Wiesbadener
T a H b l a t t.
No. AL. Montag den 15.November 1852.
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Auszug aus den Beschlüssen des Gemeinderathes.
Sitzung vom 1. November.
Gegenwärtig: Der Gemeinderath mit Ausnahme der Herren v. Arnoldi, Metz, Mahr, Henoch, Großmann und Braun.
1400) Der unterm 30. v. Mts. mit dem H. Revisionsrathe Wagner rücksichtlich des Unterrichtens von vier hiesigen Mädchen in der Strohflechterei abgeschlossene Vertrag, wird von der Versammlung genehmigt. .
1403) Auf das Gesuch der Bewohner der Kapellen- und Taunusstraße um Ueberlassung eines Wasserstrahles von der Wasserleitung aus der Dambach zur Errichtung eines Krahnenbruunens oder einer Krahnenpumpe in der Kapellenstraße, wird beschlossen, zu diesem Zwecke einen Wasserstrahl von l '/r Maas per Minute unter der Bedingung abzugeben, daß die Bittsteller einen Ventil-Bruun en auf eigene Kosten errichten, dieser Brunnen mit der Errichtung in das städtische Eigenthum übergehet und den, allgemeinen Gebrauche übergeben wird.
1407) Das mittelst Jnscript Herzog!. Kreisamtes zum Bericht hierher mitgetheilte Gesuch des Dr. H. Fick zu Mainz um Erlaubniß zu Wiesbaden Unterricht in der englischen Sprache ertheilen und Vorlesungen über Shakespeare halten zu dürfen, soll Herzoglichem Kreisamte unter dem Anträge auf Genehmigung für die Dauer eines Jahres wieder vorgclegt werden.
1408) Zu dem zum Berichte hierher mitgetheilten'Gesuche des Wilhelm Helmrich und Friedrich Rudloff zu Sonueuberg um Gestattung der Uebernahme der Hauptagentur für das Herzogthum Nassau für die Ham- vurgisch-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft, soll berichtet werden daß der^Gemeinderath gegen die Verleihung dieser Concession an den zur Zett in Sonnenberg wohnhaften hiesigen Bürger Wilhelm Helmrich nichts einzmvenden habe.
. 1409) Das zum Berichte hierher inscribirte Gesttch des Metzgermeisters Hermann Käs edier um Gestattung der Verlegung seines Wirthschafts- geschäftes aus dem Hause des Bäckermeisters Friedrich Kimmel in das von Jacob Seyberth neu erkaufte, am Urthurm belegene Wohnhaus, soll Herzog!. Kretsamte unter dem Anträge auf Genehmigung wieder vorgelegt
1410) Das Gesuch des Uhrmachers und Mechanikus I. I. Fuchs aus Zerbst, im Herzogthum Anhalt-Dessau, um Reception hierher, wird abgelehnt.
