trauergeläute findet ade von 7 bis 8 Uhr statt und dauert bis 30. August.
Heute Mittwochvormittag findet '
— Schulnachricht.
tv-l-he
tagten Frauen und Mädchen, große Gefahren. Es sind vielfach einschlägige Druckschriften verbreitet worden, ^ mit staunenswerter Unverfrorenheit Mögliches wie itn liches Vorhersagen wollen. Unsere Polizei warnt eiridrwi vor diesem Unfug und erläßt Aufforderung an alle die sonen, welche durch solche gewissenlose Schwindler, sei e ^t> dem sie ihnen aus den Handlinien oder aus den Karten,»7.^ sagen", geschädigt oder sonst in ihrem Seelenleben beelp? tigt werden, sich bei ihr zu melden. — Ein Fall dieser Jagerei wird uns wie folgt mitgeteilt: In einem #0 allteil stellte ein altes Weib gegenüber von Leuten» neben ihr saßen, plötzlich die Behauptung auf, bis zum *• tember sei der Krieg ganz bestimmt zu Ende. Als widersprach, versicherte sie, sie verstehe die Kunst des L ^
Zukunft-Schauens. Was sie sage, sei so gewiß wahr, ein ihr gegenüber sitzender Mann 7 Pf. in seinem
Pf.
wurden die folgenden Gegenstände beschlagnahmt, ^we
Voraussicht nach aus Diebstählen herrühren: ^
Reifenarmband mit. Eingravierung „Z. Erg.
Else-
Dez. 1913", ein silbernes Reifarmband, eine uhrkette aus Double, eine kurze goldene Damenuy ^ ^ scheinend neu, ein goldenes Anhängsel in Kugelforn in denes Anhängsel, viereckig, zum Öffnen, auf toer^”
der Mitte eine kleine Perle. Etwaige Eigentum ^ de? von der Polizeiverwaltung ersucht, sich aufl ZtutM Polizeidirektionsgebäudes zu melden.
— Steckbrieflich verfolgt wird die Ehefrau 8^1x1' n aeb. Scheuber. geb, 24. Oktober 1878 zu ,
Baiden, zuletzt wohnhaft in Zürich, wegen Unterl«
—• Kleine Notizen. „Unter den Eichen tm e Ritter finden wieder die beliebten Kaffeekonz freiem Eintritt statt. Die elektrische Bahn fahr „Unter den Eichen". ^
vorberichte über Kauft, Wertrage und t £?
* Königliche Schauspiele. Wie bereits mitgetetu. ^ Sonntag als Sondervorstellung zum Besten des v>
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den katholischen Kirchen eine Gedächtnisfeier für den denen Papst statt. Es ist deshalb von der Schulbf^..„
Anweisung ergangen, in den Volksschulen die beiden
Klassen, in den Mittelschulen die drei oberen Klaffen von v 10 Uhr zu beurlauben. ^
— Pcrsonalnachrichten. Den praktischen Ärzten Dr- . Karl Koch, Dr. med. Ferd. Lahnstein und Dt-. Friedrich Otto ist der Charakter als Sanitätsrat verl' > worden. jjn
Wahrsageschwinbel. In letzter Zeit wird bei uns. ,
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großer Wahrsageschwtndel getrieben. Gerade in der Kr' - zeit bietet dieser Unfug, besonders bei weniger fritif^ s D ßU ^
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monnaie habe. Der betreffende Mann, welcher
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lich im Einvernehmen mit der angeblichen Wahrsagertn. ! ^ bestätigte ihre Behauptung, und der Ruf der Hellsehem begründet.
— Gerichtliche Versteigerung. Vorgestern wurde ^g, Königl. Amtsgericht das Wohnhaus mit Hofraum, 78
Hinterhaus mit Werkstätie und Schuppen Dotzheimer 's ^ Hierselbst versteigert. Das höchste Gebot mit bar 3350 ^
dabei die Witwe Margarete Wenz dahier ab, üielchef g ^ gleich im Termin der Zuschlag erteilt wurde. 138 Hypotheken bleiben bestehen. Die Ersteigerin hat theken in Höhe von 57 000 M. Feldgerichtlich ist das «»• stück mit 250 000 M. taxiert. räufi#
— Ein Schmutzfink wurde gestern nachmittag vo, ^tz- unschädlich gemacht. Es handelt sich um den 34 jährigeu u f» ler Joseph Deimel aus Köln, der von dem Kurga jeher Franz Müller erwischt wurde, als er sich auf " derspielplatz auf dem Warmen Damm Kindern ussd ^ mädchen gegenüber außerordentlich schamloser Hssssr ^ ^ hingab. Der Aufseher übergab den Menschen der t-a ihn, da er zurzeit ohne festen Wohnsitz ist, in GewahN
Beschlagnahmte Gegenstände. Von unserer : V
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