Wiesbadener
T a g b l a t t.
No. KK Montag den 29. November L8A2.
Das Tagblatt erscheint Morgens 8 Uhr, mit Ausnahme Sonntags. Der Pränumerationspreis ist pro Quartal 30 fr., die Gebühr für's Bringen ins Haus 9 fr. Inserate werden die Zeile in gewöhn», licher Schrift mit 2 fr. berechnet. Einzelne Nummern a 2 fr.
Auszug aus den Beschlüssen des Gemeinderathes.
Sitzung vom 15. November.
Gegenwärtig: Der Gemeinderath mit Ausnahme der Herren Herber, Götz, Lang, Käsebier und Georg Hahm
1468) Der Aufruf des evangelischen Kirchenrathes zu Lublinitz in Oberschlesien zur Unterstützung bei Abtragung der durch den Bau einer evangelischen Kirche entstandenen Schulden, soll dem hiesigen evangelischen Kirchenvorstande vorgelegt werden, da von hier aus ein Zuschuß nicht verwilligt werden könne.
1472) Das wiederholte Gesuch des Herrnschneidermeisters Johann Joseph Löw von hier um Gestattung des Antritts des angeborenen Bürgerrechts in hiesiger Stadt, zum Zwecke seiner Verehelichung mit Amalie Rachel aus Frauenstein, im Königreich Sachsen, wird nunmehr genehmigt.
1473) Ebenso das Gesuch des Bäckermeisters Philipp Daniel Fausel von hier, gleichen Betreffes, zum Zwecke seiner Verehelichung mit Friederike Margarethe Pfeil von Reichelsheim.
1474) Ebenso das Gesuch des Maurergesellen Christian Carl Georg Eckerling von hier, gleichen Betreffes, zum Zwecke seiner Verehelichung mit Anna Marie Höhn aus Harheim, Amts Höchst.
1475) Das wiederholte Gesuch des Schneidermeisters Philipp Lieber aus Linier, Amts Limburg, um Aufnahme als Bürger in die hiesige Stadtgemeinde, zum Zwecke seiner Verehelichung mit der Wittwe des Schlossermeisters Martin von hier, wird abgelehnt.
1476) Ebenso das wiederholte Gesuch des Schreinermeisters Christian Seel gen von Auringen, zur Zeit dahier, gleichen Betreffes, zum Zwecke seiner Verehelichung mit Anna Margarethe Dietrich von Wallau.
1477) Ebenso das wiederholte Gesuch des Taglöhners Peter Snell aus Allendorf, zur Zeit dahier, gleichen Betreffes, Behufs seiner Verehelichung mit Louise Kn ei per.
1478) Das Gesuch der Wittwe des Michael Ott 2r aus Oppertshausen in Oberhessen um Gestattung des temporären Aufenthaltes dahier, soll auf die Dauer eines Jahres zur Willfahrung empfohlen werden.
1479) Das Gesuch der Wittwe des Anton Priester aus Michelbach, Amts Wehen, gleichen Betreffes, wird abgelehnt.
