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Druck und Verlag: L. Schellenberg'sche Buchdruckerei, Lauggasse Rr. 21 (Tagblatt-Haus)
Wöchentlich in 6 Ausgaben
Erscheinungszeit werktäglich nachmittag»
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Montag, 21. ffuni 1943
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Berlin, 20. Juni. 3m Nahmen eines feierlichen Appells wurde om 20. 3uni der 60. Infanterie-Division (mot.) folgender Erlab des Führers belanntgegeben:
Wie „Economist" die Ernährungslage der Sowjets sieht
Es fehlt an Arbeitskräften und Maschinen. — Dürre in den Hauvtgetreidegebieten
Anerkennung für den Einsatz der gesamten SA.
Die 60. Infanterie-Division erhalt durch Führererlab den Namen Banzer-Erenadier-Division .Feldherrnhalle'
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Stockholm 20. Juni. Ein düsteres Bild von der Lebensmittelversorgung der Sowietunion und der ungenügenden wirtschaftlichen Erzeugung entwirft die führende englische Wirtschaftszeitung „Economift " Die bevoritebende landwirtschaftliche Erzeugung der Sowietunion so fuhrt das Blatt aus, werde wahrscheinlich eine der geringsten der letzten miei Jahrzehnte sein. Schon jetzt stehe so gut wie fest, dab die diesiahrige Ernte in der Sowjetunion umfangmäbig wesent- lutz.unter dem Durchschnitt liege. Dietatsächlich bestellten Gebiete seien ohnehin in diesem Jahr schon kleiner als ie zuvor, selbst wenn man die Ukraine und die anderen von den Deutschen besetzten Gebiete aus der Rechnung herausleffe. Es fehle sowohl an landwirt- schastlichen Maschinen als auch an geeigneten Arbeitskräften Anßer- dem d r o h z den wenigen noch in sowjetischer Sand befindlichen kornerzeugenden Bezireken in diesem Jahre eine Dürre. In anderen Teilen der Sowjetunion, d. h. zwischen Sibirien und der Wolga, sei die Lage, so berichtet „Economift" weiter, verschieden. Die Getreide-
Führer den Reichsmarschall Hermann Göring, den ersten Führer der SA., zum Chef der Standarte „Feldherrnhalle", deren Freiwillige fortan in die harte Schule militärischer und weltanschaulicher Durchbildung genommen wurden.
Der Krieg brachte für die SA. die Stunde der Bewährung. Zu Hunderttausenden, vom Sturmmann bis zum Obergruppenführer, reihten sich ihre Männer in die Wehrmacht ein. Im feldgrauen Rock kämpften sie seitdem an allen Fronten für Führer und Reich. Die SA. und mit ihr die Standarte „Feldherrnhalle" find stolz auf die hohe Zahl von Tavferkeitsauszeichnungen an Soldaten, die aus ihren Reihen hervorgcgangen sind.
Zwei Männer der SA. erhielten das Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern, 15 das Eichenlaub, 192 das Ritterkreuz des Eisernen .Kreuzes. Ruhmvoll kämpften Männer der Standarte „Feldherrn- halle" als Kern der Fallschirmjäger- und Luftlandetruvven bei der Erstürmung des Forts Eben-Emael in Rotterdam und auf Kreta, sowie als Sturmbataillon „Feldherrnhalle" im Verband eines Jnf.-Regiments beim Durchbruch durch die Maginot-Linie und im Osten.
Der Frontemsatz der SA. wurde durch den Führer zum erstenmal am 9. 8. 1942 dadurch besonders, gewürdigt, daß er das Infanterie- Regiment 271, in dessen Reihen das Bataillon „Feldherrnhalle" kämpfte, zum Grenadier-Regiment „Feldherrnhalle" erhob.
Ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Regiments „Feldherrnhalle" beginnt nunmehr durch seine Eingliederung in die 60. Infanterie-Division. Diese Division ging aus der in Danzig aufgestellten Brigade „Eberhard" hervor, in der ebenfalls Freiwillige SSI.» Männer dienten. Die Brigade war an der Verteidigung Danzigs und der Einnahme Eotenhafens hervorragend beteiligt. Im Westen stürmte die zur Division verstärkte Brigade Befestigungswerke in den mittleren Vorgesen, und im Balkan-Feldzug drang sie als Spitze eines Armeekorps bis Pristina vor. Im Kriege gegen die Sowietunion reihte sie in ungestümem Angriff im Süden der Ostfront Sieg an Sieg, stürmte Rostow, durchstieg nach der Kefielschlacht bei Ebarkow im Mai 1942 den groben Donbogen, überschritt den Don und bildete dann gemeinsam mit anderen Divisionen den Sverriegel zwischen Don und Wolga nördlich Stalingrad. In dem Heldenkampf der 6. Armee
zentren an der mittleren und unteren Wolga, sowie in Kasathstan werden ebenfalls von der Dürre bedroht. Alle Warnungen der Sowjetprefie an die dortigen Kornbauern,'sich auf eine Trockcnheits- veriode vorzubereiten, und zwar den Boden mehr als sonst zu lockern und sehr tief durchzuvflügen, hätten wenig genutzt da den Bauern dazu' Hilfsmittel und Hilfskräfte fehlen. Die ganze Sowjetunion hänge in weitem Mabe >n seiner Brotversorgung von Sibirien ab. Was das aber bedeute,, könne man crmesien, wenn man an die unc»- heueren Transvortschwierigkciten denke die eine solche ausschließliche Versorgung aus Sibirien mit sich bringe. Weiter werde die landwirtschaftliche Erzeugung mehr und mehr durch den Verfall des technischen Avvarates beeinträchiigr, dn dem keine Landwirtschaft der Welt so gebunden sei wie gerade in der Sowjetunion Es fehle an Traktoren Beschädigte Traktoren habe man nicht ausbefiern können, da es keine Rep-iraturwerkstLtten und keine Ersatzteile gebe. Daneben mache sich der Mangel an gelernten Traktorenfahrern unh
Herzlicher Empfang in der Heimat
Der Gauleiter begrübt« di« Stobtruppkämpfrr
NSG. Die Eauhauvtstadt Frankfurt am Main begrüßte am Samstagvormittag den auf Einladung des Gauleiters eingetroffenen Stotztrupp der Infanterie von der Ostfront. Im festlich geschmückten Hauptbahnhof hatten sich mit zahlreichen Volksgenossen Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht eingefunden, um den Frontsoldaten einen begeisterten Empfang zuteil werden zu lassen. Rach der Meldung des Stoßtrupps durch den Stobtruvvführer bei Gauleiter und Reichsftatthalter Sprenger schritt der Stoßtrupp gemeinsam mit dem Gauleiter und dem in Vertretung des Kommandierenden Generals erschienenen Generalleutnant Prager die Front der angetretenen Ehrenformationen von Wehrmacht und Partei ab.
Danach ergriff der Gauleiter das Wort zu einer herzlichen Begrüßungsansprache. Er machte sich rum Sprecher der Heimat als er den Fontsoldaten mitteilte, daß der Gau mit grober Freude die Ankündigung ihres Eintreffens ausgenommen habe, und dab sie von, der Bevölkerung Hessen-Nassaus offenen und dankerfüllten Herzens empfangen werden. Der Stobtrupv sei die höchste Form der infanteristischen Tapferkeit. Er sehe dem Feind ins Auge und wisse daher um die letzten Dinge im Kampf gegen den bolschewistischen Gegner. Mit herzlicher Freude begleite die Bevölkerung des Gaues die Anwesenheit dieser Abordnung der Tapfersten der Front. Mit stolzer Begeisterung aber blicke die Jugend auf jeden Stoßtrupp- kämvier, da sie in ihm das Vorbild des mutigen und opferbereiten Frontsoldaten sehe. Der Gauleiter schloß seine Begrüßungsrede mit Worten gläubigster Zuversicht für die Zukunft unseres Freiheits- kampfes, der durch die geschlossene Gemeinschaft von Front und Heimat mit dem Tage des Sieges gekrönt werde.
Gleich herzliche Worte.der Begrjibung richtete der Vertreter des Kommandierenden Generals, Generalleutnant Prager, an den Stoßtrupp. Während der Gauleiter alsdann jeden einzelnen Mann de- Stoßtrupps mit Handschlag begrüßte, schmückten die Angehörigen des BDM dre Frontsoldaten mit leuchtenden Blumensträußen.
Unter Vorantritt eines Musikkorps der Wehrmacht marschierte dann der Stoßtrupp, an der Spitze neben dem Stoßtruppführer von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger begleitet und von der Bevölkerung immer wieder herzlich begrüßt, mit klingendem Spiel m fern Quartier im Hotel „Frankfurter Hof".
Die Angehörigen des Stoßtrupps sind sämtlich Männer aus dem ©au Hessen-Nasiau, die sich im mittleren Frontabschnitt der Ostfront durch opfermutigen Einsatz vorbildlich bewährten und auszeichneten.
Die degradierte Kutturnation
England wird den Gangster-Krieg seiner Moten sehr teuer zu bezahlen haben
ra. Berlin, 21. Juni. (Eia. Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung.) Zwei Ereignisie standen am Ende der vergangenen Woche sehr stark im Vordergrund des allgemeinen Jnteresies. Die erneute Ankündigung von Dr. Goebbels in Wuppertal, dab der feindliche Luft - Terror unter allen Umständen durch entsprechende deutsche Eesenaktionen zur gegebenen Zeit vergolten werden wird und die Ereignisie in Indien, d. h. die Ernennung General Wavells zum Vizekönig und die Ankunft des indischen Freiheitskämpfers B o.s e in Tokio. Die Erklärungen von Reichsminister Dr. Goebbels haben niemand Überrascht, denn überall hat man sich sagen müsien, daß ein Land wie Deutschland, das über so ungeheure Machtmittel verfügt, nie und nimmer eine Welle des Terrors über sich ergehen lasien wird ohne eine barte Antwort darauf zu geben. Das hätte man sich rechtzeitig auch in London sagen müssen. Dab man es nicht tat, wird sich eines Tages als ein folgenschwere: Irrtum erweisen. Die deutsche Kriegführung hat im ganzen bisherigen Verlauf des Krieges stets darauf geachtet, daß ihre Planung und die Reihenfolge biet Aktionen ebenso wie die Schwerpunktbildung, von ihren eigenen Überlegungen abhängt und sie hat sich zu ihrem Nutzen nicht von dem festgelegten Konzept ahbringen lasien. Das ist auch heute der Fall. Jetzt aber konnte von maßgebender Stelle mit aller wünschenswerten Deutlichkeit festgestellt werden, daß in absehbarer Zeit der schwere Eegenschlag gegen die Engländer erfolgen wiro, der. das gegenwärtige Bild des Kräfteverhältnisies im deutsch-englischen Luftkrieg von Grund auf verändern dürfte. Im übrigen hat sich im Reich und in Europa überall die Überzeugung gefestigt, daß der Luftkrieg im Westen keinesfalls in erster Linie von der militärischen, sondern von der moralischen Seite her betrachtet werden muß und dabei ergibt sich das Urteil, daß die Engländer mit solchen terroristischen Methoden ihren Ruf als Kulturnntion» untergraben und dab sie dadurch auf die Stufen von Barbaren herab- ftnken.
Waffengewalt statt Angehorsam
Das andere sehr bedeutungsvolle Ereignis am vergangenen Wochenende war das Zusammentreffen der beiden Nachrichten von der Ernennüng General W ä o e 11 s zum Vizekönig in Indien und von der Ankunft Boses in Japan. Allgemein sieht man darin eine erhebliche, abermalige Zuspitzung in der indischen Entwicklung. Wie die Ernennung des Generals Wavells zum Vizekönig gewertet werden muh, wurde bereits gesagt. Jetzt hat sich dazu in der „Daily Mail" ein hervorragender Jndienkenner, W. Barton, geäußert, der schon 1893 in die britische Beamtenlaufbahn in Indien «intrat und fast sein ganzes Leben dort verbracht hat. Barton erklärte jetzt tzu der Ernennung Wavells: „Ein SturmderKritik wird losbrechen. Die Intellektuellen in Großbritannien werden die Wahl eines Soldaten im aktiven Dienst als einen Ver- such brandmarken, das Problem einer Verständigung mit Indien auf die Seite zu schieben und die Mitglieder des Jndienkongresies werden wieder ihre Stimme erheben, dab man sich auf die Versprechungen " der Engländer nicht verlasien kann." Barton charakterisiert dayn die beiden wichtigsten Seiten der Ernennung, nämlich die Verlegung der britischen Gewalt in Indien von der bisherigen auf die militärische und zweitens den Abbruch der jetzt schon völlig eingeschlafenen, heuchlerischen englischen Bemühungen, sich mit Indien zu verständigen. Es ist bezeichnend, daß ein so guter Kenner Indiens, wie Barton, schon jetzt die wichtige Voraussage macht, daß man die Ernennung dieses Generals als einen neuen Wortbruch Englands auffasien wird, denn England hätte bekanntlich für unmittelbar nach dem
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Krieg« die Selbständigkeit Indiens versprochen. Jetzt aber wird für die Dauer von mindestens fünf Jahren der bisherige Militärbefehlshaber auf den Thron'des Vizekönigs gesetzt, was nichts anderes zu bedeuten hat, als daß man die Herrschaft in Indien noch schärfer anzieben wird, als bisher. Unter diesen Umständen erscheint die Feststellung um so bedeutender, die Subhas Chandra Bose auf der Presiekonfernz unmittelbar nach der Bekanntgabe seiner Ankunft in Japan abgab und die vor allem darauf binauslief, den sogenannten zivilen Ungehorsam künftig in die Anwendung einer aktiven Waffengewalt umzuwandeln. Daran läßt sich eben im Zusammenhang mit der Berufung General Wavells nach Delhi besonders klar der Umfang der Zuspitzung erkennen, der gegenwärtig das indische Problem ausmacht.
Der Name „Feldherrnhalle", geweiht durch den Tod von nationalsozialistischen Kämpfern, die als erste ihr Leben für den Führer Hingaben, ist für die SA., wie für die ganze deutsche Nation zum Inbegriff aufopfernden Kampfes geworden.
Auf dem Reichsvarteitage 1936 verlieh der Führer der S A. - Wachstandarte den Ehrennamen „Feldherrnhalle^. Sie empfing d'amit zugleich den Auftrag die kämpferische Gesinnung der SA. zu pflegen und vorbildlich zu verkörpern. Am 12. 1. 1937 ernannte der
hefteten auch die Regimenter der 60. Jnfanterie-Division unvergleichlichen Ruhm an ihre Fahnen.
3£eu aufaefcnt trägt die Division jetzt nach dem Willen des Führers den Namen Panzer-Erenadier-Diviston „Feldherrnhalle" Die enge Verbundenheit zwischen der SA. und der Wehrmacht findet damit besonders sinnfällig ihren Ausdruck. Freiwillige aus den Reihen der SH werden vorwiegend in den Regimentern der Division den grauen Rock tragen. Sie werden im Geiste jener Nationalsozialisten, dre vor 20 Jahren vor der Feldherrnhalle für Deutschlands Zukunft tn den Tod gingen, und ihren Kameraden, die sich bei Stalingrad dem Bolschewismus entgegenwarfen, im Kayrvf für Deutschlands Trotze und Freiheit immer in vorderster Linie stehen, bi, der Sieg errungen ist.
Göring an SA.-Obergrnppenführer Jüttner
Berlin, 20. Juni. Aus Anlab der Namensverleihung „Panzer- Grenadler-Dlvislon „Feldherrnhalle" an die 60. Infanterie-Division richtete Reichsmarschall Hermann Göring an SA-Obergruvven- fuhrer Suttner folgendes Schreiben:
v »Ich danke Ihnen für Ihre Meldung, wonach durch den Führer der 60. Infanterie-Division in Anerkennung des hervorragenden Einsatzes der SA im Kampf für das Eroßdeutsche Reich der Name „Panzet-Grenadlet-Division „Feldherrnhalle" verliehen wurde. Als erster SA-Fuhter und Chef der Standarte „Feldherrnhalle" erfüllt es mich mit besonderem Stolz, daß der Führet den bedingungslosen Einsatz und vorbildlichen Kampfgeist aller in den Reihen der grotz- deutichen Wehrmacht tm heutigen Schickfalskamvf der Nation Impfenden SA-Manner in dieser Weise gewürdigt hat. In der Gewißheit, daß auch weiterhin die Männer der SA in letzter Einsatzbereitschaft und beispielhafter Treue zum Führet und Reich tm Kampf um Großdeutschlands Zukunft in vorbildlicher Weise töten Mann firhen. grüße ich an diesem Ehrentage die Panzer- Grenadtet-Dtvision „Feldherrnhalle".
Seil Hitler!
gez. Göring.
Reichsmarschall des Eroßdeutschen Reiches
SchiSsalstag
1941 — Zu» 21. 3uni — 1943
K. B. Sn unser aller Erinnerung werden die schicksalsschweren Stunden jines Sunisonntages niemals verschwinden. Kurz nach Mitternacht waren wir durch den Fernsprecher in den Bundesratssaal des Auswärtigen Amtes beordert, und hier machte nun Reichsaußen- minister von Ribbentrop die Vertreter der Öffentlichkeit mit der ganzen Größe der Gefahr bekannt, in der sich das deutsche Volk bis dahin befunden hatte. Setzt wurde erkennbar, welche Sorgen und welche Verantwortung auf dem Führer gelegen hatte. Sein Aufruf war eine fühlbare Erleichterung, denn nun durfte er ja endlich sprechen und nun konnte die deutsche Wehrmacht endlich handeln.
Es ist gut und nützlich, heute noch einmal die Dokumente jener Loge nachzulesen, denn dann erfühlt man am besten den Sinn dieses groben Ringens. Da sind die militärischen Berichte, die u. a. der Eeneralfeldmarschall Keitel vorlegte und aus denen ersichtlich war, welche Formen der sowjetische Aufmarsch an den deutschen Grenzen angenommen hatte. Da waren die Aufzeichnungen über ven Besuch des Volkskommissars Molotow in Berlin, die erkennbar machten, wie maßlos die sowjetische Eier auf Europa war. Die Sowjets hatten sogar bedenkenlos die alten politischen Forderungen des Zarenreiches nach den Dardanellen Übernommen und verlangten von uns, dab wir diele Raubabsichten duldeten, ja vielleicht sogar noch förderten. Setzt aber war die Schweigezone durchschritten. Jetzt wußte man auch, warum der Führer die Schlacht gegen England hatte abbrechen müsien, denn cs war unmöglich, solche Maßnahmen durchzuführen, während in unserem Rücken die Sowjets auf di« Stunde warteten, in der wir im Westen so beschäftigt waren, dab st« im Osten über uns herfallen konnten.
Alles, was in den Dokumenten behauptet worden war, wurde in den nächsten Tagen nachdem die deutschen Truppen am Morgen des 21. 6. zum Angriff übergegangen waren, bestätigt Wir sahen aus den riesigen Eesangenenzahlen und aus der gewaltigen Beute, welche^ Formen der sowjetische Aufmarsch schon angenommen hatte. Niemals ist die Gefahr, in der Europa stand, deutlicher geworden, als nach jenem 21. Juni 1941, der den Schlag, der gegen Europa geführt werden sollte, in seiner ganzen Grübe und Gefahr enthüllte. Diese Tatsachen waren handfest und sie verfehlten dann auch ihre Wirkung aur die. europäischen Staaten nicht Finnland erkannte, dab die einzige Möglichkeit seiner Rettung im Zusammengehen mit Deutschland bestand. Rumänien wußte, dab den Sowjets der Raub Besiarabiens nur dann wieder abgejagt werden konnte wenn sich jetzt seine Soldaten mit den deutschen Soldaten vereinten. Die Ungarn, die Slowaken und Kroaten fühlten ihre Veranworiung für ihr Land und für Europa. Sie alle wußten: Jetzt war die Stunde gekommen, in der endgültig mit den Bolchewisten Schlub gemacht werden mutzte. So reihten sie sich ein in die Einheitsfront gegen den Bolschewismus. So haben sie ihren Kampf begonnen und so kämpfen sie ihn in vorbildlicher Tapferkeit heute noch.
Wie ganz anders aber waren die Auswirkungen auf bet Gegenseite! Dort enftanb jenes unnatürliche Bündnis zwischen Plutokraten und Bolschewisten. Dieses Bündnis wurde nur durch einen Kitt möglich, und den lieferten die Juden, die in beiden Lagern standen. So kam der Tag. an dem Churchill in dem berüchtigten Kapitel V des britisch-sowjetischen Bündnisvertrages Europa verriet. In kommenden Jahrzehnten wird man selbst in England den britischen > Premierminister noch wegen dieser Tat verfluchen. Was Churchill begonnen hatte, setzte bann Roosevelt fort, uno mit Hilfe des Pacht- und Leihgesetzes unterstützte man die Sowjets mit Materialien, mit Waffen und Geschützen, von denen freilich der grötzte Teil den deutschen U-Booten zum Opfer fiel. Kämpfe ungeheuren Ausmaßes sah nun bas Dftlanb, aber auch Siege von einer Größe, wie sie in der Weltgeschichte oorbem niemals erfochten worben waren. Freilich fehlte es auch an Krisen nicht. 3m Winter von 1941 auf 1942 schien bi# Natur sich gegen uns verschworen zu haben. Aber mit unmenschlicher Anstrengung ftanben unsere Solbaten auch diesen härtesten aller Ostwiuter durch, und das kommende Jahr sah weitere Siege, die das Befreiungswerk voranbrachten.
Noch einmal war unsere Wehrmacht von schwerster Krise bedroht, denn die Sowjets hatten im nächsten Winter alles aufgeboten, was aufzubieten war, um den Schlag bet Verzweiflung zu führen. Wir mutzten Opfer bringen unb mutzten auch Teile der von uns besetzten Gebiete wieder aufgeben. Aber bie Front ftanb, und sie steht heute fester denn je.
Wir wisien nach diesen zwei Jahren Ostkrieg, daß auch die sowjetischen Reserven an Menschen und Material keineswegs unerschöpflich sind. Schon kämpfen Kinder und Greise auf der anderen Seite, und unsere Soldaten haben oft genug erlebt wie unausgebildete Massen, mangelhaft ausgerüstet und kümmerlich verpflegt, mit Maschinengewehtfeuer gegen die deutschen Linien vorge- trieben worden sind. Schon erstehen im Ostland selbst Kräfte, die bereit sind, sich in diesem Befreiungskampf an unsere Seite zu stellen. Das ist ein bedeutsames Erwachen aus der bolschewistischen Knechtschaft unb ein Zeichen, bab trotz bes 20jährigen brutalen geistigen unb körperlichen Terrors noch nicht alle guten Kräfte ber Bevölkerung ber Ostgebiete vernichtet worben finb. Wir haben freilich gesehen an ben Gräbern von Katyn, welcher Mordtaten die' Sowjets fähig waren, aber wir haben auch die feste Zuversicht, daß es in der Geschichte eine immanente Gerechtigkeit gibt. Gegen so viel Brutalität unb Mordlust wachsen auch Gegenwirkungen, bis eines Tages biefe bolschewistische Pest vorn Erbboden verschwunden ist.
Das beutsche Volk hat in biesern Kriege schwere Opfer bringen müsien. Viele Gräber liegen neben ben Straften und auf ben Kampfplätzen. Jünglinge, bie zu ben größten Hoffnungen berechtigten liegen bort unb Familienväter, beten Witwe» unb SBaifÄ nun in unsere Obhut gegeben sind. Diese Opfer haben ihren tiefen Sinn. Sie hülfen nicht vergebens sein. Diese Opfer sprechen zu uW§, sie sind uns eine Mahnung, diesen Kampf nicht in einem faule« Komprornitz zu enden, sondern dieser Krieg kann nur fein Ende gesunden haben, wenn ber Bolschewismus ein für alle mal niebet» gerungen ist.
Vor zwei Jahren begann an einem Schicksalstag bet Schicksalskrieg. Wir wisien nicht, wie lange er noch bauert, aber wir wisien. batz wir alles einzusetzen haben, was wir einsetzen können unb batz ber Tag bes deutschen Sieges zugleich der Befreiungstag für Europa ist.
„Ich verleihe in Anerkennung des hervorragenden Einsatzes meiner SA. im Kampf für das Eroßdeutsche Reich der 60. Infanterie-Division (mot.) mit dem Tage der Eingliederung des SA.-Negiments „Feldherrnhalle" den Namen Panzer-Erenadier- Diviston „Feldherrnhalle".
Ich würdige damit zugleich den heldenhaften Kampf der bei Stalingrad gebliebenen Angehörigen der 60. Infanterie-Division (mot.) und bin gewiß, daß Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Erenadiet-Diviston „Feldherrnhalle", dem Vorbild ihrer gefallenen Kameraden getreu, alles daran setzen, um den Kamps des Reiches Freiheit und Grobe »um siegreichen Ende zu führen.
gez. Adolf Hitler.»
