Wiesbadener TaHblatt. 9!o. 2LL. Montag den 17. October L8ZL. ■—* ........ ' — -
Auszug aus den Beschlüssen des Gemeinderathes.
Sitzung vom 5. October.
Gegenwärtig: Der Gemeinderath mit Ausnahme der Herren F. Hahn, G. Hahn, Herber, Thon, Großmann, Scheltenberg, Krempel und Nicol.
1258) Die in voriger Sitzung zur Begutachtung des Antrags des Herrn Weychardt, dahin gehend, daß in Berücksichtigung der steigenden Theue- rung der Lebensmittel sofort 2000 Malter Kartoffeln für Rechnung der Stadtcasse zum Zwecke des Wiederverkaufs an unbemittelte Faniilien in dem nächsten Frühjahre angekauft werden möchten, erwählte Commission erstattet Bericht und empfiehlt den Antrag zur Genehmigung. Die Versammlung erkennt jedoch den Antrag nicht für dringlich und beschließt von dem Ankäufe der Kartoffeln abzusehen'
1261) Die am 29. v. Mts. abgehaltene Versteigerung der bei Pflasterung eines Trottoirs in der Kapellcustraße vorkommenden Arbeiten und Lieferungen wird auf die Letztgebote im Gesammtbetrage von 237 fl. 36 kr. genehmigt.
1262) Die am 4. d. Mts. wiederholt abgehaltene Versteigerung der Lieferung des Kohlenbedarfs für die hiesigen Schulen und das Rathhauslokal pro Winter 18S3/S4 wird auf das Letztgebot des I. K. Lembach zu Biebrich mit 28 kr. per V10teI nass. Bütte genehmigt.
1266) Das abschriftlich hierher mitgetheilte Refcript Herzog!. Ministerial- Abtheilung des Innern an den Herrn Schulinspector Eibach dahier vom 19. v. Mts. ad Nurn. 22286, die Versetzung einer Lehrgehülfenstelle zu Wiesbaden betr., wonach für den abgegaugenen Lehrgehülfen Schrankler der Schulcandidat Joseph Knudermann aus Niederselters mit Versetzung dieser Lehrgehülfenstelle mit Gehalt von 200 fl. ernannt worden ist, gelangt zur Kenntniß der Versammlung.
1267) Das zum Bericht hierher mitgetheilte Gesuch des F. R. Kieme von hier um Gestattung der Sammlung von Subscriptionsbeiträgen zur Herausgabe des dichterischen Nachlasses seines Sohnes Gustav Kieme soll Herzog!. Kreisamte unter dem Anträge auf Genehmigung wieder vorgelegt werden.
1273) Auf Antrag des Herrn Weychardt wird beschlossen, bei Herzog!. Minifterial-Abtheilurig des Innern um Entbindung von dem Beitrage zu den Unterhaltungskosten des Realgymnasiums nachzusuchen, da diese Anstalt einem städtischen Zwecke nicht entspreche.
1274) Das Gesuch des Schreinermeisters Philipp Meyer von Rambach, zur Zeit dahier, um Reception hierher wird genehmigt.
