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welche von ihm entfernt in einer wenig beleuchteten Ecke dcS Gemaches stand.

Ambjörn'S Auge suchte sie auf, er räusperte sich, um seiner Stimme die Wcichbeit zu rauben, welche ihr das Vatergcfnhl geben wollte, und sagte hart: „Komm her, Thora".

Sie gehorchte, doch nahte sie ihm nicht ganz.

„Ich habe ihn gefunden", sagte der Greis mit unterdrückter Be­wegung.

„Wen"? rief Thora, plötzlich aus ihrer ganzen Fassung aufgeschreckt.

„Deinen Bruder, der ausging, die Schande zu rächen, die du mir an- gethan hast"! sagte Ambjörn. „Ich hab ihn gefunden, er ist tobt". — Die Tochter schrie laut auf.

„Sten ist tobt", fuhr ber Greis fort und ballte die harte Faust. — „Sein Rock und Schwert hing vor der Klosterthüre, ich hab's ihm neben dem Grabe einscharren lassen".

„Vater, Vater, wie denn"? schrie Thora, die Hände ringend.— „Sten, mein treuer, lieber Sten"!

„Sage so und fluche dem Mörder"! rief der Alte. „Sten ist erschla­gen, von wem sonst, als von dem, den er aufjagte" ?

Da sank das junge Weib wie vernichtet in die Kniee und wünschte zu sterben.

„Steh aus, ich kann daS nicht leiden"! sagteAmbjörn finster. — „Da- ^crch wird'ö nicht anders"! — Er gab ihr die Hand und riß sie fast mit

. ™W. „Sei still"! fuhr er fort. „Ich habe dir für deine b c dEN Tod verdient hätte, die Strafe nun einmal geschenkt. Gib dich ziisriedcn. 0

Mer Sten? Was weißt du von Sten" ? schluchzte sie.

„Nicht viel", sagte der Greis mit dumpfer Stimme — den eignen Gram um den verlorenen Sohn bezwingend. — „Sic haben ihn mit einer Wunde in der Brust tobt im Walbe gefunben unb begraben. — Uns auch fein Hunb ist mir fortgelaufcn. Alles geht von mir. Ich bleibe allein auf meine alten Tage".

„Vater, lieber Vater"!" rief Thora und drängte sich an ihn, warf stw nochmals nieder, feine Knie, umfassend, so sehr er sie auch abwehrte. »Ich bin's nicht werth, daß du mich bei dir behältst, aber ich will dich so lieb haben"!

k »T)u geh"! sagte er. — „Du hast ja deinen Buhler lieber als mich, vu haft mein HauS und meinen ehrlichen Namen beschimpft, hast nicht mehr Recht an mich als eine gestäubte HauSdirne. — Das aber sag ich, wenn ich jemals erfahre, was du geschworen hast mir zu verschweigen, wenn ich weiß, wer cs ist — so will ich keine Seligkeit haben, wenn 'M ihm nicht an'S Leben gehe! das schwöre ich bei Gott und meinem Ge- wlsten"!

Er sprach das mit dröhnender Stimme und jedeö Wort traf der ban- 8cn Tochter in das Mark ihres Lebens.

hrin,n bfrflltc barauf gemäßigter, „lege Traiierkleiber an nm

n.TkL i hatte gehofft, ihn mit zufriedener Seele wieberkommcn f.J ' m.lr E«i Wahrzeichen von dem erschlageiien Feinde. — Ja, Dirne", — hL m 611 Er ihr schmerzliches Zucken bei dcm Worte bemerkte

” -O"'NE, und wenn er auch noch io vornehm ist, soll erschla- — (S,tr **:n kenne und weintest du dich über ihn zu Tobe.

llnv kein Anderer ist eS gewesen, der mir den Sten, mein letztes