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Wiesbadener Tagblatt
Samstag Satffltag, S8./27. 5nitt 1943
Wiesbadener Nachrichten
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$ae „W-I" gratuliert. Am 28. 3uni begeht Herr Geyer, Wiesbaden Westendftrahe 32 seinen 81- Geburtstag.
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Äm Vorabend seines 65. Geburtstages sprach im Rundfunk j ber weit über europäische Grenzen hinaus bekannte und anerkannte
Luftangriffen ist darauf zu achten, daß beim Einfahren des Getreides keine Phosvhorb randmittel milgcschlevvt werden, da sich
nannten Namen mögen für die vielen stehen, die hier fehlen müssen, die aber nicht weniger daran Anteil haben, daß auch die „Große Deutsche Kunstausstellung 1943" als eine vollwertige, hochwertige Veranstaltung der bildenden Künste ausgenommen wird, als eine cindrucks- volle Repräsentation des deutschen Kunstwillens im Ausgang des vierten Weltkriegrjahres. Alfred Dahlmann.
größten Deuter abendländischer Kunst nennen kann, nicht allein auf Oirunb seines bisher in drei Bänden vorliegenden Hauptwerkes „Pom Wesen und Werden deutscher Formen", sondern auch in anbetracht [einer Auslegung und Bejahung unseres Wesens vor der Welk überhaupt. Mir klugen Worten und in packenden Gedankengängeir, sprach er kurz und grofjlinig zu einem an sich aktuellen Thema, das st seiner Durchleuchtung aber überzeitlichen Wert gewann. Er riff jene Kraft auf. die allein der Zerstörung edler Kunstwerke ent- gegenzutreten vermag: die Erineiung, die int Bewußtsein der Völker ein Denkmal aufrichtet für das. was groß und unvergänglich ist an den künstlerischen, kulturellen Werken. Alles rein Gegenständliche in der Kunst ist unzerstörbar: wir mü||en heute täglich erleben, was feindliche Bomben zerschmettern an ehrwürdigen deutschen oder italienischen Monumental-Bauwerkcn. Niemand kann
Mit dem Eisernen Kren, 2. Klasse wurden ausgezeichnet: Obergefr. Claus K,a m m e f. Wiesbaden Käiser-Friedrrich-Ring
Mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Klaffe mit Schwerter«: ®efr. Eduard K r a l i c. Wiesbaden, Hellmundstraße 37.
öffnet im Obergeschoß des Hauses wie alljährlich ihren Freunden üppigen Reiz bet ganzen Vielfalt des hier Möglichen. Man geht genießerischer Freude durch die Kabinette mit den köstlichen Gaben der „unbestechlichen" der Künste. Hier haben die Aauarelle und Zeichnungen der Kriegsschilderer ihren Platz gefunden, von denen wir am Anfang berichteten, hier zeigt aber auch der Berliner Ferdinand
6 P t e 9 I seine Porträtköpfe aus der OT.
Ein erster Rundgang kann naturgemäß nicht mehr sein als ein erstes Abtasten. Der große überblick, wie wir ihn biet gaben, vermerkt die Charakteristiken ber neuen Ausstellung. Die wenigen ge-
Me St letbing
Am Lautsprecher gehört
,SJou der Unzerstörbarkeit der Kulturdenkmäler im Bewußtsein der Völker"
Erweiterte Kmderlandverschickung als erfolgreiche Erzrehunqsaememschaft
Besuch unserer Kinder im Protektorat Böhmen und Mähren
ch. D iksbad
lieferungsprogramms. einschließlich derjenigen, die an Behörden, an die Wirtschaft und für den Export geliefert werden, des jetzigen wehtmachkgrauen Anstrichs fortan einen Anstrich Auch die vorhandenen Kraftfahrzeuge werden Zeit auf die neue Farbe umgespritzt.
Nur am Samstag und Sonntag sammekn
Die erste Straßensammlung des Kriegshilfswerkes für Deutsche Rote Kreuz 1943 wird am 26. und 27. Juni 1943
[it ui ment ürigei iglich to 2 teuer tut.
Der Nachmittag gehört, von den freien Nachmittagen abgesehen, 1 bet H3. und auch hier gibt es weder Drill noch sonstige Erscheinungs-l formen eines verfrühten ..Kommis". Die Kameradschaft wird im ge=l meinfamen Erlebnis der Natur, in der Beschäftigung mit dem großen! Geschehen des Alltags, in der Hinfiihrung zu den großen Männern I unterer Geschichte und ihrer Taten, in jungenhaften Spielen wie im | kämpferischen Messen der Kraft in Turnen und Spart gestaltet. —W irrohe Lieder ertönen wenn sich die Jungen am Abend um die Fahneff versammeln 3m Soeisesaal vereinen sich dann alle noch einmal zu 1 gemeinsamer Mahlzeit. Als mit Stunden später einmal durch die i Sdjlafräumc gingen, da chlieien iic alle den gesunden Schlaf bet ] Jugend — Der Gesundheitszustand in den Lagern ist ein ausnehmend | guter. Das rührt sowohl von den ausgezeichneten klimatischen $or- avssetzung n der Höhenlage wie von der ernsthaften und olle Möglich-j leiten ins Auge fassenden Gesnndheitsbctreuung die in den Händen 1 einer ständig im Lager anwesenden geprüften DRK -Helferin aus- geübt wird her. Letzterer, stehen ärztliche und zahnärztliche Kräfte lebetseit zur Verfügung, und so ist es nicht verwunderlich, daß fast alle Jungen mehr ober weniger große Gewichtszunahmen zu verzeichnen haben, und alle einen auicklebenbigen Eindruck auf uns machten.
Mit dem Eisernen Kren, 1. Klaffe wurde ausgezeichnet: Leutnant ^und Kompanie-Führer Gerhard Wie lisch. Wiesbaden.
viel Beachtung finden mit feinet ..Venus von Wels". Ein Beispiel straffet Jugendlichkeit ist des Frankfurter Bildhauers Philipp Beckers „Diana unserer Zeit". Hervorragende Bildnisbüsten
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— Der Rundfunk am Sonntag bringt an bemerkenswerten Sendungen im Reichsprogtarnm: 10 10 Vom großen Vaterland: Deutsche Heimat am Dnjevr vom Kriegsberichter Dt. Wolfgang Broboil 11-00. Lieder zum Mitsingen 11.30: Kleines Konzert 12.40. Das deutsche Volkskonzen 14.30 Mätchensendung 15 00 Untcrhaltungs- komvonisten im Waffenrock: 16.00 Feldpost-Rundfunk 18.00: Karl Elmendorff mit der Sächsischen StaatsfancIIc (Beethoven Schubert!: 19.00: Eine Stunde Zeitgeschehen 20.15: Die klingende Filmillustrierte. 9.00 llner SchaKmtssbsbf ElmcnboreUnchOk chniabkvatipat chckssch — Im Dcutschlandsender: 8 00: Straßburger Orgelkonzert: 9 00,: UnserSchatzkästlein mit Günther Hadank: 15.30: Solistenmusit von Vitzner: 18.00: Neuzeitliche Unterhaltungsweisen: 20.15: Musikalische Kostbarkeiten von Rosstni und Beethoven (Kammermusik): 20-50: Waonets .,Tristan und Isolde" 2 Aki (Leitung: Hegers Am Montag im Reichsptogramm: 11.30 Charlotte Koehn-Behrens Und wieder eine neue Woche: 15.00: „Alte Meister" (Lied und Kammer- muftt): 16.00: ..Wenig bekannt — doch interessant" (zeitgenössische Unterhaltung). 17.15: „Dies und das für Euch zum Svaß": 19.45: Politischer Kommentar von Dr. Karl Scharping 20.15: „Für jeden
diese einmaligen Originale je wiederherstellen Aber in uns tragen wir ihre Bilder weiter, unsere Kraft der Erinnerung wird und: muß das Unsterbliche halten und weitergeben in neue Jahrhunderte > hinein. Musik und Dichtung, die nicht des Raumes und Körpers i bedürfen, kennen in diesem Sinne nicht das Einmalige wie die Werke der bildenden Kunst, die jedoch in der Seele der Menschen, - im Kulturbewußtsein der Völker gerade in ihrer Einmaligkeit Ee- i schichte geworden sind, die mcitcrlcbt. Darum können sie wohl in ihrer gegenständlichen Tatsächlichkeit zerstört werden, bleiben aber dennoch kraft der schöpferischen Erinnerung unverlierbarer Besitz in bet Seele der Völker A Pl.
Vorkehrungen gegen ihr Zurückläufen in brennende Ställe, womit int Ernstfall erfahrungsgemäß gerechnet werden muß. Jeder einzelne Angehörige des deutschen Landvolks ist im eigenen Interesse und int Interesse bet Allgemeinheit verpflichtet diese Bestimmungen aus das strengste su beachten. Die Erfahrungen haben gelehrt daß bei verständnisvollem Zusammenwtrken aller eine, beträchtliche Verringerung bet Sdtabensgefabr erreicht wirb, wenn es nicht gelingt. Re sogar völlig auszuschalten.
Angehörigen des Deutschen Roten Kreuzes und der Deutschen Arbeitsfront durchgeführt. Abzeichen werden nicht ausgegeben. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß nur am Samstag und Sonntag gesammelt werden darf.
Oas gläserne A-Boot
Die neue Deutsche Wochenschau
3m Mittelpunkt der neuen Deutschen Wochenschau steht eine Großkundgebung in der Dortmunder Westfalenhalle mit einer Rede des Reichsministers Dr. Goebbels, die aufs neue beweist, daß die Widerstandskraft und Siegeszuversicht in den luftbedrohten Gebieten ungebrochen ist. In den einleitenden Bildern sehen wir Berliner Jungen und Mädel auf einer fröhlichen Fahrt an die Ostsee, wir hören das Orchester des Deutschen Opernhauses in einer Arbeitspause unserer Rüstungsarbeiter, erleben die Ausbildung unserer Luftnachrichten- Helferinnen und verfolgen mit gespanntem Interesse • wie es in der Waffen-ff-Schule der Panzerknacker zugeht.
Von höchstem Allgcmeininteresse ist bann ein gläsernes Modell, das uns den Tauchvorgang unserer »Boote zeigt und Aufschluß über eine Reihe: damit zusammenhängender Fragen gibt. Auch an bet Mittelmeerkiiste erleben wir im Zusammenhang bamit einige akute Harineereignisse. Die Bilder unserer Kriegsberichterstatter zeigen uns eine Beschießung militärisch wichtiger Ziele im Gebiete von Leningrad. Kämpfe am Kubanbrückenkopf und Angriffe deutscher Kampfgeschwabet aus sowjetische Versorgungslager im rückwärtigen Feinbgebiet. Dichter Bombenhagel schäbigt ben Nachschub ber Sowjets aufs schwerste.
— Dunkelgelb statt wehrmachtgrav. Das Wehrmachtgrau, das nicht nut die Straßen an den Fronten, sondern auch bas Sttaßenbild ber Heimat in ben letzten Iahten beherrschte, wird fetzt mehr und mehr oerschwinben. Kufgrunb ber praktischen Erfahrungen hat sich bic Wehrmacht ;u einer neu n Farbe entschlossen, bic dem bisherigen Afrikaanstrich ähnlich ist Alle Kraftfahrzeuge unb Anhänger bei Wehrmacht, ferner sämtliche Kraftfahrzeuge und Anhänger des Kriegs-
Richt minder eindrucksvoll waren,die Eindrücke, die uns andere Lager vermittelten. Das außerordentlich günstige Einvernehmen zwilchen ben schulischen Erziehern unb den Betreuern aus ber HI. ließ tn allen Lagern deutlich werden, wie wertvoll für die Jugend die hier sich entwickelnde neue Erziehungsgemeinschaft ist. und wie harmonisch sich ihre Auswirkungen auf die Jugend gestalten Mr vereinigen (ich bte immer schon gegebenen Vorteile der' EemeinsWftserziehung mit benjentgen einer einheitlichen und ausgeglichenen »cltanübaulidjen Ausrichtung, die zu einer vollendeten Synthesezwischen dem Crzie- hungsaujtrag der Schule und des Elternhauies in dieser Beztdhung voll und ganz verdient. Aus bet burch ben Krieg bebingten Not ge- boren zeigt die erweiterte Kinderlandverschickung so^wesentliche Var- tetle, daß sie auch in normalen Zeiten verdiente, zu einem bleibenden Bestandteil unserer Jugendfürsorge zu werden, i
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. NSG. Seit einigen Monaten ist die erweiterte Kinderland- verschicknng auch im Gau Hessen-Nassau eingeführt worden, unb es konnte bereits vor einigen Tagen berichtet werden, daß die Zahl der von ihr aus allen Teilen des Gaues erfaßten ,Kinder schon auf mehrere tausend angestiegen ist. Ein Teil dieser Kinder befindet sich in Lagern, die im Protektorat . Böhmen und Mähren errichtet worden sind.
Die Reichsjugendsührung als Träger ber erweiterten Kinderlandoerschickung hat seit einigen Monaten auch das Protektorat Böhmen und Mähren als Ütufnabmcgcbietj für die Erweiterte Kinderlandoer- schickung erschlossen. Bestimmend hierfür war die Tatsache, daß in zahlreichen landschaftlich schönen und gesunden Gebieten Böhmens und Mährens außerordentlich günstige Unterbringungsmöglichkeften vorhanden waren, die zum allergrößten Teil ohne besonders schwie- iigc und den Arbeitsmarkt belastende Vorarbeiten eingerichtet werden konnten Es handelt stch dabei vor allem um größere Hotels, Fremden- heime, Sanatorium und Heilstätten, die zur Zeit ungenutzt ober nur kaum genutzt waren
Für das Protektorat selbst ist die Kinderlandverschickung auf einem brachliegenden Wirtschaftssektor zu einem belebenden Faktor geworden, da sie Beschäftigungsmöglichkeit für zahlreiche brachliegende unb in anberen Betrieben nur beschränkt einsatzfähige Arbeitskräfte gebracht hat. Die böhmische unb mährische Bevölkerung hat zu unseren Kindern in den wenigen Monaten bereits ein Verhältnis gefunden, bas über bas Stadium ber Korrektheit hinausgewachsen ist und hier und ba sogar zu einem solchen mütterlicher Anteilnahme und Besorgtheit wurde. Die diszipliniert unb geschlossen überall in den kleinen Städten und Dörfern auftretende Jugend verfehlt ihren Eindruck nicht, wie sie selbst umgekehrt sich ihrer Mission als Repräsentant des großen deutschen Volkes bewußt ist.
Gewissenhafte Betreuung und nahrhafte Kost
Alle KLV-Lager sind nach den gleichen Grundsätzen gestaltet. Ihre Führung obliegt einem Lagerleiter. Es ist in ber Regel ber Lehrer ober bte ßchrerfa. bic mit ber schulischen Betreuung ber Kinder betraut sind Die außerschulische Betreuung ber Jugend liegt in den Händen von HI- und BDM-Führern, die in besonderen Aus- JeKlehrgängen für ihre Aufgabe vorbereitet wurden Die wirtschaftliche Lagerführung haben Fachleute, zumeist der Besitzer ober Verwalter der Unternehmen, die in voller Selbständigkeit für die Ver- ti.slegung, die Instandhaltung und Reinigung des Lagers verantwortlich sind und hierfür ihren eigenen Avarat von Kräften einsetzen Ganz allgemein erklärten alle Lagerleiter, daß sich diese Regelung als außerordentlich günstig herausgestellt habe: es sei bewundernswert, wie allenthalben die Bewirtschafter keine Mühe scheuten, um eine wirklich erstklassige Verpflegung zu sichern, unb wie sie im Rahmen bes reichlich bemessenen Unterhaltssatzes keine Mühe scheuten, über die kartenmaßigen Rationen hinaus aus der Erschließung nicht bewirtschafteter Lebensmittel-den Tisch so reich wie möglich ,u decken.
Phosphor entzündet, sobald es trocken wird. Die Eetreidediemen Rge sollen nicht zu grob, sondern möglichst klein unb mit ausreichenden iesbab Abständen ausgestellt werden. Anzustreben ist der D r u s ch vom Reren Felde, so daß Treibstoff unb Drujchkollle rechtzeitig beschafft werden „as 3i müssen. Den Anforderungen auf Dru,m unb Ablieferung bes Ee- DDn tteibes ist mit größtmöglichster Beschleunigung zu entsprechen. Be!
Notes Kreuz und blaues Hakenkreuz
Deutsche und finnische Schwestern pflegen gcntdnfam Verwundete — Samtatslottas im Einsatz — 3n herzlicher Kameradschaft oerbunden
Deutschland ugb Finnland kämpfen gemeinsam gegen den mächtigsten Feind der europäischen Kultur. Auf den Schlachtfeldern Kareliens und in den einsamen Fjorden, auf ben zahllosen Inseln unb in den tiefen finnischen Urwäldern stehen deutsche und finnische «oldaten Schulter an Schulter. Diese Waffenbrüderschaft bedeutet eine Kameradschaft, die durch Blut besiegelt ist. Wir gingen durch finnische Lazarette und trafen deutsche Verwundete, und wir besuchten deutsche Lazarette und sprachen deutsche und finnische Soldaten, die hier aufopferungsvoll gepflegt werden.
Es war ein weit vorgeschobenes deutsches Kriegslazarett. Der langgestreckte mehrgeschossige Holzbau hatte früher als Sanatorium gedient, und darum fanden die deutschen Sanitätseinheiten, die hier das Lazarett einrichteten, ohne große Mühe alles Erforderliche bis auf die Spezialeinrichtungen, die ein Kriegslazarett haben muß. Auch die deutschen Rot-Kreuz-Schwestern konnten sich bald ihren Itziikungs- kreis so Herrichten, wie sie es von der Heimat her gewohnt sind. Aber die Arbeit wuchs. Bei der weit vorgeschobenen Lage des Lazarettes mußte es Verwundete unb Kranke aus einem sehr weiten Bereich aufnehmen. Da fehlte es halb an helfenden Frauenhänden. Aber man war ja im Lande des hundertprozentigen Frauen-Kriegseinsatzes, in Finnland. Eine kurze Verständigung zwischen der zuständigen Armee-Oberin des DRK. und der für diesen Lotta-Distrikt maßgeblichen Sanitäts-Lotta, unb schon war Abhilfe geschaffen. Sanitäts- Loitas wurden dem deutschen Kriegslazarett zur Unterstützung ber DRK.-Schwestern zugeteilt. Auch das finnische Rote Kreuz stellte Schwestern zur Verfügung, so daß wir bei unserem Besuch deutsche , und finnische Frauen im Zeichen bes Roten Kreuzes und finnische stauen im Zeichen des blauen Hakenkreuzes der Lotta-Svärd-Or- ganifation bei bei Pflege unserer Berwunbeten trafen.
Die DRK.-Schwestern, mit benen wir uns unterhielten, waren — eoenso wie bie Ärzte voll bes Lobes für die unermüdliche und sachkundige Einsatzbereitschaft bei finnischen Fragten. Unseie DRK.- Schwestern führen die Oberaufsicht und sind verantwortlich für ihre Stationen. Die finnischen pflegerischeen Kräfte arbeiten nach ihren Angaben Es ist natürlich sehr zu begrüßen, daß sie neben diesen pflegerischen Hilfeleistungen auch gleichzeitig als Dolmetscher tätig sind, denn manchmal hapert cs doch bei ber Verständigung zwischen einem deutschen und einem finnischen Verwundeten.
Die finnischen Rote-Kreuz-Schwestern haben eine, sehr sorgfältige Ausbildung, Die meisten von ihnen haben das Abitur gemacht und sogar ein paar Semester Medizin studiert. Als Finnland nach seiner Loslösung von Rußland 1918 an den Aufbau seines nationalen Lebens ging, wurde auch das finnische Rote Kreuz neu aufgebaut, unter Leitung des Marschalls von Finnland, Freiherrn von Mannerheim, der 1922 Präsident des Vereins geworden war. Auch das finnische Rote Kreuz hatte Vorsorge für Krwgbzeiten getroffen, und damit nahm die Frauenarbeit in seinem Zeichen immer mehr zu. Man bildete eine große Krankenschwestern-Reseive für bie Armee im Kriegsfall aus. Die freiwillige pflegerische Tätigkeit würbe vor einem Jahr organisatorisch ersaßt, indem man die Hilfsschwesternschaft des finnischen Roten Kreuzes gründete. Nach einer kurzen theoretischen Schulung arbeiten die Hilfsschwestern praktisch in ben Krankenhäusern und werben bann ben Lazaretten zur Verfügung gestellt. Außer den Lazaretten haben die finnischen Krankenschwestern und Hilfsschwcftern noch andere wichtige Aufgaben zu erfüllen.
Die Ausbildung der Sanitäts-Lottas geschieht in einem sechsmonatigen Krankenpflegekurs. Die Lotta-Spärd-Organisation hat eine große Sanitäts-Sektion, die Feldlazarette zusammenstellte unb aus- rEftete. So ist es auch im Kriegsfall geblieben. Die Feldlazarette machten sich auf den Weg, die Sanitäts-Lottas arbeiten an ber kämpfenden Front unb an der Heimatfront. Sie wirken auf Truppenverbandsplätzen unb in,, ben Ambulanz-Zügen, unb auch in finnischen unb in deutschen Lazaretten.
Wir fragten eine Sanitäts-Lotta nach ihrem Schicksal. Sie ist eie Frau eines Försters, hat zwei Mädchen im Alter von sieben und zehn Jahren und ist seit zehn Jahren Lotta. „Die finnischen Wknuer sind daran gewöhnt, daß ihre Frauen den Lotta-Dienst etflEKeo, wann unb wie er von ihnen gefotbett wird", sagt Frau Segxfb ernft zu uns. „Kein Mann ist eingezogen, meine Kabel brachte ich zur Großmutter, unb nun bin ich sehr glücklich, baß ich deutschen Salbölen unb deutschen Schwestern helfen kann. Wir finnischen Frauen fühlen eine große -Dankbarkeit gegen die deutschen Soldaten, die zusammen mit unseren Männern Finnlands Existenz schützen."" •
Die DRK.-Oberschwester macht den uns begleitenden Chefarzt darauf aufmerksam, daß bie finnischen Schwestern, bie Lotta- Schwestern Helferinnen unb bie Koch-Lottas aus bei Küche bes Kriegslazaiettes ben beutschen Gästen eine kleine Freude und Ehrung burch ein Lied bringen wollen. Bald stehen sie im Halbkreis vor uns, diese finnischen Frauen. Die Türen zu den Krankenzimmern haben sich geöffnet. Unsere Verwundeten wißen, Saß die finnischen Lieder wunderschön sind und wollen sie auch hören, und wir erleben so fern der Heimat, wie bie Musik uns einen tiefen Einblick nt bie reiche Seele Finnlands gibt. Wir fühlen uns hier nun nicht mehr fremd. Wir sind bei Freunden, so viele Tausende von Kilometern von bei eigenen Heimat.
Als wir der Oberschwester von diesen Gefühlen erzählen, nickt sie beistimmend: „Auch uns ist cs so ergangen. Auch wir DRK.- Schwcstern empfinden dankbar die echte herzliche Kameradschaft, mit ber uns die finnischen Frauen ausgenommen haben, unb mit ber sic uris unsere Arbeit unb bamit auch unseren Soldaten die Zeit im Lazarett erleichtern wollen. Wieder beginnt ber Chor ein finnisches Lied. Eine Sanitäts-Lotta übersetzt uns leise ben Text. Das Lied spricht von der Liebe bes Finnlänbeis zu seiner Heimat, zu Finnland, über dem der Himmel so schön ist, „wie sonst nirgends
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Gute Ergebnisse im Unterricht
3m Großlagcr Buchtaberg. einem ehemaligen Kindersanatottum einer Brünner Krankenkasse, bas mir besuchten, sind zur Zeit etwa. 200 Jungen aus ben Kreisen Darmstadt und Worms untcr- gebracht. In den modernen Gebäuden, die mitten in einem schönen Tannenwald in etwa 700 Meter Höhe errichtet sind, fehlt kein Komfort, und cs ergibt sich in der Abgeschiedenheit unb Stille gerabc jetzt im Sommer eine ideal zu nennende Erzichungsgcmeinschast. Die Heiken. luftigen Schlafiäume haben Verbindung mit großen Brause- und Duschanlagen, und von ihnen ist cs nur ein Sprung in bas große Fieigelänbc. wo sportliche Übungen aller Art ber körperlichen Spannkraft dienen. Nach ihnen winkt im gesondert gebauten Svciscsaal bas Frühstück, und dann geht es zum Unterricht in bic als Schulräumc umgestalteten Eemeinschaftsräumc. Vier Stunden Unieiricht sind jeden Vormittag angesetzt, und die Lehrer berichten übereinstimmend, daß • stc überraschend gute Unterrichtsergcbnisse erzielen
Spiel und Sport kommen nicht zu kurz
Junghanns auch diesmal mit seinen kraftvollen und raumwiiken- ben Arbeiten im Vordergrund. Der Dresdner Rudolf Otto zeigt ein schönes Bild „Suchender Sitte". Die Zügel-Schule ist mit guten Namen vertreten. Schöne Blumenstücke finden sich zahlreich, das Stilleben hat seine Bestnnlichkeit, bet Ludwig Platzödcr
l München) eine reizvolle Dosts „Humor im Sing“ hinzugefügt. Die Porträtisten vertreten alle Möglichkeiten, von Sambcigirs
weicher, intuitiver Darstellung über Snitps Realistik bis zu Andreas Pa « e11s schmiegsamer Farbeleganz. Hervorgehoben sei Oskar Kreibichs (Rosenhain) Selbstporträt mit Modell. Das Jttduftricbild vertreten auch diesmal in seiner maleiisch-repräsenta- ttven Art Fran; Ecrwinn (Dortmund) und Rich. Segnet (Düsseldorf).
Die Plastik
trägt in diesem Jahr aualitatin einige besondere Akzente So find Joseph Thoraks acht Arbeiten in weißem Mamor ein Mittelpunkt, nervig, großräumig und kraftvoll, aber auch (unb bas ist besonders erfreulich) von gedanklicher Diktion. Sein überlebensgroßes Reiterstandbild des Alten Fritz ist bic meisterliche Schilderung nicht nur des Soldaten, sondern einer Führerpersönlichkeit: sein „Paracelsus" beschränkt fich "nicht aus Mensch und Gebärde, sondern macht im Stein lebendig, was der Geist an Kamps besteht: von ähnlicher Art ist auch der Kopernikus-Kopf. Das Übermaß anmutiger Schönheit stellt Arno Drecker „Schreitende" dar. Robert U 11 m a n n zeigt eine Brunnengruppe von drei weiblichen Akten. Der Wiener Joseph Riedl wird
etwas". Im Deutschlondsender: 17.15: Von Carelli bis»
Kauffmann (Frankfurter Sinfonickonzertf 20.15: Die vier Jahres-
»eiten int Lied (Lieder von Etieg): 2100 Komponisten dirigieren: >,„„2™
Heinz Schubert. Freuten
mehreren voneinander entfernten Lagerstätten untergebracht werden, bamit im Schadensfälle nicht der gesamte Vorrat gefährdet wird. In ber Nähe von Stall- unb Wohngebäuben sollen keine Stapel errichtet werben. Auch hcrumliegcnbcs Stroh in der Nähe von Gebäuden begünstigt bie Ausbreitung von Bränden. Maschinen^: unb Geräte find tunlichst so unterzubringen, daß fie bei Bränden von: ji* 1 * * * * 6“ 2 Scheunen unb Ställen nicht mitvernichtet werben. Wertvolle “J Maschinen find nicht alle gemeinsam unterzubringen und so aufzustellen, daß fie leicht gerettet werden können. Außerordentlich wichtig find ferner vor allem rechtzeitig vorbereitete Maßnahmen zur Rettung Ä
des Viehs unb"Übungen zum schnellen Scrausführcn der Tiere sowie » 8c1
der Lagerung von gedroschenem Getreide müssen stets ausreichende »amm - Löschmittel und Löschgeräte zur Verfügung stehen. Ungesacktes Ec- q, treibe ist weniger brandgefährbet, Heu und Stroh sollen möglichst auf
Oer Schuh der Ernte vor Fliegerangriffen
Die Terrorangriffe der englisch-amerikanischen Flieger richten fich teilweise auch gegen das flache Land. Die Hoffnung der Pluttkrauen, durch Abwurf von Brand- unb Sprengbomben auf deutsche Dörfer und Felder die Ernährungsgrundlage des deutschen Volkes zu schädigen, ist zwar abwegig, doch geschieht natiirlich trotzdem alles, um rechtzeitig auch auf dem flachen Lande die notwendigen Schutzmaßnahmen zu treffen. Neben dem Einsatz bet Land-Luftschutzgcmein- schäften zur Abwehr ober Sctminbctung von Schüben im Augenblick von Angriffen kommt es wesentlich batauf an. daß schon vorher überall die Gesichtspunkte beachtet werden, durch die es möglich ist, der Gefahr einer Vctichtung größerer Erntemengen vorzubeugen. Richtlinien, die der Reichsbauernführcr im Einvernehmen mit dem Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber ber Luftwaffe, mit bem Reichsminister für Ernährung unb Landwirtschaft und mit dem Reichsführer H und Chef der Deutschen Polizei aufgestellt bat. geben den Bauern die erforderlichen Hinweiie. Die in diesen Richtlinien angeführten Maßnahmen müßen überall auf dem Lande strengstens beachtet werden.
Beim Getreide besteht Brandgefahr auf dem Halm in der Zeit der Totreife. Es ist deshalb erforderlich, die Getreideernte rechtzeitig durchzuführen. Wichtig ist ferner, das sofortige Stov- vclschälen »wischen den Reihen der Gctieidchockcn. der Mandeln oder Puppen. Die Getreidehocken sollen nicht zu groß gesetzt werden. Rack, —--i------------——
Samstag Verdunkelung von 22.55 bis 4.36 Uhr
S a n B t a g Verdunkelung van 22.55 bis 4J7 Uhr
