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Wiesbadener Tagblatt

Druck uni» Verlaa; L. Sdiellenbera'idie Buckrdruckeret. Lauaaaiie Nr. 21 (Zaablatt-joausi < » Wöchentlich in 6 AuSaaven EricheinunaSreit werktäglich naLmittaaS

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Wöchentlich in 6 Ausgaben

ErscheimtugSzeit werktäglich nachmittag»

Druck und Vertagt X. ScheUeuverg'iche Buchoruckere», Lauggasse Nr. 21 (ragvlatt-Haus-

Zreitag, 25. Juni 1943

91. Jahrgang

Nr. 146

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Es ist hier nicht Platz, sich über den Einfluß zu verbreiten, den die internationale Juden und meist di« atheistischen Juden auf di« Bildung des —-—.....-v —' ------«L.i.—

Bolksbetrug in Grotzsormat

Wie London und Washington ihre Nationen au den Bolschewismus verschacheru

Es geht um Sieg oder Untergang

Reichspresiechef Dr. Dietrich über di« Mission der euroväischen Press«

Kundgebung des entschlossenen italienischen Siegeswillens

i Eine Rede des Senators Giovanni Eentile aus dem Capitol

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Das französische Blatt ,La Vielte France" schrieb am 21. Avril 1921: „Wir haben die verzweifelten Versuche Winston Churchills ver­folgt, der sich bemüht hat, sich beim Judentum Verzeihung zu er­wirken für die Rede die er im englischen Parlament am 6. Nooem- bei 1919 gehalten hat. In dieser Rebe hat Churchill nämlich die „allergefährlichste Sekte der Welt" in heftiger Weise angegriffen. Heute weiß dieser Ärmste nicht mehr, was er anstellen soll, um seine Schuld abzubllßen. Er zeigt sich in den Basars der jüdischen Sehens­würdigkeiten. Er geht nach Jerusalem, wo er im Beisein der Herren Herbert Samuel, James de Rothschild und Nahum Sokolow Bäume pflanzt mit firmbildlicher Bedeutung unter den Klängen der jüdi­schen Hymne „Hatikwah". Die Rabbiner Meir und Kuk überreichen ihm ein jüdisches Gesetzbuch. Winston Churchill dankt mit einer vor Rührung gebrochenen Stimme den umstehenden Juden- „Dieses hei­lige Buch wird als unvergeßliches Dokument und als unbeugsame Richtschnur, meines Lebens in meiner Familie bleiben. Mein Her, hat für den Zionismus geschlagen, seitdem ich die Juden von Man­chester kennengelernt habe."

Seit jener Zeit hat sich Churchill immer stärker dem Judentum in die Säi'm e geworfen. Eine gewisse antibol­schewistische Tönung seiner Auffassung «ar gewissermaßen der letzte Vorbehalt, den er machte. 1925 schrieb er: „Hinter dem Kommunis­mus steht Moskau, jene dunkle, finstere, teufliche Macht, die in der Welt erschienen ist. Eine Bande von WeltverschwörernM Im gleichen Jahre erregte er sich: „Es ist ein noch nicht Ifcgemeßenes Schauspiel,

material su verbreiten, auch das besorgen noch Mehr konnte man in' Moskau niental erhofft ____, ________ ....

»eichen liegen vor: die e n g l i s ch e L i n k e macht einen Radi- kalisierungsvrozetz durch. 700 000 Labourstimmen wurden füt die Übernahme der Kommunisten abgegeben und der Gewerk­schaftler Ci tri ne ist nach Moskau gefahren, um sich politisch zu be­reichern. Die Sowjets sind sogar Mode, auch in den USA.: mehr als 40 Massenversammlungen wurden in der vergangenen Woche ab­gehalten, deren Zweck es war „für besseres Verständnis zwischen den USA. und den UdSSR, zu sorgen". Gegen diese Bemühungen der

Senator Centile schloß seine Ausführungen mit dem Hinweis auf die Große des antiken und des heutigen Roms und ermahnte di« Italiener, in Eintracht, Disziplin und Verantwortungsbewußtsein der Urmutter Rom treu zu bleiben.

das Flugzeug, wer das Wunder des Funk»? Welchen Klang haben in der Welt die Namen Helmholtz, Gauß, Röntgen, und P l an ck? Wo lebten Otto und Diesel, Benz und Daimler Lilienthal und Blöriot, Siemens und M a r c o n t? Welche bedeutsamen Beiträge lieferten die groben Physiker des euro­päischen Eüdostens, ein Tesla, ein Puvin, ein Sukubei. Es ist Evrova, ber- die. abendländische Welt letzten Endes alles ver­dankt, was sie heute an wchnischen Fortschritten besitzt!

Wo stände das geistige und künstlerische Schaffen dieser Welt heute, wenn ihr nicht in Europa ein Gutenberg den Buchdruck geschenkt hätte! Römer und Germanen haben der heutigen Welt das Recht gegeben! Wer heilte die Krankheiten.der Mensch­heit ohne die unsterblichen Forschertaten der großen Ärzte des euro­päischen Kontinents von H i p v o k r a t e s an. über Paracelsus bis zu K o ch,. V i r ch o w und S e m m e l w e iß, europäische For­scher fanden die todbannenden Mittel, die ganzen Erdteilen einen Jahrtausende alten Fluch abnahmen und Segen spendeten Kon­tinentaler Erfindungsgeist zerbrach dir imperialistischen Rohstoff- monovole. Ein Liebig erfand die künstliche Düngung die neues Brot für diese Erde und neuen Lebensraum für Millionen schuf, indem sie die Welternten um -ein Drittel erhöhte. Sollen wir noch binzufügen, daß es immer Europäer gewesen find, die aus der abend­ländischen Welt einen blühenden Garten schufen, achtungsvoll der Natur gehorchend und ihren ewigen Gesetzen, während es immer die Barbaren waren — ob sie nun aus den Steppen jenseits des Urals oder hierseits des Atlantik kamen — die nicht nut die Seelen der Menschen, sondern auch die ewige Natur selbst verwüsteten und schändeten, und die heute mit ihrer zerstörenden Gewalt auch Europa diesen uralten Boden der Kultur, überfluten möchten.

Wie unendlich reich ist die Kultur, die diesem Boden Europas entsproß! Wie göttlich und strahlend die Kunst, die aus ihm erwuchs! Richten wir unseren Blick auf die e r h a b e n'e n B a u w e r k e die überall auf europäischem Boden, die großartigsten Zeugen abend- ländischen Kulturwillens und abendländischer Schöpfungskraft sind Wen ergriff nicht Glück und Verehrung ob solchen Besitzes- der Menschheit, TDenn er die göttliche Schönheit der Akropolis und des Pantheon sich vor Augen stellt, oder der lichten Eöttergestal- ten des Phidias und Praxiteles gedenkt. Wer vermöchte seine Be­wegung zurückzuhalten im Angesicht des römischen Pantheons und des Kolosseums, der Hagia Sophie oder der unzäh­ligen Tempelruinen, die die Einheit des Abendlandes auf so grandiose und schönheitsverkündende Art manifestieren? Wer spürte jene Kul­turgemeinschaft des ganzen euroväischen Kontinent nicht im gleichen Mabe in den grandiosen Kathedralen, Domen und Rat­häusern des Mittelalters, die von Burgos bis Riga, von Paler­mo bis Danzig, von Rom bis Paris, von Madrid bis Prag den Boden unserer gemeinsamen Heimat Europa wie steinerne Aufrufe der Ewigkeit bedecken? Und wenn Europa nichts hervorgebracht hätte

(Fortsetzung aus Seite 2)

Berlin, 24. Juni. Reichspressechef Dr. Dietrich gab einen be­sonderen Beitrag zu den auf der zweiten internationalen Journa­listentagung in Wien behandelten Fragen mit einer richtungsweisen­den Rede. Dr. Dietrich führte aus:

„Im vierten Kriegsjahr traten die wahren Kriegszielx unserer Gegner klarer zutage. Auf dem Hintergrund der Tatsachen und Er­eignisse beginnen sich ihre Stufen deutlicher abzuzeichnen, als sie bis­her hinter der Fassade der Worte und dem Schleier der Phrasen er­kennbar waren. Es kann heute kein Zweifel mehr herrschen: das Bündnis riyischen Plutokratie und Bolschewismus gilt der Vernich­tung Europas. Ihre. Abmachungen von London bis Moskau, von Casablanca bis Washington, find die Beweise, die Trümmer der Jahrtausende alten Kulturstätten unseres Kontinents find die steiner­nen Zeugen, die Massengräber von Katyn und der Krieg gegen wehrlose Frau en und Kinder sind, vor aller Welt sichtbar, Siegel und Brandmal dieser absoluten Vernichtungsabsicht. Was be­deuten angesichts dieser unleugbaren Tatsachen ihre Worte und Redensarten? was Churchills pharisäerhafte Spräche von der „Ber- vflichtung gegenüber dem Schicksal der Menschheit, was Roosevelts scheinheilige Phrasen von der „Freiheit von Furcht und Not für ewige Zeitei^" Wohin diese bewußte Verdummung der Menschen führt und welches grauenvolle Endziel sich hinter diesem Nebel von Phrasen gespenstisch erhebt hat kürzlich der USA-Senator Taft geradezu klassisch Qusgedrückt mit der Feststellung: „Wenn ein Krieg lediglich geführt wird als ein Kreuzzug für die Freiheit der ganzen Welt, dann wird die ganze Welt von ewigem Krieg erfüllt fein’“. Das wäre das wirkliche Ergebnis ihres Kampfes, den sie mit einer plumpen Phraseologie tarnen, die eine Beleidigung der menschlichen Intelli­genz darftellt.

Worin besteht demgegenüber unsere grobe, aller Welt sichtbare materielle und moralische Zielsetzung in diesem Kamps? Es find nicht wesenlose Begriffe, für die wir streiten, sondern es ist der Kamps um den ganzen substantiellen und geistigen In­halt menschlicher- Kultur, der Kampf um die Errungen­schaften von 6 Jahrtausenden menschlicher Arbeit und menschlichen. Geistes, der Kamps um Gewinn oder Berlust des ganzen sozialen Fortschrittes, um den ganzen Besitz der Schöpsung menschlicher Zivilisation und um die Grundlagen aller Kultur. Es ist der Kamps um Europa! Der Kamps um alles das, was Europa der Welt gegeben und der Menschheit geschenkt hat. Was wäre Ame­rika ohne die Kulturoölker Europas, denen es alles, seine Entdeckung, seine Besiedlung, ja selbst seinen Namen verdankt. Europäer haben es aus der unbekannten Welt gehoben. Europäer waren die Rion'-re seiner Zivilisation und seiner wirtschaftlichen Entwicklung. Europäer haben sein« llnabhängigkeit mit ihrem Blut bestritten. Amerika nahm in vier Jahrhunderten d i e Früchte von Jahr­tausenden europäischer Kulturarbeit entgegen, aber die groben Kulturvölker Europas haben von den Bereinigten Staaten nur llndank und Verrat geerntet. Mit Recht hat damals der portugiesische Historiker Alfredo P i m e n t a einmal ge­sagt: „Leider war Amerika weder die Fortsetzung noch eine Ergän­zung der europäischen Kultur, sondern nur ihre Entartung".

Wer wollte bestreiten, daß der Kulturfaktor Europa das gewaltigste S ch ö pf u n g s e l e m e n t in der Geschichte der Menschheit ist. Europas Leistungen am geistigen Aufbau der Welt find allumfaffend: Was Europa in Jahrtausenden reichster Schöpsungskraft an erhabenen Genien und grobartigen Werken er­wachsen ließ, ist zum Lebensinhalt der abendländischen Kulturmensch­heit geworden. Zu diesem gewaltigen und erhabenen Menschheitswerk der europäischen Kultur haben alle Rationen dieses Kontinents, der heute dem Ansturm der Mächte der Zerstörung trotzt, ihren Beitrag geleistet. Alles, was der abendländischen Menschheit das Leben reich und lebenswert macht, ist schövfwischem Seist entsprungen. Alles, was diesem Seifte nicht entstammt, ,ft geschichtslos und ohne Bedeutung geblieben. Uns das einmal ganz klar vor Augen zu halten, scheint mir gerade in der heutigen Zeit des Ansturms der finsteren Barbarei gegen das Abendland eine Notwendig eit zu sein.

Europa schuf das Bild der Welt. Europa entdeckte die Bewegungen der Erde und den Gang der Gestirne. Europas Forscher haben das physikalische Weltbild gestaltet: Euklid und Koverni- kus, Kepler. Eiordano, Bruno und Galilei haben der Erde und den Gestirnen ihren Platz zugewiesen Und die Kräfte er­gründet, die ihre ewigen Bahnen bestimmen. Europas Denker schufen die Grundlagen aller Weltevkenntnis und bauten Jahrhundert um Jahrhundert am Dom der Weisheit. Können sich jene, die heute gegen (Europa stehen, aus ihren Reihen auch nur eines Philosophen rühmen, der fich mir einem Plato, einem Des­cartes, einem Kant, einem Schopenhauer oder Nietzsche »u messen vermöchte?

Die großen Entdecker und Erschlietzer neuer Erdteile, »'n Marco Polo, ein Columbus, ein Vasco d a E a m a, ein Amundsen und ein Sven Hedin gehören dem europäischen Kontinent. Und wenn d'- Fc ibe Europas fich ihrer Technik rüh­men, der Beherrschung der Natur und ihrer Kräfte, so haben fie auch hierzu aus eigenem nichts Grundlegendes beigetragen, denn wer be­gründete das Walten der Elektrizität — die größte Forschertat der Menschheit? We, schuf **n M»tt-r, den Kraftwagen, das Dampfschiff,

trag unterzeichnet wurde, wobei die englische Firma es übernommen hat, sämtliche Übersetzungen bolschewistischer Bücher in England und im ganzen Empire zu verbreiten. Die Bolschewisten können sich also künftig auch die Mühe sparen, ihr eigenes politisches Werbungs­material »u verbreiten auch das besorgen noch die Engländer für sie.

Bildung des Bolschewismus und aus das augenblickliche Stadium, in dem sich die russische Revolution befindet, ausgeübt haben. Es ist aber kefn Zweifel, daß dieser Einfluß beträchtlich ist. Er übertrisjt wahrscheinlich alle anderen, ohne daß man Lenin dabei ausnehmen darf, angesichts der Tatsache, daß der größte Teil der leitenden Per­sönlichkeiten Juden find-. Ich will noch mehr sagen: Der Hauptan­trieb und die leitende Kraft kommen von führenden Juden. In den Staatseinrichtungen bet Sowjets ist die Vorherrschaft der Juden noch eindrucksvoller. Die Juden und in gewissen Fällen die Jüdinnen haben einen beträchtlichen Anteil — wenn nicht sogar einen aus­schließlichen — bei der Einrichtung des Terrorsystems zur Bekämpfung der Gegenrevolution genommen. Die Juden haben eine ebenso be­klagenswerte Vorrangstellung in der kurzen Terrorperiöde gehabt, als Bela Kun Ungarn regierte. Dasselbe Phänomen konnte man in Deutschland (besonders in Bayern) beobachten, als der Riederbruch des deutschen Volkes diesem Wahnsinn erlaubte, sich seiner zu bemäch- tisen. Mögen auch in allen angeführten Ländern zahlreiche Nicht- iuden gewesen Jein, die nicht mehr wert waren als die schlechtesten jüdischen Revolutionäre, so ist es doch nicht weniger wahr, wenn man ihre Anzahl verglichen mit der übrigen Bevölkerung, berück­sichtigt, daß ihr Anteil an diesen Bewegungen überraschend ist."

Danach hat also Churchill vollkommen klar gesehen, dab der Bol­schewismus eine wesentlich jüdische Angelegenheit ist, er hat nicht nur seinen Terror verurteilt, sondern auch die überraschend große Rolle der Juden dabei erkannt.

, v !Kon?’ 24. 3uni. Aus dem Capitol fand am Donnerstag aus Ein­ladung des Gouverneurs von Rom eine seit vielen Tagen von der gesamten Prelle als Manifestation der Kampfentfchlosienheit des italienlichen Volkes angekundigte Kundgebung des römischen Fascio statt Als Redner hatte die faschistische Partei den Senator Giovanni Eentile entsandt. Er richtete seine Worte an alle Italiener, die Italien als etwas Lebensvolles und Lebenskräftiges m ihrem Denken und Wollen tragen, und stellte fest, daß es heute keinen Unterschied mehr zwischen Faschisten und Nichtfaschisten gebe, da alle Italiener in einer Front stehen, um ihr Vater­land, ihre Ideale und ihre Kultur vor den Angriffen des Feindes zu verterorgen.

Der Redner skizzierte anschließend in großen Zügen die Entwick- lung Italiens zu einem „Großen Italien" und setzte sich sodann mit den Begriffen „Freiheit und „Liberalismus" auseinander. Er wies ?°r°uf hm daß der Faschismus heute in dem gleichen unerschütter­lichen Glauben und in der gleichen geistigen Ausrichtung alle ^latiener umfasse. Die faschistische Idee sei heute die grobe leitende Richtlinie des Denkens und Handelns eines jeden Italieners Das große Italien sei unsterblich und für dieses Italien lohne es sich, »u leben und zu sterben. In diesem Krieg habe Italiens Heer, die Flotte und die Luftwaffe wahre Wunder an Leistungen voll­bracht (stürmischer, nicht endenwollender Beifall). Der Feind habe m seinen Tert ata «griffen Segen das italienische Volk die Harte des italienischen Widerstandes kennengelernt. Inmitten der arpucrf.aft"Ften Vern-chtungen kenne das italienische Volk heute nur das eine Ziel: di« Verteidigung des Vaterlandes

„Wir werden England besiegen, wenn wir es um jeden Preis be­siegen wollen!", rief Eentile unter stürmischem Beifall aus und wies darauf hm^ dab dieser mit den Waffen errungene Sieg einem anderen Steg, dem bieg über sich selbst, nuSöMrdnen sei.

Trübe Aussichten für die britische Schiffahrt

_3uni‘ Uber die Zukunft der britischen Handels» schiffahrt äußerte sich kürzlich der Vorsitzende des Keneralrates der britischen Schiffahrt Philipp R u n c i m a n, in einem grundlegenden rlrttkel der tn der Zeitschrift der Oxforder liberalen Studentengrupp« „Liberal Review" erschien.

Runciman führte u. a. aus, es gehe der englischen Handelsschiff, fahrt von einem Kriegslast zum anderen schlechter. Eines sei sicher: am Ende dieses Krieges verfüge England über eine bei weitem ge- Unsere Sandeisschiffstonnage als 1938, wahrscheinlich werde fie im 4>erl)altni5 gesehen sogar kleiner kein als die irgendeiner anderen seefahrenden Ration. Was das für Großbritannien und keine Aus» und Einfuhren bedeute, könne fich wohl iedet denken. Die zu erwat- lenden Schwierigkeiten würden-noch dadurch verstärkt, dab die Ent- schadigung, die der Staat den Reedern füt verloren gegangene SLiffe gebe, wett unter den stark erhöhten Schiffsueubautenkoften liege. Durch diese falsche Enychadigungsvolitik würden die Reeder nicht einmal in die Lage versetzt, finanzielle Votkehtunecn füt den Neuaufbau der britischen Handelsslotte zu treffen

Das fei die Grundlage, so Lernet» Runciman schließlich von der aufseh.en muffe wenn man sich von der Zukunft der britischen ^hmSJ5,froSttnl:nb ben 6amit verbundenen Problemen einen By, Skiff Mgch?n tyylle.

. Winstons Tanz um Stalin

Von Pros, Dr. Joh. von Leer,.

Winston Churchill hat neuerdings wieder erklärt, er würde eine Reise an jeden beliebigen Ort der Erde machen, um dort mit Stalin zu konferieren.

Die britische Propaganda wird Mühe haben, diese ziemlich würdelose Nachlauferei "bes britischen Premiers hinter dem Oberhaupt des Weltbolschewismus jenen Kreisen schmackhaft zu machen, die immer noch glauben und sich eUneben, Winston Churchill vertrete etwas Besonderes, ja etwas Vornehmeres als die Heiden einander wirklich wetten Gaunetkumvane Stalin und Roosevelt.

Wer die Hintergründe kennt, den wundert das nicht. Der Hinter­grund dieser würdelosen Dienerei vor Stalin ist Churchills große Lebensbube. Churchill hat nämlich früher einmal rich­tige Erkenntnis gehabt und hat fie abgeschworen. Und seitdem be­steht sein Leben zum größten Teil darin, durch immer erneute Knie­fälle vor dem Juden sich das jüdische Wohlwollen zu sichern. Die gut geleitete italienische Zeitschrift „La Disesa della Razza" hat in ihrer Augustnummer 1941 den Hintergrund dieser merkwürdigen Hörigkeit Churchills aufgeklärt. Das Blatt schreibt: „Der Artikel, den wir wiedergeben, erschien genau 1920 im „Sunday Herald" mit der Unterschrift von Winston Churchill und wurde im Mai 1920 von „B'nai B'ritb News" (Nr. 9. Bad. XII), dem Organ des jüdischen Freimaurerordens in den Vereinigten Staaten aufgegriffen. Was schrieb damals der ehrenwerte Winston Leonhard Svence Churchill? Er schrieb: „Diese Bewegung ist nicht neu unter den Juden. Von den Zeiten von Spartakus-Weishaupt zu Karl Marx und dann zu Trotzki (in Rußland), Bela Kun (in Ungarn), Rosa Luxemburg (in Deutschland) und Emma Eoldmann (in den Vereinigten Staaten) befindet sich diese Weltverschwörung gegenwärtig in unablässigem Fortschritt, die bezweckt, die Zivilisation zu zerstören und die Gesell­schaft auf den Grundlagen -der Unterbrechung ihrer Entwicklung, eines neidvollen Hasses und einer undurchführbaren Gleichmacherei wieder aufzubauen. Diese Verschwörung hat, wie eine-ganz moderne Schrist- stellsrin, Frau Webster, dies talentvoll dargeftellt hat, schon in der Tragödie der französischen Revolution eine bemerkenswerte Rolle ge­spielt. Sie war die Ursache aller revolutionären Bewegungen des 19. Jahrhunderts und hat schließlich jetzt aus der Unte well aller , großen Städte Europas und Amerikas jene Bande ungewöhnlicher Erscheinungen losgelasien, die sich des russischen Volkes bemächtigt haben und in Wirklichkeit die unumschränkten Herren dieses gewal­tigen Reiches geworden find.

ra. Berlin, 25. Juni. (Gig. Drahtbericht unserer Berliner Schrift­leitung.) In Wien ist das beherrschende Moment das, im Entstehen begriffene neue, starke, freie Europa, das sich fein Leben selbst ge­staltet. Die Zeit ist für eine Festlegung von Einzelheiten noch nicht reif, aber die Grundsätze liegen fest. Der wichtigste ist wohl die Er­kenntnis von der, das Leben unseres Erdteils bedrohenden bolsche­wistischen Gefahr. Sie hat durch das Bündnis mit den anglo­amerikanischen Mächten zwar an Gewicht gewonnen, aber uni so ent­schlossener ist der europäische Wille, sie zu beseitigen. Inzwischen überschlägt man fich in England und tn den USA. in Liebe­dienerei vor den Sowjets. Die Spekulation Stalins scheint richtig gewesen zu jein: Die offizielle Aufgabe der dritten Internationale hat nur zur verstärkten Überflutung der anglo- amerikanischen Mächte mit sowjetischem Agitationsstoff geführt. Sie hat praktisch nur den Erfolg gehabt, daß die Anrüchigkeit der Ma­terie etwas gemildert wurde. Nach der „Times" wird in Zukunft viel mehr sowjetische Literatur auf den europäischen Büchermarkt ge­langen, da zwischen einem Moskauer und Londoner Verlag ein Ver-

Sowjetunion in den angelsächsischen Ländern wandte fich soeben „Tribüne de Lausanne": Sie erklärte, die Behauptung von Jofes E. Davies, die Sowjets seien die Verteidiger der westlichen Kultur, sei „gewagt und überraschend". Die Kommentare der Londoner Presse zeigten die Tendenz bei der Anerkennung der Sowjetunion, von rein militärischem Gebiet auf bas Ideologische überzugehen. Es sei aber ein Wagnis zu glauben, baß die Regierung und das Volk in Eng­land mit Begeisterung qlle Gelegenheiten wahrnehmen werden, um die Fühlung mit Moskau häufiger und enget zu gestalten. Bisher hätten die Tatsachen nur das Gegenteil bewiesen. Der Umstand, dab Stalin unter rücksichtsloser Ausnutzung des sowjetischen Reservoires eine der gewaltigsten Armeen der Welt zu schaffen verstanden habe, genüge nicht für den Nachweis, daß die Sowjets das Glück der Völker in Friedenszeiten am besten gewährleisteten. In den „Basler Nach­richten" wird darauf hingewiesen, daß sich Stalin im Falle eines, für die Achsengegner siegreichen Kriegsendes bei der groben Beute- verteilung den Löwenanteil sichern würde und dab er davon ausgehe, über die alten Randstaaten hinaus sich ein Sprungbrett nach Mittel­europa zu verschaffen. Nach Jahr und Tag würden England und die USA. einmal mit der Sowjetunion um die Konseauenzen ihrer jetzigen Solidarität zu kämvsen haben. Beide Zeitungen weisen im übrigen darauf hin, dab es dann falsch wäre, anzunehmen, die Maffe der Bevölkerung in den USA. und in England sei bolschewisten- freundlich gesinnt. Aber die Regierungen dürften dafür zu wirken in Moskau nicht nur verpflichtet, sondern ihm auch praktisch ausge­liefert sein, weil sie auf die grobe Geneigtheit aus dem Osten einfach angewiesen find. Als Preis dafür verbreiten sie gewisienlos, zum guten Teil gegen ihre Überzeugung, bolschewistische Agitationslehren in den eigenen Ländern, nachdem von ihnen selbst die Aufforderung an Moskau ausging, mit der offiziellen Aufhebung der Komintern, den Verdacht gegen diese Agitation zu entkräften und zu beseitigen. WeNn jemals das Wort Volksbetrug angebracht war, dann hier.