Wiesbadener
T a g b l a t t.
No. 228. Samstag dm 27. September 1856.
Einladung zum Abonnement.
Mit dem 1. Oktober 1856 beginnt für das Wiesbadener Tagblatt ein neues Quartal, worauf mit 30 fr. abonnirt werden kann; für auswärts mit Zuschlag der Postgebühr. Daö Wiesbadener Tagdlatt erscheint mit Ausnahme des Sonntags täglich in der bisherigen Weise und wird nach Wunsch den verehrlichen hiesigen Abonnenten für 9 fr. pro Quartal inö HauS gebracht. Durch feine große Verbreitung sowohl in hiesiger Stadt als allen Theileu des HeizogthumS versprechen Defaiiiitmachungen aller Art den besten Erfolg, die mit 2 fr. die Zeile in gewöhnlicher Schrift berechnet werden. Bestellungen beliebe man in Wiesbaden in der unterzeichneten VerlagShandiung, auswärts bei den zunächst gelegenen Postämtern zu machen.
L. Schellenberg fche Hof- Buchhandlung.
Auszug aus den Beschlüsseu des GemeinderatheS, Sitzung vom 10. September 1856.
Gegenwärtig: Der Gemeinderath mit Ausnahme deö Herrn Nathan. 1180—1196) Erledigung verschiedener Mobilienversicherungen.
1202) Auf daS wiederholte Gesuch deS Dachdeckermeisters Peter 91 agier jun. von hier um pachtweise Ueberlassung eines Raums im s. g. Waisen- hauSgarten zur Lager- und Zurichlungöstätte von Schiefersteinen, wird beschlossen: dem Bittsteller den jetzt noch innehabenden Raum im WaisenhauS- garten bis zum 1. Deeember l. I. gegen entsprechende Vergütung zu belassen.
1204) Die am 8. I. M. abgehaltene Versteigerung des gesammelten EtraßendüngerS wird nicht genehmigt, die zu gleicher Zeit abgebaltenc Versteigerung alter Baumaterialien k. wird dagegen auf den Erlös von 4 fl. 27 fr. genehmigt.
1205) Die am 6. I. M. abgehaltene Versteigerung alter Sandsteine und alten Eisenö vom Leichenhause, wird auf den GesammlerlöS von 10 fl. 59 fr. genehmigt.
1207) Der unterm 27. v. M. mit den Pflasterern Georg Birf, Philipp Schütz, Philipp Mühlbach und Heinrich Erfel von hier abgeschlossene Accord über die Lieferung von Basaltsteinen aus den Steinheimer Brüchen zur Erneuerung des Straßenpflasters in der Taunusstraße von der Wilhelm- straße bis zum GeiSdergwege, wild genehmigt.
1209) Auf Bericht des BauauffeherS Martin vom 8. l. M., den Zustand eines EttaßenfanglS in der oberen Wilhelmstraße vor dem
