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Wiesbadener

T a H b l a t t.

No. 11. Montag den 27. September 18L2.

Auszug aus den Beschlüssen des Gemeinderathes. Sitzung vom 6. September.

Gegenwärtig: Der Gemeinderath mit Ausnahme der Herren Schellen­berg, Henoch, Großmann, Käsebier und Walther.

1101) Gemäß Antrags des Herrn Nicol, Namens der hierzu bestellten Commission, wird beschlossen, dem Herrn v. Breck und Consorten auf ihr Gesuch nur Uebernahme der Kosten des bei Errichtung einer Beleuchtung der Wegstrecke zwischen dem Ov erbeck'schen und Weber'schen Garten einer­seits und dem v. Breck'schen Garten anderseits bis zu den Landhäusern der Herren v. Löw nnd Rücker zur Verwendung kommenden Gases auf die hiesige Stadtcasse, zu eröffnen, daß demselben nachgegeben werden solle, wenn die Bittsteller die Röhrenleitung, sowie die Aufstellung von 5 Laternen nach Angabe des Bauaufsehers auf eigene Kosten bewerkstelligen.

1105) Auf Bericht des Bauaufsehers vom 2. d. M., den Zustand der Alleebäume um hiesige Stadt tetr., wird beschlossen:

1) die für Anschaffung junger Bäume an die Stelle von abgestorbenen angeforderten 25 st. 51 fr. mit Ausnahme der unter pos. 4 angefvr- derten 12. st. für Anschaffung von 18 Nußbäumchen in der Röder- straßen-Allee aus der Stadtcasse zu verwilligen;

2) den Gärtner Jacob Weil anzuhalten, die sich in der Taunusstraße vorgefundenen inländische Lindenstämmchen möglichst bald und ohne Anspruch auf Entschädigung durch Amerikanische Linden zu ersetzen, und

3) einen Etat über Herstellung der Allee in der Rhein- und Schwal- bacherstraße aufstellen zu lassen.

1119) Der H. Bürgermeister bringt das Decret Herzog!. Ministerial- Abtheilung des Innern, d. d. 24. v. M., ad No. 27,300, auf das Recurs- gesuch des Sattlers L. Hegmann zu Weilburg wegen verweigerter Reception in die Stadtgemeinde Wiesbaden, wonach dem Recurrenten das Bürgerrecht hiesiger Stadt ertheilt worden ist, zur Kenntniß der Versammlung und wird beschlossen, Recurs bei Herzog!. Gesammt-Staaksministerium zu ergreifen.

1120) Auf Ansuchen des Spritzenmeisters I. Poths wird beschlossen, der Spritzcnmannschaft der Spritze No. 1, da dieselbe bei dem am 20. v. M. in dem Pfälzer Hofe ausgebrochenen Brande zuerst auf dem Brandplatze er­schienen war, die übliche Gratifikation auf die Stadtkaffe anzuweisen.

1121) Zu dem von Herzog!. Kreisamte zum Bericht hierher mitgetheilteu Gesuche des Louis Brenner, als Spritzenmeister der Feuerspritze No. 2, um Verfügung der Auszahlung der Prämie von 6 st., da diese Spritze zuerst bei dem Brande in der Oberwebergasse erschienen sei, soll berichtet werden,