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Wiesbadener Tagblatt

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rechtigte, Unternehmer oder Veranstalter sieht die Verordnung EelÜ, Viinff strafen und Haft vor. Igami

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gesteigerter Luftzufuhr kann die im Inne« Die offenen Flamme entfacht werden. - bis zu

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Von starker dramatischer Gestaltungskraft zeugte eine vorgetrage» sie Bi­rte aus seinem 1942 in Breslau unausgeführten und seither üb« «ähret e deutsche Bühnen gegangenen Stück'e'Der Kurier d et W

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und Probleme gelagert waren, die die Jugend vor 1914, der aw ' FAf Kaergel selbst angehörte, bewegte, als sie aus eigenem Trieb uni

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Freitag: Berduukelung von 22,55 bi» 4,36 Uhr

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Hans Christoph Kaergel am Vortragstisch

Im kleinen Kurhaussaal las der schlesische Heimatdichter am Donnerstag Abend für dis-- Wiesbadner Hitler-Jugend Sein lebendiger Vortrag und das Mitreißende seiner Sprache, in der Temperament und dichterische Schau die Gestalten seiner Werke in eine flammende Lebensnahe stellte fesselten besonders in der Ein- fühlungskunft, mit der sie im Hinblick auf die Hörerschaft ausgewählt waren. Unter den GedankenBekenntnis zur Jugend" hatte der Dichter die Stunde gestellt, und es war nicht von ungefähr, daß er den Auftakt mit feingesponnenen Gedanken über die Ewigkeit gab, die ewige Wandlung, die in Heimat und Volk unverlierbarer Besitz des deutschen Menschen ist.

Neu ist die Vorschrift, daß der Erziehungsberechtigte als seine, Beauftragten im Sinne der Verordnung nur eine volljährige Versetz ermächtigen darf. Da die Verordnung vor allem vorbeugend ist und erziehend wirken will, sind als polizeiliche Maßnahme gegen Ver, stoße der Jugendlichen in erster Linie Belehrung. Ermahnung uni Verwarnung vorgesehen. Beim Versagen dieser Maßnahmen kam, Jugendarrest verhängt werden, der durch freiwillige Arbeitsleistun, abgelöst werden kann/Geldstrafen kommen nur ausnahmsweise in Stase. Gegen säumige und pflichtwidrig handelnde Erziehungsb»

Weiterhin ist der Besuch von Lichtsvieloorsührungen nach 21 Uh, ohne Begleitung der Eltern verboten. Dazu ist zu bemerken, daß de, nicht jugendfreie Film ai ' " 1 1

Kräutrrlehrwanderung. Am Samstag, 26. Juni findet dfi nächste Kräuter- und Pikzlehrwander-Führung von Agnes-Olivia Klein und Paula Ulfert statt. Treffpunkt: Endstelle d« Autobuslinie Nerotal 15 Uhr 15. Jeder Volksgenosse kann teilnehm«, Messer, Korb, Papier, Bleistift sind mitzubringen.

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... .Wie bisher finden die Vorschriften der Verordnung auf Ang«, hortge der Wehrmacht und des Reichsarbeitsdienstes keine Anwen­dung. Auch werden Veranstaltungen der Partei und ihrer Glied» rnngen von der Verordnung nicht berührt. Endlich gelten die Gebot, über den Lokalbesuch nicht für solche Minderjährige, die sich nachwei» luh auf Reisen befinden.

schwelende Glut zur os

Wie vermeidet man nun Heu-Selbstentzündung? Man be­achte folgende Regeln für eine gute Heuernte überhaupt und fist die Verhütung von Selbstentzündung: Mähe die Futterpflanzen i« Blüte! Lasse das Heu gleichmäßig durchtrocknen! Trockne möglich? auf Rastern aher Schobern nach! Bringe nur wirklich trockenes He» oder Grummet ein! Unterteile die Heumassen auf kleine, nicht z« hohe Stoppel! überwache das Heu regelmäßig auf Selbstentzündung! Forsche sofort nach der Ursache verdächtiger Gerüche oder Wärme- anzeichen!

Völlig neu ist. daß nunmei,. ... _ ....

Veranstaltungen für Minderjährige unter 18 Jahren gänzlich unter, lagt ist, auch in Begleitung der Eltern. Die Einschränkung de, Alkoholgenusses und das Verbot des Rauchens in der Öffentlichkeit find unverändert in die Fassung übernommen worden, da gerade in bet heutigen Zeit auf die Gesunderhaltung der Jugend besonderer Wert gelegt werden muß.

Brandgefahr bei Heu und Grummet beachten! Jahr für Iah, entstehen der Volkswirtschaft durch Heu- und Erummetselbstent- zündung viele Millionen Reichsmark Schaden. Mit allem Ernst mal sich daher der Bauer im Sinne der Vorratserhaltung mit dieser & scheiming beschäftigen und auf ihre Verhütung bedacht fein. SM kommt cs zu einer Selbstentzündung? Durch das WeiterlGen noch nicht abgestorbener Pflanzenzellen im Heu oder Grummet urib durch die Tätigkeit verschiedener Kleinlebewesen (Bakterien und Pilze) wird Wärme erzeugt. Diese Wärme, die sich in Hohlräumen im Innern des Heustadels ansammelt, steigert sich durch chemische Pro­zesse weiter, nachdem alle lebenden Zellen und Bakterien bfi 60 bis 75 Grad E den Wärmetod gefunden haben. In einem derart erhitzten Heu können dann die Temperaturen bis zu 200 Grad an» schwellen und bei ------ - - 1 - *

Neue Arlauberkarteu ab 9. August 1943

, .Die. » Z. gültigen llrlauberkarten sind bereits seit 1941 in Um- laur. Die bei verschiedenen Lebensmitteln eingetretenen Rationsän- detungen machen es erforderlich, neue Urlauberkarten auszugeben

^en »»t Wirkung vom 9. August 1943 in Kraft und sind ab- weuhend von der bisherigen Regelung auf eine bestimmte Zeit be- Tttjtet.

®cr Kreis der Emofangsberechtigten ist grundsätzlich der gleiche gebliebem In erster Linie werden die Karten an Angehörige der Wehrmacht, der Schutzgliederungen außerhalb der Wehrmacht und des Arbeitsdienstes ausgegeben. Daneben können sic auch die ü b e r »0 2 a h r e alten Bersorgungsberechtigten erhalten, die sich in Gemein­schaftsverpflegung (Anstalten, Seime. Internate usw.) befinden und von dort beurlaubt werden. Sie können außerdem zur Verfolgung der Verbraucher bis zum Schluß der Zuteilungsveriode verwendet werden die aus einer Gemeinschaftsverpflegung entlassen werden. Bei Ver­brauchern unter 20 Jahren ist die Ausgabe nicht möglich weil diese abweichende Rationen erhalten. Bei den 18 bis 20-Jährigen bestehen ßeaen die Ausgabe keine Bedenken, wenn die ihnen zustehende höhere Brotration durch Ausgabe von Reisebrotmarken in Höhe der Untcr- fchiedsmenge berücksichtigt wird.

Die alten Urlauberkarten treten mit Ablauf des 22. August o94!- (^bcOrbPr ^uteilungsperiode) außer Kraft. Für die Zeit vom 9. bis 22. August gelten also die alten und neuen Urlauberkarten nebeneinander . w

Die neuen Karten werden in Buntdruck auf neuem Wasierzeichen- naoter hergestellt. Sie werden wie bisher für 1 bis 7 Tage ausge« lind nur in Verbindung mit dem Stamm« L§00N!tt gültig. Sie sind deshalb so nngeordnet, daß jede gewünschte Tt?16 ^o.^n werden kann, ohne daß beim Abtrennen der dafür benö- andere Abschnitte die Verbindung mit dem Stamm« ab schnitt verlieren.

Den Kartenausgabestellen ist es untersagt, alte llrlauberkarten

Wo bleibt das Obst? <

In Friedenszeiten war es selbstverständlich, daß jeder Volksge­nosse seinem Einkommen entsprechend Obst kaufen unb genießen konnte. Damals gab es neben bet eigenen Ernte auslänbische Zufuhren in den obstarmen Jahreszeiten und halfen die Lücke in unserer Versor­gung weitgehend ausfüllen. Heute weiß jeder, daß sich Europa durch den Krieg selbst ernähren muß unb auf seine eigenen Ernten an­gewiesen ist. Auch bas ist überall bekannt, baß die katastrophalen Frostwipter 1939 bis 1941 schwer schließbare Lücken in bie Obst­baumbestände unseres Kontinents gerissen haben, woburch sich bie Obsterträge auf Jahre hinaus erheblich verminbern werden. Deshalb ist er umso notwendiger, daß mit den anfallenden Erntemengen äußerst sparsam gewirtschaftet wird, damit sie ollen Volksaenossen zu­gute kommen. Einerseits ist der Anbauei verpflichtet. außer seinem eigenen Bedarf all-s Obst zur Snmmelstelle ab.iuiic -i. n-m wo aus dann die gerechte Verteilung erfolgt: anderseits hat der Verbraucher die Verpflichtung, jeden Versuch zu unterlassen, sich hintenherum in den Genuß von Obst zu bringen, weil» er dadurch den folgerichtigen Ablauf de? Marsigetchehens in unverantwortlicher Weife stört und die Versorgung der Volksgemeinschaft gefährdet.

°.n Wiesbaden über die Hühnerkirche nach Limburg eine Postkalesche mit 2 Vierden zu geschwinderer Spedition der herrschaftlichen Pakete und Gelder, auch zu Beauemlichkeit des' reifenden Publikums unter« halten werden, während in der Vorwoche der Reitvostverkehr bestehen

Um 1810 bestand in Wiesbaden folgender Postfahrplan.

Die Reitpost aus der nördlichen und südlichen Gegend über Frankfurt, ebenso die aus Frankreich über Mainz traf alle Tage abends 6-Uhr in Wiesbaden ein und ging auf diesen Strecken um 11 Uhr abends ab.

Die Reitvost aus Holland über Köln, Tal Ehrenbreitstein, Nassau und Langenschwalbach lief aben-s um 11 Uhr ein, sie ritt aus Wies­baden täglich um 6 Uhr abends ab.

Die Postsachen aus Westfalen, Grafschaft Altenkirchen, Wester- wald, Limburg konnten Montags und Donnerstags um 4 Uhr nach­mittags in Wiesbaden in Empfang genommen werden von Wies­baden wurden fie auf dieser Strecke Montags unb Freitag- um 6 Uhr abenbs befördert.

Dreimal in der Woche, Dienstags, Donnerstags und Samstags konnte man aus dem Rheingau morgens um 9 Uhr beliefert werden mußte aber die Briefe zum Rücktransport an diesen Tagen vor 10 Uhr morgens eingeliefert haben. 1

Endlich erhielt man von Idstein und Usingen Nachrichten Mitt­wochs und Samstags abends G Uhr: bet Abriti erfolgte dahin, um 5 Uhr abends am Dienstag und Freitag.

2. DieFahtvoft von Frankfurt und Mainz rollte Montags um 7 Ubr abends an und fuhr Montags um 9 Uhr morgens dahin ab

Die Ankunft von Limburg erfolgte Dienstags um 4 Uhr nachm.: die Abfahrt Montags morgens um 6 Uhr.

3. Amtsboten für Briefe und kleinere Postachen verkehrten nach den Hauptorten der benachbarten Ämter und zwar trafen fie von Bleidenstadt, Katzenelnbogen und Michelbach Dienstags und Freitags um 2 Uhr nachmittags ein und traten den Rückweg an diesen Tagen um 5 Uhr an.

Die Ankunft der-Amtsboten von Wallau, ebenso von Wehen Mitt­wochs und Samstags morgens um 10 Uhr. der Abmarsch dahin an denselben Tagen nachmittags 9 Uhr. (St. A. Wiesdz-enZ 3.

Bilder aus Wiesbadens Postgeschichte

11. Etwas von der Neugestaltung des nassauischen Poftwesens unter den Fürsten von Thurn und Taxis

Aus den 26 Paragraphen der landesherrlichen Deklaration über das Postwesen von 1807 mögen - die namhaft gemacht werden, die etwas Neues bringen und zwar zunächst die Postbeamten betreffend. An der Spitze standen ein in Frankfurt residierender Obervostmeister . und ein. Postkommissar, sodann gab es in den einzelnen Postorten die Postverwalter, Pofthalier und Postexveditoren, die in ihren Siegeln das Herzschild des nassauischen Wavvens, den Löwen, mit ent­sprechender Umschrift führten. Sämtliche Posthäuser waren durch das nassauische Hauptavven gekennzeichnet, unter, welchem der Erbland- vostmeister sein eigenes Wappen in einer kleineren Form Beifügen konnte. Die Oberaufsicht über das Postwesen führte das Staats­ministerium oder Geheimratskollcgium. Da'Bindeglied mit der Post- verwaltung bildete ein besonderer Kommissar (als erster der Regie­rungsrat Anion Ernst Lautz). In Wiesbaden leitete die Station nach dem schon genannten Schnell der Babewirt Philipp Ehristian Berg­mann um bie Mitte des 18. Jahrhunderts unb bann bet Babewirt Schlichter vorn Abler, nach dessen Tode seine Witwe Johannette als Postverwalterin weiter amtierte mit dem ihr al- Postexvebitor beige­gebenen Sohn ©ottfrieb Christian Schlichter, welcher 1828 starb.

Die Postillone trugen als LivrSe einen Rock ober Reitercollet von dunkelblauem Tuch mit siegelrotem Kragen, Aufschlag unb Armband, auf letzterem das Wavven auf weißes Blech ausgeschlagen, einen runden Hut mit silberner Tresse, am Posthorn blau-ziegelrote Schnüre

Es folgen ausführliche Bestimmungen über den Gerichtsstand der Postbeamten bei dienstlichen unb außetbienftlichen Vergehen, ebenso über bas unbeschränkte und das limitierte (begrenzte) Freitum erster und zweiter Klasse.

Außer den bestehenden fahrenden und reitenden Postrouten sollte «inmal in der Woche, und zwar in der Nachwoche statt der Reitpoft

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gegen neue umzutauschen. Derartige Anträge finb zwecklos. Die Slien« nusgabe wirb so rechtzeitig bekanntgegeben, baß es allen Berbrauchern möglich ist. ihre alten Urlauberkarten aufzubtauchen. Die Utlaubet­karten sehen Brotabschnitte mit unb ohneR" vor. Weizenmehler- öeugnisse können nur auf bie nicht mit einemR" gekennzeichneten Abschnitte bezogen werben Die Brotabschnitte berechtigen auch zum Bezug von Mehl (100 Teile Brot 75 Teile Mehl) Auf bie Margarine- absthnitte können bie Karteninhaber int Rahmen der vorhanbenen Vorräte auch Speiseöl erhalten. Das Verhältnis von 5:4 (5 Teile Margarine 4 Teile Speiseöl) ist babei zu berücksichtigen-Die Möglich­keit. auf biete Abschnitte auch Schlachtfette zu beziehen, besteht nicht mehr, weil z. Z. allgemein an bie Verbraucher Schlachtfette nicht verteilt werben. Auf bie, über Nährmittel- lautenben Einzelabschnitte können auch Tcigwaren unb Kartoffelstärkcerzeugnisse bezogen werben, unb zwar in bem jeweilig gebietlich festgelegten Verhält­nis.

Die bichterifche Aber des Vaters hat sich auf ben ältesten Sohl Dieter Kaergel, vererbt, bet als Soldat schwer verwunde Tagebuchblätter unb Briefe aus bem Feld geschrieben hat, die t Kürze in einem BändchenKommando Des Herzens" erscheinen w« ben. Hieraus las der Vater Kaergel vor. Dies nun ist unser Jugend, die da ringt und spricht, schlicht und verhalten, das si« die Jungen, die dieser Krieg zu Männern schlug. Seht fein und tft erlebt das kleine Bild von derKameradschaft". Es wächl aus einem stillen Feld-Erleben zu stillen Gedanken wie diesen auf Kameradschaft ist für uns das Heilige, ist das Gesetz unserer Hw tung. Kameradschaft leben wir unb sterben wir, aber wir spreche! nicht barüber."Die schwerste Seite" in bem Tagebuch ist di« welche bie Namen ber gefallenen Kameraden verzeichnet. Sie gibt d« Anlaß zu Gedanken und inneren Auseinandersetzungen, um die keil Mensch herumkommt im Lebckn.Daß man selber noch lebt, ist keil Verdienst, und Gott dafür etwa noch danken, ist keine Würdigung bei toten Kameraden, denn Gott ist Verpflichtung, aber kein Schutz."!

Die sehr schöne Dichterstunde, bie ben jugenblichen Hörern reicht Schätze schenkte, würbe mit Musik von Beethoven umrahmt, obf Kapellmeister König (Klavier) unb Konzertmeister Nocke (Violine) künstlerisch borgebotv w. Plüsch^

Varietes und Kabaretts für Jugendliche verböte«

Polizciverordnung zum Schutz der Jugend in neuer Form

Die Polizeioerorbnung zum Schutze ber Jugenb vom 9. März 194g ist jetzt vom Reichsführer-f^ und Ches ber Deutschen Polizei azP grunb ber in ben brei letzten Jahren gesammelten Erfahrungeu iz neuer Form herausgegeben. im Reichsgesetzblatt vom 16- Juni ottl öffentlich! worben unb am 23. Juni in Kraft getreten. Darin wurde, die Bestimmungen zur Fetnhaltung Jugendlicher von öffentliche, Schieß- und Svieleinrichlungen sowie die allerdings gegenwätti, bedeutungslose Fernhaltung von öffentlichen Tanzlustbarkeiten mit, erfaßt. Die hierfür ergangenen besonderen Reichsvolizeiverordnunge, konnten deshcklb aufgehoben werden. Im einzelnen bestimmt die Vep orbnung vor allem:

Minberjährigen unter 18 Jahren ist ber Aufenthalt auf öfffnf, lichen Straßen unb Plätzen ober sonstigen öffentlichen Orten während ber Dunkelheit verboten Minbcrjährige unter 16 Jahren, bie sich nicht in Begleitung bes Erziehungsberechtigten ober seines Beauftragte, befinben. bürfen sich in Gaststätten nicht aufhalten. Minderjährig, von 16 bis 18 Jahren ist ein Besuch in Gaststätten ohne Segleitun» nur bis 21 llhr erlaubt.

-Das gratuliert. Karl Rasch, Rüdesheimerstrabe 5t »

oollenbct a m25. Juni in körperlicher unb geistiger Frische sei» 80. Lebens,ahr. Herr Rasch hat jahrzehntelang als Leiter bet (Ojsartnetei im Aukamm in unermüdlichem Fleiß, gewissenhafter Pflichterfüllung unb großer Fachkenntnis bie unenblich vielen Bl» men tut die öffentlichen Schmuckanlagen der Stadt und für die Kuv anlagen herangezogen.

Es blüht der Wein am Rhelu

Der Juni ist der Vlütenmonat der Weinrebe, bie im Vergleich zu Der übrigen Vegetation ihre Blüte sehr spät entfaltet Unb bas ist gut » benn bie Iraubenblüte ist ein gar zierliches, zartes Gcbilbe, bas ,ttm auten Verblühen warmes, trockenes, sonniges Wetter benötigt. . .Aw -4. Juni istJohanni", ein Tag, ber im Weinbau eine be- ^nbere Beachtung finbet, benn an Johanni soll ber Weinstock in »lute stehen unb nach uralter Erfahrung bei normalem Blütenver­lauf in unseren Breiten acht Tage vor unb nach Johanni erfolgen.

In biesem Jahr ist bie Traubenblüte trotz bet Ungunst bet Juni- witterung noch rechtzeitig eingetreten. Sie begann im Rheingau bereits an ben Pfingsttagen, am 13. unb 14. Juni, unb steht heute an Iohanm meistens in voller Entfaltung, wenn auch ber Blüten­verlauf m biesem Jahre bis jetzt nicht so gleichmäßig verlief, wie man es erwünschte, unb eine starke Verzögerung erlitt Manche Ee- fcheme haben schon verblüht ober entfalten sich, andere sind noch verschlossen. Die Ungleichmäßigkeit des Sliitenoerlaufes ist zurück- jufuBten auf die wenig günstige Juniwitterung mit ihrer großen Unbeständigkeit, zahlreichen Regenfällen, starker Abkühlung mit kal­ten Nachten. 0

Die Frühfahrsentwicklung war für ben Weinstock im nqemetnen recht günstig unb förberte einen frühzeitigen Austrieb, der bereits nach Mitte April einsetzte. Anfangs Mai standen die Weinberge schon in saftigem Grün, unb bet Auswuchs bet jungen Triebe machte rasche Fortschritte, so baß bei warmer Juniwitterung In diesem Jahre die Blüte frühzeitig und zwar schon vor dem 10. Ium hatte emsetzen müssen, und bis Johanni die Traubenblüte veendet gewesen wäre. Bei der heutigen Wetterlage muß man zu- ftieben sein, wenn die Traubenblüte bis Ende Juni ihren Abschluß findet. Dies wird jedoch nur dann der Fall sein, wenn die letzten Iumtage noch recht viel warmes, trockenes Wetter bringen.

Die Weinberge stehen zur Zeit in saftigem glänzendem Grün, stnd rechlich belaubt und zeigen einen zahlreichen Austrieb der Bog- »eben. Wesentliche Schäden durch Rebkrankheiten sind bis jetzt nicht eingetreten. Die Perenospera tritt nur ganz vereinzelt auf in ge­ringem Maße, da bis jetzt die kühle Witterung die Ausbreitung verhinderte. Die Winzer sind eifrig mit ben Bekämpfungsmaßnahmen beschäftigt, unb wirb nunmehr bas zweite Bespritzen bet Weinberge erfolgen. Der Mottenflug des Heuwurms war in diesem Jahre nicht s° zahlreich unb darf bei raschem Verlauf ber Traubenblüte in ben nächsten Tagen mit einem geringen Heuwurmschaben gerechnet werden.

Der Eescheinansatz ist in biesem Jahre befriebigenb, wenn «udi nicht reichlich. Wie wir nach einer Besichtigung mehrerer Wein­gemarkungen im mittleren Rheingau unb in Hochheim am Main fest­stellen konnten, zeigen bie meisten Austriebe nur zwei Gescheine, etn kleiner Prozentsatz auch drei Gescheine. Im Jahre 1941, mit seiner großen Rekordernte im Rheingau, brachten bie Austriebe durchweg vier Gescheine, teils sogar fünf Eclcheine.

D i e Ursache des etwas geringerem Eescheinansatzes ist zurück- zumhren auf bie sehr große Zahl ber Austriebe. Finbet man boch oft 8 bis 14 Loben »an einet Bogrebe. Damit würbe jebenfalls bie Triebkraft ber einzelnen Triebe etwas veringett, so baß biefelben nur zwei Gescheine zur Entwicklung brachten. Aber durch die ver­mehrte Zahl ber Triebe schafft bie Natur wieber einen Ausgleich, unb erhöht somit wieder die Zahl der Gescheine, so daß bet Eesamt- behang des Weinstockes seht reichlich ist und bei gutem Verblühen eine größere Weinernte verspricht.

Heute läßt sich keinerlei Voraussage treffen, wie sich der Blüten- nerlauf vollzieht, aber es darf erwartet werden, daß bei anhaltender guter Witterung in den letzten Sunitagen die Traubenblüte noch einen günstigen Verlauf nimmt. Eine gute Traubenblüte aber ist bie erste Vorbedingung für ein gutes reichliches Weinjahr, das wir dem Winzer und dem Weintrinker im vierten Kriegsjaht wünschen.

K. Urban

8 Millionen in Gemeinschaftsverflegung. Nach ber Zeitschrift der DAF.Arbeitertum", werben heute 'in Werkküchen unb Lagern rund 8 Millionen Menschen verpflegt.

Soldateuspend« fürMutter und Kind". Ein rhein-mainisches Grenadier-Regiment an der Ostfront sammelte zum Geburtstag des Führers 78 000 RM und stellte diesen Bettag hem HilfswerkMutter unb Kind" zur Verfügung. .

Der Rundfunk am Samstag bringt am bemerkenswetten Sendungen im Neichsprogramm: 11.00: Besuch bei Rio Geb­hardt: 14.15: Unterhaltung mit Jan Hoffmann, Hans Busch) 16.00: Bunter Samstag-Nachmittag: 18.00: Vorschau für das Rund- funfptogramm der Woche:- 19.00: Neuzeitliche Landschaftsstimmungen; 20.15: Unterhaltungsmusik der Gegenwart: 21.30: Kleines Konzert: 22.30: ..Froher Ausklang" mit dem Deutschen Tanz- und Unter« haltungsorchcster u. a. Im D e u t s ch l a n d s e n d e r: 11.30: Über Land und Meer: 17.15:Musik int Grünen": Serenade aus Prag (Leitung: Keilberth): 20:15:Hereinspaziert", ein Hörbild um C. M. Ziehrer.

Reparaturaktian fürnotleidende Bestände" der Büchereien. Das gute deutsche Buch, wie es in den verschiedenen Leihbüchereien zur allgemeinen Verfügung steht, soll in seiner Erhaltung gefördert »erben burch eine umfangreiche Reoaraturmaßnahme. Der Reichs- innungsverbanb be? Buchbinberhanbwerks hat beshalb feine Mit- glteber aufgeforbert, in einer groben Aktion bie beschädigten ober not« letbenben Bcstanbe ber beutschen Büchereien aller Schattierungen »icber tnfianb 3u setzen, soweit bas erforberlich ist. Haltbare, vielfach ausleihfahige Büchereinbänbe zu liefern, müsse eine grobe künftige Aufgabe bes Buchbinberhanbwerks [ein.

Neuerungen bei der ReiMsbahn. Eine Neuerung hat die Reichs- ber ^mnenbezeichnung der Polsterklasse vor allem in den Schnellzügen eingeführt. Seit geraumer Zett waren die Abteile 1.

Klasse bereits durch große, an den Fenstern angebrachten Jahlen bezeichnet. Nun werden auch die Jnnentüren der Polsterklasse mit groben in tot auf weißem Grund gehaltenen Zahlenbezeichnungen vettehen. so datz In Zukunft lebet Irrtum (auch bet absichtliche) aus« geschlossen sein wird. Eine Cntschulbigung wegen Dunkelheit ober Un- lcnn6atfeti tpirb nun auch nichts mehr fruchten. Wer zukünftig seine Solzsahrt stiMchweigenb polstern will, mutz unweigerlich mit Nach­zahlung und Strafe rechnen.

Schutz der Weibtann«. 3m Zuge bes Schutzes bes deutschen Waldes soll der Weißtanne in Zukunft besonderer Schutz gewährt worden, die infolge verschiedener Einflüsse "einen starken Rückgang er­fahren hat. Standorte, auf denen die Weißtanne sich noch einiger­maßen gesund und widerstandsfähig erhalten hat. stehen künftig unter einem Befonberen Betriebsschutz. Wo bie Tannenwirtschaft durch Wild gefährdet erscheint, ist ein verstärkter Abschuß durchzufuhren.

~ Erzeugethöchstpreise für Obst und Gemüse ab 21. Juni 1943. P b ft. Erdbeeren (50 kg) 38. unb 40., Stachelbeeren, unreif 21., hartreif 18., reif 16., Johannisbeeren, tote unb weiße 19., schwarze 42.50, Himbeeren ab 24. 6. 43 (50 kg) 40., Heidelbeeren (Sammletoreis)- 40., Sützkirchen I 30, H 26., III 24, Sauerkirchen I 30. II 25., m 20. Reichsmark. Gemüse: Svargel (50 kg I 50. H 40., in 30., IV 15., Kopfsalat (160 Stuck) 5., (50, kg) 8., Wiegesalat 5, Spinat A 7., Romischkohl 8., Treibhausgurken 27., Kohlrabi (100 Stück) 0 9, I 7, n 5., in 2.50, Blumenkohl (100 Stück) 0 40., la 38., I 36.- Ha 34.-, n 32.-, Illa 24.-, HI 14.-, IV 6.-, Frühwirfing (5Q kg) 12., Fruhweißkohl 11., Rhabarber (50 kg) rotstielig 5, grunstielig 4.50, Karotten (100 Bunb) 12., Erbsen, grün 18.

(100 Bunb) 5.-, ohne. Laub (50 kg) 30.-. IreiBrettij (100 Stutf) 17.-, n 4.-, m 2.50, Zwiebeln mit Schlotten (100 Bunb) 10, Suppengrün (100 Bunb) 7., Petersilie (50 gk) 30., Schnittlauch 25, Grüne Soße 40. Reichsmark

Kleinhandelspreise am 22. Juni: Obst: Sützkirchen (Vt kg) I 4546, Sauerkirchen I 33 Reichspfennig. Gemüse: Kopfsasat (Stück) 8. Treibgurken (*/» kg) 43, Blumenkohl (Stück) I 55-450, H x30^40, 5ru6mtrftng Vt kg) 18. Frühweißkohl 17, Karotten 33. Erb­sen, grün 38, Petersilie 41 Reichspfennig.

L Lothrii p Veh t ff-Um ~^U. Frei Ire Vor k0lio, L W;esb. re Vei | Weber, * Gonzei | Kunz, f26. Ju

Wiesbadener Gerichtsurteile. Vor der Strafkammer hatte fiij der Arbeiter B. wegen Diebstahls von vier Stallhasen zur Nachtzeü zu verantworten. Der Angeklagte, der vermindert zurechnungsfähig ist (§ 51 Abf. 2 StGB), läßt sich dahin ein, daß er bie Absicht gehabt habe seinem Onkel bie Hasen zu stehlen? In bet Dunkelheit aber fiabc er sich im Stall geirrt unb baburch Hausbewohnern bie Tlen weggenommen. Das Gericht nahm nicht an. daß bet Angeklagte bie otHMI zu seinem Diebstahl ausgenutzt unb sah in ihm nicht, wie Die Anklage annahm, «inen Volksschädling. Dem vorbestraften, - "Een- unb charakterlosen Angeklagten würben milbernde Umstände zugebilligt unb er erhielt eine Gefängnisstrafe von zehn Monat« unter Anrechnung der erlittenen Untersuchungshaft.

Königs", das schicksalsschwere Stunden aus dem Leben Friedrichs bes Großen gelegentlich bet Belagerung von Breslau im Jahre 17W spiegelt. Wir hörten ein Gespräch zwischen bem jungen Leutnant 0« , Pannewitz unb seiner Mutter, bas bie hohe Gesinnung bes jugenb lichen Offiziers als ein Sinnbilb bet Gläubigkeit bet Jugend, b< L-------

unbedingten Hingabe an die Ideale und des unantastbaren Eh« Seifige Begriffes hell aufleuchten ließ. Selbst bie Liebe zu feiner Mutt« deren Herz fein Tun, feine Auffassung nicht begreifen kann unb will vermag ihn in der Pflichterfüllung utttc im soldatischen EehorsA len an nicht zu beirren. Immer wird Jugend in innerem Ringen unb » ren sein, bas ist ihr Wesen und ihre Notwendigkeit. Wie die KriseW»

Kaergel leibst angehotte, bewegte, als sie aus eigenem Trieb um eigener Kraft in den Kampf gegen sture Dogmatik und Engstirnig kett eintrat. das wurde klar und einprägsam aus einem Kapit« feines jüngsten MontanesFreund e. Aus eigener Erinnerung, mit i dem heißen Pulsjchlag eines Suchenden, zeichnet hier ein echter Die ter das Irren und Tasten, den Kampf und die Sehnsucht jung--, Mr,.- Herzen um den BegriffGott". Die Fragen um die letzten Singt g des Lebens, um Glauben, Religion, Wahrheit, haben die SugenH jBUnt immer ergriffen und fie in die Revolution gestellt, unb werden fitt immer ergreifen, das ist ihr notwendger Weg zur Reife. Ma> glaubte diese jungen, ringenden, verzweifelnden und seligen Mensche« des Lehrerseminars vor sich zu sehen, die wild und keck nach Stern«« griffen und e rschüttert das Schweigen lernten in dem göttlich«« Schauer des Naturerlebnisses.

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uch nicht mit den Eltern besucht werden darf. ' itfth neyr der Besuch von Kabarett- und Varietee,