Wiesbadener
Probe Nummer. September 1853.
Ankündigung.
^a es bei der Ausdehnung Wiesbadens und durch die Anwesenheit einer großen Zahl von Fremden Bedürfniß geworden ist, ein tägliches Organ zur Vertretung der öffentlichen und Privat-Jntereffen zu besitzen, so hat es die unterzeichnete Buchhandlung unternommen, gleich wie in anderen größeren Städten, ein Tagblatt, mit Ausnahme des Sonntags, erscheinen zu lassen, welches Bekanntmachungen und Jnserationen aller Art, so wie die hiesigen Brod- und Fleischpreise, die Fruchtpreise von hier und von Mainz, den Geldcours re. und ein Verzeichniß der in den Gast- und Badhäusern täglich ankommenden Fremden enthalten wird. Auch kurze Besprechungen von allgemeinem Interesse, in anständigem Tone gehalten, werden unentgeldliche Aufnahme finden, soweit es der Raum gestattet.
Das Tagblatt soll jeden Morgen erscheinen, und bietet daher Jedem Gelegenheit,- die neuesten Tagesereignisse vor Augen zu haben und Anzeigen jeder Art wirksam zu veröffentlichen.
Der Abonnementspreis ist pro Quartal 30 ft., und erhalten Diejenigen, welche vom 1. October an auf das Tagblatt pränumeriren, von jetzt bis dahin die Nummern gratis.
Die Einrückungsgebühr für die Zeile in gewöhnlicher Schrift ist auf den billigen Preis von 2 fr. festgesetzt.
Zu zahlreichem Abonnement ladet ergebenst ein Wiesbaden, 15. September 1852.
L. Schellenbetg'sche Hof-Buchhandlung.
Bekanntmachung.
Heute Donnerstag den 16. September, Vormittabs 11 Uhr, läßt Gast- wirth Georg Hahn im Nerothale dahier 12 Stück Ziegen, ächter Schweizer- Rasse, meistbietend gegen gleich baare Zahlung freiwillig versteigern.
Wiesbaden, den 16. September 1852. Der Bürgermeister.
Fischer.
