Wiesbadener
T a L b k a t 1.
No. 2L7. Montag den 10. October L8SL.
Auszug aus den Beschlüssen des Gemeinderathes. Sitzung vom 26. September.
Gegenwärtig: Der Gemeinderath mit Ausnahme der Herren Nicol, Schmidt, Georg Hahn, Großmann, Schweitzer, Schellenberg, Thon und Fr. Hahn.
1223) Auf Rescript Herzog!. Kreisamtes vom 11. d. M. ad Nurn. 3685, die Kurverhältnisse von Wiesbaden betreffend, wird beschlossen, die Hygiäa- Statue von dem Kochbrunnenplatze auf den Kranzplatz zu versetzen.
1224) Auf Rescript Herzog!. Kreisamts vom 7. d. M. ad Nurn. 3637, die Abschließung des Weges neben dem Recepturgebäude nach der katholischen Kirche, insbesondere die Beleuchtung dieses Weges betreffend, wird beschlossen, daselbst 2 Gaslaternen anbringen zu lasien.
1225) Auf die Eingabe des Vorstandes des Localgewerbe-Vereines dahier um Verwilligung eines Zuschusses aus der Stadtcasse zu den Kosten der hiesigen Gewerbeschule pro 1854 wird beschlossen zu diesem Zwecke 300 fl. in das nächstjährige Budget aufzunehmen.
1228) Das Gesuch des Chemikers Friedrich Zimmermann von hier um Gestattung des Antritts des angeborenen Bürgerrechts zum Zwecke seiner Verehelichung mit Elisabethe Treupel von der Sinnerhütte bei Herborn wird genehmigt.
1229) Das Gesuch des Tünchergesellen Johann Philipp Ritzel von hier, gleichen Betreffes, zum Zwecke seiner Verehelichung mit Marie Elisabethe Philippine Basti n g aus Heimbach, Amts Langenschwalbach, wird genehmigt.
1230) Das Gesuch des Baders Wilhelm Ludwig Bausch von hier um Gestattung des Antritts des angeborenen Bürgerrechts dahier wird abgelehnt.
1231) Ebenso das Gesuch des Herrnschneidermeisters Adam Spring aus Geisenheim um Reception hierher.
1232) Desgleichen das Gesuch des Schneidermeisters Philipp Lieber aus Linier, Amts Limburg, um Reception hierher, zum Zwecke seiner Verehelichung mit der Wittwe des Schlofsermeisters Martin von hier.
1233) Desgleichen das Gesuch des Kunstgärtners Ferdinand Schlimm aus Frauenstein, zur Zeit dahier, gleichen Betreffes, zum Zwecke seiner Verehelichung mit Catharine Philippine Dörr, Tochter der Wittwe des Gärtners Heinrich Müller von hier.
Die Gesuche um Gestattung des ferneren temporären Aufenthaltes dahier von Seiten:
1234) des Johann Philipp Braun aus Wehen,
1240) der Katharine Zeitz aus Idstein, werden auf die Dauer eines weiteren Jahres genehmigt.
