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^.Nr. «SS. - Montag, 21. August 1914

in Waffen auf den Schienenwegen dem Feinde entgegen-

suwersen, ms^be'sondere den L i n i e n k o m m a n d a n - Ur>en und B a h nb e v ol l m äch t ig t e n sowie den deut- 'chen E i senb ah nve rwa ltu n ge n vom ersten Be­amten bis zum letzten Arbeiter, spreche ich.fm ihre J eue Hingabe und Pflichterfüllung meinen Kaiserlichen f . Q n l _ auS. Die bisherigen Leistungen geben mir die 1'ch erste Gewähr, daß die Eisenbahnen auch im weiteren . i r ^ au j ^ e§ S rD & en Kampfes um des deutschen Volkes Ankunft Derzeit den höchsten Anforderungen der HeereSführung ge- wachstn sein werden.

Großes Hauptquartier, den 22. August 1914.

(gez.) Wilhelm I. R.

Keine Beklcidungsgcgenständc mit der Feldpost schicken.

. . V. T.-B. Berlin, 22. Aug. Es liegt Veranlassung vor, rn die Bestimmungen der Feldpostdienstordnung hinzuweisen, «Mach Bekleidungs- und A u s r ü st u n g s g e g e n - ' ande für einem Truppenteil Angehörige von der Verson- ^Ug durch die Feldpost ausgeschlossen sind. Diese Sendungen !"® grundsätzlich von den Ersatztruppenteilen urch Vermittlung der Etappenbechörden nach dem Kriegs- Bauplatz zu befördern.

Das Schicksal des deutschen Konsuls tu Finnland.

. X Stockholm, 24. Aug. (Eig. Drahtberichts Die Befürch- daß der deutsche Vizekonsu! in Aabo, G a e d e ck e, der Leblich dem Deutschen Reiche 10 finnische Lotsen verschafft ^ben soll, dafür mit seinen drei Brüdern in Petersburg jtot Tode verurteilt worden sei, scheint sich nicht zu be­wahrheiten. In einem Telegramm an eine hiesige Aktien- ^l'ellschaft bittet Gaedecke um Weiterbeförderung der Nach- ^cht an seine Familie in Deutschland, daß sich die Sache so "kdnen lassen werde, daß er bald auf freiem Fuß zu sein '°ffe.

Die Zürsorgelätigkeit.

Schaffung einer Zentralstelle.

, W. T-B. Berlin, 24. Aug. Die „Novdd. Allg. Ztg." N^eibt: Wie vor 100 Jahren, da Preußen das Joch der

^ntdherrschaft brach, so auch heute, da Deutschland gegen '’*e Welt in Waffen um sein Leben kämpft, regt sich wichtig in allen Kreisen des Volkes herzbewegender f e r s i n n. Die nicht mit in das Feld ziehen dürfen, und die Angehörigen von Kriegern, die in der Lage sind, zu Wßti, geben Nach niesten Kräften. Privatpersonen, Vereine A Kommunen wetteifern miteinander. Es ist zu erwarten. Ä weiterhin die Freigebigkeit wächst in dem Maße, in dem P Bedürftigkeit zunimmt. Die Hilfsaktionen sind allgemein Ptlich organisiert; das müssen sie auch bleiben, da sich nur l^tdj mit Sicherheit beurteilen läßt, wo und in welchem Um- OTe es gilt, der Notlage der Angehörigen und Hinter- ' ,E &enen unserer Krieger zu steuern. Immerhin aber wird -t Vorkommen, daß in einzelnen Orten mehr Mittel zur Ver­eng stehen, als unmittelbar notwendig sind, während in Meren Orten ausreichende Mittel fehlen. Da gilt es, einen gleich zu schaffen; entbehrliche Mittel müssen einer Mralstelle zugeführi werden. Das Fehlen ausreichender > ^äge muß dort angemeldet werden. Auf solche Weise ein Überschuß der besonders leistungsfähigen Organisa- ?^rt und kommunalen Verbände den Bedürftigen zugeführt pberrt. Eine solche Zentralstelle bildet das Ministerium Innern in B erlin. Eine hochherzige Spende des Essers von 100 000 M. bildet den Grundstock für die in der i^tralstelle anzusammelnden Mittel. Für das Ministerium 8nntzra ist bei der Reichsbank ein Konto zur Unter- . -ung bedürftiger Frauen und Kinder der deutschen Wehr- Awer eingerichtet worden. Diesem Konto werden ge- '^Nenfalls die überschietzenden Beträge überwissen und es ? SU erwarten, daß ihm auch sonst von opferbereiten Orten ? Privatpersonen reichlich Mittel zugehen werden. Die­sen wohltätigen OrganiiKtionen des Roten Kreuzes, des ^nlrrrr'hf ^ ^rmrpnViP v t‘:iYi'?i. des nationalen Fr.l

Ates und die unter dem Vorsitze des Ministers des Innern ^ündeteNationalstiftung für die Hinterbliebenen der im n!s8e Gefallenen sind der Zentralstelle angeschlossetr Auf ..lP Weise ist ein Zusammenarbeiten der gesamten Liebestätigkeit mit staatlicher Fürsorge gewährleistet

^ wan darf hoffen, daß nach den vorhandenen und verfüg- i, ^ Mitteln der Not überall und gleichmäßig gesteuert tver- £ 'ann.

e Bermittelungsstclle für freiwillige nationale Hilfsarbeit.

W. T-B. Berlin, 22. Aug. Nach einer zwischen ihnen schienen Vereinbarung geben die obersten Reichs- und ^pisbghjsttwit folgende Erklärung bekannt: Alle diejenigen ^sichen Personen, die sich in patriotischer Pflichterfüllung L. Militär- oder Zivilbehörden für unentgeltliche Befchäs- jeder Art zur Verfügung zu stellen gewillt sind, werden ■ j-^it ersucht, sich in Zukunft nichtmehr direkt, weder

U d l j ch noch schriftlich, an die Behörden, den Großen

Miesbaderrer TaMM.

Generalstab, das Kriegsministerium, den Udmiralstab der Marine, das Reichsutariueamt. die obersten Reichsbchörden sowie die preußischen Ministerien, sondern nur noch ganz ausschließlich an die zur Entgegennahme aller dieser Meldungen begründete V e r m i t t l u n g s st e l l e für freiwillige nationale Hilfsaröeit, Berlin NW. 7, Dorotheen- lstraße 8, zu wenden. Die Behörden ihrerseits werden ihren Bedarf an solchen unentgeltlichen Hilfskräften -eintretendeit- salls aus den bei der oben genannten Vermittlungsstelle ein­gegangenen Meldungen decken. Die Meldungen, die bei den oben genannten Behörden direkt eingehen, werden von diesen in Zukunft grundsätzlich der Vermittlungsstelle zur weiteren Bearbeitung überwiesen werden. Selbstverständlich beabsich­tigen die Behörden nicht, Kräfte, die bisher gegen Entgelt tätig waren und durch den Krieg ihrer Tätigkeit entzogen wor­den sind, durch unentgeltliche Hilfskräfte zu ersetzen.

Zu dieser offiziösen Verlautbarung ist das Wolff- b n r e a u in der Lage, das Folgende erläuternd hinzugufügen: Die Schaffung einer derartigen Vermittlungsstelle erwies sich als dringend notwendig, weil, nachdem der «rste Be­darf an Hilfskräftem gegenwärtig gedeckt, für die Zukunft eine Sammlung aller eingehenden Meldungen an die Zentrale dringend geboten erscheint. Bei der großen Vielseitigkeit der in Betracht kommenden Verwendungsmöglichkeiten der einzel­nen wird auf diesem Wege am besten den verschiedenen Ressorts jederzeit eine genaue Übersicht über sämtliche einge­gangenen Meldungen ermöglicht. Es kann nicht dank­bar und freudig genug anerkannt werden, mit welcher Hingebung die weitesten Kreise der Bevölkerung die freiwillige nationale Betätigung im Dienste des Vater­landes anstreben. Um so notwendiger ist es, jede Zersplitte­rung dieser Bestrebungen zu verhindern durch die Schaffung einer einheitlichen Organisation in Form einer Zentralmelde­stelle für die freiwillige nationale Hilfsarbeit. Auch der un­zweckmäßigen Belastung der einzelnen Behörden, wie sie sich bereits in letzter Zeit stark bemerkbar gemacht hat, ist vorzu­beugen. Aus vorstehendem ergibt sich, daß nur diejenigen Meldungen zu unentgeltlichen Beschäftigung in Zukunft rücksichtigt werden, die direkt bei dieser Zentralmeldestelle eingereicht werden. Durch die oben genannte Vermittlungs­stelle werden wir, um Jrrtümern vorzubeugen, ersucht, noch besonders darauf hinzuweisen, daß sie nur der Vermittlung völlig unentgeltlicher, d. h. unbezahlter Tätigkeit dienen. Die Nachfragen nach bezahlter Arbeit können von dieser Zentralstelle weder entgegengenommen noch vermittelt werden. Die Vermittlungsstelle für freiwillige nationale Hilfsarbeit ist ans Grund der Auffassung der Reichs- und Staatsleitung, daß die Beseitigung der durch den Krieg hervargerusenen Arbeitslosigkeit im gegenwärtigen Augenblick eine der wichtigsten und ernstesten Aufgaben aller für das Bolkswohl verantwortlichen amtlichen Stellen dar­stellt, ausschließlich zur Vermittlung derjenigen Stellen er. mächtigt, deren Besetzung durch bezahlte .Kräfte wegen der Art der zu leistenden Arbeit nicht in Betracht kommt. Mündliche Anmeldungen bei der Vermittlungsstelle werden vormittags von 10 bis 12 und nachmittags von 4 bis 6 Uhr entgegenge­nommen.

Für das Rote Kreuz. — Eine Stiftung der Luxemburger Vereine.

W. T.-B. Köln, 24. Aug. Der Großherzogin von Luxemburg sind laut Mitteilung in der heutigen Ver­sammlung der Luxemburger Vereine in Deutschland (Hauptsitz Köln) für die Zwecke des Roten Kreuzes 100 000 Mark gestiftet worden. Außerdem wurden 100 Betten für Lazarettzwecke bereit gestellt.

Die Stiftung Sir Ernest Cassels.

W. T.-B. Berlin, 24. Aug. Die vor drei Jahren von Sir Ernest Cassel in London betriebene Stiftung zur Unter­stützung großbrttannischerStaatsangehöriger die in D e u t s ch l a n d in Not geraten sind, hielt es nach dem Kriegsausbruch für ihre Pflicht, mit ihren beträchtlichen Mitteln die sich hier aufhaltenden in Not geratenen Staats­angehörigen zu unterstützen. Sie ist hierbei von der festen Erwartung geleitet worden, daß die von den hohen Stiftern in England begründete Stiftung zur Unterstützung hilfsbe­dürftiger Deutscher in gleicher Weise verfährt.

Feier des 50jährigen Jubiläums des Roten Kreuzes in Österreich.

W. T.-B. Wien, 23. Aug. Die österreichische Gesellschaft vom Roten Kreuz veranstaltete heute nachmittag ans dem Trab-Rennplatz eine f e l d m ä tz i g e F e i e r anläßlich des 60- jaqrtgen Jubiläums der Genfer Konvention, der außer meh­reren Ministern und zahlreichen anderen -Persönlichkeiten der Generalinspekteur des freiwilligen Jnspekteurwesens Erzherzog Franz Salvator und die Erzherzogin Maria Theresia, letztere in der Tracht der Roten-Kreuz-Schwestern, beiwohnten.

'v.Pet cmgesammelt, denn es ist gerade ein Lokalzug einge- jxPn. Jeder gibt seine Meinung über die französischen jh ^gefangenen kund. „Die sind heilfroh, daß sie mit heilen aus dem Schlamassel raus sind", sagt ein Landwehr- Wp „nee solche schmierigen Kerls, pfui Deibel, solche Uni- s,? W bei uns denn doch keiner an." Den Wagen hatten ^°^volle Geister bemalt. Da las man in großen Buch­ow: „Eilgut von Paris! Direkternent nach Sibirien!"

>j, °ben steckte eine verrostete Heugabel, um die ein Stroh- »Mchkungen war. ... Es ist Mitternacht, unsere Kaffee- j r Impfen aus der Herdstelle, da rollt ein langer Güter- , mit Pferdetransporten und den Feldbacköfen. Die ! eingeischobenen Wagen erster und zweiter Klasse L® en die ersten verwundeten Krieger. Es ist ein trauriger i sich über den Bahiisteig zu m Wartesaal bewegt.

, schreitet noch immer tapfer aulfrecht ein roter Husar, l H Mtcn schief sitzendem Tschako die blutige Stirnbinde i et dankbar, als ihm eine der Frauen eine

-jjZchung reicht; die übrigen Verwundeten haben Streif- ' l, tf<L a - n und Händen, sie sehen totenblaß aus und

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ij in den Wartesaal, wo sie erquickt werden. Einer wird Bahre ins Lazarett der Stadt getragen, sein Reiter- i 'si-„deckt die zuckende Gestalt, und sein bleiches Gesicht blickt

den grauenden Morgen. . .

0. K.

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& Identer und Literatur. Der Intendant des K o b u r g e r '* ' jWtt !er§ Holthofs von Faßmann ist ins Feld gerückt, de: " ■ ..

Nus Kunst und Leben.

’Hr'* Üühcre Koburger Intendant Freiherr v. Ebart ist, | cS' bereits 60 Jahre alt, zu dien Fahnen geeilt.

“ ,-jä 1 ein i n g cr Hoftheater ist aufgelöst ! ptj,' Jfe ininger Hofmarschallamt teilt zu der in ber Presse | Kündigung des Hoftheater-Personals ojffiziell mit:

worden.

„^,re ^Kündigung mußte leider ausgesprochein werden, da S. H ver Herzog in dieser ernsten Zeit nicht Berpflichtungen behal ten kasin, denen gerecht zu werden er nicht imstande sein wird Es ist ^selbstverständlich und bedarf kaum einer besonderen Er w^nung, daß S. H. für die Hoftheater- usw. Mitglieder nack Kräften ^tveiter alles tun wird und Maßnahmen erfolgen wer^ drestlben vor Mangel zu schützen. Auch besteht die Aus sicht, daß bei günstiger Kriegslage Theater gespielt wird, wenr auch in veränderter, viel 'boscheivenerer Weise."

Bildende Kunst und Musik, über den Theater-Direktoi der N e u e n O p e r in H a m iv u r g, Hofrat -Ehrhardt, ist de: Konkurs verhängt worden.

binom Konzert des verstärkten Königlicher ^-pernchors zum Besten der Kriegshilf-e, in dem der tiefe Erns c ? en r 10 Ausdruck kam wie das -vatierländische ml teli 0 'io|-e pochgefuhl, das un'er ganzes Volk bewegt, trai vorgeitern das Berliner Königliche Opernhaus in du neue Spielzeit em. Das bis auf den letzten Platz gefülltc Haus spendete den Darbietungen der Chöre unter Professor Rudel wie den Solisten, Kammersänger Paul Knüpfer und Frl. Emmi Leisner und des Orchesters Leo Blech stürmischen Beifall, der ..k? n , ® rie 5f = urt ‘ 5 Daterlandsliedern das Haus förmlick erschütterte. Dm tiefergreifen-den Schluß bildete Georg v. Huhens machtvolle Hhmue: „Gott, Kaiser, Vaterland", ver­tont von Leo Blech.

• Moritz M o s z k o w s k i, der bekannte Komponist, begeh! morgen , einen sechzigsten Geburtstag.

cjtfdjafi und Technik. Ein namhafter Chemiker und

Mitarbeiter Paul Ehrsichs. Professor Dr. Alfred Berthe im

? u§ i r , a ? ^7 M., ist in Berlin, wohin er dem Rufe

Mend-Ausgabc, 1. Blatt. Seite 3*

Die „Deutsche Tageszeitung" vom Samstagabend beschlagnahmt.

-jsi Berlin, 24. Aug. (Cig. Drahtbericht) Die „Deutsche Tageszeitung" ist am Samstagabend wegen eines Artikels über die Haltung Italiens beschlagnahmt worden.

Der Honvcdminister Hazai über die Erfolge gegen Serbien.

W. T.-B. Budapest, 23. Aug. Im Klub der Nationalen Arbeiterpartei erklärte der Honvedminister Hazai auf Befra­gen über die Bedeutung des heutigen Communiques sowie über die Lage solgerrdes: „Als offenherziger Soldat sage ich immer die Wahrheit, wie sie auch sei. Ich vermag auf das b e st i m m t e st e zu erklären, daß zu einer pessimistischen Auffassung keinerlei Grund vorliegt, ich kann im Gegenteil erklären, daß es mit unserer Sache in S e r b i e n g n t st e h t. Die dort operierenden Truppen^ lösen trotz des Übergewichts des Feindes heldenhaft ihre Aufgabe. So gelang es, die Serben zurückzuwerfen. Eben heute habe ich die Nachricht erhalten, daß unsere Truppen" auf dem südöstlichen Kriegsschauplatz über dreißig serbische Bataillone besiegt haben. Das Communique, das einzelne mißver­standen haben, bezweckt ausschließlich, zu erklären, daß sich die großen entscheidenden Ereignisse nicht im Süden, son­dern im Norden abspielen werden. Ich erkläre offen, wie die Lage ist, wie ich auch mit männlicher Offenheit sprechen! würde, wenn die Lage nicht so wäre. Ich wiederhole, daß wir mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden sein können, denn es ist gelungen, dem Feind riesige Verluste beizu- bringen. Man muß sich jedoch, wie ich bereits erklärte, vor Augen halten, daß der entscheidende Kampf eben geführt wird." Den Worten des Honvedministers folgten langanhal-- tende Eljenrufe.

Die Tapferkeit der bosnischen Bataillone. — Treue der ungarischen Serben.

W. T.-B. Budapest, 23. Aug. Major Meißl, der am 18. August als Baraillonskommandant einen heldenmütigen Bajonettangriff gegen den Feind anführte und deswegen zum Oberstleutnant befördert worden ist, traf hier als Verwun­deter ein. Er berichtet folgendes: Zwei bosnische

Bataillone zeigten eine ganz besondere Tapferkeit. Dev Schrapnellregen, mit dem sie empfangen wurden, hat ihren Mut eher an gefeuert als äbgeschwücht. Sie haben sich herrlich geschlagen und dieser Tag bildet ein unvergängliches Ruhmesblatt in der Geschichte dieses bosnischen Regiments. Major Meißl erwähnte besonders den rührenden Empfang, der dem Verwundetenzug in der von ungarländischen Sev^ >ben beiwohnten Stadt Neu-satz bereitet worden sei. Eine große Menge habe lebhafte Kundgebungen veranstaltet und sei nicht müde geworden, die Verwundeten mit Liebesgaben nnfö Erfrischungen zu bedenken.

Ein italienischer Dampfer von Engländern angehalten.

Gefangennahme militärpflichtiger Deutscher.

W. T.-B. Berlin, 24. Aug. Der von New Dork nach Neapel abgegangene italienische Dampfer „Arcona" wurde in der Nähe von Gibraltar angehalten und die auf dem Dampfer be­findlichen mili t är p fli chti g en Deutschen, efcto a 7'lh nach Gibraltar als Gefangene geführt.

Der Oberkommandierende der italienischen Flotte.

Rom, 22. Aug. Der Herzog der Abruzzen wurde znnt Oberkommandierenden der gesamten .Kriegsflotte ernannt. Die Stelle des Präsidenten des Obersten Marinerats, -die bis-: her der jetzige Marineminister Viäle in-nehatte, wurde mit Vizeadmiral Amero d-Aste besetzt. (Franks. Ztg.)

Griechische Delegierte in Bukarest.

W. T.-B. Bukarest, 23. Aug. Die griechischen Delegierten Z a i m i s und P o l i t i s sind hier eingetroff-en.

Britische Sabotage auf türkischen Schiffen! — Wie die englische Militärmission „ihre Aufgabe erfüll^'.

Hä. Berlin, 22. Aug. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Vor einigen Tagen konnten wir mitteilen, daß die britische Regierung die beiden neuen, auf englischen Werften für Rechnung der Türkei erbauten und bereits von ihr be­zahlten großen Linienschiffe für sich behalten hat. Heute berichtet nun die „Deutsche Tagesztg." auf Grund der „absolut zuverlässigen Mitteilung eines unterrichteten, eben aus Konstantinopel kommenden Deutschen", daß die englische Marinemission in Konstantinopel, welche die türkische Marine und Flotte neu aufbauen, reorganisieren und cmsbauen sollte, auf Veranlassung des Chefs der Mission auf allen türkischen Kriegsschiffen absichtlich und in aller Heimlichkeit eine Beschädigung hat vornehmen lassen. Der Zweck dieses Streiches war, die türkische Flotte in dem Augen­blick, wo sie in -einem Kriege in Sce zu gehen sich anschickte, plötzlich und unerwartet lahmzulegen. Man hat nun, wie gesagt, in Konstantinopel den Tatbestand festgestellt und die absichtlichen Beschädigungen an den Schiffen und ihren Armierungen gefunden. In kurzer Zeit werden sie beseitigt sein. Ebenso wenig darf man nunmehr wohl bezweifeln, daß auch die britische Marinemission endgültig erledigt ist.

Vevlustliste Nr« 6.

(Namentliche Aufzählung. Schlutz.)

(Abkürzungen: t. — tot, v. — verwundet, fo. — leicht verwundet, sv. — schwer verwundet, berat. — vermißt, gef. = gefangen.)

Füsilier-Regiment Nr. 35, Brandenburg.

1. Komp.: Füs. Lietz, Sawben, t.. Füs. Przhbillak, BvthiN, t., Füs. Meulkowski, Karschin, t., Füs. Schäfer, Stendal, t.. Res. Stoo-f. Brandenburg, t.. Res, Poschwald, Zembowo, t., Gest. Satte, Brandenburg, lv., Füs. Walter, Saalfeld, lv., Füs. Skr'iprzcck, Zaierzinka, lv., Füs. Block, Landsberg, lv.. Res. Kurth. Brandenburg, lv., Füs. Hizze, Niederlehme, lv., Unterosf. d, R. Stein berat., Gesc. d. R. Mecklenburg berat.. Res. Jakowski t„ Res. Bartsch Perm., Füs. Kurzawa, Tannen- rode. lv,, Res, Schultz, Peülebevg, berat-. Res. Becker, Storkow, v., Res. Spielhagen. Spandau, Iv., Res. Pohle, Guhren, v,. Res. Gesc. Mischte, Filehne, v,. Gefr. Kaiser, Klosterselde, lv., Res. Gest. Werner, Spandau, v., Res. Hoffmann, Rathstöck, v„ Res. Neumann, Gr, Mantel, Königsberg i, P,, v„ Res, Fröm- mig. Filehne, v„ Res. Jager, Neu-Bartow, v.. Res. Schmidt, Eichstedt. v,. Res. Franz Petzow. Plaue, v.. Res. Gefr. Koma- towski, Kleiu-Kosheim, v., Res, Smeilus, Rücken, v., sites. Netze- baud, Flatow. v., Res. Krause, Berlin, v,. Res. Mussold, Rathe­now, v.. Res. Peter, Gr.-Dolzig. v„ Res, Goltzmann, Golzow, v,, Res, SmigerZki, Richawo, v., Res. Kassiibe, Strehlow. v., Füs. Sphchala, Gora, v., Füs. Moll, Boock. v. — 2. Komp.: Vizefsldw. d. R. Conrad. Fahrenholz, t., Einj.-Unteroff. Seiffevt. Trebnitz, lv., Füs. Graudisch, Stolpe, lv., Füs. Dietze, Dresden, sv., Unteroff. d. R. Leuschner. Peiskersdorf. verm., Gefr. Ziegenbalg, Dresden, verm., Gefr, Dreier. Krotoschin, verm., Res. Dutz, Lovden, verm. — 3. K o m v : Hauptm.

Sabinski. Pillau, t.. Ssrg, Bergmann, sv., Gefr, Bogen. Char- lottenbur«. lv.. Füs. Moebius. Landsberg, sv.. Füs. Glabissewski, Strasburg, sv. — 4. Komp.: Gefr. Albrecht, Brandenburg, t.. Füs, Albrecht, Charlottenburg, t. Unteroff. d. R. Gvabmcmn. Gm'eck. sv.. Unteroff. d. R. Boehme. Westerw,