Wiesbadener
No. LE». Donnerstag dm 24. Februar 1853*
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Sitzungsprotokoll des Kreisbezirksraths vom 22. Februar 1853.
Gegenwärtig: Herr Kreisamtmann Ferger, die Herren KreiSbezirkSräthe
I)r. Genth, Zollmann, Bertram, Weygandt, Dietrich, Dreßler, Freytag, Ruß und der unterzeichnete Kreissecretär.
• In der heutigen Sitzung des KreiSbezirköratbs wird beschlossen:
1) zur Herstellung eines geregelteren und dem Personen- wie Güter- Transporte entsprechenderen Verkehrs auf der TauuuSeisenbahn zwischen Wiesbaden und Castel über Biebrich die von dem Herrn KreiSamtmann gemachte anl. Vorlage über die Einführung zweckmäßiger Abänderungen in dem Betriebe der mit Pferden bcfahreren Bahnstrecke zwischen den Cur- ven bei Biebrich und Biebrich hin und zurück — zu genebmigen und den Verwaltungsrath der Taunuseisenbahn, sowie daö Herzogs. Polizei-Com- Eariat zu Biebrich von den erlassenen Bestimmungen in Kenntuiß zu
Herr KreiöbezirkSrath Freytag hatte sich der Abstimmung enthalte».
2) Dem Gesuche deö Gemeindcraths zu Schierstein um Gestattung eines Ertraholzhicbs von 200 med. Klaftern zur Bestreitung der Kosten der Herßellung von Vicinalwegbauten — unter der Bedingung zu willfahren, daß der für daö fragliche Holz gewonnene Erlös an dem Laub-Etat zum Ersatz in Anrechnung gebracht werde.
3) Dem Gesuche deö Gemeindcraths zu Bierstadt um nachträgliche Ge- nebmigung zu den in 1850, 1851 und 1852 zuviel vertheilten 2600 Stück Looöholzwellcn — zu willfahren.
Sodann zu genebmigen, in Anbetracht, daß das LooSholz schon pro 1853 geformt und eine Umformung nur mit großen Kosten möglich ist, daß ausnahmsweise auch für dieses Jahr 50 Stück Wellen als LooSholz einem jeden Bürger zugethctlt werden; den Bürgermeister jedoch zu bedeuten, daß er für die Folge daS LooSholzguantum unter die Bürger nur nach Maßgabe desselben zu vertheilen habe.
4) Dem Gesuche deö Guts- und Brauerei-BesiyerS Caspar Prinz von Camberg um Gestattung des Betriebs einer Gast- und Schcnkwirthschaft zu Wiesbaden — nicht zu willfahren.
5) Auf daS Refcript Herzog!. Ministerialabthcilung des Innern vom 25. v. M. ad Nurn. 2581 „das Gesuch des Friedrich Trapp zu Wieöba-
