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No. L. Ditustcifl den 2. Januar 1855»

Einladung zum Abonnement.

Mit dem 1. Januar 1855 beginnt für das Wiesbadener Tagblatt ein neues Quartal, worauf mit 30 kr. oder nach Belieben auch für mehrere Quartale adonnirt werden kann; für auswärts mit Zuschlag der Post­gebühr. DaS Wiesbadener Tagblatt erscheint mit Ausnahme deS Sonntags täglich in der bisherigen Weise und wird nach Wunsch den vereheliche» Abonnenten für 9 fr. pro Quartal tnS HauS gebracht. Durch seine große Verbreitung versprechen Dekanntmachungen aller Järt den besten Erfolg, die mit 2 fr. die Zeile in gewöhnlicher Schrift berechnet werden. Bestel­lungen beliebe man in Wiesbaden in der unterzeichneten Verlagöhandlung, auswärts bei den zunächst gelegenen Postämtern zu machen.

L. Schellenberg'sche Hof-Buchhandlung.

Zum Neuen Jahre 1833.

3m Flug enteilt die Zeit! Jtaum sind eS wen'ge Stunden, Seit wieder ist ein Jahr auf ewig uns entschwunden, Das reich an ernsten ©eenen war.

Begrüßt bei der Geburt von Wünschen und Gebeten, Ist es jetzt schon dahin, die Herrschaft angetreten Hat wiederum ein neues Jahr.

Wir rufen ihm zum Gruß ein herzliches Willkommen, Ist auch die Erbschaft, die von ihm ward übernommen, Nicht sonderlich beneidenswerth I

Wohin die Blicke wir im weiten Umkreis wenden, Soll gegen schweren Druck es baldigst Hülfe spenden, Erleichterung wird heiß begehrt.

ES sind im alten Jahr geflossen viele Zähren;

Groß war der Leiden Zahl in beiden Hemisphäre«,

Die sich der Menschheit beigesellt.

Verheerend zog der Krieg durch blüh'nde Länderkreise Und unheilbringend war der Asiatin Reise Durch die fünf Theile unsrer Welt.

Mit Trauern sahen wir, daß sich von unfern Fluren

Der Ueberfluß entfernt, und bei des Mangel- Spuren

Stieg hoch und höher stets die Noth;

Weil minder reichlich war die Zahl der Erntegarben, D'rum müssen lange schon im Elend Viele darben Und lauter tönt der Rus nach Brod.