Einzelbild herunterladen
 

Wiesbadener U

No. L. Montag den 3. Januar 18SS.

Da» Tagblat, erschein. Morgen» 8 ubr, mit AuSnabme Sonntag». Der VränumergtiongoreiS m R«#to ü' SOTSBRÄS: ? fc

Das Tagblatl an seine Leser.

Zum neuen Jahre 1838.

Ein neneö Jahr entquillt dem Schooße Der kinderreichen Mutter Zeit. Sind trüb', sind heiter wohl die Loose, Die unö das kommendc verleiht"? So fragt man sich; der Wünsche Heere Sie treten heute keck hervor; - Unzählbar, gleich dem Sand am Meere, Bestürmen sie des Höchsten Ohr.

^Auch ich, beim JahrSbcginn, geselle Dem Chor der Wünschenden mich bei: gebe, daß die Zukunft Helle Für alle Menschenkinder sei!

Vornämlich meinen Abonnenten, Die mir denn doch am nächsten steh'n, Mög' huldreich stets der Himmel spenden Ei» ungetrübtes Wohlergeh'n!

<.ES bleibe ihnen wohlgewogen

Das dunkelwaltende Geschick, Und kommt ein Sturm auch angezogeu, So scheuch' ihn bald der Sonne Blick' Der Muth, der kräftig in Beschwerden Und Trübsal vor Berzweiflung schützt, Soll ihnen nie entrfssen werden Und nichts, was ihnen wahrhaft nützt!

ES steig'rc sich die Zahl der treuen Verehrten Leser mehr und mehr! Stets wird mich ihre Huld erfreuen; Mög' sie mir bleiben, wie bisher! Ein festes Band soll uns umschlingen! Ihr Beifall ist mein schönster Preis. Ich werde unaufhörlich ringen Nach einem größer« Leserkreis.